Review Fender Mustang Floor

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Review Fender Mustang Floor

Tach zusammen!

Weil Magman die Mustangs lobte und Pfälzer mir davon abriet , habe ich mir mal das Fender Mustang Floor kommen lassen. Als Gebrauchsgitarrist in der Kreisliga ist man ja darauf bedacht, robustes und extrem einfach zu bedienendes Material am Start zu haben, das wenig kostet und noch weniger wiegt. Das ist allemal wichtiger als das letzte Bißchen Klang, das ohnehin niemanden interessiert außer dem Gitarristen selbst.

Mittlerweile habe ich es so auf 8 – 10 Gigs gespielt und nutze es fast täglich zuhause zum Raushören und Üben. Alle meine Äußerungen sind natürlich subjektiv und berücksichtigen den aufgerufenen Preis.

Als Verstärkung hatte ich überwiegend eine Tech 21 Power Engine 60 mit einem Eminence Wizard in Betrieb, habe aber auch in die Endstufe eines Fender Champ mit Jensen und am Freitag beim SWR in Baden-Baden direkt in das Pult gespielt. Sogar in den Mikrophoneingang eines Roland Street Cube habe ich es gestern probiert, dazu den gefilterten Ausgang benutzt, und auch das hat funktioniert. Was noch aussteht, ist der Betrieb mit einer Röhrenendstufe und zwei 2 x 12“ Boxen. Darauf bin ich sehr gespannt!

Aufbau:
Robust, simpel, übersichtlich. Klar hat man keine Knöppe wie bei einem Amp, das hat man aber beim Axe auch nicht. Einmal auf den AMP-Taster gedrückt und ein Klick auf das Eingaberad, schon hat man den Amp auf dem Display. Man sollte das Gedächtnis ein wenig trainieren, denn die verfügbaren Parameter sind bei den Amp-Modellen unterschiedlich. Da ich aber bisher gerade mal den SuperSonic, den 70er Marshall und den Twin verwende, schafft das auch die ältere Walnuß noch.

Das Eingabefeld und das Display sind mit Metallbügeln gesichert, damit ist der Zutritt verboten. Der Kontrast des Displays läßt selbst bei Maximaleinstellung für meine nachlassende Sehkraft zu wünschen übrig. Das ginge besser ohne Mehrkosten!

Die Taster sind von Aufteilung, Abstand und Druckpunkt optimal. Unten die fünf Speicherplätze, deren Taster oben links von Preset auf Stompboxmodus für den betreffenden Speicherplatz umgeschaltet werden können. Weiter in der oberen Reihe 5-er Bank Up und Down und schließlich der Taster, der sowohl als Tap Tempo dient als auch bei kurzzeitig längerem Druck den Tuner ein- und den Ausgang stumm schaltet. Klasse!

Amps:
Mittlerweile mit einer deutlich kürzeren Lunte beim Ausprobieren versehen als vor ein paar Jahren, muß es alsbald klingen. Also jedes Amp-Model mal angespielt und ein wenig editiert, und die vorhin genannten drei blieben als für mich praxisgerecht übrig. Teilweise klangen andere Amps durchaus schöner und besonders clean filigraner, wenn man sie alleine anhört. In der Band müssen sie sich aber durchsetzen, und da müssen grobe Signale her. Also doch den Twin! Den in den letzten Jahren in Mode gekommenen Sag einstellen zu können, spare ich mir. Aus, das Ding! Ich will, dass der Amp so spontan reagiert, wie er kann. Gelungen finde ich die dreistufige Rauschunterdrückung, die auch bei lange ausklingenden Tönen das Signal nicht kappt. Die Klangregelung funktioniert. Sie ist teilweise etwas unübersichtlich, weil öfter auf der zweiten Seite nochmals Parameter wie MasterVol oder Presence auftauchen, die ggf. nochmal ein Zurücktasten auf die Seite 1 erfordern. Es geht aber nur in eine Richtung, also durch alle Parameter durch und bloß nicht zu schnell, sonst ist man über das Ziel hinaus.

Ich persönlich habe immer gerne einen Raum im Preset. Dass der Hallanteil auch im Ampmodus geändert werden kann, finde ich ganz praktisch.

Effekte:
Was soll ich sagen? Das ist kein Axe oder G-Force. Die wichtigsten Effekte sind an Bord, die Qualität ist durchaus so, dass ich damit ohne Weiteres leben kann. Der Hall gefällt mir sogar gut! Änderungen des Hallanteils im Ampmodus werden in den Reverbmodus übernommen. Etwas mit den teilweise unüblich bezeichneten Parametern herumspielen lohnt sich. Das Bandecho ist auch sehr gefällig. Die Modulationseffekte sind nur durchschnittlich, aber für meine Zwecke ausreichend.

Anschlußperipherie:
Ein funktionierender Monoeinschleifweg in Verbindung mit der Möglichkeit, die Ampsektion abzuschalten lassen den Einsatz externer Vorstufen problemlos zu. Auch ein eingeschleifter 19“ FX konnte problemlos ohne irgendwelche Pegelprobleme integriert werden.

Was man sich dabei gedacht haben mag, zwei komplette Sätze Klinken- und XLR-Ausgänge einzubauen, aber der Software nicht die Möglichkeit gibt, die Klinkenausgänge ohne und die XLR mit Speakersimulation auszugeben, erschließt sich mir nicht. Stattdessen kann man im Utility-Modus einstellen, ob jeweils nur das rechte oder nur das linke oder beide Buchsenpaare gefiltert werden sollen. Will man also sowohl in einen Verstärker als auch in die PA spielen, geht das nur Mono.
Die Speakersimulation als solche ist... Na ja, geht so! Immerhin kann man den Bass- und den Höhenanteil getrennt einstellen, und mit dem im Monitor hörbaren Signal konnte ich leben, nachdem ich die Höhen auf nur noch 20% reduziert hatte. Alternativ müßte ich mal ungefiltert herausgehen und über so eine Red Box, Behringer, Rath oder irgend so ein Ding in´s Pult. Auch hier: eine Palmer Adig oder so ist natürlich deutlich besser, kostet aber auch alleine deutlich mehr als das ganze Mustang Floor! Das gefilterte Signal direkt in eine Fullrangebox habe ich noch nicht probiert.

Pedal:
Werksseitig ist das Pedal im einen Modus für alle Programme auf Mastervolumen eingestellt. Der liegt direkt hinter dem Eingang. Durch Tippen auf die vordere Stellung kann man eine zweite Funktion einschalten, die über die geräteinterne Software bestimmt werden kann. Das kann z.B. ein ordentlich funktionierendes Wah sein oder auch ein anderer Parameter. Ist das Wah eingestellt, ist damit aber in dieser Sektion kein weiterer Effekt wie Zerrer, Compressor oder Autowah mehr möglich. Was man da am Comuter editieren könnte, habe ich nicht ausprobiert, weil...

Fender FUSE Software:
Wäre prima, wenn sie denn funktionierte! Ich konnte sie zwar problemlos installieren, aber allerlei Funktionalitäten waren nicht gegeben, oder wollten mit meinem PC nicht, oder sonstwas. Die FUSE erkannte mein Gerät nicht, wollte Änderungen nicht speichern, zickte allgemein herum. Ich habe das Zeug wieder ´runtergeschmissen. Für meine Zwecke habe ich das schneller am Gerät editiert, als mit damit herumzuärgern, auch wenn verschiedene Features dann eben nicht gehen. Wäre vermutlich nice to have, aber ich vermisse sie nicht wirklich.

Zusammenfassung:
In eine Schachtel gebaut. Das Netzteil dazugepackt und mit Klettband befestigt. Ein längeres Netzkabel und ein Klinkenkabel mit Spiralschlauch umwickelt und an der Kiste festgemacht. Zusammengerollt und den Deckel drauf. Vorher noch ein Klinkenkabel und ein XLR-Kabel mit hinein, und alles ist komplett bis auf den bevorzugten Lauterlizer.

Das Teil tut, was es soll. Bei einem Gig hatte ich ein kleines Problem: aus irgendeinem Grund hatte er sich aufgehängt. Einmal Aus- und wieder Einschalten, und er funktionierte wieder. Das ist seither nie wieder aufgetreten. Egal, was ich hintendran hänge, klingt es nach mir. Mehr oder weniger... Aber auf jeden Fall preisgünstig und umkompliziert. Mein Setup für die Bluesband und Gigs als Sub. Bisher hat sich noch niemand beschwert.
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RE: Review Fender Mustang Floor

Ah interessantes Produkt . Danke für dein Review

Wäre cool noch was davon zu hören, ob deine ersten Eindrücke
auch in ein paar Wochen so noch Bestand haben.

Gruß

Tante Edit fragt nach noch dem Klang des Wah Wah ........ ??
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RE: Review Fender Mustang Floor

Schönes Review Jörg, danke dafür!

Ich spiele ja jetzt auch schon über ein Jahr einen Mustang V und überlege, ob ich mir das Floor-Dingens mal gönne. Ich komme mit dem Amp prima zurecht, da ist natürlich noch Luft nach oben, was den Sound angeht, aber es hat sich noch niemand beschwert. Und die Bedienung finde ich recht intuitiv.
Was die Modulationseffekte angeht, habe ich ähnliche Erfahrungen wie Du gemacht, ich liebe ja manchmal ein wenig Chorus, der kommt dann aber immer aus einem externen Treter, die Mustang Chöre taugen mir nicht.

Mit der Fuse Software stehe ich auch ein wenig auf Kriegsfuss und benutze sie eigentlich nur für Firmware-Updates. Wenn es mal gar nicht fluppt, habe ich wieder das falsche USB-Kabel, die Kiste ist da sehr wählerisch...

Ralf
 
At the end of the day, a guitar is a piece of wood, and you either have good wood or bad wood. Quite often you change your pickups and electronics anyway, so really, having that little transfer on the headstock makes zero difference. (Steve Rothery)
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RE: Review Fender Mustang Floor

Danke Jörg, dass du mal wieder etwas von dir gibst hier (ich machte mir schon Sorgen) und danke auch für dein Review, welches wie immer sehr gut geschrieben ist.

Nun, die Mustang Ära ist bei mir auch noch lange nicht vorbei und ich finde die Amps nach wie vor klasse= man kann ernsthaft gut Gigs damit spielen!
Den Flooramp konnte ich noch nicht testen, werde es allerdings nachholen. Ein Freund von mir war begeistert von dem Line6 HD500 welches er lange spielte bevor er sich nun besagtes Mustang Floorboard zulegte. Warum? Ganz einfach, die 7ender Amps darin! Keiner bekommt das IMO besser hin als 7ender selbst. Genau diese Ampmodelings liebt mein Kollege und er meinte alleine diese lohnten das Board zu kaufen.

Fuse habe ich auf 3 Rechnern und habe es auch dem Kollegen auf ein Notebook aufgespielt, alles läuft ohne Probleme und alles wird erkannt. Wenn du das aber nicht benötigst, dann ist es eh egal. Ich finde diese Software einfach klasse und supersimpel aufgebaut.

Viel Spaß noch und berichte mal wieder nach gebrauchsmusikalischer Zeit
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RE: Review Fender Mustang Floor

Dr.Dulle schrieb:
Tante Edit fragt nach noch dem Klang des Wah Wah ........ ??

Sag der Tante, es waht. Irgendwas zwischen Cry Baby und VOX, aber sicher nicht Boutique-Level. Für mich reicht es. Ganz angenehm vom Regelweg.
Magman schrieb:
Ganz einfach, die 7ender Amps darin! Keiner bekommt das IMO besser hin als 7ender selbst. Genau diese Ampmodelings liebt mein Kollege und er meinte alleine diese lohnten das Board zu kaufen.

Da ist was dran.

Mir gefällt beim Floor die Möglichkeit, es mit Endstufe und Speaker seiner Wahl zu betreiben. Vom Roland Street Cube bis zu 200W Full Stack je nach Bedarf!
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RE: Review Fender Mustang Floor

Prima Review. Es konnte mich aber nicht mehr beeinflussen, da ich am Samstag zugeschlagen habe und das Floor nun mein Eigen nennen kann.

Ich suchte ein kleines Besteck für eine 2. Band und als Backup für mein Axe-FX bzw. Midifußleiste. Diese Aufgaben erfüllt das Mustang Floor bestens. Die Qualität der Effekte und der Sound sind in Relation zum Preis prima.

Es klingt ordentlich über die PA, einen Monitor und Röhrenendstufe samt Cabinet. Ebenso ist das Board für Midiaufgaben in Zusammenhang mit dem Axe-FX zu gebrauchen.

De Fuse Software läuft auf 3 Rechnern unproblematisch und macht das Editieren einfacher. Sie ist wohl auch für Firmware Updates unverzichtbar.

Nicht so schön finde ich, dass man das Handbuch runterladen muss, weil nur ein Schnelleinstiegheftchen beiliegt. Naja, letztendlich braucht man auch keine Anleitung.

Ich würde mir noch wünschen, dass man den externen FX-Loop beliebig in der Effektkette positionieren kann.
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RE: Review Fender Mustang Floor

Heiße ich Murphy? Da schreiben 2 ernstzunehmende Leute in diesem Thread dass Fuse bei ihnen ganz toll läuft. Auf je drei Rechnern.
Ich habe auch Fuse auf drei Rechnern. Auf keinem läuft es gut. Es ist arschlangsam, voller böser Fehler, und ab und an schmiert es komplett ab.

Konzept und Idee dieser Software sind genial, die Umsetzung grauenhaft - zumindest unter Windows.

Die bösesten Fehler am aktuellen Fuse und Firmware in Kombination mit Mustang I und II:
- Die Knöpfe am Bildschirm sind nicht mit denen am Amp synchron. Ergebniss: man speichert "blind" Einstellungen ab, die man nicht will bzw. zerstört sich Presets ("Frozen Knobs Error").
- Mitten in Benutzung schalten sich Effekte ein und aus oder sogar Presets um. Horror bei der Probe oder gar beim Gig!

Weniger böse aber nervig:
- On Screen Tuner unbrauchbar
- Die Belegung der Effektwahlschalter lässt sich nicht backuppen.
- Auf etwas schlapperen Rechnern und den meisten Netbooks unerträgliche Lade- und Reaktionszeiten
- Graphisches Gemüse auf dem Bildschirm nach längerer Benutzung (stehenbleibende Rahmen, halbausgebledete Effekte ...)
- Installtionsdatei Größe: 320 MB

Die meisten Fehler sind der unseligen Entscheidung zuzuschreiben Fuse mit Microsoft Silverlight zu realisieren. Ein Monster. Es gibt einen Fuse-Ersatz für Linux. Plug. Hat ein Mann ganz alleine programmiert. Ein paar MB groß. Funktioniert, aber ohne grafischen Schnickschnack (bunte Effektgeräte ...)
Keiner dieser Fehler hat etwas mit der Hardware zu tun, die Verstärker sind grundsolide, vielfältig und genial.

Fender verspricht seit einem halben Jahr Abhilfe, bittet um Geduld aber nichts passiert. Die haben Riesenprobleme mit ihren Softwarezulieferern und Dienstleistern. Auch die Web-Präsenz ist eine der langsamsten die ich kenne. Und das kommt nicht von hohen Benutzerzahlen...

Ich bin richtig genervt von Fuse.
Verfasst am:

RE: Review Fender Mustang Floor

Frente schrieb:
Heiße ich Murphy? Da schreiben 2 ernstzunehmende Leute in diesem Thread dass Fuse bei ihnen ganz toll läuft. Auf je drei Rechnern.
Ich habe auch Fuse auf drei Rechnern. Auf keinem läuft es gut. Es ist arschlangsam, voller böser Fehler, und ab und an schmiert es komplett ab.

Konzept und Idee dieser Software sind genial, die Umsetzung grauenhaft - zumindest unter Windows.

Die bösesten Fehler am aktuellen Fuse und Firmware in Kombination mit Mustang I und II:
- Die Knöpfe am Bildschirm sind nicht mit denen am Amp synchron. Ergebniss: man speichert "blind" Einstellungen ab, die man nicht will bzw. zerstört sich Presets ("Frozen Knobs Error").
- Mitten in Benutzung schalten sich Effekte ein und aus oder sogar Presets um. Horror bei der Probe oder gar beim Gig!

Weniger böse aber nervig:
- On Screen Tuner unbrauchbar
- Die Belegung der Effektwahlschalter lässt sich nicht backuppen.
- Auf etwas schlapperen Rechnern und den meisten Netbooks unerträgliche Lade- und Reaktionszeiten
- Graphisches Gemüse auf dem Bildschirm nach längerer Benutzung (stehenbleibende Rahmen, halbausgebledete Effekte ...)
- Installtionsdatei Größe: 320 MB

Die meisten Fehler sind der unseligen Entscheidung zuzuschreiben Fuse mit Microsoft Silverlight zu realisieren. Ein Monster. Es gibt einen Fuse-Ersatz für Linux. Plug. Hat ein Mann ganz alleine programmiert. Ein paar MB groß. Funktioniert, aber ohne grafischen Schnickschnack (bunte Effektgeräte ...)
Keiner dieser Fehler hat etwas mit der Hardware zu tun, die Verstärker sind grundsolide, vielfältig und genial.

Fender verspricht seit einem halben Jahr Abhilfe, bittet um Geduld aber nichts passiert. Die haben Riesenprobleme mit ihren Softwarezulieferern und Dienstleistern. Auch die Web-Präsenz ist eine der langsamsten die ich kenne. Und das kommt nicht von hohen Benutzerzahlen...

Ich bin richtig genervt von Fuse.


Komisch ich habe den IIer und mit Fuse keine Probleme auf Windoof 7...
 
"Wenn es im Himmel keinen Rock'n'Roll gibt, dann möchte ich dort nicht hin." Bon Scott
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RE: Review Fender Mustang Floor

Ich habe das Floorboard auch 2 Tage angespielt.

Das Spielgefühl (Dynamik) sind mir auch beim Floorboard-Modeler noch zu "digital".

Klanglich merke ich das digitale also insgesamt, nicht nur bei den HighGain SOUNDS, dabei alerdings noch deutlicher.

( VST AmpSims sind da schon besser... ein PC/Mac hat dafür dann aber auch mehr Prozessorleistung...)

Ansonsten finde ich das Gerät insgesamt gut konzipiert. Ein Tonestack mit 3 Potis für EQ an Board wären eine gute Verbesserung.

Also ausprobieren und selbst entscheiden ob man auf dieser Basis wirklich glücklich wird.

Silvia
Verfasst am:

RE: Review Fender Mustang Floor

Frente schrieb:
Heiße ich Murphy? Da schreiben 2 ernstzunehmende Leute in diesem Thread dass Fuse bei ihnen ganz toll läuft. Auf je drei Rechnern.
Ich habe auch Fuse auf drei Rechnern. Auf keinem läuft es gut. Es ist arschlangsam, voller böser Fehler, und ab und an schmiert es komplett ab.

Konzept und Idee dieser Software sind genial, die Umsetzung grauenhaft - zumindest unter Windows.

Die bösesten Fehler am aktuellen Fuse und Firmware in Kombination mit Mustang I und II:
- Die Knöpfe am Bildschirm sind nicht mit denen am Amp synchron. Ergebniss: man speichert "blind" Einstellungen ab, die man nicht will bzw. zerstört sich Presets ("Frozen Knobs Error").
- Mitten in Benutzung schalten sich Effekte ein und aus oder sogar Presets um. Horror bei der Probe oder gar beim Gig!

Weniger böse aber nervig:
- On Screen Tuner unbrauchbar
- Die Belegung der Effektwahlschalter lässt sich nicht backuppen.
- Auf etwas schlapperen Rechnern und den meisten Netbooks unerträgliche Lade- und Reaktionszeiten
- Graphisches Gemüse auf dem Bildschirm nach längerer Benutzung (stehenbleibende Rahmen, halbausgebledete Effekte ...)
- Installtionsdatei Größe: 320 MB

Die meisten Fehler sind der unseligen Entscheidung zuzuschreiben Fuse mit Microsoft Silverlight zu realisieren. Ein Monster. Es gibt einen Fuse-Ersatz für Linux. Plug. Hat ein Mann ganz alleine programmiert. Ein paar MB groß. Funktioniert, aber ohne grafischen Schnickschnack (bunte Effektgeräte ...)
Keiner dieser Fehler hat etwas mit der Hardware zu tun, die Verstärker sind grundsolide, vielfältig und genial.

Fender verspricht seit einem halben Jahr Abhilfe, bittet um Geduld aber nichts passiert. Die haben Riesenprobleme mit ihren Softwarezulieferern und Dienstleistern. Auch die Web-Präsenz ist eine der langsamsten die ich kenne. Und das kommt nicht von hohen Benutzerzahlen...

Ich bin richtig genervt von Fuse.


Hallo Frente,

das tut mir wirklich echt leid, dass die Fuse-Software bei Dir so dermaßen unerträglich/unbrauchbar rumzickt.

Zum Glück gehöre auch ich zu denjenigen, die sowas von NULL Beschwerden mit der Software haben.

Wenn ich Deine heftigen Probleme lese, ist es ja schon fast irgendwie sowas wie ungerecht, dass Fuse bei mir auf den absolut unterschiedlichsten Rechnerkonfigurationen tadellos/spitzenmäßig funktioniert. Auf meinem "Hauptrechner" mit unterschiedlichen Partitionen (u.a. eine seperate "Studiopartition" zur Aufnahme mit absolut abgespeckten Treibern etc.) alles 1a.
Auf meinem "Nebenrechner" (Fujutsu Dualcore) auf dem ich schonungslos allen möglichen Dreck installiere und ausprobiere, da zickt schonmal das Eine oder Andere weil das Betriebssystem völlig überladen und zugerotzt ist - aber Fuse funktioniert kurioserweise immer total super. Sowohl auf der XP, als auch auf der Win7-Partition.
Auf dem asbachuralten Laptop meiner Lebensgefährtin (irgendein uraltes Noname Dualcore-Teil) mit Vista... alles 1a.
Sogar auf meinem drei Jahre alten kleinem Asus-Netbook funktioniert Fuse fix - ist dort aber nur bedingt zu gebrauchen, weil die Bildschirmauflösung nicht optimal mit der Software kompatibel ist.

Wie gesagt... es ist schon fast sowas wie "ungerecht", da ich die Software eigentlich gar nicht so zwangsläufig benötige, weil ich einen Mustang III habe an dem ich schließlich fast alles direkt am Amp editieren kann.
Trotzdem benutze ich die Software täglich, und möchte sie definitiv nicht missen.

Was die Fender-Seite/Internetpräsenz angeht: Da kann ich Dir voll und ganz zustimmen. Die ist bei mir auch in neun von zehn Fällen sowas von dermaßen langsam, dass es echt keinen Spaß macht sich dort aufzuhalten.

Ich hoffe wirklich für Dich, dass die Software möglichst bald für Dich ohne diese ganzen einschränkenden Ärgernisse nutzbar sein wird.

Beste Grüße,

Mick
Verfasst am:

RE: Review Fender Mustang Floor

mad cruiser schrieb:
Was noch aussteht, ist der Betrieb mit einer Röhrenendstufe und zwei 2 x 12“ Boxen. Darauf bin ich sehr gespannt!

Erledigt. Hammer! Durch den extrem großen Pegelbereich kann man Endstufen schön anblasen, und, Freunde: das hupt gewaltig! Ich werde mir einen Satz Presets für diesen Einsatz erstellen und das Ding kommt für die Rockband als Backup in den Kofferraum.
Dr.Dulle schrieb:
Wäre cool noch was davon zu hören, ob deine ersten Eindrücke auch in ein paar Wochen so noch Bestand haben.

Magman schrieb:
Viel Spaß noch und berichte mal wieder nach gebrauchsmusikalischer Zeit

Inzwischen noch ein paar Mal mit der Bluesband und als Sub bei einer 60s Beatband und einer 50er Rock´n´Roll Kapelle im Einsatz gewesen. Naturgemäß eher im Cleanbereich, bei letzterem mit einem guten Schuß Slapback oder einer Brise Tremolo bei den Balladen. Konstellation jeweils ein Ausgang ungefiltert in eine Tech 21 Power Engine, den anderen Ausgang per XLR auf die PA. Die Auftraggeber äußerten sich sehr zufrieden mit dem Sound.
SilviaGold schrieb:
( VST AmpSims sind da schon besser... ein PC/Mac hat dafür dann aber auch mehr Prozessorleistung...)

`Türlich. Für Aufnahmen gibt es besseres. Dieser Einsatz war von mir auch nie geplant.
Verfasst am:

RE: Review Fender Mustang Floor

Ich hatte leider noch nie die Möglichkeit mit so einem Setup zu spielen, aber es sammelt sich in mir das Wasser im Munde.
Meinst du, für ne SG würde sowas auch in Frage kommen?
Verfasst am:

RE: Review Fender Mustang Floor

SGforlife schrieb:
Meinst du, für ne SG würde sowas auch in Frage kommen?

Insbesondere solche Modeler müssen eigentlich mit jeder Art von Gitarre arbeiten können.

Die SG ist erstmal eine Gitarre wie jede andere auch. Ich hatte SGs mit HB, P90 und aktiven EMGs dran. Alles funktioniert.

Übrigens auch hervorragend in den Return von Transistoramps. Ich glaube, Du hast eine Marshall Transe, nicht wahr? Probiere es aus. Möglicherweise kannst Du dann den Kauf eines Röhrenamps sparen. Billiger ist es, vielseitiger auch.
Verfasst am:

RE: Review Fender Mustang Floor

mad cruiser schrieb:
Freunde: das hupt gewaltig! Die Auftraggeber äußerten sich sehr zufrieden mit dem Sound.


Jörg du hattest irre gute Sounds auf der GW Session und warst stets present. Wenn man sich mal überlegt, was dieses Teil alles kann zu dem Preis, das ist schon richtig richtig klasse!
Nun, die Tech21 PE integrierte sich auch super mit dem Mustang Floor zu einer Einheit und man kann das glaube ich sehr gut weiterempfehlen.

Mustang rockx
Verfasst am:

RE: Review Fender Mustang Floor

Hi Jörg,
den Sound auf der Session fand ich auch sehr passend.
Wollte noch nachfragen, was für ein Speaker im Tech eingebaut ist, bin ich aber nicht mehr dazu gekommen.
Der Emminence Wizzard für mich ein Speaker, der alleine gespielt fast unangenehm klingt.
Im Bandkontext ist er aber extrem geil. Konnte ich jetzt schon mehrfach erleben. Der hat so was Rotziges, das setzt sich super durch.
Viel Spaß noch mit der Kombi...
 
LG
Uwe
Verfasst am:

RE: Review Fender Mustang Floor

Habe den Mustang Floor jetzt auch schon 24 Stunden und bin ganz angetan.

Hat hier schon jemand Erfahrung mit Fullrange Aktiv-Lautsprechern und dem Mustang?

Ich überlege, mir so einen zuzulegen - kann man ja auch mal als Monitor nutzen. Gedacht habe ich an diesen:

Behringer B208D

Hat vielleicht auch mit diesem Teil schon jemand Erfahrungen sammeln können?

Gruß
Jörg
Verfasst am:

RE: Review Fender Mustang Floor

Magman schrieb:
mad cruiser schrieb:
Freunde: das hupt gewaltig! Die Auftraggeber äußerten sich sehr zufrieden mit dem Sound.

Jörg du hattest irre gute Sounds auf der GW Session und warst stets present.

Danke! Eigentlich klinge ich damit wie immer. Und weil es scheinbar ziemlich egal ist, was für Geräte ich spiele, habe ich halt das Boutique-Unverdächtigste genommen. Tut doch.
Swompty schrieb:
Der Eminence Wizzard für mich ein Speaker, der alleine gespielt fast unangenehm klingt.

Dann solltest Du den mal im Viererpack hören! Die machen auch neben der 4 x 12" Rectifierbox meines verehrten Kollegen breite Schultern und einen schlanken Fuß.

Ja. Nein. Die Geschmäcker sind halt verschieden!
kershaw schrieb:
Hat hier schon jemand Erfahrung mit Fullrange Aktiv-Lautsprechern und dem Mustang?

Habe ich mal ausprobiert, aber die Speakersimulation des Mustang Floor ist nicht der Weisheit letzter Schluß. Bessere Ergebnisse bekam ich, als ich ungefiltert herausging und eine GI 100 als Sim nahm. Die hat außerdem noch 20dB-Pads und kann besser an alles Folgende angepaßt werden. Am Mustang Floor hast Du ja nur den einen Regler, der auf sämtliche Ausgänge wirkt.
Verfasst am:

RE: Review Fender Mustang Floor

Tach zusammen!

Falls es irgend jemanden interessieren sollte: ich komme gerade von einem Gig mit der Santana-Tributeband zurück. Aufgrund eines heftigen Schauers während des Aufbauens und einer nicht zuverlässig dichten Plane über der Bühne habe ich mich kurzfristig entschlossen, das Mustang Floor statt des Racks mit Röhrenvorstufe und Zeug einzusetzen.

Beim Soundcheck kurz die Programme etwas angepaßt (die von der GW-Session ) und den Gig gespielt. Totalski no problemski.

Das verwendete Instrument war eine Mensinger Joker S und hatte keine EMGs, sondern Häussel Classic und Classic+. So ähnlich: http://www.public-peace.de/index.php?option=com_content&view=article&id=969:joker-s-honey&catid=83:mensinger-joker-s&Itemid=431

Geht. Ohne Mecker seitens der (sehr guten) Kollegen.

Was ich damit sagen will: das Ding ist empfehlenswert als zuverlässiges, brauchbar bis ordentlich klingendes Backup für den arbeitenden Musiker, gern auch mit unterschiedlichen soundlichen Anforderungen. Wenn man sich damit ausführlicher beschäftigt, klingt es teilweise richtig gut.

Es geht sogar noch einfacher:
Man nimmt das Ding und einen regelbaren Lauterlizer mit seinem bevorzugten 12er und spielt einfach alles an Gigs, was vorbeigeflogen kommt. (Kann natürlich sein, dass die Bluespolizei knurrt.) [Höchst arrogante Zwischenbemerkung: Allerdings läuft man dabei Gefahr, dass von der Gage noch etwas übrigbleibt, was nicht unmittelbar zu reinvestieren ist, um einem Soundideal noch 2% näher zu kommen. [/Arroganzmodus]

Hier mal der Nachweis der Bluestauglichkeit (Heidelberg, 21.07.12):




Ein Bildchen vom Santanagig schiebe ich nach.
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