REVIEW: MEK Plexiclone (Carl Martin Plexitone Clone)

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REVIEW: MEK Plexiclone (Carl Martin Plexitone Clone)

iGude,

ich hab das
Dave Sustain schrieb:
Der Plexiclone ist in der Tat die absolute Waffe. Es würde sich lohnen, einen eigenen Thread dafür zu eröffnen. Bevor ich meinen gebaut habe, hatte ich hier nach Infos gesucht und nicht sehr viel gefunden.

Mit 18V kann man ihn übrigens auch betreiben, Uwe hat in der Anleitung den entsprechenden Plan und die Liste der zusätzlichen Bauteile aufgeführt.


mal gemacht:

In der Tat, es handelt sich bei dem MEK Plexiclone um einen Klon des CM Plexitone.
Das Ding sieht so aus

und ist wie folgt aufgebaut:

- großes graviertes Hammondgehäuse
- Anschlüsse = Input, Output, Netzteilanschluss
- Regler: crunch, hi-gain, tone, volume, boost
- Fußschalter: On/Off, crunch/hi-gain, boost on/off

Ich fasse mal kurz MEINE Eindrücke zusammen:
Man bekommt ein Pedal, dass SEHR marshallig klingt.
Crunch - eher wie eine angerotzter Non-Master Amp (das wäre mit einem solchen Amp SEHR laut)
Hi-Gain - JCM 800 meets Silver Jubilee - MEIN Eindruck
Tone & Volume sollte klar sein, eine Höhenblende und ein Lautstärkeregler
ACHTUNG: Das Ding hat enormen Pegel !
Zwischen 8 und 9 Uhr ist der Pegel bei meinem Gerät so, dass der Zerrsound bei Gain auf 12 Uhr zum Bypass-Sound passt.
Boost - Volume Boost für beide Zerrstufen, funzt auch als Stand-Alone Boost für den Bypass-Sound
Insgesamt eine tolle Allzweckmaschine mit britischer Klangstruktur.
Aufgrund der zwei Gainstufen und dem Boost auf als alleiniger Zerrer prima.
Er reagiert auch prima auf einen vorgeschalteten Tube Screamer, wie das die Marshalls an sich ja auch tun.
Im Gegensatz zum Tech21 Hot Rod Plexi ist der MEK im Bassbereich aufgeräumter
und produziert WESENTLICH weniger Nebengeräusche. Bei gleichen ziemlich
ähnlichen HiGain-Einstellungen (Tech21 im Hot-Mode, MEK im HiGain Mode) rauscht der Tech21 DEUTLICH mehr.
Charakter von Gitarre und PUs bleiben deutlich erhalten, kein Gleichmacher.
Der Crunch-Mode ist eher Malcolm & Kossoff, der HiGain Mode eher Gary Moore und Slash ... nur mal so als grobe Richtung.
Mit wenig Gain im Crunch Mode geht auch ein schön satter Ton, der einem Amp am Sweetspot von Clean nach Crunch entspricht.

Das Gerät kostet Stand April 2015 neu beim Hersteller (mit dem ich NICHT verwandt, verschwägert
oder sonstwie verbunden bin) 129 EUR zzgl. Versand. Als Bausatz erhältlich für ca. 70 EUR (inkl. Gehäuse, Knöpfe und Versand).
In meinen Augen ein Burner !!!

Ergänzungen und Anmerkungen anderer User sind ausdrücklich erwünscht.
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
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RE: REVIEW: MEK Plexiclone (Carl Martin Plexitone Clone)

Das kann ich alles so bestätigen, ein tolles Teil.

Das Gehäuse ist für die drei Schalter leider relativ klein, im Live-Einsatz ist das schon etwas störend. Es sorgt allerdings für den einen oder anderen lustigen Moment, wenn man anstatt auf fettem Lead-Sound plötzlich im Cleankanal ist, weil man beide Schalter getreten hat.

Der große Vorteil gegenüber z.B. der Box of Rock ist der sehr straffe und aufgeräumte Bassbereich.

Trotzdem würde ich diesen Effekt eher in die Gitarrenabteilung einordnen, nicht beim Bass.
Verfasst am:

RE: REVIEW: MEK Plexiclone (Carl Martin Plexitone Clone)

Moin,

ich habe den Bausatz von UK Electronic. Gehörte mal einem Mitglied von hier.
Die o.g. Beschreibung kann ich so bestätigen. Strammer Marshall Sound.

Unsäglich finde ich allerdings, dass man für die Anpassung an den Clean Sound des Amps sehr spitze Finger braucht. Das Pedal ist -wie gesagt- heftig laut abgestimmt. Praxistaugliches Volume ist bei meinem PT ungefähr 2-3 mm vor "aus".
Das Problem ist bei UK E bekannt. Ein wenig Abhilfe würde das Einlöten von Widerständen an den LEDs bringen. Allerdings mit dem Nachteil, dass diese dann kaum noch leuchten.
O-Ton UK Electronic: Da hat der Carl Martin bei der Schaltung Sch...e gebaut.
 
Gruss, tommy
Verfasst am:

RE: REVIEW: MEK Plexiclone (Carl Martin Plexitone Clone)

Das ist ja interessant, dasß man den, den man kopiert für die Fehler in der eigenen Kopie verantwortlich macht ...
 
BlaBla-WuffWuff
Verfasst am:

RE: REVIEW: MEK Plexiclone (Carl Martin Plexitone Clone)

les_paule schrieb:
Das ist ja interessant, dasß man den, den man kopiert für die Fehler in der eigenen Kopie verantwortlich macht ...


...vermutlich ist die Volumen Problematik der Preis den man zahlen muss, um in den Klanggenuss zu kommen. Sonst hätten UK oder MEK die Schaltung ja geändert.

Insofern ist der Text vom UK Mitarbeiter schon ziemlich daneben!
 
Gruss, tommy
Verschoben: 21.04.2015 Uhr von Banger
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RE: REVIEW: MEK Plexiclone (Carl Martin Plexitone Clone)

tommy schrieb:
Praxistaugliches Volume ist bei meinem PT ungefähr 2-3 mm vor "aus".
Das Problem ist bei UK E bekannt. Ein wenig Abhilfe würde das Einlöten von Widerständen an den LEDs bringen. Allerdings mit dem Nachteil, dass diese dann kaum noch leuchten.
O-Ton UK Electronic: Da hat der Carl Martin bei der Schaltung Sch...e gebaut.


Wenn mit Volume Level gemeint ist, dann kann man vor dem Level-Poti einen Trimmer einbauen, der z.B. den Regelbereich des Level-Potis auf den unteren Bereich "spreizt". Man verliert dann aber an Maximal-Output je nach Einstellung des Trimmers.
Schaue ich in den Schaltplan des Originals, sehe ich tatsächlich LEDs als Clipping-Dioden. Diese sind aber zum einen unsichtbar im Gehäuse und zum zweiten nicht identisch mit den Indikator-LEDs. Da muss wohl ein Missverständnis vorliegen.

Beste Grüße
Frank
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RE: REVIEW: MEK Plexiclone (Carl Martin Plexitone Clone)

Lowbudget schrieb:
tommy schrieb:
Praxistaugliches Volume ist bei meinem PT ungefähr 2-3 mm vor "aus".
Das Problem ist bei UK E bekannt. Ein wenig Abhilfe würde das Einlöten von Widerständen an den LEDs bringen. Allerdings mit dem Nachteil, dass diese dann kaum noch leuchten.
O-Ton UK Electronic: Da hat der Carl Martin bei der Schaltung Sch...e gebaut.


Wenn mit Volume Level gemeint ist, dann kann man vor dem Level-Poti einen Trimmer einbauen, der z.B. den Regelbereich des Level-Potis auf den unteren Bereich "spreizt". Man verliert dann aber an Maximal-Output je nach Einstellung des Trimmers.
Schaue ich in den Schaltplan des Originals, sehe ich tatsächlich LEDs als Clipping-Dioden. Diese sind aber zum einen unsichtbar im Gehäuse und zum zweiten nicht identisch mit den Indikator-LEDs. Da muss wohl ein Missverständnis vorliegen.

Beste Grüße
Frank



...ah ja, danke! Da muss ich mich mal schlau machen, wer mir das machen kann. Die Lautstärkefummelei nervt mich doch schon.
 
Gruss, tommy
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RE: REVIEW: MEK Plexiclone (Carl Martin Plexitone Clone)

Laut Schaltplan verwendet Uwe ein lineares 100k Poti für Volume. Keine Ahnung wie er darauf kommt, das sollte eigentlich ein logarithmisches 5k Poti sein. Damit lässt sich die Lautstärke dann auch wunderbar regeln.
 
Viele Grüße
Peter
Verfasst am:

RE: REVIEW: MEK Plexiclone (Carl Martin Plexitone Clone)

Oder einfach ein 100k Log für Volume und schon ist die kleine Lautstärke viel besser regelbar ...
Habe ich mit erwünschten Ergebnis z.b. bei den Joyo Clones gemacht.
Vg
Verfasst am:

RE: REVIEW: MEK Plexiclone (Carl Martin Plexitone Clone)

Ich hatte einmal das alte original Plexitone.
Aufgeräumter Bassbereich und die beschriebenen Klangeindrücke kann ich bestätigen. Interessant wäre ob gewisse Schwächen auch mitkopiert worden sind.

- Ein Übersprechen des Pedalsounds in den Cleansound bei ausgeschaltetem Pedal (hört man leise im Hintergrund) - umso deutlicher bei vorgewählter 2. Zerrstufe oder mit recht hoch eingestellter Verzerrung

- Boost + Drive leider nicht nebengeräuscharm

- aufgeräumter Bassbereich im Bandsound leider (für meinen Amp damals) zu aufgeräumt. Alleine klang es super, in der Band zu schlapp und drucklos.


Es gab damals irgendwo im Netz einen Schrauber (in den USA?), der sich auf das Tunen des Plexitones spezialisiert hatte und genau die Schwächen ausgemerzt hatte (+3 Bandklangregelung für mehr Flexibilität). der hatte auch gute Kritiken mit seinem Mod bekommen. Hatte überlegt, tatsächlich meinen dort auch tunen zu lassen, weil mir das Pedal vom Grundcharacter gut gefällt - oder halt verkaufen.
Cool wäre es natürlich wenn MEK das ein oder andere schon etwas verbessert hat
Verfasst am:

RE: REVIEW: MEK Plexiclone (Carl Martin Plexitone Clone)

Man müsste mal beide vergleichen.
Der Carl Martin wird aufgrund der 24 Volt (+12V / -12V) etwas mehr Headroom erzeugen, es hat also schon einen Sinn warum die Teile ein internes Netzteil haben.

Den MEK kann man mit True Bypass bauen, wie in Rolfe´s Fall, und zudem den Boost separat nutzen.

Der Tuner aus den USA verlangt soweit ich weiss satte 200 $ für den Umbau, was meiner Meinung nach ganz klar Marshall´s Guv Nor entspricht
Worauf der Carl Martin letztendlich auch basieren tut.
 
LG nOise

ZoneOfNoise
Verfasst am:

RE: REVIEW: MEK Plexiclone (Carl Martin Plexitone Clone)

Das mit dem Übersprechen muss ich nochmal checken, ist mir bislang nicht aufgefallen.
Bandtest steht noch aus - ich kann mir aber nicht vorstellen, dass diese Kiste im Bandkontext schwächelt.
Denn gerade dieser aufgeräumte Bassbereich vermeidet sicher untenrum Gewildere in Frequenz-Gefilden des Bassisten.
Das, was ich zu Hause hier an Druck habe (an verschiedenen kleinen 5-15w Amps an offener 1x12" Box)
lässt schon Erwartungen für den Bandtest zu ... ich mach das ja alles nun schon ein paar Tage,
und kann einigermaßen absehen, welche Sounds absaufen und welche funktionieren.

Aber: Test steht aus. Ich berichte dann!

Wegen des Pegelbereichs des Potis:
Weiter wäre schön, aber es funzt ja. Ich muss da keine Bauteile mehr tauschen.
Ich überlege gerade, ob es nicht klasse wäre, so ein Ding (dann mit anderem
Potiwert wg Regelweg) samt TS in ein größeres Gehäuse packen zu lassen.
Dann hätte ich alle benötigen Gainstufen in einem Gerät, Kabelage entfällt ... die Idee verfolge ich mal weiter.
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
Verfasst am:

RE: REVIEW: MEK Plexiclone (Carl Martin Plexitone Clone)

Habe das gerade hier probiert. Keinerlei Übersprechen. Das wäre mir auch längst aufgefallen.

Im Bandkontext ist meine Wahrnehmung genau gegenteilig zu der von Herrn michabekman. Alleine gespielt mag ich die Box of Rock fast lieber. Zusammen mit der Band ist der Plexiclone aber deutlich besser für mich, weil eben sehr straff abgestimmt in den tieferen Frequenzen.

Aber das ist halt wieder alles Geschmacksache.


Zuletzt bearbeitet von Dave Sustain am 23.04.2015, insgesamt einmal bearbeitet
Verfasst am:

RE: REVIEW: MEK Plexiclone (Carl Martin Plexitone Clone)

Dave Sustain schrieb:
... Alleine gespielt mag ich die Box of Rock fast lieber. Zusammen mit der Band ist der Plexiclone aber deutlich besser für mich, weil eben sehr straff abgestimmt in den tieferen Frequenzen...

Das ist bei der BOR mit einem kleinen Mod erledigt, in dem man den Eingangskondensator (100nF) auf 10nF "verkleinert". Dann sind dort die Bässe auch schön stramm ohne das Gesamtbild zu stören.
Verfasst am:

RE: REVIEW: MEK Plexiclone (Carl Martin Plexitone Clone)

Noisezone schrieb:
Dave Sustain schrieb:
Im Bandkontext ist meine Wahrnehmung genau gegenteilig zu der von Herrn Noisezone.


Na, ich war dat nich


Ui! Schuldigung!

booh schrieb:
Das ist bei der BOR mit einem kleinen Mod erledigt, in dem man den Eingangskondensator (100nF) auf 10nF "verkleinert". Dann sind dort die Bässe auch schön stramm ohne das Gesamtbild zu stören.


Habe ich probiert, hat mir aber nicht gefallen. Ich finde schon, dass sich damit der Charakter der BOR sehr ändert.
Verfasst am:

RE: REVIEW: MEK Plexiclone (Carl Martin Plexitone Clone)

michabekman schrieb:
Ich hatte einmal das alte original Plexitone.
Aufgeräumter Bassbereich und die beschriebenen Klangeindrücke kann ich bestätigen. Interessant wäre ob gewisse Schwächen auch mitkopiert worden sind.

- Ein Übersprechen des Pedalsounds in den Cleansound bei ausgeschaltetem Pedal (hört man leise im Hintergrund) - umso deutlicher bei vorgewählter 2. Zerrstufe oder mit recht hoch eingestellter Verzerrung

- Boost + Drive leider nicht nebengeräuscharm

- aufgeräumter Bassbereich im Bandsound leider (für meinen Amp damals) zu aufgeräumt. Alleine klang es super, in der Band zu schlapp und drucklos.

Cool wäre es natürlich wenn MEK das ein oder andere schon etwas verbessert hat


Zum Bassbereich hatte ich schon kurz was gesagt, Bandtest steht aus am Montag.

Übersprechen: Nö, ist nicht. Wie auch, mein Gerät ist von Noisezone mit True Bybass gebaut worden?!

Nebengeräusche Boost + Drive:
Finde ICH absolut im Rahmen. Wie schon angemerkt, im Vergleich zum Tech21 Hot Rod Plexi ist der Plexiclone ein Leisetreter.

Habe gestern nochmal an diversen Amps - auch mit deftig Pegel - mit dem Pedal rumprobiert ... es gefällt mir immer besser:
Gute Dynamik, selbst im HiGain (Gain 12 Uhr) kann ich mit ner Tele-artig bestückten Gitarre
von sehr glasig-transparent (ich schreibe bewußt nicht Clean) bis fettem Lead alles mit der Gitarre machen.
I like (... und zwar immer mehr)!
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
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