Wer is´ hier eigentlich der Chef?

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Wer is´ hier eigentlich der Chef?

Hallo zusammen,

ein Besuch bei W°° und Gespräch dort hatte ein interessantes Thema. Ich erinnerte mich auf der Rückfahrt daran, dass W°° sogar mal etwas dazu geschrieben hatte, was aber im Gewühl um Tonabnehmer unterging. Ich zitiere ihn mal:


Ich kann Teles eigentlich nicht leiden, aber wenn ein Instrument dem Spieler einen Stiel aufzwingt und man sich nach ein paar Minuten dabei zuhört, wie man grobe Scheite hackt, und DAS macht diese Gitarre mit mir, dann hat das Instrument eine Seele und eine Aura.

Und dann schneidet man ihm nicht die Eier ab und streicht es grau an.
Meine Meinung.


Ich habe zwei Gitarren besessen, die das ganz extrem getan haben. Die erste war eine Akustikgitarre von Seagull, genauer gesagt die Grand. Das war ziemlich genau das, was W°° beschrieb. Fing ich auf der Gitarre eine sanfte Ballade an, fand ich mich etwas später dabei wieder, massiv auf die Gitarre einzudreschen. Für alle rauen, rohen, rotzigen Parts eine fantastische Gitarre! Aber schon eine sanfte Bridge war für mich unspielbar. Eine zweite Akustikgitarre von Yairi tat exakt das Gegenteil. Der frechste, knalligste Song wurde innerhalb von Minuten zu einer sanften Ballade.

Mögt ihr sowas?

Mir kommt das immer ein wenig ferngesteuert vor. Hey, ICH will doch entscheiden, was gespielt wird und wie es klingen soll (in Abstimmung mit der Kapelle, es geht hier nicht um Egotrips). Natürlich ist es toll, wenn die Gitarre das unterstützt, dafür hat man ja gegebenenfalls auch mehr als eine. Aber will man wirklich so eine sehr starre Vorgabe?

Mich würde mal eure Einstellung dazu interessieren.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
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Re: Wer is´ hier eigentlich der Chef?

Was du da ansprichst, ist ein großes Thema und ich möchte es fast noch einen Nummer abstrakter machen.

Gitarren können dann nicht nur beeinflussen, was du jetzt gerade spielst sondern über die Summe der Zeit auch, welche Art Spieler du überhaupt bist.

Was "man" will, hängt natürlich davon ab, wer man sein will oder was man noch alles sein will außer einem einzigen festgefahrenen Ding.

Chef ist man selbst aber das Umfeld was man für sich dabei schafft, lenkt einen einfach in gewisse Bahnen. Das gilt für Gitarrensounds aber auch Lebensentscheidungen.

Ich weiß mittlerweile was ich an Gitarren mag ungefähr so wie man eine bequem sitzende Jeans sofort als passend fühlt.
Dennoch muss man wissen, dass das auch nur eine Art Einschränkung und Faulheit ist.

Es gibt da einen Gedanken von Brian Eno, ausgesprochen als Intro zu einem Song auf einer Daniel Lanois CD, der ungefähr das wiedergibt was ich über Gitarrensounds denke.


Eno: I remember buying a, a little Indian, sort of, chest of drawers once. And I was so intrigued by it, and the colour of it. And I thought, this, if I let it be, could be the beginning of a new life for me. If I followed the message of this little set of drawers, and built everything else around that, that would be a different life.

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RE: Wer is´ hier eigentlich der Chef?

Hallo erniecaster,

sehr lustig und meiner Ansicht nach auch wahr. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es nicht doch das Ohr ist, welches die Hosen anhat. Man hat doch relativ schnell raus, was die Gitarre am besten kann. Wenn ich an meiner Casino hänge (oder sie an mir) bin ich einfach im angekratzten Clean-Sound am liebsten unterwegs. Das kann sie gut, das mag ich hören und daher lande ich dann dort. Bei der Strat finde ich das unerträglich, die will für mich was anderes.

Bei den Akustischen scheint das genauso zu sein. Manche Gitarren schieben irgendeinen Sound-Anteil so weit nach vorne, dass mein Ohr sagt: "Meeehr". Bei mir steht auch noch eine Seagull rum. Die hat ein sagenhaftes Bassfundament und ich will da auch ständig reinhauen. Das fühlt sich Dank der 47mm Halsbreite fast schon widernatürlich an. Aber das Ding brüllt nach Lautstärke.

Ich glaube, dass viele Gitarren so einen "Lieblings-Stil" haben und "Spezialisten" sind. Die einzige, die ich bei mir davon ausnehme, ist eine J-45. Die kann ich immer nehmen, die ist sich für nix zu schade. Der Rest hat eindeutig Vorlieben.

Ob ich das mag, ist eine andere Frage. Wenn ich einfach nur so vor mich hinspiele, kann es sein, dass ich erstmal suchen muss, welche Gitarre gerade passt. Ich habe das Gefühl, dass an manchen Tagen, einige der Damen gar nicht mit mir in Kontakt treten möchten. In diesem Fall ist das nervig. Vorwiegend aber, weil ich dann nicht weiß, was ich hören will.
Wenn ich jedoch etwas Bestimmtes spielen will, weiß ich auch oft, welche Gitarre das liefert. Kommt also auf die Situation an.

Ab und an mag ich es aber auch, eine Gitarre in dieser Hinsicht zu "besiegen". Soll heißen, sie in ein Stück oder einen Stil zu pressen, egal ob es passt oder nicht. Da wird dann den Fingern, oder auch den Amps/Pedalen alles abverlangt.

Wenn ich mir das so durchlese... Ich glaube, ich finde das ganz in Ordnung. Manchmal ist es eben nicht glatt. Spaß macht es dennoch!

Grüße von
Morris
 
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen." Karl Valentin

"Interessante Selbstgespräche setzen einen klugen Partner voraus." H. G. Wells
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RE: Wer is´ hier eigentlich der Chef?

Yeah, es ist aber kein Entweder-Oder, sondern ein Sowohl-Als-Auch. Die Unterschiede sind darum am Ende graduell: Manche Gitarren sind ein wenig dominanter, aber manche Gitarristen eben auch. Es gibt keine Beziehung zwischen Gitarrist und Instrument ohne Wechselwirkungen in beide Richtungen (wenn sie vielleicht auch manchmal schwach sind). Dass die Gitarre ihren Spieler beeinflusst, merkt man oft erst, wenn man schon ein bisschen spielen kann und verschiedene Instrumente in der Hand hatte. Die Frage, vor der man selber steht, ist dann, wie viel Dominanz man einer dominanten Gitarre entgegen setzen möchte, oder ob man sich evtl. eher "hingibt" (wie immer in Beziehungen). Ich kenn zB Gitarristen, die extra schwierig-zickige-eigenwillige Instrumente bevorzugen, weil sie sich daran auf irgendeine Weise selber testen bzw. beweisen können. (Ich kannte auch mal einen, der hatte eine Zeit lang so eine Freundin, aus ähnlichen Gründen.) Wenn ich demgegenüber zB Alan Holdsworth anhöre, habe ich das Gefühl, dass die Gitarren so wenig Dominanz wie möglich mitbringen sollen, damit die (ohnehin eher zarte) Dominanz des Gitarristen durch keinerlei Einflüsse gestört wird. (Ich verkneif mir jetzt mal, das auch auf's Zwischenmenschliche zu übertragen.)
Yeah nochmal,
M.
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RE: Wer is´ hier eigentlich der Chef?

das würde ja die Diskussion, der Ton steckt in den Fingern, wieder deutlich relativieren.....
Ich kann nur von E-Gitarren sprechen, da geht natürlich von der Gitarre ein starker Impuls aus, wie man etwas spielt und was man überhaupt spielt.
Shuffle in SRV Manier würde ich nun auf einer Paula nie spielen. Dafür komme ich bei meiner Strat nicht auf die Idee, "jazzige Lines" zu spielen...das mach ich aber automatisch mit der Paula......
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RE: Wer is´ hier eigentlich der Chef?

Sicher beeinflusst das Instrument den Musiker. Sowohl von Optik, Haptik und Klang her. Wenn ich für mich sprechen darf, dann ist der klangliche Aspekt allerdings der mit geringsten Einfluss auf meine Spielweise. Gut klingen muss sie ja eh. Optik fand ich eigentlich auch recht unwichtig, aber die Haptik prägt mich sehr. Das war auch einer der Gründe, warum ich immer dickere Hälse spiele, bei denen ich leicht kämpfen muss. Die Tonformung braucht dann evtl. mehr Energie, aber ich bekomme auch mehr zurück. Gleichzeitig fuddel ich nicht mehr so rum. Aber am Ende bin doch ich Chef des Tons, na ja zu 99%...
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RE: Wer is´ hier eigentlich der Chef?

Für mich gibt es gibt definitiv Gitarren, die der Chef im Ring sind. Paulas, Strats und Teles sind das nicht. Die hab ich im Griff. Und auf allen klinge ich ziemlich gleich. Aber meine Hamer Prototype oder auch die 70er Jahre Epi Semiakustik aus Japan zwingen mir ihren (oder unseren gemeinsamen) Stil auf.
Ich liebe das, denn wenn ich es nicht zu oft mache, erweitert es meinen Horizont. Ich bin konzentrierter auf das was ich tue und weiche öfter von Standards ab.
 
At the end of the day, a guitar is a piece of wood, and you either have good wood or bad wood. Quite often you change your pickups and electronics anyway, so really, having that little transfer on the headstock makes zero difference. (Steve Rothery)
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RE: Wer is´ hier eigentlich der Chef?

Ist ja wohl klar dass man mit 'ner Tele auf andere Gedanken kommt als mit einer Paula...
wenn ich beim Songwriting mal feststecke, gehört der Wechsel auf eine andere Gitarre zum Standardprogramm...
 
Coole Deals mit: jergn,twulf,kershaw,limshady,blueston,ferdi und die anderen hab ich vergessen ,-))
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-bestandsliste.html?userId=6559081
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RE: Wer is´ hier eigentlich der Chef?

Ich suche mir Gitarren, die mich in Bereichen fordern, in denen ich besser werden will.

Viele Grüße,
woody
 
The truth is rarely pure and never simple.
Oscar Wilde
Verfasst am:

RE: Wer is´ hier eigentlich der Chef?

Woody schrieb:
Ich suche mir Gitarren, die mich in Bereichen fordern, in denen ich besser werden will.

Viele Grüße,
woody


Hey Woody,

also so was hier...?



,

Batz.
 
EGAL, WIE DICHT DU BIST - GOETHE WAR DICHTER!
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RE: Wer is´ hier eigentlich der Chef?

Mich muss ein Instrument "bewegen". Es muss etwas mit mir machen.
Und da sind wir wieder bei dem "Sex" von Instrumenten und dem Grund, warum sie bei uns nur Mädchen-Namen bekommen...

Ich finde die Analogie weder einfach noch platt. Guter Sex funktioniert genau so, wie der Umgang mit einem guten Instrument:
Aufmerksamkeit. Respekt. Leidenschaft. Hingabe.
 
Gruß

Walter


http://www.facebook.com/der.gitarrenbauer

Kunst ist schön - macht aber viel Arbeit
Karl Valentin
Verfasst am:

RE: Wer is´ hier eigentlich der Chef?

Batz Benzer schrieb:
Woody schrieb:
Ich suche mir Gitarren, die mich in Bereichen fordern, in denen ich besser werden will.

Viele Grüße,
woody


Hey Woody,

also so was hier...?






Viele Grüße,

woody
 
The truth is rarely pure and never simple.
Oscar Wilde
Verfasst am:

RE: Wer is´ hier eigentlich der Chef?

Ohne jetzt die meisten der anderen Antworten gelesen zu haben und ohne zu wissen was "grobe Scheite" ist:

Die Gitarre an sich ist ein Instrument das dem Spieler sehr viel aufzwingt und die Musik automatisch sehr beeinflusst. Auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen, die denken dann "Ich spiel was ich will"... Aber: Man nehme nur mal Gitarrenriffs wie von Smells like Teen Spirit oder Blur- Song 2. Sowas würde niemand je auf dem Klavier, auf ner Harfe oder mit nem Streichquartet spielen. Nur die Anordnung der Gitarrensaiten lässt einen überhaupt auf die Idee kommen sowas runter zu braten...

Und natürlich zwingt einem eine bestimmte Gitarre auch einen ganz bestimmten Stil auf. Extrembeispiel: Bei nem Kumpel steht eine eigentlich total absurde akkustische Gitarre, die ich für ein paar Euro aufm Flohmarkt "gekauft" habe. Keine Ahnung ob das eine Konzertgitarre oder Western darstellen soll. Ist wahrscheinlich auch ne Art Spaßgitarre, wiegt geschätzte 3 gramm... Auf jeden Fall habe ich drei dünnste Stahlsaiten und drei umwickelte Nylonsaiten aufgezogen. Das klingt einfach lustig... Wenn man damit versucht "was anständiges" zu spielen klingt das total peinlich. Aber wenn man sich drauf einlässt und Comedy mäßig da was rumzupft, da fallen mir immer neue Melodien ein. Und dann geh ich nach Hause und will die auf meiner tollen Konzertgitarre mit Mahagonihals und Savarez High-Tension Saiten spielen... Öhhhhh.... Funktioniert nicht. Stattdessen brauch ich bei der nur die A Saite zupfen, 20 Sekunden schwingen lassen, und könnte da eigentlich schon Eintritt für nehmen. Na gut, nicht ganz. Und bei unterschiedlichen E-Gitarren ist das natürlich das selbe.

Die Frage bei dem ganzen ist dann halt nur, ob man sich darauf einlässt oder nicht. Bei mir war das so: Als kleines Kind wusste ich gar nicht was ich wollte, da hab ich einfach beim Klavier alle Tasten gedrückt, und gehört was kommt. In der Pupertät da wusste ich natürlich ganz genau was ich spielen will und wie es klingen soll... weil man ja sowieso denkt man ist der geilste und weiß alles besser... Und irgendwann hab ich dann gesagt "scheiß drauf", und einfach mal "das Instrument spielen lassen. Mit der Folge, dass zum Beispiel ganz andere Musik entsteht, je nachdem ob ich am Klavier oder an der Gitarre was ausprobiere.

Ich guck ja manchmal Snooker (Eine Art Billard) im TV. Und der vielleicht beste Spieler der Welt hat dort mal den Satz gesagt "You must respect the Balls". Ich dachte zuerst, das ist irgendein Scherz oder Esoterik gewesen. Nein, es geht darum, dass ein guter Spieler die natürlichen Laufwege der Kugeln nutzt um sein Ziel zu erreichen. Ein mittelmäßig guter Spieler versucht krampfhaft mit Effet und Kraft und Tricks den Kugeln den Weg aufzuzwingen. Aber das klappt nur in Notfällen, aber nicht immer.

Natürlich kann man ein Instrument auswählen, das zu dem passt was man spielen will, aber wenn man dann ein Instrument spielt, dann sind die Ergebnisse wohl auch zweifelhaft wenn man versucht dem Instrument einen Klang aufzuzwingen.

Ich reg mich ja auch immer über Leute auf, die dünne oder dicke Plektren kaufen (egal ob meine oder nicht...) und die dann vorwurfsvoll sagen "Das ist viel zu dünn!" oder "Das ist ja gar nicht flexibel!" Aber das ist natürlich ein bisschen Unsinn. Die ganz dünnen Plektren sind nicht "zu dünn", sondern die sind halt nicht dafür gemacht, dass man Jazz auf ner 30kg schweren Les Paul spielt. Die sind zum lustigen rumschrammeln. Und entweder man lässt sich darauf ein... oder eben nicht.

Ich kann es höchtens verstehen wenn jemand einfach nicht genug Geld hat um 3 verschiedene Gitarren zu kaufen. Der muss dann halt versuchen alles auf einem Instrument zu spielen, und das dann irgendwie hinzubiegen, auch wenn die Gitarre eigentlich "was anderes will". Aber wahrscheinlich klingt es am besten wenn man zwar genau aussucht welches Instrument man sich kauft, aber wenn man es dann spielt, dann heißt die Devise "Respect the Instrument"...

Oder fährst du mit nem Dreirad genauso wie mit nem Porsche weil du nicht akzeptieren willst, dass das Dreirad dir einen neuen Fahrstil aufzwingt??
Verfasst am:

RE: Wer is´ hier eigentlich der Chef?

Maltodextrino schrieb:
Ohne jetzt die meisten der anderen Antworten gelesen zu haben und ohne zu wissen was "grobe Scheite" ist:

]

Man spaltet Holzblöcke mittels einer Axt auf einem Hauklotz in mehr oder weniger grobe Holzscheite.
 
Gruß

Walter


http://www.facebook.com/der.gitarrenbauer

Kunst ist schön - macht aber viel Arbeit
Karl Valentin
Verfasst am:

RE: Wer is´ hier eigentlich der Chef?

W°° schrieb:
Guter Sex funktioniert genau so, wie der Umgang mit einem guten Instrument:
Aufmerksamkeit. Respekt. Leidenschaft. Hingabe.


Ich finde, das ist eine sehr zutreffende Analogie. Vieleicht auch für Effekte, ganz bestimmt aber auch für Amps. Der Markt ist voll von sehr mittelmäßigen Amps und Gitarren ... klar ist es wichtiger, dass man gut spielt, aber ...

Das mit den Billiardkugeln, die man respektieren / sich nach ihnen richten muss, stimmt gewiss, dennoch behaupte ich, es gibt eben Instrumente die bei Spieler A

Aufmerksamkeit. Respekt. Leidenschaft. Hingabe.

auslösen, während sie Spieler B völlig kalt lassen. Nach vielel Versuchen mit diversen gibsonartigen Gitarren (zwei Les Pauls, zwei Juniors, eine V, eine SG, eine ES) habe ich das aufgegeben. Wir harmonieren einfach nicht miteinander, das, was sie besonders gut können, macht mich nicht an.
 
Vor kurzem habe ich gesehen, dass eine Decke vor meinem Amp lag. Es war 6:57 Uhr morgens. Ich habe sie weggezogen.
Alter, da ging die Sonne auf. Das klang, als hätte jemand eine Decke vorm Amp weggezogen.
Verfasst am:

RE: Wer is´ hier eigentlich der Chef?

ferdi schrieb:
W°° schrieb:
Guter Sex funktioniert genau so, wie der Umgang mit einem guten Instrument:
Aufmerksamkeit. Respekt. Leidenschaft. Hingabe.


Ich finde, das ist eine sehr zutreffende Analogie. Vieleicht auch für Effekte, ganz bestimmt aber auch für Amps. Der Markt ist voll von sehr mittelmäßigen Amps und Gitarren ... klar ist es wichtiger, dass man gut spielt, aber ...

Das mit den Billiardkugeln, die man respektieren / sich nach ihnen richten muss, stimmt gewiss, dennoch behaupte ich, es gibt eben Instrumente die bei Spieler A

Aufmerksamkeit. Respekt. Leidenschaft. Hingabe.

auslösen, während sie Spieler B völlig kalt lassen. Nach vielel Versuchen mit diversen gibsonartigen Gitarren (zwei Les Pauls, zwei Juniors, eine V, eine SG, eine ES) habe ich das aufgegeben. Wir harmonieren einfach nicht miteinander, das, was sie besonders gut können, macht mich nicht an.


Oder Du kannst das nicht ausspielen, was sie besonders gut können...
Das Ergebnis ist das Gleiche.
So geht mir das (leider) mit Konzertgitarren.
 
Gruß

Walter


http://www.facebook.com/der.gitarrenbauer

Kunst ist schön - macht aber viel Arbeit
Karl Valentin
Verfasst am:

RE: Wer is´ hier eigentlich der Chef?

W°° schrieb:
Maltodextrino schrieb:
Ohne jetzt die meisten der anderen Antworten gelesen zu haben und ohne zu wissen was "grobe Scheite" ist:

]

Man spaltet Holzblöcke mittels einer Axt auf einem Hauklotz in mehr oder weniger grobe Holzscheite.


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