Umfrage zum Thema "Erfolg" und ihn haben.

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Umfrage zum Thema "Erfolg" und ihn haben.

Umfrage bezüglich eigener Musik:

Wie definiert ihr für euch "erfolgreich sein"?

Anders gesagt: In welcher Situation oder ab welchen Gegebenheiten würdet ihr zu euch selbst sagen, dass ihr "erfolgreich" seid?


(Aus nahe liegenden Gründen richtet sich die Frage nicht an Covermusiker sondern an Leute, die auch tatsächlich eigene Musik machen/schreiben.)
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RE: Umfrage zum Thema "Erfolg" und ihn haben.

Gute Frage.
Wir machen ja im Moment ein neues Album.
Sich den Kopf darüber zerbrechen, so gute Songs wie möglich schreiben (die für einen selbst relevant sind), diese zu proben und dann so gut wie möglich aufnehmen, und dann, endlich, sie auch live vor Publikum spielen: das ist für mich schon Erfolg.
Auf meiner subjektiven Messlatte weitergekommen zu sein.
 
www.beatcrazy.eu
LOWBRIDGE - das aktuelle Album:
http://www.beatcrazy.eu/lowbridge---new-album.html
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Ich bin Beta- Tester für Kemper GmbH
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RE: Umfrage zum Thema "Erfolg" und ihn haben.

Gute Frage! Meine Auffassung: Ich bin dann erfolgreich, wenn mich meine Musik glücklich(er) macht. Da ich nicht ausschliesslich von eigener Musik, sondern auch von Unterricht und Veranstaltungen etc., lebe, ist der kommerzielle Aspekt eher zweitrangig.
Für mich sind "Kleinigkeiten", dass z.B. andere meine Musik transkribieren und nachspielen (Covern), sie im TV zu hören ist, wegen meiner Art zu spielen Unterricht bei mir nehmen oder Menschen meine Musik einfach mögen, die Sahnehäubchen. Manchmal fühle ich dann so was wie "Stolz", auch wenn mich dieses Gefühl gleich wieder leicht beschämt. Aber Feedback, natürlich besonders positives, ist für mich auch Inspiration und eine Art Verantwortung. Aber am Ende muss mich das was ich tue zufrieden und glücklich machen. Sehr naiv, ich fühle mich von daher sehr erfolgreich!
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RE: Umfrage zum Thema "Erfolg" und ihn haben.

Doc Line6forum schrieb:
Gute Frage.
Wir machen ja im Moment ein neues Album.
Sich den Kopf darüber zerbrechen, so gute Songs wie möglich schreiben (die für einen selbst relevant sind), diese zu proben und dann so gut wie möglich aufnehmen, und dann, endlich, sie auch live vor Publikum spielen: das ist für mich schon Erfolg.
Auf meiner subjektiven Messlatte weitergekommen zu sein.


Das wäre so ziemlich genau meine Antwort.
Musik machen, die ich selber gerne höre, und dabei immer besser werden. Und ab und zu das ganze vor Publikum.
 
Ohne nichts läuft nichts, geschweige denn alles.

http://soundcloud.com/jenko-nashorn
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RE: Umfrage zum Thema "Erfolg" und ihn haben.

Tolle Antworten von Ingolf und Rolli, in deren Schnittmenge ich mich wiederfinde:

Sich den Kopf darüber zerbrechen, so gute Songs wie möglich schreiben (die für einen selbst relevant sind) und dann so gut wie möglich aufnehmen (...): das ist für mich schon Erfolg.

Auf meiner subjektiven Messlatte weitergekommen zu sein.


Ich bin dann erfolgreich, wenn mich meine Musik glücklich(er) macht. (...)
Für mich sind "Kleinigkeiten", dass z.B. andere meine Musik transkribieren und nachspielen (Covern), sie im TV zu hören ist, (...) Unterricht bei mir nehmen oder Menschen meine Musik einfach mögen, die Sahnehäubchen. (...) Aber am Ende muss mich das was ich tue zufrieden und glücklich machen. Sehr naiv, ich fühle mich von daher sehr erfolgreich!


Das kann ich so für mich 1:1 übernehmen.

Musik ist für mich Selbstverwirklichung. Und ein Geschenk, das man weitergibt. Ein Ventil zur Verarbeitung.

Einen musikalischen Blickwinkel einzunehmen, den es vorher noch nicht gab, Harmonien durch Melodiebögen zu erschließen, die vorher weitestgehend ungenutzt waren oder auch einfach nur den guten alten 4-Chord-Song wiederentdecken, ohne ihn bewusst hergezerrt zu haben. Dieses in für mich befriedigender Weise aufnehmen, mich artikulieren zu können - das ist der Erfolg, den ich suche. Das ist m.E. besser als Sex, dafür brenne ich!!!

Frei nach Dr. Dulle, bzw. Dylan: "Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen
das tut, was ihm gefällt.“


Lieben Gruß,

Batz.
 
EGAL, WIE DICHT DU BIST - GOETHE WAR DICHTER!


Zuletzt bearbeitet von Batz Benzer am 09.12.2016, insgesamt einmal bearbeitet
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RE: Umfrage zum Thema "Erfolg" und ihn haben.

Scheissegal.
Ich belästige im Gegensatz zu früher niemanden mehr mit meiner Musik. Ich mach mein Ding wenn es für mich mein Gefühl wiedergibt. Und ich lebe von dem Moment. Inzwischen geht alles so schnell voran dass das verweilen im musikalischen Moment der Sinn hinter allem ist. Weniger denken, mehr spielen und den Moment auskosten. Ich bin auch ehrlicher zu mir selbst geworden: früher war ich auf Bewunderung und Anerkennung aus, jetzt nur noch auf das Gefühl des Moments.
 
I will burn your brain with my fuzz.
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RE: Umfrage zum Thema "Erfolg" und ihn haben.

Wenigstens ist einer von uns kein Heuchler!
 
EGAL, WIE DICHT DU BIST - GOETHE WAR DICHTER!
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RE: Umfrage zum Thema "Erfolg" und ihn haben.

Erfolg: Das wäre schon schön. Ist bei mir aber nicht.
Ist es mein persönlicher Erfolg wenn ich schon zufrieden bin mit dem was ich machen darf? Nun, es kommt darauf an wie ich für mich Erfolg erkläre.
Ich darf die Musik machen die ich möchte, keiner quatscht mir rein. Ich habe ein kleines Homestudio, da quatscht mir auch keiner rein. Ich muß mit Musik nicht meine Brötchen verdienen. Wäre aber trotzdem schön wenn dies möglich wäre. (Aber ohne Gitarrenunterricht, Workshops oder in einer Kack Cover/Gala/Top 40 Band mir widerwillig einen abgähne..)
Erfolg wäre, wenn ich Gigs ohne Ende spielen könnte.
Platten verkaufen, Autogramme und Interviews geben. Meine Fresse in Kameras halten und was über meine Musik erzählen dürfen...Im WDR Rockpalast mal so richtig die Rock´n Roll Sau raushängen dürfen....das wäre Erfolg für mich. Das würde mir aber so richtig gut tun!


Wenn ich den heutigen Tag als Referenz nehme bzgl. Erfolg und man mich direkt fragt, was für mich Erfolg bedeutet, dann sage ich nur: Fuck you!
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RE: Umfrage zum Thema "Erfolg" und ihn haben.

Erfolg für mich ist, wenn es andere glücklich macht. Ob es mich dann auch glücklich macht, weiß ich nicht, das Gefühl, dass es andere glücklich macht hatte ich vollumfänglich noch nie, wenn ich Musik gemacht habe. Und solange das so ist, versuche ich diesen Punkt zu erreichen, um die Erfahrung gemacht zu haben, weil ich wissen will, wie das ist. Also bin ich auch vom Erfolg getrieben, in gewisser Weise. Das macht mich dann auch unfrei in der Musik, weil ich doch oft "das Publikum" im Hinterkopf habe, beim Musik machen/schreiben. Erfolg ist also Antrieb und verfälschendes Element für meine Musik. Das ist dann vielleicht das reizvolle Spannungsfeld, was mir den Spaß daran bereitet.
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RE: Umfrage zum Thema "Erfolg" und ihn haben.

Danke erstmal an alle.

Das Wort "Erfolg" impliziert ja meist ein bestimmtes erreichtes Ziel und dann fragt man, was das Ziel überhaupt ist.

Einige haben diesen Punkt direkt angesprochen. Aber nochmal nachgehakt:

Ist der eigene Erfolg für Euch geknüpft (in irgendeiner Form oder zu irgendeinem und welchem Anteil) an die Außenwirkung bzw. die positive Reaktion anderer?
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RE: Umfrage zum Thema "Erfolg" und ihn haben.

groby schrieb:
Aber nochmal nachgehakt:

Ist der eigene Erfolg für Euch geknüpft (in irgendeiner Form oder zu irgendeinem und welchem Anteil) an die Außenwirkung bzw. die positive Reaktion anderer?

Für mich eigentlich nicht.
 
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http://www.beatcrazy.eu/lowbridge---new-album.html
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RE: Umfrage zum Thema "Erfolg" und ihn haben.

groby schrieb:
Danke erstmal an alle.

Das Wort "Erfolg" impliziert ja meist ein bestimmtes erreichtes Ziel und dann fragt man, was das Ziel überhaupt ist.

Einige haben diesen Punkt direkt angesprochen. Aber nochmal nachgehakt:

Ist der eigene Erfolg für Euch geknüpft (in irgendeiner Form oder zu irgendeinem und welchem Anteil) an die Außenwirkung bzw. die positive Reaktion anderer?


Als ich anfing so "richtig" Gitarre zu spielen, mit viel üben und lernen, nicht nur Lieder runterdaddeln mehr schlecht als recht, war mir der Erfolg in Form von Außenwirkung schon mehr oder weniger wichtig. Es kamen nach einiger Zeit Leute die mich hören wollten und auch Kontakt zu mir gesucht haben. Einerseits hat mich das berührt, andererseits aber auch abgeschreckt. Ich hatte das Glück und es war für mich ein Privileg in einer Band spielen zu dürfen die in der OpenSource Szene eine zeitlang recht angesagt war. Geniale Konzerte auf tollen Events mit bekannten Künstlern.
Eine geraume Zeit war das toll und ich fühlte mich auf meinem Weg bestätigt. Ich hatte als Teenie immer Konzerte inhaliert, Musik in jeglicher Form konsumiert und aufgesogen. Wollte selbst auf so große Bühnen. Hat dann geklappt und es war wie gesagt für eine gewisse zeit toll. Aber dann kam irgendwann der Moment, wo ich alles hinterfragte.
Ich fand das das Suchen nach Erfolg, Anerkennung bei anderen, der Musik an sich nicht gerecht wird.
Ich sollte erwähnen, dass Musik für mich mehr ist als das Spielen eines Instruments. Sie ist eine Lebensphilosophie geworden. Eine Art WEG im Sinne von ZEN. Sie ist für mich Familie, Therapie, Erfüllung. Ohne sie bin ich tot. Ich kann nicht gut mit anderen Menschen. Segen und Fluch zugleich.
Ich freue mich manchmal wenn es auch anderen Menschen gefällt was ich mache. Wenn ihr Leben für einen Moment bereichert wird und ich dazu beitragen kann.
Aber wenn ein Ton, gebildet in meinem Kopf, seinen Weg zu meinem Instrument und von dort in die Umgebung findet, sich mit anderen Tönen zu einem Werk zusammenfindet und dieses Klanggebilde mich animiert weiter zu machen, neues zu entwickeln,mich technisch und musikalisch-mental zu verbessern, selbst mehr Teil der Musik zu sein, den WEG weiter zu gehen, dann bin ich glücklich Und nur das zählt für mich persönlich. das ist mein "Erfolg".
 

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RE: Umfrage zum Thema "Erfolg" und ihn haben.

Viele, wenn nicht sogar die meisten Musiker, und nicht nur hier im Forum, wollen Erfolg. Wie auch immer er sich anfühlt, aussieht, oder sonst in irgendeiner Form zum Ausdruck kommt.
Dem einen reichen Halbplaybackgigs auf Firmrnfeiern und ist damit erfolgreich. Ein anderer haut mit seiner Coverband weitere miese Smoke on the Water und Highway to Hell Versionen raus, und alle finden das toll, gefolgt von Schulterklopfen " boah ey, ihr seid ja so geil, ey"...Auch dies kann Erfolg sein...Und ein anderer ist froh darüber jeden Tag eine Note spielen zu dürfen.
Aber im Grunde ist es doch so; ob Erfolg oder nicht. Das Einzige was zählt ist der Song!
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RE: Umfrage zum Thema "Erfolg" und ihn haben.

Chris K jr. schrieb:
Aber im Grunde ist es doch so; ob Erfolg oder nicht. Das Einzige was zählt ist der Song!


Ja, ne. Eben nicht. Das hört sich so schön an. So ein bißchen nach Fahnen-Eid, schon fast. Selbstlos für die Sache und so...

Aber dann kann man ja eigentlich zuhause bleiben. Nur für sich alleine spielen. Oder eigentlich gleich CD hören, genau genommen.

Ist der Song dann nur dafür da, einfach nur im Vakuum zu existieren? Quasi nur von dir gehört, weil ja nur er selber zählt?


Doc Line6forum schrieb:
groby schrieb:
Ist der eigene Erfolg für Euch geknüpft (in irgendeiner Form oder zu irgendeinem und welchem Anteil) an die Außenwirkung bzw. die positive Reaktion anderer?

Für mich eigentlich nicht.


Du sagtest aber auch was von Konzerten und eurer CD. Was wäre - nur mal so als Gedankenspiel - wenn die CD keiner will und die Konzertbesucher sagen nachher, es war "so naja". Und zum folgenden Konzert im selben Haus kämen dann 1/3 weniger Leute?










Das ist alles etwas provokant. Weiß ich.

Aber, ....na?
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RE: Umfrage zum Thema "Erfolg" und ihn haben.

groby schrieb:
Ist der eigene Erfolg für Euch geknüpft (in irgendeiner Form oder zu irgendeinem und welchem Anteil) an die Außenwirkung bzw. die positive Reaktion anderer?


Ja, aber.....

....die Reaktion anderer ist für mich erstmal zweitrangig und steht nicht im Vordergrund. Mein Lebensziel ist es ein glückliches und sinnerfülltes Leben zu führen. Musik zu schaffen ist ein Mittel u.a., dieses Ziel zu erreichen. Dass einige Menschen positives Feedback geben, CDs bestellen etc ist einfach ein angenehmer Nebeneffekt. Aus dem Grunde bin ich sehr froh, dass ich nicht nur von der Musik meinen Lebensunterhalt erwirtschaften muss und somit recht frei und ungezwungen kreativ sein kann. Hätte ich einen größeren "kommerziellen" Erfolg dann wäre auch der Druck größer und ich glaube, dass würde meinem o.g. Lebensziel im Wege stehen. Ich kenne zuviele, die "kommerziell" erfolgreich sein wollten und auf die Aussenmeinung zu viel Wert legten und, wenn sich der "Erfolg" nicht einstellte, da nicht allzu gesund rausgekommen sind.

Und wie ist Deine eigene Sicht auf diese Dinge, Groby?
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RE: Umfrage zum Thema "Erfolg" und ihn haben.

mr_335 schrieb:
Und wie ist Deine eigene Sicht auf diese Dinge, Groby?


....genau dies würde mich auch interessieren...
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