Frage zu zweikanaligem Booster

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Frage zu zweikanaligem Booster

Leute, eine Frage habe ich: Ich spiele derzeit lauter Non-Mastervolume-Amps, allerdings leicht angezerrt, wobei mir die Ampzerre natürlich am liebsten ist. So, nun schaut's so aus, dass ich letztes Wochenende mit meinem Excelsior ( Pro mit Eminence Legend) einen Gig hatte. Der Soundmensch wäre beinahe aus allen Wolken gefallen, als ich den Amp auf ca. 11 Uhr aufdrehte, denn da klingt er so, wie ich ihn haben will - und für den Soundmenschen viiiieeeeeel zu laut, war ja klar ... Schließlich musste ich den Gig mit einer Volumeeinstellung von 9 Uhr spielen, damit das Ganze über die PA regelbar war. Das hat nicht wirklich Spaß gemacht. Und nun meine Frage: Ich hätte den Sound gerne bei etwas moderateren Laustärken gerne etwas angedickt bzw. angezerrt ( nur leicht), und hierzu kamen mir folgende Effekte in den Sinn. Und hier bitte ich euch, mich zu korrigeren, wenn ich einen Denkfehler habe:

- TRex Twin Boost, erste Booststufe permanent als "Soundandicker", zweite für Sologeschichten ( den habe ich aus Neugierde jetzt einfach mal beim T bestellt).

- Fulltone Fulldrive Mosfet, hat ja in der ersten Stufe eine reine Boostfunktion drinnen, zweite Stufe für Soli.

- einfach 2 ganz normale Booster, einen davon permanent laufen lassen, den anderen für's Solo

- eure Vorschläge

Nun, was denkt ihr? Welches Gerät erfüllt den von mir angestrebten Zweck besser? Was ich noch nicht verstanden habe: Sind die beiden Stufen beim Fulldrive unabhängig voneinander zu betreiben oder braucht es die erste Stufe, um in die zweite zu gelangen?

Solltet ihr eines der beiden Geräte besitzen, bitte ich euch um Erfahrungen damit. Diets Test zum Fulldrive habe ich gelesen, weil das Teil so gut abgeschnitten hat, kam es in die engere Auswahl.

Vielen Dank!
Stan
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RE: Frage zu zweikanaligem Booster

Moin,
wenn Dein Amp auf Stellung 11 Uhr so klingt wie Du es magst und willst, dieser dann aber zu laut ist, dann wäre aus meiner Sicht doch eher der Einsatz eines Power-Soaks angeraten ...

Ich denke Booster bringen Dich da nicht wirklich weiter.
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RE: Frage zu zweikanaligem Booster

Genau hier ist wie Kollege finetone schon hingewiesen hat ein Powersoak ideal. Dann spielst du mit der Sättigung des Amps und regelst alles über das Volumepoti der Gitarre. Ich hatte mir ja zu dem Excelsior nen Soak gebaut mit zwei Stufen und das funktionierte sehr gut. Tja, manchmal können 5 Watt schon fast zu laut sein!
Was tonal gut zu dem Amp passt ist ein Lovepedal Amp50, damit kannst du den Amp anblasen und das funktioniert auch in erträglicher Lautheit. Passt als würde es zum Amp gehören, wirklich sehr geil! Oder halt ein gutes klangneutrales LowGain Overdrive. Ein Freund von mir nutzt dazu ein Brunetti Taxi Drive= sehr lecker!
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Re: Frage zu zweikanaligem Booster

Stan Rocker schrieb:
Leute, eine Frage habe ich:

Nun, was denkt ihr? Welches Gerät erfüllt den von mir angestrebten Zweck besser? Was ich noch nicht verstanden habe: Sind die beiden Stufen beim Fulldrive unabhängig voneinander zu betreiben oder braucht es die erste Stufe, um in die zweite zu gelangen?



Vielen Dank!
Stan


Hi Stan,

das Fulldrive kann entweder als zweistufiger Verzerrer oder als zweistufiger cleaner Booster verwendet werden. Es kann also entweder selbst zerren (zwei abrufbare Zerrgrade) oder nur sauber den Output in zwei Stufen erhöhen.

Als reiner cleaner Booster mit zwei Stufen arbeitet er, wenn man das Volume Poti herauszieht. Das nennt sich comp-cut Modus.

Die zweite Stufe kann immer nur zur ersten zugeschaltet werden.

Ich denke auch, ein Booster macht da erst mal nur lauter, wenn der Amp kaum oder gar nicht zerrt und hilft Dir nicht beim Lautstärkeproblem. Aber vielleicht gefällt Dir das Fulldrive ja als Verzerrer.

Gruß Diet
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RE: Frage zu zweikanaligem Booster

Hallo,

ich weiß zwar nicht, wie der mit einem Excelsior klingt, aber vielleicht könnte der "Tumbleweed" von Sonic Edge (Pedal-Linie von Ben Fargen) was für Dich sein. Ist ne Kombi aus einem (dezent abreitenden) Kompressor (somit z.B. gut als Solo Boost nutzbar) und einem Booster. Beide sind einzeln oder in Kombi benutzbar. Der Boost lässt sich zusätzlich zwischen Clean-Boost und zwei leicht angeterrten Modes schalten.
zu sehen bzw. hören z.B. hier:
http://www.youtube.com/watch?v=0ytyWkbpXfs

Ich finde es ein prima Pedal.
Hab mich selbst allerdings letzten Endes für diese Zwecke für die Kombi aus OKKO Coca Comp und Cochrane Timmy entschieden - das wäre dann meine zweite Empfehlung (der Timmy arbeitet auch prima als Clean Boost)...

Ein weiterer exzellenter reiner Clean-Boost den ich empfehlen könnte wäre der Rodenberg GAS 707. Wirklich gut...

Gruß,
Wolfram
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RE: Frage zu zweikanaligem Booster

Hallo!

Erstmal würde ich mit irgendeinem Booster oder EQ mal probieren, was überhaupt passiert, wenn du den Exci anpustest: Zerrt er oder wird er nur lauter?

Falls tatsächlich die Zerre einsetzt, gibt es Dutzende von Boostern, die durchaus auch unterschiedliche Ergebnisse zur Folge haben. Der Booster aus der BoR macht einen spritzigeren Ton, der MXR ist recht linear. Man kann sich auch ein EMG SPC-Poti in einen Bodentreter umbauen und hat einen grandiosen Mittenbooster. Ich würde zu Einzelgeräten raten, es ist manchmal schon lustig, wie unterschiedlich zwei Booster reagieren oder sogar interagieren, je nachdem, welcher vorne und welcher hinten ist.

Am eigenen Probieren kommst du nicht vorbei. Und den einen oder anderen Booster braucht man immer....

Gruß

erniecaster
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RE: Frage zu zweikanaligem Booster

Ich werfe nun einfach mal den Suhr Koko Boost ins Rennen.
Der eine Kanal ist clean ausgelegt (was die Verstärkung anbelangt), während der zweite Mitten boostet.
Das ist sei einiger Zeit mein Liblingsbooster, da ich mit dem ersten Kanal den Sound andicken kann um dann füs Solo den "cut through the Mix" Effekt erziele.
Vielleicht eine Überlegung wert.

gruß
jens
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RE: Frage zu zweikanaligem Booster

Für einkanalige Fremd-Amps auf Sessions und für meinen Hayseed 30 habe ich ein CmatMods Super Signa Drive. War ein Tipp von Schocka, und bisher bin ich echt zufrieden.



Aber seit ein paar Tagen gehe ich mit dem Gedanken schwanger, einen Wampler Fusion Drive auszuprobieren. Ich finde das Konzept ziemlich überzeugend. Die Sounds sowieso, soweit man Youtube und der Tatsache, dass hier ein Badger angeheizt wurde, trauen kann:
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RE: Frage zu zweikanaligem Booster

Der AnalogMan King of Tone ist hervorragend dazu geeignet, den lauteren Sound eines Amps bei etwas leiseren Pegeln aus demselben zu kitzeln. Ist allerdings auch sackteuer, das Ding.

Der KOT ist ein Clone des Marshall BluesBreakerII-Pedals, der JHS Morning Glory ebenfalls. Beide können das, weil sie eben nicht die typische Mittenanhebung wie Tubescreamer haben.

Das reine Boosten (auch mit dem Koko) hat bei mir zu keinen praxistauglichen Ergebnissen geführt, weil man dann eben immer die Vorstufe des Amp stärker am Sound beteiligt. Verzerrer, die nach Endstufe klingen, sind da besser geeignet, finde ich.
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RE: Frage zu zweikanaligem Booster

Hallo!

erniecaster schrieb:
Erstmal würde ich mit irgendeinem Booster oder EQ mal probieren, was überhaupt passiert, wenn du den Exci anpustest: Zerrt er oder wird er nur lauter?
[....] Falls tatsächlich die Zerre einsetzt, gibt es Dutzende von Boostern, die durchaus auch unterschiedliche Ergebnisse zur Folge haben.[...]
Am eigenen Probieren kommst du nicht vorbei. Und den einen oder anderen Booster braucht man immer....


genau so sehe ich das auch !

Ich möchte noch den Catalinbread Naga Viper und den Mad Professor Ruby Red Booster ins Rennen schicken. Beide bieten eine (etwas unterschiedliche) Klangregelung und können bei Bedarf auch dezent zerren. Ich besitze beide (clones) und die sind bis jetzt noch mit jedem Amp klar gekommen der mir in die Finger kam...

Viele Grüße
Heiko
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RE: Frage zu zweikanaligem Booster

Vielen Dank schon mal für eure zahlreichen Antworten! Der Exci zerrt mit Booster ein wenig, so wie ich mir das vorstelle. Ich habe nun mal den TRex Twinboost bestellt, der wird morgen da sein, dann werde ich die ganze Geschichte mal antesten...

Viele Grüße
Stan





PS: Schaut mal in die Kleinanzeigen, da hätte ich ein paar Sachen anzubieten
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RE: Frage zu zweikanaligem Booster

ferdi schrieb:
Der KOT ist ein Clone des Marshall BluesBreakerII-Pedals,


Hey Ferdi,

wo hast Du denn das her?
Also meiner Erinnerung nach haben die klanglich nun gar nichts miteinander zu tun

Den KOT (was für eine Abkürzung.. ) fand ich sehr klasse, den Bluesbreaker II naja.

Der Bluesbreaker II ist der silberne Klotz. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass den irgendwer nachgebaut hat. Wenn, dann das erste Bluesbreaker Pedal.

Gruß Diet
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RE: Frage zu zweikanaligem Booster

Hallo Diet! Ich war grade auf deiner HP und habe mir zahlreiche Tests durchgelesen. Allerdings weiß ich trotzdem noch nicht weiter. Wenn der Booster nix Gescheites sein sollte, habe ich mir gedacht, evtl. ein Low Gain Pedal vor den Amp zu setzen. Welche ODs wären denn deiner Meinung nach hierfür geeignet? Ich will nur gaaanz leicht ancrunchen, sonst nix. Derzeit spiele ich einen Digitech HArdwire OD, der ist bei zugedrehtem Gainregler für meine Zwecke schon zuviel des Guten. Allerdings ist mir auch noch sehr wichtig, dass der Sound von Amp und Gitarre nicht verändert werden. Es soll sich halt nach angezerrtem Ampsound anhören, was da rauskommt. Ich hätte folgende Treterchen rausgesucht, vllt. liege ich aber auch völlig falsch: Fulltone OCD oder Fulldrive, Xotic AC/RC, Voodoo Lab Sparkle oder Giggity.
Hm...was meinst Du/ meint ihr?

Grüße
Stan
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RE: Frage zu zweikanaligem Booster

Stan Rocker schrieb:
Es soll sich halt nach angezerrtem Ampsound anhören, was da rauskommt.


Das Problem kenne ich nur zu gut und bisher war ich mit keinem Pedal (hab aber auch noch laaange nicht alles durch )zufrieden. Wenn es irgendwie geht, verbanne ich lieber den Amp an einen Platz (hinter/neben der Bühne oder wenigstens in eine Ecke), an dem ich ihn lauter fahren kann. Oder ich drehe ihn einfach um, mit der Rückseite zu mir! Geht teilweise nur mit Abnahme per Mikro.
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RE: Frage zu zweikanaligem Booster

diet schrieb:
ferdi schrieb:
Der KOT ist ein Clone des Marshall BluesBreakerII-Pedals,


Hey Ferdi,

wo hast Du denn das her?
Also meiner Erinnerung nach haben die klanglich nun gar nichts miteinander zu tun


Habe mich geirrt: es ist der BluesBreaker 1, nicht 2.

http://www.analogman.com/kingtone.htm

http://www.mylespaul.com/forums/pedals/168808-best-marshall-bluesbreaker-clone.html

http://www.tonegeek.com/musicgear/pedals/marshall-bluesbreaker-mods.php

Ich hatte den KOT und konnte ihn als Hauptzerrer nicht gebrauchen (weil mein Clean- und mein Zerrsound sich stärker unterscheiden müssen), da muss es das FD2 sein. Das JHS Morning Glory ist aber eine sehr gute Ergänzung. Habe zwei Stück davon.
Auf welcher Schaltung die Dinger basieren, ist mir wurst, aber sie ermöglichen eben das bisschen mehr "amp-artigen Breakup". Deshalb meine Empfehlung, um dem Excelsior den "auf 11"-Sound "in leiser" zu entlocken.


Zuletzt bearbeitet von ferdi am 25.04.2013, insgesamt einmal bearbeitet
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RE: Frage zu zweikanaligem Booster

Stan Rocker schrieb:
Ich will nur gaaanz leicht ancrunchen, sonst nix......
Allerdings ist mir auch noch sehr wichtig, dass der Sound von Amp und Gitarre nicht verändert werden.
Es soll sich halt nach angezerrtem Ampsound anhören, was da rauskommt.

Grüße
Stan


Hi Stan,

dafür soll das CMAT Mods Butah gut geeignet sein.
Stand zumindest im G&B Review und ich meine hier im Forum auch schon positives gelesen zu haben.

Grüße,
Reinhard
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RE: Frage zu zweikanaligem Booster

Ich würde noch das klassische alte Voodoo Lab Sparkle Drive empfehlen. Das nutze ich als permanenten Pegelbooster.
Mit der Clean-Blende und Gain kann man stufenlos vom Cleanboost in einen Zerrer mischen und sich seinen Anteil "schmutz" portionsweise reindrehen.
Das funktioniert ganz prima.
Lg. Chris
Verfasst am:

RE: Frage zu zweikanaligem Booster

er sucht doch einen zweikanaligen Booster ...
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