Leistungsverlust durch Fehlanpassung?

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Leistungsverlust durch Fehlanpassung?

Hallo,

da gerne mal eine 4x10-Sache haben möchte (Superreverb o. Bassman), so etwas jedoch nicht mal ebenso kaufen will/kann, dachte ich mir, ich rüste mal meinen Vibrolux-Clone (Klone-Valveamps), der mit 2x10 bestückt ist, auf, indem ich eine zusätzliche 2x10-Box dranhänge. Dass das ganze nicht so wuchtig sein wird, wie ein SuperReverb oder Bassman, ist mir klar, dafür sind die Trafos in meinem Amp wahrscheinlich zu klein ausgelegt. Macht aber nichts, es kommt mir nicht auf Megalaut-Clean an.

Problem: Der Ausgangsübertrager im Amp ist ja wohl auf 4-Ohm Lastimpedanz ausgelegt (2 mal 8 Ohm parallel).
Hängt man zwei weitere Speaker dran (je 8 Ohm) so kann man entweder 2 Ohm oder 8 Ohm Gesamtimpedanz zaubern.

Ich habe eigentlich vor alle Speaker parallel zu schalten, also 2 Ohm.
Ob das dem Amp schadet oder nicht, darüber habe ich beim Googlen so manchen Streit gefunden. Die Bedienungsanleitungsleser sagen, dass man es nicht machen darf, die Techniker sagen aber wohl meist, dass das die Endstufenröhren stärker belastet werden, was aber nicht zum schnellen Tod führt, sondern eher zu mehr Röhrenverschleiss. Damit könnte ich leben.

Aber wie sieht es denn mit dem Leistungsverlust aus? Ist der sehr groß, wird mein Amp mit 4x10 wegen der Fehlanpassung merkbar leiser? Hat da jemand Erfahrung?

Lohnt es sich vielleicht den AU zu tauschen gegen ein Modell mit mehreren Abgriffen an der Sekundärspule? Sowas habe ich beim Tubeampdoctor gesehen (AU für 2x 6L6 2-4-8-Ohm) kostet aber 112 Euro. Ich weiss auch nicht, ob ich den einfach so austauschen kann, oder ob man dabei noch mehr im Amp "umbauen" müsste.

Vielleicht kann mir ja mal ein Amp-Profi Tipps geben?

Vielen Dank,
Manfred
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RE: Leistungsverlust durch Fehlanpassung?

Mein TAD Princeton jedenfalls wurde mit Zusatzbox (zweiter 8-Öhmer parallel zum eingebauten = 4 Ohm) leiser statt lauter.

Ein Ausgangsübertrager mit mehreren Sekundärwicklungen (zB 4, 8, 16 Ohm) löst genau dieses Problem.
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RE: Leistungsverlust durch Fehlanpassung?

ferdi schrieb:
Mein TAD Princeton jedenfalls wurde mit Zusatzbox (zweiter 8-Öhmer parallel zum eingebauten = 4 Ohm) leiser statt lauter.

Ein Ausgangsübertrager mit mehreren Sekundärwicklungen (zB 4, 8, 16 Ohm) löst genau dieses Problem.


Logisch ist das nicht.
Nach allgemeiner Lehre wird der Verstärker immer LAUTER, je geringer der Widerstand am Lautsprecher wird. So wächst auch die angegebene Leistung mit dem Fallen das Lautsprecher Widerstands.
Ich habe mit meinem 30er Engl Jive Jahre lang über eine 4 Ohm 4x12 große Bühnen beschallt. Der Jive bekam fehlangepasst geradezu Flügel!
Versuch macht kluch!
 
Gruß

Walter


http://www.facebook.com/der-gitarrenbauer

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Karl Valentin
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RE: Leistungsverlust durch Fehlanpassung?

W°° schrieb:
ferdi schrieb:
Mein TAD Princeton jedenfalls wurde mit Zusatzbox (zweiter 8-Öhmer parallel zum eingebauten = 4 Ohm) leiser statt lauter.

Ein Ausgangsübertrager mit mehreren Sekundärwicklungen (zB 4, 8, 16 Ohm) löst genau dieses Problem.


Logisch ist das nicht.
Nach allgemeiner Lehre wird der Verstärker immer LAUTER, je geringer der Widerstand am Lautsprecher wird.



Geht man über die allgemeine Lehre hinaus, fällt auf
das noch andere Faktoren eine Rolle spielen können.
Der Wirkungsgrad unterschiedlicher Speaker wäre ein Faktor.
Und auch bei gleichen Speakern in unterschiedlichen Gehäusen,
muss nicht immer das gleiche Ergebniss rauskommen .......

 
"Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen
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RE: Leistungsverlust durch Fehlanpassung?

W°° schrieb:
Ich habe mit meinem 30er Engl Jive Jahre lang über eine 4 Ohm 4x12 große Bühnen beschallt. Der Jive bekam fehlangepasst geradezu Flügel!
Versuch macht kluch!

Den hatte ich auch, als Combo eine Quäkkiste.
Ich hab den (mangels Geld) mit einem ausrangierten, herumstehenden 2x12 Mid-Bin mit zwei EVs (4 Ohm) gespielt:
Die Box konnte Scheitel fräsen.
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
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RE: Leistungsverlust durch Fehlanpassung?

gitarrenruebe schrieb:
W°° schrieb:
Ich habe mit meinem 30er Engl Jive Jahre lang über eine 4 Ohm 4x12 große Bühnen beschallt. Der Jive bekam fehlangepasst geradezu Flügel!
Versuch macht kluch!

Den hatte ich auch, als Combo eine Quäkkiste.
Ich hab den (mangels Geld) mit einem ausrangierten, herumstehenden 2x12 Mid-Bin mit zwei EVs (4 Ohm) gespielt:
Die Box konnte Scheitel fräsen.

Hast du die Box noch?
 
I will burn your brain with my fuzz.
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RE: Leistungsverlust durch Fehlanpassung?

Erstmal danke für die Antworten.

Es scheint wohl so zu sein, dass verschiedene Verstärker unterschiedlich auf die Fehlanpassung reagieren.

Ergo: Ich werde warten, bis TT meine 2x10er zusammengezimmert hat und dann ausprobieren. TT gibt so 4-5 Wochen Lieferzeit an, dann müsste die Box in 3 Wochen da sein.
Ich werde mal berichten, wie es geklappt hat.

Gruß,
Manfred
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RE: Leistungsverlust durch Fehlanpassung?

gitarrenruebe schrieb:
W°° schrieb:
Ich habe mit meinem 30er Engl Jive Jahre lang über eine 4 Ohm 4x12 große Bühnen beschallt. Der Jive bekam fehlangepasst geradezu Flügel!
Versuch macht kluch!

Den hatte ich auch, als Combo eine Quäkkiste.
Ich hab den (mangels Geld) mit einem ausrangierten, herumstehenden 2x12 Mid-Bin mit zwei EVs (4 Ohm) gespielt:
Die Box konnte Scheitel fräsen.


Wie geil!
 
Gruß

Walter


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Verschoben: 29.06.2015 Uhr von Schnuffi
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