Damage Control Liquid Blues

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Damage Control Liquid Blues

gekauft: k.A.
Preis beim Direktvertrieb www.g66.eu 199.- Euro

Was ich für praxisgerecht und gut befinde:

Die robuste Verarbeitung, das ansprechende Äussere, das
Wertigkeit ausstrahlt und gestalterisch eher aus dem Rahmen
fällt in der Welt der Bodentreter (könnte ein Reiseutensil von
Mr. Spock sein). Der Grundsound, es ist True Bypass ausgelegt,
die Verarbeitung, die "Lichtorgel", die man auch auf
der dunkelsten Bühne noch gut sieht. Netzteil ist dabei!
Die Gummierung auf der Gehäuseunterseite ist schön rutschfest,
da kann man das Gaffa schon mal im Koffer lassen, wenn man
das Pedal außerhalb eines Effektboards einsetzt

Was nicht so toll ist:

Die Schrauben, die Ober- und Unterteil fest verschraubt halten,
sind leider nicht am Gehäuserand angebracht, sondern in Richtung
Gehäusemitte auf der Bodenplatte. Nicht wirklich ein Manko, nur
ist man beim Befestigen auf ein Effektboard etwas eingeschränkt in den
Möglichkeiten. Der Trick mit den Kettengliedteilen funktioniert hier
leider nicht. Geht nur noch Velcro. Aber bei dem Gewicht ...

Verarbeitung:

Über absolut jeden Zweifel erhaben! Robust, schwer, hier wurde
nicht gekleckert, sondern geklotzt. Einzig die Potiknöpfe hätten
passend zum chromfarbenen Bügel ebenfalls passend chromfarben
sein können (Telecaster-Potiknöppe zB.). Aber das ist ja Geschmacksache
und sicherlich auch dank Replacementmarkt kein arges Problem.

Support:

Bislang nicht gebraucht. Aber da die Damage Control Pedale
allesamt nunmehr über den Direktvertrieb von Jaques Isler
in´s Ländle kommen, dürfte eine Abwicklung von Garantiefällen
von bei ihm gekauften Geräten eher sehr kurzfristig sein.
Er ist auch ein netter Zeitgenosse.

Sound:

Ein solches Pedal verspricht schon optisch etwas mehr als einen Klang,
wie das vielleicht bei anderen röhrenbetriebenen Kollegen der Fall ist.
Der LQB eignet sich gleichmaßen, einen cleanen als auch einen
angecrunchten (Vollröhren-)Amp mit der nötigen "Lebendigkeit" zu
versorgen. Erst einmal aktiviert, merkt man sein Zutun zum Klang
schon bei gemäßigten Einstellungen vom Gainregler. Der Gitarrenklang
"atmet" noch ein wenig mehr, wirkt transparenter. Bei stufenlos
höher eingestelltem Gain (Driveregler) bekommt der Tone auch
schon etwas mehr Tragfähigkeit, er singt, komprimiert ein wenig. Ich
könnte mir gut vorstellen, einem rüden 4x10" Röhrencombo
zu einem cremigen, schön auflösenden Sound mit dem LQB zu
verhelfen. Der OptoComp versorgt das Pedal mit einem
Kompressorklang, der niemals aufdringlich oder unnatürlich wirkt.
Mit dem Clarity Regler lassen sich auch noch mal Klangnuancen bedienen,
die den komprimierten unverzerrten Tone mit dem verzerrten Tone mischt. Tricky!
Sicherlich eine schöne Dreingabe und noch ein Punkt,
der den LQB zu einem klanglich flexiblen Pedal macht. Allein mit
Drive- und Levelregler deckt man eine Klangliche Range zwischen
dirty Fender und Vox ab. Der Tone setzt sich dabei gut durch,
Obertöne werden noch ein wenig herausgekitzelt. Voraussetzung
hierbei ist natürlich ein gute Gitarre, ein guter Amp und das Vermögen,
sauber und inspiriert zu spielen. Witzigerweise läuft während ich das
schreibe, die CD "Real to Reel" von Carl Verheyen (mit Karl Ratzer).
Das paßt klanglich gut zum LQB, bzw. der LQB zu dieser CD. Angezerrte
singende Soli, cremige Sounds, ganz der Bereich vom LQB. Der Clou
ist übrigens der rechte Fußschalter, der das Signal nochmals um 10dB
anhebt, den Booster hat man also auch direkt gespart. Nebengeräusche
sind kein Thema, die Schalter knacken nicht. Der LQB hängt gut am
Volumenpoti meiner Strat, ich habe mich echt verkuckt in den LQB

Fazit:

Für einen überschaubaren Geldbetrag bekommt man viel geboten.
Der LQB verfügt über eine Menge einzustellender Grundsounds,
wirkt dabei wie ein eigenständiger Edel-Einkanaler. Hinzu kommen
noch ein effektiv und geschmackvoll arbeitender Opto-Compressor
sowie die Möglichkeit den LQB im Signal auch zu boosten um 10 dB.
Und die beiden 12AX7 aus russischer Produktion sind auch schön
anzusehen

Fuhrpark zu diesem Review:

Koch Twintone (clean channel); 2x12" mit EHX Speaker;
Fender Voodoobitcaster mit Texas Specials und JBjr.;
Fender Strat mit 57/62; Bitcaster mit 57/62 und Duncan 59
Spectraflex Kabel

Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich auch noch etwas über das
Zusammenspiel des LQB schreiben, da ich im Proberaum noch
zwei Kandidaten habe, die klanglich anders sind als der Koch.
 
VG, Sven

Spiele bei den SONIC HEADS feine SIGN GUITARS und Amps vom Bogner's Reinhold!
Rent a bench! Gitarrenbaukurs unter fachlicher Anleitung
Verfasst am:

RE: Damage Control Liquid Blues

Doc,

danke für diesen äußerst informativen Testbericht.

Wäre ich nicht mit meinem Setup so zufrieden, käme ich glatt in Versuchung...

Und wo bleiben El Phisios Erfahrungen mit dem Produkt von Herrn Baldringer? HÄ?

Was natürlich supertoll wäre, wäre ein Vergleichstest zwischen den beiden.
Aber das ist wohl wieder ein Fall für eine Session.
Verfasst am:

Re: Damage Control Liquid Blues

Hier nun noch ein paar Bilder von den Toxic Twins:











Den Solid Metal werde ich zu einem späteren Zeitpunkt
weiter vorstellen. Eins kann ich schon mal sagen. Der steht
qualitativ dem LQB in nichts nach, vertritt allerdings eine
ganz andere Richtung ...

Tante Edit: aufgrund einer E-Mail kann ich bestätigen,
es ist ein Monster Patch Kabel
 
VG, Sven

Spiele bei den SONIC HEADS feine SIGN GUITARS und Amps vom Bogner's Reinhold!
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RE: Damage Control Liquid Blues

mad cruiser schrieb:
Und wo bleiben El Phisios Erfahrungen mit dem Produkt von Herrn Baldringer? HÄ?

Was natürlich supertoll wäre, wäre ein Vergleichstest zwischen den beiden.
Aber das ist wohl wieder ein Fall für eine Session.


Na na,

das hat schon in der Schule nicht gklappt mit dem Druck und mir.
Wenn ich allerdings Priva-Tier oder Ren-Tier wäre, ja dann hätte ich schon längst alles ausprobieren und zur Schrift bringen können.
 
___________________________________

Gruß
Stefan
Verfasst am:

RE: Damage Control Liquid Blues

Hallo miteinand!

Mit der Little Matrix Band ging es gestern in´s Oberbergische
in Overath in eine wirklich schöne Location, dem OJO. Da wir
Vorsuppe waren und die Bühne schon mit Deko und allerlei
Gezumpe der nach uns spielenden "Väter der Liebe" vollgestellt war,
habe ich über einen Leihamp, einen Fender Hot Rod Deluxe gespielt.
Um auch mit dem Fender einen singenden vollen Ton zu bekommen,
habe ich mein neues Unabhängigkeitsbesteck eingepackt. Und
siehe da, das hat wirklich phantastisch geklappt, Sound und
Reaktivität der beiden DC Pedale im Verbund mit meinem Real McCoy
Wah waren mehr als zufriedenstellend. Ich habe den LQB fast
durchwegs aktiviert gehabt und fast ausschließlich benutzt. Der
Fender war in Kanal 2, dem eigentlichen OD-Kanal auf Clean,
Pre 1/4 und Master auf 1/3 eingestellt, den EQ ungefähr auf 12
Uhr Mittags, Hall auf die Schwelle zwischen inaktiv und Minimum.
Ich habe zB. in "Cocain" einen langen Solospot mit Spannungsbogen,
den ich eigentlich jedesmal neu erfinde. Das klappt bei idealen
Voraussetzungen sehr gut und die hatte ich grade dank LQB.
Ich hatte einen sustainreichen bluesigen Sound, Obertöne kippten
leichtestens in gewollte Feedbacks. Sehr schön war auch das Nebengeräusch-
verhalten selbst bei gleichzeitig aktivierten LQB und Solid Metal.



Die Covergigs können zukünftig sehr viel einfacher sein, wenn
das Besteck gering ausfällt ... dank DC und Jaques, der die Pedale
günstigst in Europa vertreibt.

Achja, richtig toll fand ich auch die beiden Sommer Cable, die mir
die Firma zugeschickt hat. Vielen Dank dafür! Robuste Profiqualität,
die ich live zukünftig nur noch einsetzen werde.
 
VG, Sven

Spiele bei den SONIC HEADS feine SIGN GUITARS und Amps vom Bogner's Reinhold!
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RE: Damage Control Liquid Blues

Hi Doc,

freut mich, das du soundlich zufrieden bist - manchmal haben kleine Sachen eben große Wirkung

.....werd mal in Ruhe auf der Session testen

Halt die Fingerchen geschmeidig, gelle

Gruß Mägg
Verfasst am:

RE: Damage Control Liquid Blues

Magman schrieb:
Hi Doc,

freut mich, das du soundlich zufrieden bist - manchmal haben kleine Sachen eben große Wirkung

.....werd mal in Ruhe auf der Session testen

Halt die Fingerchen geschmeidig, gelle

Gruß Mägg


Das hätte ich echt nicht gedacht, mein Lieber! Der LQB ist ein
grosser Wurf, seit langem mal ein Pedal, daß einfach nur gut ist

Danke für die Wünsche! Die Griffel werden gut gefordert zur Zeit.
 
VG, Sven

Spiele bei den SONIC HEADS feine SIGN GUITARS und Amps vom Bogner's Reinhold!
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RE: Damage Control Liquid Blues

Hallo Leute,
der Doc hat einen neuen LIEBLING gefunden, wirklich schön zu lesen, wie zufrieder Du mit dem LQB bist. Bringst Du das Teil mit nach Aachen??? Dann könnten wir es mal auf dem harper probieren.

liebe Grüße, Rainer
Verfasst am:

RE: Damage Control Liquid Blues

Teleman44 schrieb:
Hallo Leute,
der Doc hat einen neuen LIEBLING gefunden, wirklich schön zu lesen, wie zufrieder Du mit dem LQB bist. Bringst Du das Teil mit nach Aachen??? Dann könnten wir es mal auf dem harper probieren.

liebe Grüße, Rainer


Hallo Rainer!

Ich wollte, da mit der Bahn, eigentlich nicht viel mitschleppen.
Aber da Du es bist ... ich würde Dir ja glatt empfehlen, einen
zu ordern und Deinem Harper zu Weihnachten zu schenken
 
VG, Sven

Spiele bei den SONIC HEADS feine SIGN GUITARS und Amps vom Bogner's Reinhold!
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RE: Damage Control Liquid Blues

Hi Sven,
das wäre Klasse. Ich würde ja gerne einen Ordern, nur Du weist ich habe gerade bei 0 neu angefangen (, naja es gibt ja auch Weihnachtsgeld (aber ich denke da eher an ne neue Tele...), JA es gibt noch firmen wo sowas gezahlt wird (naja in Belgien im Metallbereich Jahresendprämie genannt und vom Gesetzgeber vorgeschrieben!!!)

Gruß Rainer
Verfasst am:

RE: Damage Control Liquid Blues

Schönes Review.
Aber meiner Meinung nach hätten die Leute bei Damage Control nochmal ihre Farbauswahl überdenken können.
Im Gegensatz zum Womanizer & Demonizer sehen der Liquid Blues und Solid Metal richtig billig aus. (Liegt auch an den schwarzen Plastik-Potis).
Aber da kommts ja nich aufs Design drauf an ;)
lg
Verfasst am:

RE: Damage Control Liquid Blues

Domjay schrieb:
Schönes Review.
Aber meiner Meinung nach hätten die Leute bei Damage Control nochmal ihre Farbauswahl überdenken können.
Im Gegensatz zum Womanizer & Demonizer sehen der Liquid Blues und Solid Metal richtig billig aus. (Liegt auch an den schwarzen Plastik-Potis).
Aber da kommts ja nich aufs Design drauf an ;)
lg


Danke! Die Knöppe finde ich auch nicht so wertig, was
chromfarbenes hätte dem Rest besser gestanden. Farblich
finde ich die Beiden toll, ist aber ja Geschmacksache.
Demonizer & Womanizer sind etwas gediegener, sehen nicht
so verspielt aus.
 
VG, Sven

Spiele bei den SONIC HEADS feine SIGN GUITARS und Amps vom Bogner's Reinhold!
Verfasst am:

RE: Damage Control Liquid Blues

Die Farben an sich sind imo auch nich schlecht gewählt (Blau = Blues ; Rot = Metal, aggressiv). Jedoch hätte ich die Treter nicht so farbintensiv gefärbt.
Das mit "gediegener" und "nicht so verspielt" trifft es genau.

Aber wie gesagt. Alles Nebensache.

Den Liquid Blues werde ich wohl mal antesten müssen. An sich klingt das ganze ja recht lecker

lg
Verfasst am:

RE: Damage Control Liquid Blues

Ich find die Dinger von der Farbe her schweinegeil:-)
Bunt und knallig, toll mit viel Licht, genauso müssen Treter für mich aussehen;-)

mfg
Verfasst am:

RE: Damage Control Liquid Blues

Domjay schrieb:
Den Liquid Blues werde ich wohl mal antesten müssen. An sich klingt das ganze ja recht lecker

lg


Den LQB kann ich echt empfehlen! Was hast Du für einen Amp?
 
VG, Sven

Spiele bei den SONIC HEADS feine SIGN GUITARS und Amps vom Bogner's Reinhold!
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RE: Damage Control Liquid Blues

Momentan noch nen Peavey Bravo 112 Combo. Spiele den jedoch über ne Custom 2 x 12 mit V30s. "On-Board" Zerre gefällt mir nicht so. Clean jedoch sehr. Daher werde ich wohl die Zerre mit Tretminen steuern.

Alternativ gibts einfach nen Marshall 6100LM
Jedoch fehlt da momentan das nötige Kleingeld.
Verfasst am:

RE: Damage Control Liquid Blues

Ich spiel den Blueser jetzt an meinem Vox Pathfinder 10 und sogar an dem Teil macht der ne verdammt geile Figur, ist also wirklich für jeden Amp und kleine Lautstärken zu empfehlen!

Übrigens noch mal danke an den guten Doc für den Schuppser in die richtige Richtung!
Der Rest des Monats muss jetzt zwar mit etwa 10 Euro bestritten werden, aber das is mir das Teil allemal wert!
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