Alesis + Cubase = lange latency


ulilala
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Hallo zusammen,
ich wäre mal wieder für aufschlussreiche Tips dankbar.
Seit einiger Zeit nervt mich die Latency von meinem sozusagen ASIO.

Ich benutze ASIO4ALL und Alesis IO/2 (USB) und Cubase. Auf nem Laptop.
Ja: das ASIO von Alesis funktioniert bei mir nicht stabil.

Zunächst war alles recht OK mit ASIO4ALL, aber irgendwie scheint mir das Teil immer langsamer zu werden. Selbst mit Maximaltuning komme ich kaum noch unter 14ms. Und das spürt man leider ordentlich beim Recorden.

Habt ihr Tips, was man noch so versuchen könnte? Buffer sind ziemlich ausgereizt. Mein Laptop hat einen 1,8mhz Pentium3. Wäre Cubase mit einem modernen Laptop wesentlich besser bedient? Gibt es noch andere Konfigs, die etwas taugen?
 
ulilala
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Hoppla, ich habe gerade meinen "Alt" und meinen "Uralt" Laptop durcheinandergemixt.
Es ist ein IBM R51 mit 1,6 GHz Centrino Prozessor und 512 MB Ram
Cubase ist LE4, Windows XP

Buffer habe ich von 512 auf knapp über 300 runtergeschraubt. Darunter bringt das Alesis keinen Ton mehr raus.

Was mich bzgl. neuem Laptop so skeptisch macht: Die haben auch "nur" 2,2 GHz. Ist die Frage , ob das an meiner Latency gross etwas ändert. Oder habe ich mit Alesis aufs falsche Pferd gesetzt und sollte ein anderes Interface nehmen?

Die 14 - 17 ms finde ich echt spürbar. Wie weit kommt ihr denn herunter und findet es akzeptabel?
 
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ulilala":1tslm5om schrieb:
Hoppla, ich habe gerade meinen "Alt" und meinen "Uralt" Laptop durcheinandergemixt.
Es ist ein IBM R51 mit 1,6 GHz Centrino Prozessor und 512 MB Ram
Cubase ist LE4, Windows XP

Buffer habe ich von 512 auf knapp über 300 runtergeschraubt. Darunter bringt das Alesis keinen Ton mehr raus.

Was mich bzgl. neuem Laptop so skeptisch macht: Die haben auch "nur" 2,2 GHz. Ist die Frage , ob das an meiner Latency gross etwas ändert. Oder habe ich mit Alesis aufs falsche Pferd gesetzt und sollte ein anderes Interface nehmen?

Die 14 - 17 ms finde ich echt spürbar. Wie weit kommt ihr denn herunter und findet es akzeptabel?

Die erreichbare Latenzzeit hängt sowohl vom System als auch von dem Treiber ab.

Dein System ist nun schon etwas älter, Leistungshungrige VST´s wirst Du damit nicht in "Echtzeit" bei geringer Latenz verwenden können.

Wenn dich die Latenz stört, dann willst Du offenbar entweder ein VSTi über Midi nutzen oder mit einem VST aufnehmen. Was nutzt Du denn da?


Asio4all ist i.d.R. nicht der optimale Treiber, sondern eine Notlösung um Soundkarten ohne Asiotreiber dennoch mit relativ geringer Latenz nutzen zu können.

Sinnvoll wäre es also, zu untersuchen warum der Alesis-Treiber bei dir nicht läuft.

Auch ist es sinnvoll dein System sauber zu halten. Antivirensoftware und andere Programme im Hintergund fressen schon ordentlich Leistung, die dann im entscheidenden Moment fehlen kann.

Es gibt auch ganz gute Anleitungen, wie man Windows XP am besten für Recordingszecke konfiguriert. Ich schau nachher mal ob ich da was finde.

ulilala":1tslm5om schrieb:
Wie weit kommt ihr denn herunter und findet es akzeptabel?

Ich recorde mit meinem Hoontech DSP 2000 auf 5ms Latenz, darüber meine ich es zu spüren. Machbar sind 2ms, aber da hat der Prozessor (P4 2.6) bei den entsprechenden Effekten schon hart zu kämpfen.
 
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Pfaelzer":bwga5zcg schrieb:
Nur mal zur Latenz:

Die Schallgeschwindigkeit beträgt ca. 340 m/s, d.h. der Schall legt ca. 34 cm pro ms zurück.
Bei einer Latenz von 15 ms legt der Schall also 15 x 0,34 m = 5,1 m zurück.

ANDERS GESAGT:
Deine Latenz entspricht der Verzögerung, die Du erhältst, wenn Dein Amp auf der Bühne 5 Meter entfernt steht.....:shock:

Ich weiss, trotzdem ist für mich eine größere Latenz als 5ms spürbar. Über 11 dann extrem.

Ich kann nicht ausschliessen, dass mir meine Einbildung da einen Streich spielt.

Oder vielleicht ist es auch ein Unterschied in der Erwartungshaltung. Wenn ich 5 Meter von meinem Amp entfernt stehe, dann erwarte ich eine gewisse Latenz und stelle mich darauf ein.

Wenn ich einen Kopfhörer aufhabe, erwarte ich unbewusst ein absolut unverzögertes Signal.
 
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wary":14yv79s8 schrieb:
Ich weiss, trotzdem ist für mich eine größere Latenz als 5ms spürbar. Über 11 dann extrem.

Ich kann nicht ausschliessen, dass mir meine Einbildung da einen Streich spielt.

Oder vielleicht ist es auch ein Unterschied in der Erwartungshaltung. Wenn ich 5 Meter von meinem Amp entfernt stehe, dann erwarte ich eine gewisse Latenz und stelle mich darauf ein.

Wenn ich einen Kopfhörer aufhabe, erwarte ich unbewusst ein absolut unverzögertes Signal.

Also, ich kann dem mehr oder minder genau so beipflichten, aber mich nervt's eigentlich nur unter Kopfhörern, ohne kann ich mit ungefähr 10ms (genau das, was mein Interface liefert) ganz gut leben.

Ist übrigens auch keinesfalls ungewöhnlich.
Natürlich können wir mit einem Amp spielen, der 5 Meter entfernt steht (obwohl es bei 5-6 Metern auch langsam komisch wird, finde ich, da mag ich dann schon immer extra Monitoring), aber (und anscheinend ist das ein gewaltiges *ABER*): In fast allen Situationen, in denen der Amp 5 Meter weit weg ist, gewinnen wir auch einen Raumeindruck von diesen 5 Metern, eine Mischung aus Early Reflections, nicht so Early Reflections und so weiter.
Ferner kommen in solchen Szenarien meist noch weitere Krachmacher dazu, die einen mal ganz schnell an ganz Anderes als an Latenz denken lassen (im schlimmsten Fall auch keine musikalischen Krachmacher, da fliegen dann die Bierdosen).

Beim Monitoring während des Aufnehmens ist das anders. Wir haben mehr oder minder ideale Soundbedingungen und erwarten einen direkten Sound ohne irgendwelche unbeabsichtigten Raumeindrücke.
Jetzt kommen aber diese 10 ms (oder so) dazu. Entsprechen eben 3 Metern Distanz. Nur gibt es absolut Null akustische "Hinweise" auf diese Distanz.
Es hilt deshalb manchmal, einen ganz kleinen Raum mit auf's Monitoring zu legen. Aber auch nur manchmal.

Kleine Geschichte: Ich bin übrigens auf diese ganze Sache nicht durch's Software-Monitoring gekommen, sondern durch einen Zufall "Opfer" eines vergleichbaren Effekts geworden. Da haben wir geprobt, und zwar lustigerweise in einem riesigen Regieraum eines seltsamen Studios. Seltsam deshalb, weil der Raum komplett halltot gemacht worden ist (klar, Regieraum und so - aber selbst die sind normalerweise - und auch ganz absichtlich - nicht komplett tot).
Wie dem auch sei, der Amp den ich benutzte stand an einer Wand, ich musste aber oft zu dem Keyboarder, um in irgendwelche Noten zu glotzen, und der stand quasi exakt in der gegenüberliegenden Ecke, ich tippe mal so 6-7 Meter weg.
Naja, und das war so ein unglaublich komisches Spielgefühl, hatte ich noch nie vorher. Ist auch Jahre her, damals gab's den ganzen Computerscheiß noch nicht - und deshalb hatte ich diesen Effekt schon fast vergessen, bis ich beim Software-Monitoring wieder drauf gekommen bin. Und deshalb auch zurück zum Thema...

Pfaelzer sagte es schon: Es gibt Ein- und Ausgangs-Latenzen. Bei einer Puffergröße von 512 Samples im Treibermenü (immer angenommen, wir arbeiten unter 44.1kHz) kommen wir auf eine nominelle Latenz von ca. 12 ms. Schön und gut. Aber der Rechner "verbraucht" die eben zwei Mal. Einmal am Eingang, dann am Ausgang. Schwupps sind wir bei 24 ms. Das ist für die meisten Leute schon deutlich spürbar.
Dann kommen noch die sog. "Safety Buffers" hinzu. Das sind meist undokumentierte Puffer innerhalb der Soundkarte, die werden immer hinzugefügt. Bei günstigen Soundkarten können das fast schon riesige Werte sein, gerade eingangsseitig (für MIDI-VSTi-Spiel also nicht so relevant, für Audio-Monitoring umso mehr). Bei der internen Karte meines Macbooks sind's etwa permanent 13ms, die da hinzukommen. Bei irgendeinem Edirol PCR-1 Keyboard samt Audio Interface (eigentlich ein praktisches Teil) waren es irgendwas von über 20 ms.

Und ferner kommt die Latenz einiger virtueller Effekte hinzu. Diese ganzen Amp-Sims schlagen sich relativ gut, aber sobald sowas wie ein Faltungshall (etwa zum Einlesen von Speaker-Impulsen) im Spiel ist, kann's ganz arg kritisch werden. Und sowas wie Limiter (die quasi per "Naturgesetz" zusätzliche Latenz erzeugen müssen) und streckenweise auch Kompressoren gehen eigentlich gar nicht. Klar, beim Abspielen kann der Sequenzer das fein kompensieren, beim Aufnehmen aber nicht, da müssen diese Teile abgeschaltet werden. Logic bspw. hat eigens dafür einen "Low Latency" Knopf, der während des Aufnehmens diese kritischen Effekte einfach aus dem Signalweg nimmt.

So, im Endeffekt kann man trotz sehr niedriger nomineller Werte also mal ganz schnell über 20 ms Gesamtlatenz liegen. Alles was an "Roundtrip Latency" (also einmal durch die komplette Signalkette) unter 10 ms bleibt, ist an sich schon ziemlich gut. Die besten PCI-Interfaces auf den optimiertesten Rechnern bringen es derzeit auf Gesamtlatenzen von ca. 2 ms (bspw. Apogee Symphony im Mac Pro unter Logic, aber auch vergleichbare Windows-Systeme mit RME, Lynx, Motu, etc.). Allerdings unter 96kHz. Und damit bricht so'n kleiner Laptop ganz schnell zusammen.
Typische Werte für gute Firewire-Karten liegen (unter 44.1kHz) so um die 7 ms (Spitzenreiter ist im Moment wohl immer noch Motu), um die zu erzielen muss man aber (zumindest unter Windows) unbedingt über einen TI-FW-Chipsatz verfügen.
Und gute Werte über USB liegen im Schnitt so 1-2 ms höher. Mein NI Rig Kontrol kommt auf ca. 9ms, ähnlich sieht's bei meinem kleinen "Stealth Plug" aus. Ausnahme: RMEs Fireface UC, was auf PCI-ähnliche Werte kommt, das geht allerdings ganz entschieden auf die Rechnerlast.

So, und jetzt mal wirklich zurück zum Thema. Ich glaube nämlich nicht, dass es am Treiber liegt. Der Alesis I/O Treiber ist zwar nicht der Beste, aber auch nicht schlecht. Ich habe das Gerät selber für jemanden erworben und installiert, lief unter 128 Samples ganz prima. Auch auf einem Laptop (ein Siemens-Fujitsu etwas älterer Bauart).

Es tut mir leid, dir sagen zu müssen, dass es sich in diesem Fall vermutlich also um deine USB-Ports handelt, bzw. den Chipsatz, über den die betrieben werden. Sehr oft ein Ärgernis bei Laptops, zumal man ja nicht schnell mal was ändern kann, das geht bestenfalls über eine PCMCIA-Karte.
Ich habe deshalb schon zwei Laptops (einen eigenen und dann den eines Kumpels) in den Laden zurückgeschleppt und umgetauscht. Und das waren beides keine No Names oder Billigmarken sondern auch ein Siemens-Fujitsu und ein Sony Vaio. Erschreckend ist dann ja auch, dass nach meinen guten Erfahrungen mit Siemens-Fujitsu (mein erster Laptop war auch einer) dann bei der Kiste gar nix lief. Ganz offensichtlich wird hier bei den meisten Herstellern der Rotstift geschwungen.

Wie gesagt, Abhilfe könnte vielleicht ein PCMCIA-Adapter schaffen, aber wenn da auch ein mülliger Chipsatz werkelt, dann geht's nicht. Kostet aber nicht viel, das Experiment (so ca. 20 Euro).
Wenn das alles nicht klappt, empfehle ich, ein anderes Interface zu kaufen. Kein USB-Interface. Übrig bleibt also FW oder PCMCIA. Mit FW kannste genau so auf die Schnauze fliegen, PCMCIA ist normalerweise die bessere Wahl. Und dahingehend auch mein Kauftipp: Eine Echo Indigo I/O. Das ist eine super einfach gestrickte PCMCIA Karte, gibt lediglich stereo Line I/O.
Kostet leider um die 120 €. Und du brauchst noch was, um deine Signale auf Line-Level zu bringen. Da gibt's dann sowas wie M-Audios Audiobuddy, der hat zwei Kombi-Mic/Inst-Eingänge. Leider muss man letzteren mit einem extra Netzteil betreiben - aber egal, ich habe mit exakt dieser Kombination auf meinem letzten Windows-Laptop (1,86 Pentium M) ganz wunderbare Ergebnisse erzielt, konnte komplett mit 64 Samples arbeiten, Gesamtlatenz von ca. 5-6 ms. Besser geht's auf'm Laptop kaum.

Ach ja, bevor ich mal endlich meine Klappe (errrr, "Tippe" oder so...) halte: Cubase ist an sich totaler Murks für Kleinlatenzbetrieb. Das ist auch absolut anerkannte Tatsache. Sobald die Leistung steigt (sagen wir mal so um die 50% CPU-Last) muss man die Puffergröße hochdrehen, meistens auf Werte um oder über 512 Samples. Mit einem älteren Laptop kommt man ganz fix an diese Grenze, mal schnell 'ne software-gemonitorte Gitarre zu einem schon fast fertigen (sprich leistungshungrigen) Song einzuspielen ist folglich Essig, es sei denn man friert Spuren ein, was ich sehr nervig finde.
Das ist für mich einer der absoluten Entscheidungsfaktoren in Richtung Logic gewesen (damals schon, unter Windows). A) ist es generell effizienter, b) bleibt es aber vor allem auch unter hoher Systemlast und kleinen Puffergrößen stabil. Ich habe auf meinem derzeitigen Macbook einmal 64 Samples eingestellt und nie wieder danach geguckt. Läuft einfach. War auch schon unter Windows so.
Reaper soll im übrigen vergleichsweise gut unter kleinen Latenzen laufen. Das Demo kann man mehr oder minder unbegrenzt nutzen. www.reaper.fm - lohnt sich ja vielleicht mal.

So, jetzt aber endlich finito hier.

Ciao
Sascha
 
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wary":11p2ha8f schrieb:
Pfaelzer":11p2ha8f schrieb:
Nur mal zur Latenz:

Die Schallgeschwindigkeit beträgt ca. 340 m/s, d.h. der Schall legt ca. 34 cm pro ms zurück.
Bei einer Latenz von 15 ms legt der Schall also 15 x 0,34 m = 5,1 m zurück.

ANDERS GESAGT:
Deine Latenz entspricht der Verzögerung, die Du erhältst, wenn Dein Amp auf der Bühne 5 Meter entfernt steht.....:shock:

Ich weiss, trotzdem ist für mich eine größere Latenz als 5ms spürbar. Über 11 dann extrem.

Ich kann nicht ausschliessen, dass mir meine Einbildung da einen Streich spielt.

Das ist keine Einbildung sondern Fakt. Erstens sind 5m auf einer Bühne eh nicht wenig und wer mit Funk spielt weiss ja wie das dann mitten im Bierzelt ist mit der Latenz. (Alle aufzeigen die 5m vom Amp entfernt stehen!)

Kann schon sein das der ein oder andere 15ms nicht mitbekommt. Wenn man aber auf Microtiming bedachte Parts einspielen muss der wird sich aufs Glück verlassen müssen bei der Latenz oder sich eine andere Möglichkeit fürs Monitoring überlegen müssen. Ich könnte so nicht arbeiten.

Gibts im Kuhblase keinen LowLatenzy Mode?
 
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Sascha Franck":26g1c451 schrieb:
auge":26g1c451 schrieb:
Gibts im Kuhblase keinen LowLatenzy Mode?

Der hilft ja nicht bei der Treiber-Latenz. Die ist nunmal so, wie sie ist.

- Sascha
Ich kenn das nur aus'm PT da gibts einen LowLatenzy Mode (Der dann die Plugins der Aufnahmespur bypasst) und dann bin ich im für mich nicht mehr wahrnehmbaren Bereich (Gitarre, Gesang oder Sax) auch mit Kopfhörer.

Mir gings nur um den Recording/Amp(5m) Vergleich.
 
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Es ist ein IBM R51 mit 1,6 GHz Centrino Prozessor und 512 MB Ram
Cubase ist LE4, Windows XP

Auf Grund des vorhandenen Systems, wird sich nicht mehr all zuviel herausholen lassen.
XP Optimierungstipps findest du über Google, da kann man durch das Deaktivieren nicht benötigter Dienste und Hintergrundprogramme noch etwas an Performance herausholen - aber der große Wurf wird nicht drin sein.

Wenn das Laptop nur zum Recorden gedacht ist, setz das System neu auf, aktuelle Treiber benutzen, XP optimieren, max. RAM reinpacken (glaube 2 GB) und ggf. auf eine "schnelle ext. Festplatte" aufnehmen.
 
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auge":1n1xh2q9 schrieb:
Ich kenn das nur aus'm PT da gibts einen LowLatenzy Mode (Der dann die Plugins der Aufnahmespur bypasst) und dann bin ich im für mich nicht mehr wahrnehmbaren Bereich (Gitarre, Gesang oder Sax) auch mit Kopfhörer.

Mir gings nur um den Recording/Amp(5m) Vergleich.

Das ist natürlich in fast jedem Seqenzer irgendwie möglich - und, soweit ich weiß, auch in Cubase relativ gut gelöst.
Aber ich ging halt davon aus, dass an Einspielen samt Plugins gedacht wird...

Ich mache das übrigens mittlerweile so, dass ich das trockene (bzw. GT10 Amp) Signal direkt monitore (per Soundkarte oder GT10) und etwaige Effekte aus dem Sequenzer hinzu gemischt werden (bei Hall und Delays ist die Latenz eher egal). Für Gitarren nehme ich immer 2 Signale auf, einmal Amp und einmal DI. So kann ich immer noch Softamps benutzen oder "re-ampen).

Gruß
Sascha

P.S.: Tippt sich das blöd auf'm iPhone... aber am See isses gut!
 
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Sascha Franck":1d99klf2 schrieb:
Natürlich können wir mit einem Amp spielen, der 5 Meter entfernt steht (obwohl es bei 5-6 Metern auch langsam komisch wird, finde ich, da mag ich dann schon immer extra Monitoring), aber (und anscheinend ist das ein gewaltiges *ABER*): In fast allen Situationen, in denen der Amp 5 Meter weit weg ist, gewinnen wir auch einen Raumeindruck von diesen 5 Metern, eine Mischung aus Early Reflections, nicht so Early Reflections und so weiter.

Beim Monitoring während des Aufnehmens ist das anders. Wir haben mehr oder minder ideale Soundbedingungen und erwarten einen direkten Sound ohne irgendwelche unbeabsichtigten Raumeindrücke.
Jetzt kommen aber diese 10 ms (oder so) dazu. Entsprechen eben 3 Metern Distanz. Nur gibt es absolut Null akustische "Hinweise" auf diese Distanz.
Es hilt deshalb manchmal, einen ganz kleinen Raum mit auf's Monitoring zu legen. Aber auch nur manchmal.

Ich glaube das ist der Punkt.

Dazu kommt auch, dass ich live andere Anforderungen an mein Monitoring habe. Ich habe neben der rein akustischen auch noch die visuelle Kontrollmöglichkeiten(Schlagzeuger angucken ;)) und wenn sich im Eifer des Gefechts leichte Unsauberkeiten im Microtiming einschleichen ist das auch nicht unbedingt immer ein großes Drama.

Beim Recording hat man da andere Voraussetzungen.
 
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Sascha Franck":2b96ksnf schrieb:
So, und jetzt mal wirklich zurück zum Thema. Ich glaube nämlich nicht, dass es am Treiber liegt. Der Alesis I/O Treiber ist zwar nicht der Beste, aber auch nicht schlecht. Ich habe das Gerät selber für jemanden erworben und installiert, lief unter 128 Samples ganz prima. Auch auf einem Laptop (ein Siemens-Fujitsu etwas älterer Bauart).

Er hat aber nicht den Alesis Treiber drauf, weil der bei ihm Probleme verursacht.

Und mit dem installierten Asio4all sind gute Latenzen in Verbindung mit der jeweiligen Soundkarte eben ein wenig Glücksspiel.

Also, wie gesagt : System sauber aufsetzen, Treiber zum laufen bringen, Hintergrunddienste minimieren, Virenscaner aus... und herantasten.

Dazu noch die Effekte beim Aufnehmen auf das notwendige Minimum reduzieren. Die gängigen Gitarreneffekte haben oft auch eine Möglichkeit auf "Low-Quality" zu stellen. Beim aufnehmen ist das kein Verlust, und die CPU wird gewaltig geschont. Nachher beim Rendern kann man dann ja wieder auf hohe Qualität umstellen.
 
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Verbaut müsste der Intel 855PM Chipsatz sein, ein rel. gängiger Chipsatz, von daher dürften eigentlich keine USB Probleme vorhanden sein.
Es sei denn irgendwo im System sind noch ältere Treiberleichen versteckt, die den aktuellen Treiber ausbremsen - von daher System neu aufsetzen.
 
ulilala
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Hey,
schon mal danke für die vielen Tips.
Und ihr habt natürlich recht: 15ms eingangs + 15 ms ausgangslatenz. :-o
Macht dann 30 ms.
Ich nehme 2 spuren auf und habe typischerweise ein Raumklang vst drin und beim Gitarrenanschlag habe ich deutlich das Gefühl, den Versatz zu hören.
Ich habe noch ne pcmcia USB Karte, die kann ich ja auch mal probieren. Und mal schauen, was ich noch so wegschalten kann. Aber eure Statements zeigen mir, dass es nicht einfach wird.
Beim Buffer Reduzieren sehe ich super, wie die Latenz runtergeht, aber bei < 300 geht einfach auf dem Alesis der Ton weg, bei > 300 kommt er dann wieder...... - und dann bin ich wieder bei 14ms. Ich werde mal einen Blick auf die CPU werfen und schauen, ob ich noch was drehen kann. Ich meine, vor einem halben Jahr mal bei 8ms gewesen zu sein und das deutlich angenehmer empfunden zu haben....
 
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bimbam":152d871g schrieb:
Verbaut müsste der Intel 855PM Chipsatz sein, ein rel. gängiger Chipsatz, von daher dürften eigentlich keine USB Probleme vorhanden sein.

Naja, sag das mal nicht.
Ich habe schon so manches System irgendwie abspacken sehen, obwohl frisch aufgesetzt und eigentlich absoluter Standard, was Chipsätze und dgl. angeht.

Und ulilala, 30 ms sind natürlich schon heftig. Damit könnte ich nix anfangen.
"Ton weg" lässt allerdings auf irgendwelche substantiellen Probleme schließen. Bei zu kleinen Pufferwerten kann es zwar heftig anfangen zu knistern und zu knacken - Audioaussetzer, Systemoverloads, all der Kram halt. Aber komplett weg sein sollte der Ton nicht. Und 300 ist ja nun nicht gerade ein wirklich niedriger Wert.
Auf einem ordentlich konfiguriertem Laptop der Größenordnung sollten auch unter Cubase in einem nicht zu "aktivem" Song locker kleine Latenzen drin sein.

- Sascha
 
ulilala
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Hallo Zusammen!
Danke für die Tips. Ich habe mal einiges umgesetzt und bin auch auf 300 Samples Buffer runtergekommen und damit auf 13 ms. Aber ich habe heute damit dann auch Aussetzer bekommen. Da mein Laptop nicht ausschiesslich für Musik da ist, zweifel ich daran, dass ich sauber unter 10 ms komme. Jetzt überlege ich, ob ich mir einen PC mit PCI Soundkarte anschaffen sollte. Habt ihr Empfehlungen für Kombis, die gut funktionieren und aktzeptabel im Preis sind?
Ansonsten sollte ich mich wohl auf die 13-14 ms einstellen... :|
 
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Ein Angebot: Ich habe eine Echo Indigo I/O irgendwo rumliegen (hoffentlich finde ich die). Die brauche ich nicht, könnte sie dir zum Testen quasi leihen (du zahlst nur den Versand, aber das Ding passt in einen gefütterten Briefumschlag). Ist wie gesagt eine kleine stereo I/O PCMCIA Karte, die in mehreren Rechnern extrem zuverlässig ihren Dienst versehen hat, fein mit 64 Samples Puffergröße, was zu einer Gesamtlatenz von ca. 5-6 ms führt.
Wie gesagt, kannste leihen. Sollte das klappen, dann unterhalten wir uns über den Kurs (wird eher günstig sein, vermutlich sogar unter oder um 50 Euro).
Dazu bräuchtest du dann nur noch einen kleinen Preamp, sowas wie M-Audios Audiobuddy. Kostet um die 70-80 (aber vielleicht würde ich auch da meinen veräußern).

Wenn's nicht klappt (also entweder mit dem Leihen oder mit der Karte), dann kann ich dir auch noch andere Sachen in punkto Karte und/oder PC empfehlen.

Gruß
Sascha
 
A
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ulilala":25b7xge4 schrieb:
Da mein Laptop nicht ausschiesslich für Musik da ist, zweifel ich daran, dass ich sauber unter 10 ms komme. |

Mit dem richtigen Treiber sollte das eigentlich schon gehen.


ulilala":25b7xge4 schrieb:
Jetzt überlege ich, ob ich mir einen PC mit PCI Soundkarte anschaffen sollte. Habt ihr Empfehlungen für Kombis, die gut funktionieren und aktzeptabel im Preis sind?
Ansonsten sollte ich mich wohl auf die 13-14 ms einstellen... :|
Das ist alles eine Frage des Anspruchs.

Wenn man viele leistungshungrige VST´s haben möchte, kann man kaum genug Leistung haben.

Ein starker Dualcore mit mindestens 2 GB Ram sollte es sein. Die Grafikkarte ist ziemlich unwichtig, sie sollte "nur" ein scharfes Bild liefern und für den Dual-Monitor Betrieb ausgelegt sein.

Am besten zwei Festplatten schnellerer Bauart, wobei jede handelsübliche Festplatte locker den erforderlichen Datendurchsatz hat.

Du kannst also ohne weiteres 500 Euro und mehr alleine in den Rechner investieren.

Du kannst aber auch für unter 100 Euro ein System kriegen, was zu deinem jetzigen einen deutlichen Vorsprung bieten würde.

Ich recorde mit einem P4 2600 und 1280 MB Ram. Da muss man schon gucken und hier und da mal eine Spur freezen, aber man kommt damit schon sehr weit.

Ein vergleichbares System ist bei Ebay für 50-100 Euro locker zu haben. Eher für 50 also für 100 (da gehts dann schon mit Dualcore los)

Auch beim Interface müsstest Du wissen, bzw. sagen was Du brauchst.

Wie viele Spuren willst Du maximal gleichzeitig aufnehmen? Reichen zwei Inputs, oder willst Du auch mal ne ganze Band live abnehmen?

Was ist der Anspruch? Homestudio? Top-Wandler, oder tut es auch eher die Einstiegsklasse? Interne Preamps, oder nur Line-Eingänge weil Du ohnehin lieber auf einen hochwertigen externen Vorverstärker setzt?
 
A
Anonymous
Guest
wary hat ja schon fast alles Wichtige gesagt.
Hinsichtlich irgendwelcher Soundkarten-Empfehlungen solltest du in der Tat deine Bedürfnisse genauer beschreiben, und auch hinsichtlich dessen, was genau du mit dem Rechner für Musik machen willst, bzw. wie.
Das Schlimme ist, dass man, wenn man mal die ersten geilen VST Plugins ausprobiert hat, man oft angefixt ist und mehr will - und plötzlich der Rechner nicht mehr mitmacht. Besonders die wirklich besser klingenden Amp-Simulationen (sowas wie Amplitube oder Guitar Rig) hauen ganz schön rein.
Wenn man aber in erster Linie mit "normalen" Audiospuren arbeitet, sprich, der Sound der reingeht ist schon mehr oder minder "fertig", dann kommt man wirklich auch mit einem Rechner von vor 4-5 Jahren prima aus.
Sollte man wirklich eine gebrauchte Schüssel kaufen, dann bitte unbedingt darauf achten, dass man die Lüfter problemlos austauschen kann, das betrifft sowohl CPU- wie auch Gehäuselüfter und u.U. auch das komplette Netzteil (denn da kommt man oft an die Lüfter kaum ran). Die werden nämlich fast alle irgendwann laut und das nervt ungemein.

In punkto Audiointerface scheint dir ja das Alesis auszureichen. Und in der Größenordnung gibt es auch ganz erschwingliche Sachen auf PCI Basis. Mein allererster Tipp ist da immer die Audiophile von M-Audio. Die läuft in quasi allen Systemen absolut problemlos, M-Audio bietet dafür extrem gute und stabile Treiber an, auf einem halbwegs sauberen Rechner sollten Gesamtlatenzen von um die 5 ms kein Problem sein.
Das Teil hat zwar keinerlei Preamps an Bord, aber auch da gibt es günstige und gut klingende Lösungen, wie etwa den schon erwähnten Audiobuddy.
Der Vorteil an so einer zweigeteilten Lösung ist: Wenn du mal einen besseren Preamp brauchen solltest, dann kann die Karte dennoch drin bleiben. Und vielleicht will man ja sogar einen Preamp mit eingebautem Digital-Wandler, ebenfalls kein Problem, da die Audiophile (wie auch fast alle anderen Karten) über einen digitalen Ein/Ausgang verfügt.

Ach ja: Als Cubase User sollte man allerdings unbedingt in Betracht ziehen, dass das Programm, wie bereits erwähnt, unter kleinen Latenzen sehr ineffektiv läuft, speziell auf Rechnern älterer Bauart. Sobald die Last da sowas wie 50% übersteigt, muss man die Puffergröße meist auf 512 hochschrauben, damit kann man dann keine Ampsim-Spuren mehr per Software-Monitoring einspielen.
Von daher würde sich die Anschaffung eines etwas neueren Rechners auf längere Sicht evtl. doch auszahlen.

- Sascha
 
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Sascha Franck":dlh1b09a schrieb:
Das Schlimme ist, dass man, wenn man mal die ersten geilen VST Plugins ausprobiert hat, man oft angefixt ist und mehr will - und plötzlich der Rechner nicht mehr mitmacht. Besonders die wirklich besser klingenden Amp-Simulationen (sowas wie Amplitube oder Guitar Rig) hauen ganz schön rein.
[...]
Von daher würde sich die Anschaffung eines etwas neueren Rechners auf längere Sicht evtl. doch auszahlen.

Das unterstütze ich absolut.

Wenn Du wirklich ernsthaft Recording betreiben möchtest, und noch dazu die (wirklich tollen) Möglichkeiten von VST-Effekten udn VST Instrumenten nutzen möchtest, dann musst Du einfach Geld dafür in die Hand nehmen.

Im Grunde ist es heute unsagbar günstig schon nahezu professionelle Ergebnisse zu erzielen. Ein gutes Sytem mit zwei großen TFT´s und einer sehr hochwertigen 2-Kanal-Soundkarte, ist für unter 1000 Euro zu haben.

Mehr geht natürlich immer.

Wenn es dir nur darum geht ab und zu etwas aufzunehmen und dami Erfahrungen zu sammeln, dann tut es eben ein älteres System auch.

Es ist aber nicht zuletzt auch eine Frage der Gewichtung. Ich persönlich friere lieber an und zu mal eine Spur ein, und habe dafür mehr Geld das ich in gute Mikrophone, Preamps und Instrumente stecken kann.

Und mit meinem doch sehr betagten System kann ich problemlos die gängigen VST-Modeller mit einer Latenz von unter 5ms (insgesamt) einspielen. Davon gibt es übrigens sehr gut testbare Demoversionen. So kannst Du neben der eigentlichen Software gleich noch dein System gut testen.

Ich habe damit also keine wirkliche Limitierung durch das technisch machbare, sondern lediglich einen etwas weniger flüssigeren Workflow weil ich rechenintensive Effekte einfrieren muss.

Was ich -sobald ich dafür Zeit habe- nochmal testen möchte, ist das Auslagern rechenintensiver VST auf einen Zweitrechner mit Wormhole oder FX Teleport. Ich habe dafür noch einen Sempron 2600, der dann locker ein Faltungshall und eine Ampsimu live berechnen kann.

Mal sehen ob der Zugewinn den Aufwand dann rechtfertigt.
 
ulilala
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@sascha: Vielen Dank für das Angebot. Im Moment hänge ich an dem Alesis. Ich möchte also erst mal an den anderen Komponenten rütteln. :)
Der alte Laptop ist zur Zeit ein Mädchen für alles und nicht wirklich optimal, daher reizt mich der Austausch viel mehr...

Ich fürchte, dass die VSTs schon das Problem sind - aber man gewöhnt sich ja so schnell an Luxus. Wenn ich nur den unverfälschten Sound haben möchte, kann ich beim Alesis eh das Original in Echtzeit zum Monitor dazumischen.... aber ich möchte eher am Ohr haben, was wirklich nach der Aufzeichnung von meinem Ton übrig ist....

Da ich sowohl Gitarren-Preamp wie auch ein Mischpult habe, nutze ich das Alesis auf dem einen Eingang für die Begleitung (keyboard drums und gitarre) und auf dem anderen für das Mic. Und das ist sehr angenehm.

Eine kleine stationäre PC Sache wäre nicht schlecht - zumindest vom Preis Leistungsverhältnis. Allerdings verfalle ich gerade schon wieder dem Laptop-Wahn. Im Moment ist nämlich das Praktische, dass ich mit dem Laptop mal eben den Raum wechseln kann. Dh. Typischerweise mische ich die Aufnahmen meist im Wohnzimmer auf der Anlage noch mal ab und dann brenne ich eine CD fürs Autoradio. So habe ich zumindest drei Checks, obs einigermassen klingt und ich muss sagen die Wohnzimmer Korrekturmischung ist meist sehr ergiebig....

Wenn schon Investieren, könnt ihr euch vorstellen, dass ich mit den aktuellen Laptops auch durch die Tür kommen könnte?? (ggf muss ich dann doch noch die PCMCIA Karte von Sascha nachrüsten. :lol: )
 
 

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