Ampeinstellungen beim Livespielen


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Tach zusammen
Neulich hatte ich meinen ersten Gig,
bei dem ich mein eigenes Equipment benutzt habe.
Das war auch ausgerechnet noch eine der Situationen, in der ich in 10 min Pause zwischen den Bands(die restlichen Instrumente und Verstärker wurden weitergenutzt), in denen auch noch laut Musik lief, meinen Verstärker einstellen und einpegeln musste.
Das Ergebnis war mehr als ungenügend.
Wie ist es bei euch? Nehmt ihr lieber per Microfon vor dem Lautsprecher ab oder über den Vorstufenausgang und was macht das für einen Unterschied?
Wie laut stellt man den Verstärker ein? Sollte der so laut sein, daß man sich gut hören kann, weil man sich schließlich auch noch zusätzlich über die Monitorbox hört.
Und was macht ihr in dem Fall, wenn ihr euch weder über den Amp noch auf dem Monitor hört?
Lauter drehen? Wahrschein der Gau eines jeden Mischers.
 
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Hi,

also... normal hörste eh alles nur über den Monitor. Zumindest kenn ich das nicht anders, ausser evtl. bei ganz kleinen Kneipengigs, aber da würde glaube ich Dein Problem nicht auftauchen... :-D

Der Sound am Amp steht eigentlich fest. Ich will den Sound so wie er bei mir im Proberaum und im Wohnzimmer ist auch live. Ein oder zwei Mirko's vor die Box und dann soll der Mischer da Deinen Sound aus der PA bringen.

Zumindest is das bei mir so :-D
 
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Hi,

tja, wer kennt das nicht? Aber das ist nunmal live. Wenn der Sound im Proberaum steht, ist noch lange nicht gesagt, dass er sich anschließend auch auf der Bühne durchsetzt. Das hängt von vielen Faktoren ab (z.B. Größe der Lokation, Anzahl der Besucher usw).

Richtig beeinflußen kann man das nicht wirklich, da hilft es eigentlich nur, wenn man sich mit seinem Equipment auskennt. Nur dann weiß man wie der Verstärker auf diverses Drehen an den Knöpfen reagiert...

Gruß
VVolverine
 
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ich denk mal du meinst mit den ampeinstellungen auch die höhen, tiefen und mitten. also ich stell den amp immer so ein: treble: 7/10, middle: 4/10, bass: 6/10. aber es kommt natürlich drauf an was du so spielst. ich würde an deiner stelle beim proben die ampeinstellungen ausprobieren und sie dir dann aufschreiben oder merken, um beim gig sofort richtig einstellen zu können.
 
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artjom":38voa5pw schrieb:
ich denk mal du meinst mit den ampeinstellungen auch die höhen, tiefen und mitten. also ich stell den amp immer so ein: treble: 7/10, middle: 4/10, bass: 6/10. aber es kommt natürlich drauf an was du so spielst. ich würde an deiner stelle beim proben die ampeinstellungen ausprobieren und sie dir dann aufschreiben oder merken, um beim gig sofort richtig einstellen zu können.

heyho, du kannst nicht allgemein sagen, wie ein amp fuer welche musik eingestellt sein muss, das haengt von amp, kabel, gitarre, restlichem equipment, deinen bandmates (und deren einstellungen und equipment), persoenlichem geschmack, location und noch vielen anderen punkten ab, grundsaetzlich gilt es bei jedem gig neue feineinstellungen zu taetigen, allerdings ist das meist (besonders bei anfaengerbands) nicht moeglich, da es keinen soundcheck gibt, was ich als eine riesen sauerei empfinde, ich habe vielleicht bei 5% von all meinen gigs immer nur n kurzen 'linecheck' (oder wie immer man das formulieren mag) gehabt, aber so ist das halt, rock n roll :),

gruesse,
lw.
 
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neilska":1831e2yr schrieb:
Das war auch ausgerechnet noch eine der Situationen, in der ich in 10 min Pause zwischen den Bands(die restlichen Instrumente und Verstärker wurden weitergenutzt), in denen auch noch laut Musik lief, meinen Verstärker einstellen und einpegeln musste.

Moin,

10 Minuten? Purer Luxus ;-) da musste dich dran gewöhnen, ist der Regelfall. Gibt oft genug Situationen wo du nen miesen live Sound haben wirst, lässt sich leider nicht vermeiden. Da liegt es in den Händen des Mischers. Aber der Sound auf der Bühne selbst ist wenig entscheident (ausser das es immer blöd ist ne neue Sound Situation zu haben und jemanden vond er Band evtl. nicht zu hören), sondern der Sound vor der Bühne und der kann auch nicht selten wesentlich besser sein als man es auf der Bühne subjektiv empfindet.

gruß
 
cook
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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man bei kleinen, gut organisierten Festivals den besten Sound bekommt. Sonst spielt man als unbekannte Band meist in kleinen Locations, die keinen erfahrenen Mischer haben - oder man ergattert mal einen Spot als Vorband für ein paar Chartstürmer, und die geben einen Dreck auf deinen Sound. Ich musste mal einen 5-minütigen Soundcheck (für alle Instrumente wohlgemerkt) vor einer erwartungsfrohen, wenn auch leicht ungeduldigen 1000-köpfigen Menge machen - eine Stunde nach Einlass... Von meiner Gitarre habe ich das gesamte Konzert null gehört.

Am besten läuft's meist in Locations, die regelmäßig Live-Musik und ihren eigenen Mischer haben. Der kennt seinen Raum und kann dir Tipps zu den Amp-Einstellungen geben.

Ich weiß ja nicht, was für Musik du machst, aber oft hilft es, den Gain ein bisschen runter zu drehen und die Mitten ein wenig weg zu nehmen. Dann matscht es nicht so sehr. Maiden sind da ein gutes Beispiel. Dave Murray spielt mit recht wenig Verzerrung. So bekommen sie ihre drei Gitarristen sauber 'rüber.
 
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Danke für die Tipps.
Unterscheidet sich der Sound auf der Bühne wirklich so stark vom Sound im Saal?
Kann es sein, daß ich mich auf der Bühne nicht die Bohne höre, ich aber draußen ganz normal ankomme?
Und wie zur Hölle soll ich vernünftig spielen, wenn ich nicht mitbekomme, was ich da gerade mache?
Was mich noch interessieren würde ist die Geschichte mit dem direktem Ausgang nach der Vorstufe.
Eigentlich müsste der Sound doch natürlicher sein, wenn er von nem Micro vor der Box abgenommen wird, schließlich wirkt sich dier Lautsprecher doch auch auf den Klang aus.
 
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neilska":22r8ekh8 schrieb:
Unterscheidet sich der Sound auf der Bühne wirklich so stark vom Sound im Saal?
Kann es sein, daß ich mich auf der Bühne nicht die Bohne höre, ich aber draußen ganz normal ankomme?
Und wie zur Hölle soll ich vernünftig spielen, wenn ich nicht mitbekomme, was ich da gerade mache?
Was mich noch interessieren würde ist die Geschichte mit dem direktem Ausgang nach der Vorstufe.
Eigentlich müsste der Sound doch natürlicher sein, wenn er von nem Micro vor der Box abgenommen wird, schließlich wirkt sich dier Lautsprecher doch auch auf den Klang aus.

Hi,

der Sound auf der Bühne ist so wie Du ihn hörst, da Du ja fast neben deinem Amp stehst. Wie das ganze im Publikum klingt, hängt eben von vielen verschiedenen Faktoren ab, unter anderem Größe des Saales, Anzahl der Gäste, Tagesform der Person hinterm dem Mischpult, allgemeine Fähigkeit dieser Person usw.

Für diese Fälle gibt es Monitore, die bei einem Soundcheck so eingestellt werden, das Du dich und deine Mitmusiker auf der Bühne vernünftig hörst. Das Ganze kann man auch durch ein Inear System professionalisieren. Alles in allem ergänzt jedoch nicht die Komunikation zwischen der Band und dem Mischer. Man kann auch während ein Song gespielt wird noch angleichen und anpassen in dem man auf sich aufmerksam macht ;-)

Bei der anderen Sache hilft nur testen, und das nicht erst bei Gig, sondern schon früh genug vorher. Vielleicht klingt das Signal deiner Vorstufe ja gut genug für diesen Zweck, vielleicht ist der Sound der aus dem Speaker kommt und mit dem Mic abgenommen wird doch viel besser. Testen würde ich sagen...

Gruß
VVolverine
 
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VVolverine":gssm2ccs schrieb:
neilska":gssm2ccs schrieb:
Unterscheidet sich der Sound auf der Bühne wirklich so stark vom Sound im Saal?
Kann es sein, daß ich mich auf der Bühne nicht die Bohne höre, ich aber draußen ganz normal ankomme?
Und wie zur Hölle soll ich vernünftig spielen, wenn ich nicht mitbekomme, was ich da gerade mache?
Was mich noch interessieren würde ist die Geschichte mit dem direktem Ausgang nach der Vorstufe.
Eigentlich müsste der Sound doch natürlicher sein, wenn er von nem Micro vor der Box abgenommen wird, schließlich wirkt sich dier Lautsprecher doch auch auf den Klang aus.

Hi,

der Sound auf der Bühne ist so wie Du ihn hörst, da Du ja fast neben deinem Amp stehst. Wie das ganze im Publikum klingt, hängt eben von vielen verschiedenen Faktoren ab, unter anderem Größe des Saales, Anzahl der Gäste, Tagesform der Person hinterm dem Mischpult, allgemeine Fähigkeit dieser Person usw.

Für diese Fälle gibt es Monitore, die bei einem Soundcheck so eingestellt werden, das Du dich und deine Mitmusiker auf der Bühne vernünftig hörst. Das Ganze kann man auch durch ein Inear System professionalisieren. Alles in allem ergänzt jedoch nicht die Komunikation zwischen der Band und dem Mischer. Man kann auch während ein Song gespielt wird noch angleichen und anpassen in dem man auf sich aufmerksam macht ;-)

Bei der anderen Sache hilft nur testen, und das nicht erst bei Gig, sondern schon früh genug vorher. Vielleicht klingt das Signal deiner Vorstufe ja gut genug für diesen Zweck, vielleicht ist der Sound der aus dem Speaker kommt und mit dem Mic abgenommen wird doch viel besser. Testen würde ich sagen...

Gruß
VVolverine

Hallo,

was hört man den speziell über das Inear? Mein Vater (Schlagzeuger) benützt das auch, nur habe ich keine Ahnung, ob man sich da nur selber hört, oder ob man den Sound der ganzen Band hört.

¡muchas gracias!

karl
 
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Carl":24ofko85 schrieb:
Hallo,

was hört man den speziell über das Inear? Mein Vater (Schlagzeuger) benützt das auch, nur habe ich keine Ahnung, ob man sich da nur selber hört, oder ob man den Sound der ganzen Band hört.

¡muchas gracias!

karl

Hi,

das kannst Du machen wie es Dir gefällt. Entweder nur Du alleine, dann empfiehlt es sich aber nur einen Hörer zu benutzen oder der komplette Bandsound (wenn alles abgenommen wird, was ja nicht die Regel ist). Ganz nach deinem Geschmack...

Gruß
VVolverine
 
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neilska":2gp86pue schrieb:
Und was macht ihr in dem Fall, wenn ihr euch weder über den Amp noch auf dem Monitor hört?
Lauter drehen?

Ach gottchen,

wenn der Strom abgeschaltet wird bin ich längst zu Hause.
Tacheles: Ohne vernünftigen Soundcheck kein Konzert - basta.
 
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neilska":18f7m19v schrieb:
Was mich noch interessieren würde ist die Geschichte mit dem direktem Ausgang nach der Vorstufe.
Eigentlich müsste der Sound doch natürlicher sein, wenn er von nem Micro vor der Box abgenommen wird, schließlich wirkt sich dier Lautsprecher doch auch auf den Klang aus.

Du hast völlig recht. Dafür gibt es Helferlein wie die H & K Red Box, die zwischen Lautsprecherausgang und Box gehängt wird. Mit dem Thru_Ausgang in die Box und mit einem gefilterten Ausgang, der eine abgenommene 4x12 simuliert, symmetrisch in die PA.
 
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Hi,

Eigentlich müsste der Sound doch natürlicher sein, wenn er von nem Micro vor der Box abgenommen wird, schließlich wirkt sich dier Lautsprecher doch auch auf den Klang aus.

Ich geh live meist auch per DI mit Gitarrenspeakersimulation direkt ins Pult. Es gibt da auch so ein Teil von Behringer. Kostet "Straße" ca. 30-40 EURs und kommt zB hinter die Endstufe des Amps (bei Röhrenamps gut, da die Endstufe den Sound mitformt)--> Ultra GI100 (Speakersimulation--> von Jürgen Rath designt).

Allerdings SOLL es ja nach Gitarrenspeaker klingen, nur _das_ ist "realistisch" (ohne Speakersimulation würden Dir vor lauter Höhen die Ohren platzen). In den Kisten ist eine Schaltung, die eine Speakerbox simuliert. Der Grund, warum es besser klingt: Mikros klingen abhängig von Pegel, Winkel zur Box, Abstand, Charakteristik und Typ immer anders. Außerdem nehmen sie den lauten "Müll" von der Seite mit ab... bei kleinen Bühnen und lauten Bands jedenfalls. Das fällt bei der DI weg. Dafür fällt dann aber auch der Speaker-Sound weg... und der gehört eigentlich zur Klangkette.

Eine Vorstufe alleine klingt nicht nach Gitarrenamp.

Gruß
burke
 
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Ich poste jetzt einfach mal wie das bei uns ist:

Ich habe mir angewöhnt nur noch über meine eigenen Amps zu spielen bzw. über Amps bei denen ich mir Sicher bin, dass man daraus etwas machen kann.
Ich habe leider in der Vergangenheit sehr schlechte Erfahrungen mir gestellten Amps gesammelt und komme grundsätzlich in Livesituationen nicht mit Transistor- oder Digitalamps zurecht.

Ich baue nun also mein Setup auf, welches entweder aus einem Marshall Halfstack oder einem Peavey Classic 30 besteht + Pedalboard.
Da auf einer Bühne die Einstellung aus dem Proberaum für gewöhnlich am Arsch sind fragen wir den Mischer ob er uns kurz 5min Zeit gibt, dass wir unser "Proberaumgefühl" und unseren "Proberaumsound" einstellen können. Wenn die Umbauzeit ohnehin sehr kurz ist geht das natürlich nicht, wenn man aber Zeit hat sind Mischer normalerweise sehr freundlich was soetwas angeht.
Wenn uns der Sound ohne PA gefällt kann der Mischer anfangen uns abzumischen, was dabei herauskommt können wir dann sowieso nicht mehr beeinflussen. Klingt hart ist aber so :).

Monitoring ist wieder eine Sache für sich.
Ich brauch eigentlich nur den Gesang auf dem Monitor und auf größeren Bühnen vielleicht noch ein bisschen Gitarre & Drums.
Für gewöhlich steh ich relativ nahe an meinem Amp + Box und dieser steht wiederum im 90° Winkel zur Bühne sprich er strahlt auf die andere Bühnenseite was bewirkt, dass das komplette Signal für das Publikum aus den Boxen der PA kommt und ich meinen "Originalsound" als Monitor habe. Da ich meinen Amp sowieso relativ laut fahre reicht mir dieses Signal eigentlich immer :).
Schlagzeug hört man sowieso und der Bass verteilt sich ebenfalls im Raum :).
Ich hab erst einmal bei einem Open Air fast alles auf dem Monitor gebraucht ...
 
 

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