Anpassen von GT8 auf Stack-Amp


A
Anonymous
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Hi,

ich habe mir Anfang diesen Jahres ein Boss GT8 gekauft. Vorweg mal: man hat wirklich eine Hammerauswahl an Möglichkeiten und das GT8 stellt meinen guten alten POD definitiv in den Schatten!

Mein Problem ist die Livetauglichkeit. Ich benutze einen Marshall TSL JCM 2000. Beim GT8 hab' ich daher bei 'Output Select' >StackAmp< angegeben. Gitarre ist am Input des GT8 angeschlossen; der L-Output des GT8 mit dem Input des Marshall. Leider klingen die Sounds dabei - in meinen Ohren - recht furchtbar (vor allem die Distortionsounds). Egal welche Einstellung ich benutze - so richtig gut klingt's nie.

Neulich hab' ich jetzt rausgefunden, dass ich - wenn ich das GT8 an den Return-Loop des Marshall hänge (OutputSelect auf StackReturn) - so ziemlich den Sound erreiche, den das GT8 auch bei Line/Phones bringt. Leider umgehe ich ja so ´die Vorstufe des Amp, d.h. ich muss auf Volumecontrol, und den Marshall EQ verzichten.

Kennt vielleicht jemand eine Methode, wie ich das Maximum aus dem Gerät rausholen kann, ohne die Vorstufe zu umgehen? Danke schon mal im Voraus
 
A
Anonymous
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Nabend,

du solltest das GT8 komplett einschleifen!

Also weiterhin mit der Gitarre in den Input vom Amp.
An Effect Send des Amps hängst du den Input des GT8 und in Effect Return den Output des GT8.

Hoffe das hilft dir schon weiter.
Gruß,
Jacques
 
A
Anonymous
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Hi,

wobei du bei Jacques Methode die Preamps und Distortion sounds des GT 8 verlierst.

Die 2. Methode, die du beschreibt, nutzt den Marshall quasi rein als Endstufe, was in deinem Fall auch sinnvoll erscheint.

Volume Control und EQ bietet ja auch das GT 8. Ich würde darauf verzichten. Vor allem wenn Preamp und GT 8 sich sowieso nicht gut vertragen.
 
A
Anonymous
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Naja du kannst natürlich auch die 4 Kabel Methode machen. Die schaut wiefolgt aus:
1. du stöpselst deine Gitarre in den Input des GT-8
2. du nimmst den FX-Send des GT-8 und gehst in den Input des Amps
3. du nimmst den Preampout/FX-Send deines Marshalls und gehst in den FX-return des GT-8
4. den Output des GT-8 in den Poweramp-In/Fx-Return des Marshalls.

Nun kannst du bei den Patches einstellen ob du ne Amp-Modulation benützt oder den Loop aktivierst und so deinen Marshall als Vorstufe nimmst soviel zur Theorie....
Ich selbst geh immer vom GT-8 direkt in den Poweramp-In und nimm die Output-Selektion Combo Return
 
A
Anonymous
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Verkabelungs-Resümee

Puuuuh – also vorab: ich hab’ jede nur erdenkliche Verkabelungsstrategie durchprobiert (Danke noch mal an alle, die mir zu diesem Thema ihre Tipps gegeben haben). Allerdings hat nicht eine so wirklich funktioniert; aber mal der Reihe nach:

1. die von mir eingangs erwähnte Variante (Gitarre in GT8; GT8 Line-Out in Amp-Return – OutputSelect – StackReturn) funktioniert zumindest leidlich gut. Trotzdem setzt bei den Distortionsounds eine Verzerrung ein, die absolut nicht natürlich klingt. Mit viel Mühe lässt sich das nachregulieren, indem man weniger Gain zuschaltet und etwas am EQ rumprobiert. Das Ergebnis ist allerdings auch nicht richtig befriedigend, zumal die Sounds dann leicht dumpf klingen.

2. GT8 komplett einschleifen:
Auf Distortionsounds musste ich hier völlig verzichten; das war schon mal das erste Problem. Das zweite war ein ziemlich starkes Brummen, das ich beim besten Willen nicht in den Griff bekommen hab’. Auch eine nicht zu verachtende Rückkopplung war dabei; aber egal wie ich das GT8 positioniert, justiert oder welchen Output ich gewählt hatte – am Ergebnis hatte das nicht wirklich was geändert. Ich habe auch versucht mit dem FX-Anteil des Marshalls zu experimentieren, indem ich z.B. den Drehregler auf 10 gedreht habe (serieller FX). Wie gesagt: Brummen und Rückkopplung.

3. Gitarre in Input GT8; Line-Out GT8 in LineIn Amp:
Das Ausgangsproblem. Die Sounds waren alle recht dumpf (klingt so, als ob man ein Tapedeck an den LineIn des Amps hängt) und der Rectifier klang so, als habe man sämtliche Verzerrung auf ein Minimum reduziert und ihn jeglicher Power braubt! Klang eher wie ein Small Tweed mit etwas mehr Gain. Auch kein ermunterndes Resultat.

4. Vier Kabel-methode:
OK – hier muss ich gestehen, dass ich mir nicht 100% sicher bin, ob ich es richtig gemacht habe. Das Ergebnis war so eine Mischung aus 1 und 2. Da ich mir nicht sicher war, ob ich die Anleitung richtig umgesetzt habe, hab’ ich noch andere Verkabelungsvarianten ausprobiert, die aber alle entweder gar nicht, oder nur mäßig funktioniert haben.

Ich habe natürlich auch mit dem Volume-output des GT8 experimentiert, sowie verschiedene Output-Möglichkeiten durchgespielt.

Fazit: tja, so wie’s ausschaut, verträgt sich das GT8 mit dem Marshall nicht! Zumindest nicht mit einem TSL 100 JCM 2000.
Vielleicht sollte ich noch hinzufügen, dass ich im Grunde mit dem Sound des Marshall mehr als zufrieden bin: sehr guter Clean-Kanal (bleibt der Gitarre immer tone-treu), druckvoller Crunch und Lead. Mir hat lediglich etwas Soundkolorierung gefehlt: Delay, Chorus, Flanger und all die anderen netten Gadgets, mit denen das GT8 aufwarten kann, incl. der Möglichkeit, andere Verstärkertypen zu simulieren. Im Prinzip ist das GT8 schon das, was ich suche, von seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten her (besonders das Allround-Editing begeistert mich schon!) – aber (!): ich schätze ich wird’s wohl wieder verticken müssen, da mir das GT8 als reines Studioequippment zu teuer ist. Ich brauche definitiv was live-taugliches. Mal schaun …

Danke noch mal für die Tipps
Gruß
Thorsten
 
 

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