Celestion - China-Böller oder England-Pappen ?


gitarrenruebe
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Hallo zusammen,

im Blues Jr- Tread hab ich das hier
Magman":l2ceiqny schrieb:
Ich muss allerdings zugeben, das ich noch etwas ältere V30 besitze und die klingen teils schon etwas anders als die Neuen. Ist ähnlich wie bei neuen Grünbacken, die gefallen mir auch nicht mehr.
gelesen.

Man hört ja öfters mal pro & contra China/England, aber was ist dran ?

Ich kenne nun ein paar Leute, die schwören beim Gebiss Ihrer Oma, dass die China-Greenbacks DEUTLICH BESSER seien als die alten aus England.

Andere wiederum sagen nicht besser oder schlechter, dafür aber konstanter in der Qualität.

Und dann gibts halt die Leute, die sagen: Die Alten sind die Besten.

Ich hab gestern zwei komplett baugleiche 2x12 Boxen miteinander über einen (Radial)Cab-Switch verglichen, eine bestückt mit englischen, eine bestückt mit chinesisen Greenbacks. Der Unterschied ist minimal, und kommt evtl. auch davon, dass die eine mit rotem Tolex und die andere mit blauem Tolex bezogen ist (und nein, ich strippe die Cabs nicht, weil lackierte Boxen ja dynamischer sind). Allerdings hatte ich in der Box mit den englischen Speakern vorher andere englische Greenies, die klangen ziemlich matt und schlapp. Ich hatte damals noch ein zweites Paar hier rumliegen, und die klangen hörbar anders. Von den chinesischen Greenies hab ich schon ein paar verbaut, die waren alle ok.

Nach MEINEN Erfahrungen komme ich zu folgendem Schluss:
Die Chinesen liefern eine solide, konstante Qualität.
Die Speaker klingen so, wie es von solchen Speakern erwarte.
Bei englischen Celestions hatte ich schon mal Krücken dabei, aber noch keinen, wo ich sagen würde, der ist besonders super.

Wie sind Eure Erfahrungen (mal abgesehen davon, dass auch Eminence sehr geile Speaker baut, nicht in England und nicht in China) ?
 
Doc Line6forum
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gitarrenruebe":2vjt66k3 schrieb:
Wie sind Eure Erfahrungen (mal abgesehen davon, dass auch Eminence sehr geile Speaker baut, nicht in England und nicht in China) ?

Mir egal, wo die herkommen, so lange die gut klingen. :)

Nach meinen Informationen aus dem Voxamps- Forum ist Celestion außerdem gar keine britische Firma mehr, wie viele meinen, sondern gehört zu GPE (Gold Peak Industries), einem asiatischen Multikonzern mit Sitz in Hongkong, der im Moment wohl (auch) in Vietnam fertigen läßt und nicht mehr (nur) in China, und zwar wegen höherer Konstanz in der Qualität.

Quellen:

http://www.voxamps.de/vox-forum.html
"Gold Peak Industries/ Electronics Div. die Mutter Co. von Celestion (und auch wenn einige Hilfe schreien) das Werk ist in Vietnam. VN hat gegenüber China den Vorteil der besseren QC und der Mitarbeiter Loyalität/Arbeitseinstellung. Wir haben mit AD und VT Serien bislang nur die besten Erfahrungen (wenn auch anderer OEM Nehmer) gemacht. "

Leider kann ich nicht auf den Beitrag direkt verlinken, er stand im "VOX AC Serie Vollröhren Amps"- Teil des Forum (der oberste Thread).

Außerdem:
http://www.goldpeak.com/

Also muß man sich verabschieden von dem Gedanken, daß die "Institutionen" des elektronischen Instrumentenbaus einfach nur outsourcen.
Sie sind eigentlich schon nicht mehr vorhanden, was dann aber den Vorteil hat, daß man sie nur noch danach beurteilt, was sie heute für Qualität abliefern.
Ich finde das Beispiel "Vox" hier sowieso sehr ähnlich...
 
asatmann
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Interessant was du im Vergleich beschreibst.
Celestion baut ja seine Speaker mit denselben Maschinen wie dereinst in England, das wurde alles in ein eigenes Werk in China verfrachtet. Die Qualität sei (so kams mir zu Ohren) von dort an sehr konstant geblieben im Gegensatz zu früheren englischen Produktionen. Das kann ich aber nicht bestätigen.
Zu dieser Zeit hatte ich nur ne Marshall 4x12er mit G12T75 aus englischer Produktion. Fand ich eigentlich nie richtig gut. Aber hätte heute mit dem Zusatz "Speaker aus englischer Produktion" ja fast schon Seltenheitswert und wir mit dem Argument preislich gerne mal ein Ticken höher angesetzt.
Jedenfalls ist das ganze ein guter Nährboden für Gitarrenvoodoopriester und Graswachsenhörlinge.
 
little-feat
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Grundsätzlich:

Ich bin davon überzeugt, dass das Herkunftsland eines Produktes bedeutungslos ist. Wo die Maschine steht, die mit den technischen Spezifikationen des Urhebers gefüttert ist und das fertige Produkt ausspuckt, ist völlig egal.

Ich stelle aber auch Unterschiede zwischen den alten Celestions made in UK und den neuen fest.

Die mache ich aber nicht an „made in“ fest.

Die Gründe könnten sein:
Ähnlich wie uralte Pickups klingen auch alte Speaker auf Grund der Alterung des Materials anders als neue.

Für mein Ohr klingt ein alter G10S weicher als ein neuer. Du kannst auch sagen „schlaffer“, das ist Geschmacksache.

Es kann aber auch sein, dass Celestion seine Klassiker aus neuer Produktion geringfügig anders spezifiziert als vor 20 Jahren – um sie heutigen Ansprüchen an den Sound anzupassen.

Ich verwende ja ausschließlich 10 Zöller wegen der besseren Ansprache und Dynamik. Und auch die Vintage 10 aus neuer Herstellung klingen für mein Ohr aggressiver oben rum als die alten made in UK.

Besser – schlechter – so kann man das nicht sagen. Anders, das ja. Es sei denn, man glaubt (wie üblich) hartnäckig daran, dass früher alles besser war in der Gitarrenwelt. :-D

Tom
 
Piero the Guitarero
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Zu dem Thema gibts ja ganze Threads im Musiker-Board.


Celestion China, oder England?

Der "Genervt vom Celestion Vintage 30" thread


MeinAnderesIch":3uf2l97l schrieb:
Der Unterschied zwischen den China und den England Celestions ist der, daß die Chinesen lt. Larry die Maschinen, die übrigens die gleichen sind, weil verschifft, wesentlich präziser bedienen, als es die Engländer taten.

Man bekommt als bei den Chinesen weniger Schwankungen in der Produktion.

( Quelle: Thomas Blug bei H&K Workshoptour )
 
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Na, bei meinen Speakern weiß ich jedenfalls genau, wo sie gebaut werden, und nach Celestion klingen sie mehr als die meisten, wo "Celestion" draufsteht - eben weil sie so gebaut werden wie damals.
 
Woody
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ferdi":msxwjxhd schrieb:
und nach Celestion klingen sie mehr als die meisten, wo "Celestion" draufsteht

:shock: :shock:

Das ist semantisch so gaga...

:shrug:


Viele Grüße,
woody
 
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little-feat":1k8k4bgx schrieb:
Es kann aber auch sein, dass Celestion seine Klassiker aus neuer Produktion geringfügig anders spezifiziert als vor 20 Jahren – um sie heutigen Ansprüchen an den Sound anzupassen.

Ich halte das für sehr wahrscheinlich sogar. Innerhalb der paar Jahre, die es Celestion nun schon gibt, wird sich, sogar zwangsweise, das eine oder andere Teil bzw. der Zulieferer geändert haben.

Dazu habe ich mal von einem Eminence Mitarbeiter in einem Forum gelesen, wo es darum ging, ob die neuen Eminence nun Celestion-Clones sind, dass abgesehen von der eigentlichen Kontruktion, die verbauten Parts entscheidend für den Klang sind. Mit anderen Worten, bauen zwei Leute den gleichen Speaker auf der selben Anlage, aber mit verschiedenen Bauteilen, die jeweils woanderes "gesourced" wurden, so ist das Ergebnis jeweils ein anderes, auch wenn die Bauteile auf den ersten Blick gleich erscheinen.

Jetzt ist Celestion ja nun auch so´n Voodoopriester. Erst gab es Pre-Rola Celestion, dann gab England und Asien. Bald vielleicht nur noch Asien...wer weiß. Im Falle von Celestion ist das eh alles Halsabschneiderei. Die England-Pappen sind ja mal unverschämt teuer und die Asien -Teile auch nicht gerade billig.
 
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Interessanter Fred.

UK - China - Besser, schlechter? Anders würde ich sagen und das schrob ich auch schon da oben. Meine V30 sind ältere in UK hergestellte Speaker, die ich schon in einigen Boxen und Combos einsetzte. Die klingen im Vergleich zu neuen (und auch eingespielten) V30 insgesamt weicher, samtiger und für meine Ohren homogener.
In meinen beiden Carvin Vintage16 waren bereits neuere V30 montiert und selbst nach langem Einspielen klangen sie nach Austausch durch die alten etwas anders. Sie klangen insgesamt ausgeprägter in den Höhen und Mitten, was ja absolut nichts negatives bedeutet, ganz im Gegenteil. Das ist reine Geschmacksache und hängt auch sehr von dem eigenen Spiel und Stil ab.

Ich hatte da auch mal bei Experten nachgefragt, wie sowas zustande kommen mag. Man sagte mir, die Maschinen wären identisch, es läge vielmehr am Materialmix der Membran, Sicke und dem Dichtungsring. Da gab es wohl verschiedene Chargen bei den in UK hergestellten Speakern und dadurch kam es auch zu Schwankungen. Für Hersteller, die Serienspeaker verbauten keine gute Sache und der Wechsel zu einem anderen Speaker Hersteller war verständlich. Bei den Chinesen gibt es das nun nicht mehr (oder vielmehr sollte es nicht mehr geben) und das ist ja auch einerseits gut so.
 
W°°
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Für mich sind Speaker, Box und Amp eine Einheit.
Wenn ich so ein winning Team gefunden und zusammengestellt habe, rühre ich es nicht mehr an. Dabei ist die Leistung des einzelnen Teils viel weniger von Bedeutung, als das Zusammenspiel der Komponenten.

Ich könnte also gar nicht sagen, ob ein Speaker generell so oder so ist.

Es ist mir schon passiert, dass mir eine Box aus einer gut klingenden Anlage in einem anderen System gar nicht mehr gefiel.
Anders herum: Mein gemeißeltes Urteil. dass man den Vin 30 nur verwenden sollte, um damit die Füße seiner Feinde vor dem Ertränken zu beschweren... Auch diese Einschätzung musste irgendwann in der passenden Box unter dem richtigen Amp gekippt werden.
 
gitarrenruebe
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W°°":2yy2bjhj schrieb:
Für mich sind Speaker, Box und Amp eine Einheit.
Wenn ich so ein winning Team gefunden und zusammengestellt habe, rühre ich es nicht mehr an. Dabei ist die Leistung des einzelnen Teils viel weniger von Bedeutung, als das Zusammenspiel der Komponenten.

Das ist schon klar, da muss alles zusammenpassen. Ich hab ja bei meinem Hauptamp ganz viele Speaker drin gehabt, um ferstzustellen, dass für meine Vorstellungen der Greenback darin am besten ist.
Bei dem Eminence Wizard hab ich bislang aber noch keinen Amp gehört, der daran scheiße klingt. Ist quasi für mich DER Allrounder.

Mir ging es bei dem Ausgangspost auch eher darum, ob man beim Hersteller Celestion pauschale Aussagen zur Qualität machen kann.
Was ich nun so von allen Seiten höre, scheint China gleichbleibender - damit für mich - berechnender zu produzieren.
 
Monkeyinme
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little-feat":34hrcfob schrieb:
Grundsätzlich:

Ich bin davon überzeugt, dass das Herkunftsland eines Produktes bedeutungslos ist. Wo die Maschine steht, die mit den technischen Spezifikationen des Urhebers gefüttert ist und das fertige Produkt ausspuckt, ist völlig egal.
...

Moin,

fast völlig OT, aber manchmal kann ich nicht anders. Überzeugungen, so wie diese, oder andere religiöse Ü, können nicht unkommentiert bleiben.
Tom, glaub mir, meine Erfahrungen zeigen mir, das a) nicht alles spezifiziert wird und werden kann, und b) Spezifikationen interpretierbar sind. Ohne wäre ich arbeitslos ;-)

Dinge wie Bildung, soziale Sicherheit, Arbeitssicherheit, Kommunikationsverluste oder Loyalität geg. dem Arbeitgeber werden selten oder nicht berücksichtigt, es gibt noch nicht mal Kenngrößen dafür. Zumindest kenne ich keine, die in Spezifikationen umgesetzt werden. Und vieles mehr...

Schönen Gruß aus Korea, wo ich gerade mit dem Umsetzen einer Spezifikation kämpfe.
:kratz: :motz2: :stupid: :deadhorse: :facepalm: :shrug: :mirisnichgut:

Ciao
Monkey
 
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Man sagte mir, die Maschinen wären identisch, es läge vielmehr am Materialmix der Membran, Sicke und dem Dichtungsring.

ach was, das Material soll tatsächlich einen Einfluss haben?

:banana:


Schurz beiseite, die Thematik lässt sich auf viele Gitarren-spezifische Themen übertragen, zB die Vorstufenröhrenproduktion... die Russen HABEN die Originalmaschinen und die Namensrechte von Mullard und TungSol gekauft und bauen damit amtliche Röhren - identisch mit den originalen sind sie nicht. Ähnliches gilt für Pickup-Spulendraht und Wickelmaschinen und und und.

Es kann eben nicht jeder daherkommen wirklich Spitzen-Instrumente, -Speaker, -Pickups, -Vorstufenröhren oder -Effekte bauen.
 
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Monkeyinme":1w3tl5ap schrieb:
:kratz: :motz2: :stupid: :deadhorse: :facepalm: :shrug: :mirisnichgut:
Ciao
Monkey

Eine schöne Bilderstrecke, die ahnen lässt, dass Du Dein Geld nicht geschenkt bekommst... ;-)

Ein Gitarrenimporteur berichtete mir mal mit schreckensweiten Augen:" Am schlimmsten wird es bei den chinesischen Gitarrenherstellern immer wenn sie sagen: I totally understand what you mean..."
 
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W°°":k8zxc017 schrieb:
Dabei ist die Leistung des einzelnen Teils viel weniger von Bedeutung, als das Zusammenspiel der Komponenten.

Genau so ist es ...

... und ich habe schon einige Amps verkauft, die ich jetzt nochmal gerne probieren würde ... mit anderen Speakern...

...trotzdem muss ich immer wieder Alles über den Haufen schmeissen und Komponenten wechseln....das macht einfach so Spass.....
 
gitarrenruebe
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W°°":mpogvukj schrieb:
Ein Gitarrenimporteur berichtete mir mal mit schreckensweiten Augen:" Am schlimmsten wird es bei den chinesischen Gitarrenherstellern immer wenn sie sagen: I totally understand what you mean..."
Wenn sie irgendwann große runde Augen bekommen und laut "Ahhhhh" sagen, dann haben sie Dich wirklich verstanden ...
 
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... und ich habe schon einige Amps verkauft, die ich jetzt nochmal gerne probieren würde ...

ich habe meinen (auf einem Twin basierenden) Amp über 15 Jahre lang immer wieder modifizieren lassen, Schaltunbgsänderungen, Röhren, Speaker, Detailanpassungen.

gegenüber einem derart feingetunten Teil klingt ein Amp aus dem regal einfach nur shice.
 
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Monkeyinme":3m9v5suk schrieb:
[...]
Tom, glaub mir, meine Erfahrungen zeigen mir, das a) nicht alles spezifiziert wird und werden kann, und b) Spezifikationen interpretierbar sind. Ohne wäre ich arbeitslos ;-)

Dinge wie Bildung, soziale Sicherheit, Arbeitssicherheit, Kommunikationsverluste oder Loyalität geg. dem Arbeitgeber werden selten oder nicht berücksichtigt, es gibt noch nicht mal Kenngrößen dafür....

Moin.
Völlig korrekt.
Der Umgang mit "Kollegen" in Indien bestätigt dies.
Spezifikationen sind fast immer interpretierbar, selbst gute sind es mitunter.
Maschinen sind auch immer nur so gut wie die Personen, die sie warten und justieren.

Und im Umgang mit Ländern in Asien ist Sprache definitiv ein Thema. Selbst in Indien, wo Englisch eine Amtssprache ist.
Und inChina, wo Englisch eben keine Amtssprache ist, noch viel mehr.
Da nützen dann auch 100% wasserdichte Specs nix, wenn sie eben wegen "Sprachverzerrungen" fehlinterpretiert werden.
Und auch wenn die Leute in China oder Indien gut eingearbeitet wurden und sie genau wissen und auch tun, was zu tun ist, hilft das zuweilen mittelfristig wenig, weil dort eben die Jobfluktuation enorm ist und zuweilen schon nach 1 Jahr kaum noch jemand von denen, die man gut eingearbeitet hat, da ist.
Und die angedeuteten Mentalitätsunterschiede werden fast immer unterschätzt. Ein freundliches "Yes, i know what you mean" bedeutet in Asien halt sehr oft "ich verstehe nicht wirklich, was du willst, aber ich habe eine grobe Idee davon, was du meinen könntest". Es gibt Sprachen, die kennen das Wort "nein" nicht. So etwas sollte man nie unterschätzen.
Insofern spielt -indirekt- das Land dann schon auch eine Rolle.
Der Maschine ist egal, wo sie steht. Es ist ihr aber nicht egal, wer sie wartet, einstellt und bedient.

Ich bin zwar ein Freund von Made-in-China im Musikalienbereich, würde aber die Chinaprodukte eher als Ergänzung des Angebots sehen und weniger als 100%igen Ersatz für bestehende Produkte aus westlicher Produktion.

Was Speaker anbelangt: Eminence zeigt meiner Meinung nach, wie man gleichbleibend hohe und recht konstistente Qualität, made in USA, zu Preisen anbieten kann, die die der China/Vietnam-Celestions oft spürbar unterschreiten.
Wenn einem der Klang eines heutigen China/Vietnam-V30 wirklich am besten gefällt, dann sollte man so einen kaufen. In anderen Fällen guckt man sich indes vielleicht besser im Angebot von Eminence oder Jensen und Co. um.

tschö
Stef
 
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Boah, ihr immer mit euren Eminence-Pappen...

Gute Ware - ok, gutes Preis-Leistungsverhältnis - auch ok, aber man könnte hier echt den Eindruck gewinnen, das Standard-Angebot der Jungs wären HighEnd-Produkte und es gäbe nichts Besseres :roll:

Von diesem Detail abgesehen hat nichtdiemama gewiss recht, was die sprachlichen Einflussfaktoren angeht... eine Sprache ohne "nein" ist zB Arabisch, wenn ich mich korrekt erinnere.... ja, ja, die gute, alte Sapir-Whorf-Hypothese.

Und ganz bestimmt hat Stef auch recht, wenn er sagt, man soll kaufen, was einem gefällt :dafuer:
 
A
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ferdi":xjqo5pqd schrieb:
... und ich habe schon einige Amps verkauft, die ich jetzt nochmal gerne probieren würde ...

ich habe meinen (auf einem Twin basierenden) Amp über 15 Jahre lang immer wieder modifizieren lassen, Schaltunbgsänderungen, Röhren, Speaker, Detailanpassungen.

gegenüber einem derart feingetunten Teil klingt ein Amp aus dem regal einfach nur shice.
Das ist wohl eher Geschmackssache. Wenn ein Amp die Ansprüche
des Gitarristen erfüllt braucht der auch nach 20 Jahren kein Tuning.
ferdi":xjqo5pqd schrieb:
Boah, ihr immer mit euren Eminence-Pappen...

Gute Ware - ok, gutes Preis-Leistungsverhältnis - auch ok, aber man könnte hier echt den Eindruck gewinnen, das Standard-Angebot der Jungs wären HighEnd-Produkte und es gäbe nichts Besseres :roll:
Ich finde meine Eminence Speaker durchweg besser als die Celestions. ;-)
 
groby
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ferdi":2x4pbe0g schrieb:
... eine Sprache ohne "nein" ist zB Arabisch, wenn ich mich korrekt erinnere.... ja, ja, die gute, alte Sapir-Whorf-Hypothese.

Ist doch eigentlich eher http://en.wikipedia.org/wiki/Politeness_theory, oder?

Levinson, face-saving devices und so.

In Deutschland sagt man "Nein". In den USA "well, I'm not sure about that" und im Internet, da sagt man einfach "Lol, fag, gtfo".
 
A
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Hi Groby,

egal, wie - es bleibt ein Kommunikationsproblem. Wir wollen gerne entsprechend unserer Ja/Nein-Dialektik ene entsprechende Antwort haben, und bekommen sie nicht. Es gibt mW im Arabischen auch circa zehn Begriffe, für die ein deutsches Wörterbuch "ja" als Übersetzung angibt - die unterschiedlichen Bedeutungsnuancen von 100% Zustimmung bis "ich sage nicht nein, um höflich zu sein" gehen beim intersprachlichen (d.h. interkulturellen) Kontakt verloren und Kommunikation misslingt.


@UncleReaper

Ich finde meine Eminence Speaker durchweg besser als die Celestions.

Eminence und Celestion bauen beide anständige Speaker, Weber aber noch ständigere. YRMV
 
Woody
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Köln
ferdi":1k2rwq0p schrieb:
ich habe meinen (auf einem Twin basierenden) Amp über 15 Jahre lang immer wieder modifizieren lassen, Schaltunbgsänderungen, Röhren, Speaker, Detailanpassungen.

gegenüber einem derart feingetunten Teil klingt ein Amp aus dem regal einfach nur shice.

In Deinen Ohren bestimmt.
Ich komme mit den meisten Regal-Amps ganz gut hin.

Viele Grüße,
woody
 
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ferdi":2isybdqp schrieb:
.... auch ok, aber man könnte hier echt den Eindruck gewinnen, das Standard-Angebot der Jungs wären HighEnd-Produkte und es gäbe nichts Besseres ...
Hi,
nur kurz: es sind (qualitativ gesehen) High-End-Produkte.
Und Besseres? Ist wohl Geschmackssache, und einen Golf mit einem Porsche vergleicht man ja auch nicht.
Für das Preisgebiet (und teilweise drüber hinaus) sind Eminence nicht immer, aber oft so gut, dass der, der auf guten Klang viel und auf Labels wie Celestion wenig gibt, sie in jedem Fall mit in die Auswahl nimmt.

Meine Meinung. Wer mag, darf gerne eine andere haben. ;-)

Tschö
Stef
 
 

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