Erster eigener Song: Bitte um konstruktive Kritik/Feedback

karlchen

Power-User
12 Jan 2004
621
0
Nähe Freiburg
Hallo Zusammen,
ich gebe zu, dass ich ein wenig aufgeregt bin.
Unser erster, eigener Song steht -nach ungezählten Stunden- vor der Fertigstellung. Ich stelle ihn hiermit zur KONSTRUKTIVEN Kritik, wohl wissend, dass hier einige sehr fähige Leute im Forum mitlesen.

Also der Song stammt aus der Feder unseres kreativen Kopfes. Unserer Drummerin ;-)
Ich will den Song jetzt nicht klein reden weil er mir selbst gefällt und wir unglaublich viel Spaß mit dessen Arrangement und Recording hatten. Andererseits sind wir wirklich ganz einfache Hobby-Mucker mit viel autodidaktischem Background und wenig Zeit zu üben.

Vielleicht hat uns der Ein oder Andere noch einen Tip wie wir aus der eingeschlagenen Richtung noch ein bischen mehr rausholen können.

Also für die nächste Mix-Version sind folgende Änderungen geplant:

Erste Stimme + männlicher Gesang etwas den Hall nehmen
Erste Stimme etwas leiser.
Zweite weibl. Stimme etwas nach vorne holen + nen Tick lauter machen.
Denn Effekt im Bass-Solo etwas weniger um ihn nicht ganz so seicht zu haben und etwas mehr Kraft zu geben. Allerdings nur minimal. Evtl. dem Bass noch nen Tick Höhen geben, damit er ein bischen definierter kommt.


Oder beschreibt mir wie der Song auf euch "wirkt"... auch das ist von Interesse.

Derzeit befinden wir uns für unseren Geschmack quasi kurz vor der Fertigstellung. Ich höre mir den aktuellen Mix (der hier zur Verfügung gestellte Download) gerade auf verschiedensten Abspiel-Geräten an um Schwachstellen auszumachen.

Ach ja... es ist wohl kaum zu verheimlichen, dass unsere Jenny ("Miss Becky" ;-) ) ein großer Silbermond-Fan ist. Aber es ist bereits ein 2.ter Song in der Mache (und erste Ideen für einen Dritten) und da ist schon viel mehr "ungefärbtes" vorhanden... ;-)

So. Jetzt lass ich dem "Verriss" mal freien Lauf.

Wenn jemand für konstruktive Tips Infos über Instrumente, Art und Weise des Recordings etc. brauch, geb ich mir redlich Mühe das zu beantworten bzw. die nötigen Infos von unserem Bass-Mann zu besorgen... ansonsten lass wart ich jetzt erstmal auf erste Feedbacks.

(Hoffentlich) Viel Spaß beim Hören.


Hier der Song:


[mp3]http://www.schwaab-online.de/becky/WohinRM7.mp3[/mp3]

Nachtrag:

Gerade höre ich den Song das erste Mal auf meinem Laptop an. Hier klingts wieder total anders als auf der Stereo-Anlage oder dem IPod oder dem Autoradio. IPod und Stereo-Anlage klingen gegen Laptop für meinen Geschmack enorm ausgewogen und differenziert. Hier auf dem Laptop wird's schon wieder grenzwertig. Gerade Bass und Base-Drum.... ich denke hier liegt die größte Herausforderung....
 
Hi karlchen, die Licks und der Gesang gleichzeitig hört sich für mich arg komisch an, sehr improvisiert und ist zumeist auch harmonisch und stilistisch gar nicht passend. Mein Tipp: Weglassen, das schafft Platz für den Gesang.
Und die Gitarre stimmen wäre auch nicht so schlecht!

Gut ist dieses kaputte cleane Solo. Das hat einen gewissen Charme. Also nur Mut: Weiter dran arbeiten. Und weniger ist gerade auf der Gitarre meist mehr!
 
Hallo Markus,

nach dem ersten Hören: Gesamtes Arrangement verschlanken.
z.B. sind die Fills der Gitarre in der (ersten) Strophe zu viel, die stören mehr, als dass sie was bringen.

Versucht mal insgesamt, etwas Ordnung in die Instrumentierung zu bringen.

Ansonsten: Weitermachen.

Ich bin ja selbst grad nach Ewigkeiten wieder in ner Band, wo wir nur eigene Sachen machen, wir schneiden jede Probe über´n H2 mit, da merkt man sofort, wo es hängt. Gespielt fühlt sich ein Song oft anders an, wie hinterher gehört (insbesondere, was das Tempo angeht) !
 
Gar nicht schlecht.
Die Stimme gefällt mir, die Komposition ist auch gut.
Das Arrangement ist schon noch verbesserungswürdig. Auch mir gefallen die Licks zur Strophe nicht - das beisst sich.
Zur Einspielung...es fehlt halt schon der Swing, es klingt recht eckig und holprig....darauf sollt ihr als Band insgesamt noch mehr achten. Das ist aber ein Enwicklungsprozess, so etwas geht nicht von heute auf morgen. Aber man sollte trotzdem bewußt darauf achten, ganz von alleine kommt das auch nicht....

ich hör es in der Arbeit auf meinem PC - also zum Sound kann ich nicht so viel sagen. Die Riffgitarre im Refrain scheint etwas verstimmt. Das macht es für die Sängerin schwieriger sauber zu singen.

Versucht das ganze zu verschlanken, oft ist weniger mehr, manchmal ist sogar gar nichts spielen die effektivste Lösung (Stichwort: Strophe)....und dafür im Refrain noch mehr Gas geben.

Bleibt mit der gleichen Euphorie bei der Sache. Ich finde es ist imho die schönste Sache, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen...und diese kleinen Schönheitsfehler merzen sich immer mehr aus, wenn man versucht an sich zu arbeiten und ein bißchen auf andere hört, die diesen Prozess vielleicht hinter sich haben (was nicht unbedingt heißt, dass man deshalb erfolgreicher ist).... ;-)

lg
oli
 
Moin Karlchen,

der erste eigene Song ist immer etwas unglaublich aufregendes finde ich. Leider gibt es das so selten... ;-)

Herzlichen Glückwunsch! Unsere ersten Songs waren nicht so ausgefeilt, mehr so geschrabbelt... Mit was habt ihr das aufgenommen? Gibt es die Einzelspuren noch?

Ich habe mir den Song mehrfach angehört, auch über die Hifi Anlage. Dabei mußte ich Bass wegnehmen, der ist ein wenig zu sehr im Vordergrund. Ansonsten ist der Sound eher unaufdringlich, und die Präsenzen fehlen mir ein bißchen. Mit Effekten wart ihr mMn sehr sparsam, vielleicht würde da noch was gehen? Sowohl einzelne Instrumente als auch die Stimmen.

Das Timing klingt manchmal holprig, ein bißchen zu sehr angestrengt nach Click. Verspieler hört man auch am Anfang, da kann noch etwas Lockerheit rein. Gerade bei einem alleine gespielten Intro ist es wichtig, das es sitzt und den Zuhörer interessiert. Ich weiß wovon ich rede, ich habe hier mehrere Intro oder Soli versemmelt und kann heute nur noch den Kopf schütteln und mich schämen...

Was mir gefällt ist die zurückhaltende Instrumentierung. Bei eurer Besetzung keine Selbstverständlichkeit. Allerdings stören mich die Sologitarren hinter dem Strophengesang, da ist die Aufmerksamkeit irgendwie abgelenkt. Auch wenn du das nicht gerne hören wirst als Gitarrero... ;-)

Bass Solo, wie geil ist das denn? Aber welchen Effekt willst du denn da noch rausnehmen? Ist doch ziemlich trocken, der Chorus könnte ruhig stärker sein., bzw. der Bass noch vordergründiger.

Die zweite Stimme gibt dem Refrain eine schöne Steigerung und Akzentuierung gegenüber der Strophe, leider nicht im ersten Refrain. Habt ihr das im ersten Refr. auch mal versucht? Es ist schön, das die Melodielinien und Betonungen leicht unterschiedlich sind, das gibt Charakter. Eure Sängerin könnte auch versuchen, das Gefühl aus dem Text ein bißchen mehr in die Stimme zu legen.

Zwischenteil ist ein bißchen zu wenig unterschiedlich zum Rest, vom Instrumentalsound und der Spieldynamik her.

Was man meiner Meinung nach hört, ihr seid noch nicht locker beim Spielen. Die Gitarren und die männliche Stimme vielleicht noch am ehesten, aber Key und Gesang zittern ein wenig, Bass und Schlagzeug grooven noch nicht so richtig, man kann hören wie ihr euch gegenseitig ja zurückhaltet, damit auch ja nix schiefgeht. Das kenn ich gut... ;-)

Aber bleibt dran, das sind alles Dinge, die mit der Zeit kommen, wenn man darauf achtet.

Ciao
Monkey

P.S.: Danke an Alice für die Störung des IN gestern. Während schreiben der Antwort plötzlich IN weg :motz2: Ich schließe mich deswegen auch meinen Vorschreibern an!
 
Guten Morgen Karlchen,

erstmal 12-Points dafür es zu machen!
und weitere 12-Punkte für hier reinstellen!

Ich würde als allererstes nochmal am Gesang arbeiten. eine Nummer wo der Gesang nicht stimmt wird nix werden. (ok bei Lena gings auch). Trotzdem: ein paar mal Gesangsstunden und was üben, sicherer werden dabei und es ist viel gewonnen.

Weitermachen!

Grusssss R
 
Muss mich meinen Vorrednern leider in quasi allen Punkten anschließen:
- Die Gitarrendüdeleien in den Strophen sind sehr fragwürdig. Lieber eine schmackige Rhythmusgitarre ausdenken, würde ich sagen.
- Und daran anschließend: Unbedingt auf das Tuning bzw. die Intonation achten.
- Und erneut daran anschließend: Die Sängerin sollte in der Tat mal die ein oder andere Gesangsstunde nehmen. Muss gar nicht sooo regelmäßig sein und einem die Geldbörse leermachen, vielleicht reicht auch schon ein guter Workshop oder sowas. Aber ich muss leider Gottes sagen, dass sauber intonierter Gesang für mich das A&O eines jeden Songs ist, und dummerweise ist das hier nicht gut intoniert. Kann man aber lernen, und die Gute hat ja sonst eine recht angenehme Stimme.

Und generell gilt natürlich auch: Nicht verzagen. Und die Kommentare, die sich ja streckenweise hart lesen, nicht als bösartig nehmen und/oder ganz traurig werden, sondern dran arbeiten. Und dann weitere Songs posten.

Gruß
Sascha
 
Hat schon jemand was über den Text gesagt? Den find ich z.b. recht grenzwertig, klare Schlagseite in Richtung Kitsch, zu viele Allgemeinplätze. Sind zwar sicher viele Befindlichkeiten aus Sicht eines Teenagers drin, aber damit begrenzt ihr auch ganz die Zielgruppe. Intonation wurde schon angesprochen, die Gitarre während der Strophe auch. Das Arrangement scheint mir generell noch etwas unausgegoren. Ich würde das ganze nochmal straffen und besser strukturieren.

Lg, Alex
 
Hi,
der Senf vom Unprofi:
Respekt!
Abwechslungsreich.
Frisch.
Die Stimme der Sängerin gefällt mir.
Der Wechselgesang ist klasse.
Die quietschige Gitarre auch, aber an manchen Stellen lieber auf einem Riff bleiben, anstelle da im Hintergrund rumzuorgeln.
Der Text kommt mir etwas phrasenhaft vor?
Weitermachen!
Ansonsten trifft sicher einiges zu, was die Profis schon gesagt haben.
 
Hallo Zusammen,
junge junge, dass ist -mit kleiner Ausnhame ;-) - ja mal ein _KONSTRUKTIVES_ Feedback.
Zuerst mal ein GANZ GROSSES DANKESCHÖN an euch!

Ja, wenn man manches so liest, kommt es stellenweise erstmal hart rüber. Aber zum einen bin ich hier schon ein bischen unterwegs und zum anderen bemühen wir uns auch in der Band um Kritik und ich bin's ein bischen gewöhnt. Wer Rückmeldung haben will muss halt auch damit klar kommen, dass er Dinge hört, die er vielleicht lieber nicht hören will... ;-)

Ich weiß nicht, ob ich zu allem was sagen kann. Daher vielleicht in Kürze schonmal, dass ich hier ständig rein schaue und wir auch im Hintergrund schon ordentlich am disskutieren sind was wir noch verändern können/wollen/sollten etc.

Bei uns geht alles etwas "langsamer" weil wir alle recht eingespannt sind. Bin jetzt z.B. schon wieder 2 tage auf Schulung am Bodensee, hab nächste Woche diverse Termine etc. etc.
Wir sind seit Weihnachten drann und ihr wurdet auch erst mit der 7.ten Fassung konfrontiert *G*
Also habt Geduld mit uns ;-)


Zum Thema:
Es ist erstaunlich wie gut ihr euch in unsere Situation "reinhören/fühlen" könnt.
Das macht auch irgendwo Mut. Ihr "bemängelt" teilweise Stellen, wo wir quasi die selbe Intension hatten, aber offensichtlich nicht konsequent genug durchgezogen hatten.
Wir sind ne 7-Köpfige Kapelle und da wir nicht tagtäglich Songs am laufenden Band schreiben und recorden wollten wir auf der einen Seite natürlich irgendwo jeden mit seinen "Eigenheiten" würdigen auf der Anderen Seite bringt das aber auch nix wenn hinterher nur 100% Schrott dabei rum kommt. Ich denke allgmein betrachtet ist das einer der großen Spagate in diesem Arrangement.

1.) Zur Gitarre (links im Panorama) und das "Gefiddel" in der ersten Strophe:
Das ist unser Phil. Phil ist der Jam- Impro- Raushör- "Spezialist" in der Truppe.
Also überlegten wir uns wie wir ihn am Besten "in den Song" bekommen. Also haben wir die Strophen geloopt und ihn drüber "Jammen" lassen, währendessen haben wir ihm Tips zum verfeinern gegeben und ihr werdet lachen, wenn ich euch sage, dass die aktuelle Fassung die -für unsere Begriffe- "entschlackte Version" ist und wir für unsere Verhältnisse sehr auf "entschlacken" bedacht waren. Offensichtlich haben wir's immernoch zu gut gemeint ;-)

2.) Zu den Gitarren in der Zweiten Strophe:
Hier war die -vielleicht zu ambitionierte- Intension ein Wechselspiel zwischen meiner Gitarre und Phil's Gitarre zu erzeugen. Das Ganze sollte dann so gemischt werden, dass der Hörer durch möglichst wenig Aufwand "quasi frei wählen kann" auf was er sich jetzt konzentriert. Das Wechselspiel oder den Gesang. Wobei das Wechselspiel eigentlich nicht GEGEN den Gesang arbeiten sollte. Ich denke in Teilen ist das sicherlich auch gelungen. Nur den "zündenden Effekt" hatte es wohl -nach Feedbacks- eher nicht.

3.)Was die Aussagen in sachen "Groove, Strenge, zu wenig Swing" angeht:
Ihr liegt alle goldrichtig! Ist natürlich schade für uns, wenn man das so übel hört.
Hintergrund ist: Wir haben schon einige Aufnahme-Versuche von unseren Cover-Stücken hinter uns und das war was "tight spielen" angeht immer eine Katastrophe. Habens daher auch meistens Aufgegeben statt fertig zu "mixen". Eine der obersten Maxime für dieses Stück war, so gut wie eben möglich auf Takt (Click) zu spielen. Eben in der Ahnung, dass das alles recht steril werden könnte, haben wir ein paar Dinge versucht einzubauen, welche wohl -nach obigen Feedbacks- auch nach hinten los gingen:
- Das Klavier-Intro sollte -bewusst- etwas gezogen und mit "Gefühl" kommen
- Das Impro-"Gefiddel" der ersten Strophe und auch das Wechselspiel in der Zweiten sollte eben (neben oben erwähnten Gründen) auch zur "Auflockerung" dienen.
- Im zweiten Schlussrefrain hab ich versucht ein bischen "Lockerheit" zu vermitteln in dem ich ganz dezent mit dem Einsatz-Timing und der Phrasierung experimentiert habe. Aber offensichtlich muss ich da noch viel üben oder es konsequenter tun bzw. vielleicht auch bleiben lassen?!

4.)Zum Thema "Tuning bzw. verstimmte Gitarre":
Ich würd gern vor Scham im Boden versinken. Aber ich kanns nur teilweise, weil wir durchaus auch dieses Thema arg dissktuiert bzw. behandelt hatten.
Ich hatte bereits alles nochmal neu eingespielt. Eben weil's mir aufgefallen ist und ich unzufrieden war. Ich hab wenige Stunden vor Einspielen extra neue Saiten rauf aufgezogen und auch -wie hier auf GW gelernt- gleich beim Aufziehen "vorgedehnt". Danach auch eingespielt. Aber -ist schon ne weile her- direkt vor dem Einspielen -meine ich- nichtmehr nachgestimmt sondern zu Beginn der Recording-Session vielleicht 1-2 mal. Allerdings erschien sie mir auch Stimmstabil weil ich nach dem Aufziehen eigentlich nie wirklich groß nachstimmen musste. Egal. Es ist passiert und ich hab neu eingespielt. Beim neu einspielen hab ich vor und nach jedem Take das Stimmgerät gezückt. Vieleicht hab ich auch hier zu arg geschludert. Habe normal gestimmt. Nicht die Oktav-Töne und Flageleott (schreibt mans so??? ) - Töne gecheckt. Vielleicht ist auch die Gitarre schlecht eingestelt oder ich hab stümperhaft gegriffen. Vielleicht ist's auch durch die 2 Gitarre die im Refrain dazu kommt. Das hier vielleicht beide voneinander abweichen und das erzeugen. Wir gehen der Sache nach. Der Bass-Man hat mir heut geschrieben, dass -wenn er Zeit- hat mal in die einzelnen Spuren rein hört. Ich hab auch kein Problem damit es nochmal einzuspielen. Allerdings jetzt grad nicht, da mich links heftige Handgelenk-Schmerzen plagen.

5.) Zum "wegglassen von 2.Stimme in Strophe bzw. ruhigerer Mittelteil":
Der Song sollte sich bis zum Ende hin eigentlich -mit Ausnhame des bewusst dezenter gehaltenen Mittelteils- immer weiter Aufbauen. Deswegen haben wir eben auch bewusst mit Klavier angefangen, dann Bass dazu, dann eine Stimme + eine Gitarre. Und im Refrain eben ähnlich. Sprich 1. + 2. (unisono) Stimme im nächsten Refrain dann erst die 3. Stimme dazu.
Der Mittelteil sollte eine etwas -leicht melancholische- "Abkühlung" bzw. Abwechslung sein bevors dann nochmal in den etwas rockigeren Schluss geht. Vielleicht waren meine 6 Jahre Klavier und die musikalischen "Wechselbäder" welche da in diversen klassischen Stücken vor kamen einfach zu prägend für mich ;-) Ist aber inzwischen bald 15 Jahre her...

6.) Zum Gesang:
Auch hier. Ihr treffts. Sven (Bass-Man) und Ich sind stark am disskutieren ob wir den Gesang (1. Stimme) nicht in Teilen oder gar nochmal komplett aufnehmen sollen. Bzw. erstmal unsere Sängerin davon überzeugen ;-)Unsere Sängerin ist ebenfalls -wie wir alle- autodidakt, hatte damals wochenlang kein Training mehr und das ganze war glaub ich 3 Tage vor ihrem Vierteljahres-Trip nach Australien. Vielleicht können wir da noch mit einem zweiten Versuch und etwas mehr Vorbereitung ein besseres Ergebnis erzielen. Gesangsunterricht nehmen und Monate drauf vorbereiten, dafür fehlt momentan die Zeit und Ressourcen... aber Grundsätzlich wissen wir um das "Entwicklungspotenzial" ;-) ;-)

7.) Zum Bass-Solo-Effekt:
nicht rausnehmen. Nur evtl. dezenter einstellen. Wenn er ausklingt hört man ein ziemliches "schleifen"... das war so der Hintergedanke.
Generell wollten wir nicht so Effekt-Überladen sondern eher "natürlich, trocken und in teilen bewusst nen tick schräg" rüber kommen. Nur ein kleines Beispiel: Sven will schon lange auch die Toms etwas "seichter" machen. Aber der Komponistin gefällts und wirklich unmöglich schlecht finden wir's auch nicht. Und der Schöpfer hat das letzte Wort. Außer es ist eben gänzlich No-Go....


8.) Zum Text:
Ist nicht bös gemeint: Aber da plädier ich auf Geschmackssache.
Gut. Nen verheirateten Ehemann wird das wenig ansprechen ;-) Brauch's auch nicht ;-)
Aber ich sehe tagtäglich genügend chaotische "Erwachsene" zwischen 30 und 45 (die es z.B. nicht schaffen/verkraften "älter werden zu können") wo der Text nur zu gut immernoch zutreffen würde. Deswegen sehe ich ihn auch nicht kategorisch in der Teenie-Schublade. Und die zu Wort gebrachten Gefühle und Gedanken sind ziemlich sicher Dinge die jeder mal mit gemacht haben dürfte. Welcher Mensch hat sich denn noch nicht Gedanken über die innere und äußere Orientierung gemacht. Sowohl beziehungstechnisch als auch im Leben, was oftmals sogar auch verknüpft sein kann. Und wie gesagt. Das gibt's nicht nur -wenn auch gehäuft- bei Teenies. Gerade in der heutigen Zeit verschiebt sich sowas deutlich ins Alter. Aber wie gesagt: ich halt's für Geschmackssache. Ändern werden wir ihn jetzt nichtmehr *G*
Aber ein Augenmerk werden wir drauf behalten für Weiteres, was da noch evtl. kommen mag.


9.) Zur Grundeinstellung:
Wir sind eine sieben Köpfige Kapelle die sich 1x die Woche -eher zum Freizeitausgleich- für 2 Stunden trifft. Das Altersspektrum reicht von 18 bis 32 in ausgewogener Anzahl ;-)
Was uns antreibt ist der Spaß an Musik. Da wir nichtmal als Amateure durchgehen, muss man auch ganz klar sagen, dass wir versuchen aus limitierten Möglichkeiten das Beste raus zu holen.
Ich hab lange überlegt ob ich's einstellen soll, weil wir eben nicht sagen können wir werfen alles weg, spielen nochmal alles ein oder bauen ne live-Recording-Box, mieten ein Studio. Was auch immer. Auch haben wir ganz unterschiedliche Charaktere. Disziplinierte, Freidenker, Lockere, Motivierte, Übermotivierte. Auch wechseln wir bei nem Auftritt mal die Instrumente für 2-3 Songs, weil es uns eben auch wichtig ist, dass wir nicht NUR für's Publikum spielen (was eh eher ne Mund zu Mund - Propaganda auf Anfrage und sehr selten ist) sonern auch selbst auf unsere Kosten kommen. Und trotzdem haben wir's geschafft -trotz vieler Disskussionen- seit über 2 Jahren zusammen zu bleiben und uns immernoch zu mögen ;-) Da wir -wie bereits erwähnt- wohl nicht wirklich Songs am laufenden Band produzieren werden (können) wollten wir u. a. auch jeden dieser Charaktere in dem Song irgendwie verwirklichen und eben auch unsere Philosophie irgendwie transportieren.

10.) Fazit:
vermutlich wollten wir zuviel und haben darüber hinaus vergessen die wenigen, wirklich wichtigen Akzente zu setzen. Alles über den Haufen zu werfen geht nicht.
Aber in der Disskussion (durch euer Feedback) der letzten Tage kristallisiert sich heraus, das wir evtl. 2 bis 3 Versionen machen werden, wo wir unterschiedliche Feedbacks von euch einfließen lassen wollen. Geht in Richtung Gitarre weg lassen, teilweise weg lassen. am Bass-Anteil arbeiten etc. Der Song soll, muss und wird auch nicht jedem gefallen. Auch meinen eigenen Musikgeschmack trifft er (zwar auch) aber nicht voll. Er soll uns ein bischen wiederspiegeln aber er sollte eben auch keine No-Go's enthalten die das Teil nur für "uns zumutbar" machen. U. a. deshalb hab ich's auch hier eingestellt.

So ihr gewollt seit, würde ich die 2-3 neuen Versionen wieder hier in dem Thread zur Neubewertung einstellen. Wie schnell das geht, kann ich allerdings nicht sagen. Kann wochenende werden oder noch 1-2 oder gar 3 Wochen gehen. Wie halt Zeit ist...

---

Die Einzelspuren gibt es noch!

So. Ich hoffe ich konnte jetzt zu den gröbsten Punkten Stellung nehmen und euch auch zeigen bzw. einen Einblick gewähren, dass wir uns viele -vielleicht zuviele- Gedanken gemacht haben. Eben nicht nur "drauf los geschraddelt". Ist viel geworden. Aber viel (gutes) Feedback verlangt -denke ich- auch ne ordentliche Antwort ;-)

Herzlichen Dank nochmal an euch alle. Bin echt überwältigt. Würd mich auch freuen, wenn mit meiner Antwort hier der Thread nicht zu Ende geht. Wenn also jemand noch (konstruktive ;-) ) Anmerkungen dazu hat; gerne.

Viele Grüße & Danke nochmal
 
Moin,
schön, das die Kritik so konstruktiv aufgenommen wird wie sie gemeint war!

In einer Gruppe basisdemokratisch Lieder zu machen ist schwierig. Deswegen sind die meisten Songs auch nur von Teilen der Band geschrieben, der Rest "unterwirft" sich dem Konstrukt. Das ist auch manchmal nicht einfach, aber die Ergebnisse sind etwas weniger "Everybodies Darling".

Alle einzeln aufnehmen ist als Amateur schwer. Bei unseren eigenen Aufnahmen haben wir das meiste live eingespielt, die wenigen Mehrspursachen waren eine unglaubliche Ochserei, bis das groovte. Das geht leider nicht einfach mal so. Eine Methode, die mir heute noch sehr gut gefällt: Es wird im Proberaum alles abgenommen, und über die Hauptwege am Pult ein aufnahmefähiger Mix erstellt. Mittlerweile gibt es ja auch kleine USB Pulte, mit denen Mehrspuraufnahmen gemacht werden können. Die Monitore dienen als Abhöre. Mit ein wenig Zeit und Geduld sind da gute Ergebnisse zu erzielen, schließlich sind die meisten von uns ausschließlich Live- und Proberaummusiker.

Ich bin gespannt auf die weitere Verbesserungen eures Songs!

Ciao
Monkey
 
Also mir gefällt das ehrlich gesagt ziemlich gut :)
Klingt ein wenig nach Schlager, aber genau in dem Maß, indem es eine Bereicherung ist.
Textlich auch sehr schön, erinnert mich alles in allem ein bisschen an Rio Reiser.

Liebe Grüße
Gabriel
 
@Monkey:
Ist jetzt nicht böse gemeint: aber in der Vergangenheit kam ich mit einem Haufen deiner Kommentare nicht wirklich klar. Aber die Art und Weise wie du scheinst dich in uns hinein denken / verstehen zu können macht mir fast gar ein bischen Angst ;-) -> sieh's als Kompliment! *G*

@Rockforever:
Danke auch für die aufmunternden Worte. Es freut mich sehr, dass auch mal einer schreibt, dass es ihm gefällt. Auch sowas tut mal gut.
Der Dank gilt übrigens auch allen andern die auf ihre Art und weise neben der Kritik auch noch ein aufmunterndes Wort gefunden haben.
Ein mix aus konstruktiver Kritik und ein bischen Balsam tut gut ;-)


Viele Grüße aus Friedrichshafen
 
karlchen":2ymhyh6w schrieb:
9.) Zur Grundeinstellung:
Wir sind eine sieben Köpfige Kapelle die sich 1x die Woche -eher zum Freizeitausgleich- für 2 Stunden trifft. Das Altersspektrum reicht von 18 bis 32 in ausgewogener Anzahl ;-)
Was uns antreibt ist der Spaß an Musik. Da wir nichtmal als Amateure durchgehen, muss man auch ganz klar sagen, dass wir versuchen aus limitierten Möglichkeiten das Beste raus zu holen.
Ich hab lange überlegt ob ich's einstellen soll, weil wir eben nicht sagen können wir werfen alles weg, spielen nochmal alles ein oder bauen ne live-Recording-Box, mieten ein Studio. Was auch immer. Auch haben wir ganz unterschiedliche Charaktere. Disziplinierte, Freidenker, Lockere, Motivierte, Übermotivierte. Auch wechseln wir bei nem Auftritt mal die Instrumente für 2-3 Songs, weil es uns eben auch wichtig ist, dass wir nicht NUR für's Publikum spielen (was eh eher ne Mund zu Mund - Propaganda auf Anfrage und sehr selten ist) sonern auch selbst auf unsere Kosten kommen. Und trotzdem haben wir's geschafft -trotz vieler Disskussionen- seit über 2 Jahren zusammen zu bleiben und uns immernoch zu mögen ;-) Da wir -wie bereits erwähnt- wohl nicht wirklich Songs am laufenden Band produzieren werden (können) wollten wir u. a. auch jeden dieser Charaktere in dem Song irgendwie verwirklichen und eben auch unsere Philosophie irgendwie transportieren.

Moin Karlchen,

auch wir sind eine reine Feierabend Hobbytruppe und musizieren mit sehr viel Spass ca. 1x die Woche (manchmal auch weniger).
Manchmal entsteht richtige Magie, manchmal auch Schrott (schwere Woche gehabt etc.)
Nach langer Coverzeit habe ich angefangen, eigene Songs zu schreiben. Diese wurden sehr gut von der Band aufgenommen und gehören zum festen Repertoire.
Als nächster Schritt kam das Aufnehmen und CD fertigen, nur für den eigenen Bedarf. Hierzu wurde technisch mit ganz guten Bordmitteln ein ziemlicher Aufwand betrieben.
Die Euphorie war anfangs groß.

Jetzt kommt's:
Die Aufnahmen sind inzwischen in der Tonne gelandet, weil sie realistischen Ansprüchen nicht genügten.
Es traten exakt die gleichen Unzulänglichkeiten zutage, wie hier bereits geschrieben wurde.
Einmal die Woche hobbymäßig zusammenzutreffen und Spass beim Musizieren zu haben reicht m.E. einfach nicht aus, um ein halbwegs professionelles Ergebnis auf die Beine zu stellen. So ist es uns jedenfalls ergangen.
Letztlich machen wir jetzt wieder mit grossem Spass einfach nur für uns selbst Musik.
Hin und wieder ein kleiner Auftritt...und gut ist!
Aufnehmen tuen wir nur noch zur Selbstkontrolle.

Fazit: Habt Spass und grämt Euch nicht. Wollt Ihr allerdings mehr, müsst ihr auch mehr investieren.
Meine persönliche Meinung :-D
 
karlchen":2zr42vf5 schrieb:
@Monkey:
Ist jetzt nicht böse gemeint: aber in der Vergangenheit kam ich mit einem Haufen deiner Kommentare nicht wirklich klar. Aber die Art und Weise wie du scheinst dich in uns hinein denken / verstehen zu können macht mir fast gar ein bischen Angst ;-) -> sieh's als Kompliment! *G*
...

Ni Hau,

:shock: da müßen wir uns vielleicht noch mal per PN drüber unterhalten. Ich melde mich die Tage mal!

Grübel...

Ciao
Monkey
 

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