Fender Blues Deluxe: Weber MiniMASS vs. Tonebones


A
Anonymous
Guest
Hallo zusammen,

ich gehöre seit kurzem zur Selbsthilfegruppe "Hilfe, mein Amp ist zu laut!" :shock: , wobei der Blues Deluxe in der Beziehung noch brutaler als mein Hot Rod DeVille 212 zuschlägt: so zwischen 0,5 und 0,6 auf der Lautstärkeskala setzt der Amp plötzlich SEHR LAUT ein.

Ich suche jetzt nach einem empfehlenwerten Weg zur klangneutralen Lautstärkereduktion und bin nach Studium der SuFu auf zwei Alternativen gestoßen:
  1. Weber MiniMASS 50W https://taweber.powweb.com/weber/minimass.htm (100 US$)
  2. ToneBone Pentode http://www.tubeampdoctor.com/produc...d=669&osCsid=889bb0a335b082ea0ebc9871a3c106c1 (98 Euro)

Hat jemand schon Erfahrungen mit beiden Alternativen sammeln können? Preislich macht es so gut wie keinen Unterschied ($100 plus Versand/Zoll vs. €98 plus Versand). Die schnellere Handhabung spricht für den MiniMASS, wohl auch die stufenlose Regelmöglichkeit. Wie sieht es mit dem Klag aus?

Gruß & Blues

Reinhard
 
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Anonymous
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Moin Reinhard,

Du kannst erst mal ins Röhrenkästchen greifen: eine 5751 in V1 und eine 12AT7 in V3. Zusätzlich wäre der Deluxe auch ein Kandidat, um eine JJ6V6 in die Endstufe zu packen (Achtung: nur die JJ Röhre kann die Spannung im Deluxe aufnehmen!). Die 5751 ist leistungsschwächer als die 12AX7, die AT in V3 lässt den Lautstärkeregler etwas feinfühliger werden, die 6V6 setzt die Endstufenleistung runter. Das ist die billigste Lösung.

Die Tonebones verwenden EL84, in etwa die Leistungsklasse der 6V6. Ich mag sie klanglich nicht so gerne. Zusätzlich musst Du entscheiden, ob Du sie als Pentode (wenig Klangveränderung, geringere Leistungsreduktion) oder Triode (größere Klangveränderung, größere Leistungsreduktion) haben möchtest. Ich behaupte, mit meinem Röhrenvorschlag wird Dein Amp im Ergebnis besser klingen und ein ähnliches Reduktionsergebnis bringen als die Pentode.

"Leistungsbremsen" ala Mini Mass haben den entscheidenden Nachteil, dass sie bei geringer Lautstärke (stark "gebremst") mit massiven Klangverlusten zu kämpfen haben, die oft verstärkerseitig nicht mehr auszugleichen sind. Dafür kann man den Amp wirklich auf Zimmerlautstärke betreiben. Ich benutze selbst zuweilen eine Hot Plate am DeVille, allerdings immer nur mit einer sehr geringen Dezibelreduktion, z.B. bei kleineren Gigs, um den Amp trotzdem etwas weiter "aufreissen" zu können.

Gruß, Martin
 
A
Anonymous
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Hey Reinhard,
sehe ich das richtig dass dein Problem nicht die Lautstärke an sich ist, sondern die schlechte Regelbarkeit derselben?

Die Tonebone Pentodes habe ich, sie ändern klanglich wenig (bei mir), aber auch lautstärkemäßig fast nix.
Powesoaks saugen alle auch Klang weg, mehr oder minder.

Für dich wäre -vielleicht- die beste Lösung, einfach ein gleichmäßiger und feinfühliger reagierendes Masterpoti einbauen zu lassen.

Wenn bei deinem Auto das Gaspedal sehr sprunghaft reagiert und nur zu schnell oder zu langsam geht und fast nix dazwischen, dann ziehst du ja auch nicht konstant die Handbremse an, sondern lässt dein Gaspedal richten ....
Tschö
Stef
 
Monkeyinme
Monkeyinme
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Moin,
da ich immer an dem Thema interessiert bin auch mein Senf.
Kennt denn jemand die Minimass von Weber? Aufgrund des anderen Prinzips (Lautsprecherantrieb=Magnetspule) sollte der doch einen anderen Einfluss auf den Ton haben als die Widerstand betriebenen Power Soaks unterschiedlicher Hersteller.
Oder liege ich da jetzt falsch?
Ciao
Monkey
 
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Blackbeer
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Moin,

der MiniMass is ja auch nur ein Widerstand in Form einer Lautsprecherspule. Ich habe ihn besessen und genutzt. Das Teil funktioniert einfach und recht gut ohne den Sound stark zu verfälschen, wenn man ihn nur zur Feinjustierung oder geringen Absenkung einsetzt. Wenn man glaubt, daß man damit einen Amp ohne Soundverluste auf Zimmerlautstärke bringen kann. Der Sound und der Höreindruck ändern sich doch wahrnehmbar. durch Anhebung der Höhen kann man da etwas ausgleichen, aber richtig Spass macht es dann nicht mehr.

Gruß und Blues
Andreas
 
bushy
bushy
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Blackbeer":3c71hgou schrieb:
Moin,
... Der Sound und der Höreindruck ändern sich doch wahrnehmbar. durch Anhebung der Höhen kann man da etwas ausgleichen, aber richtig Spass macht es dann nicht mehr.
Gruß und Blues
Andreas

Moin,
das stimmt und mit anderen Worten: die MiniMass klaut Höhen ohne Ende, sobald man eine stärkere Absenkung des Signales vornimmt .
Trioden TB´s veränden den Sound sehr stark Richtung Normalkanal eines Vox (tut absolut jedem 7ender Amp wirklich gut :mrgreen: ). Die Pentoden werden bei dem Lautstärke Regelproblem nicht wirklich helfen, also: probiere es mit den Röhren und/oder einem anderen Poti für den Master.
 
Real-JJCale
Real-JJCale
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als HRD-Fan kann ich folgenden sehr einfachen Trick empfehlen:

1. Patchkabel von PREAMP OUT in einen kleinen passiven Mixer (z.B. DOD 4-kanal Mixer)
2. Patchkabel vom passiven Mixer in den POWERAMP IN

Fertig!

So kann man die Vorstufe so hoch drehen wie man möchte und regelt die Gesamtlautstärke via passiven Mixer.

Statt des kleinen Mixers lässt sich auch ein Volumenpedal dafür "missbrauchen".

Würde ja gerne ein pic anhängen, aber leider ist das hier bei den posts nicht möglich.

Falls jemand ein Bild zum Nachvollziehen braucht, kann er sich gerne melden.

LG
RJJC
 
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Anonymous
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@Real-JJCale

you made my day!!! Warum komm ich Blödmann nicht selbst auf so eine Idee mit dem Volumenpedal???

Danke! Du bist für mich heute der Held des Tages! :mrgreen:
 
bushy
bushy
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Oh Mann, natürlich: Das SoloSwitch Prinzip. :oops:
Funktioniert Tadellos bei seriellen Einschleifwegen.
 
 

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