Fragen....Viele Fragen...

A
Anonymous
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Also...Erstmal hallo, ist ja sozusagen mein Jungfern-Post!

Ich spiel jetzt ungefähr n halbes Jahr, hatte mein Start in einer Punkband, die ich aber verlassen hab. Hab die ganzen Grundsachen gelernt. Powerchords, Barreegriffe usw. kann ich soweit schon...
Ich frag mich bloß, inwieweit man Musiktheorie braucht. Hab mich schon damit beschäftigt.
Hab mir ein Buch gekauft (How to play Rock I).
Da stand einigermaßen drin,wie man akkrode bildet und Tonleitern ableiten kann. Zu den Fragen:

1.Woher weiß ich, welches c usw ich dann spielen muss? Es gibt ja nich nur auf der e-seite im dritten bund eins, sondern halt auch anderswo...Ich hoffe ihr wisst wie ichs meine...
2.Gibt es eine Grundregel zur Bildung von Akkorden? Wenn ja, warumhaben dann manche 3 Töne und andere wieder mehr (Barreeform) usw.
3.Was sind Pattern, was bedeuten die verschiedenen Formen?

Danke schonmal,wird bestimmt toll hier.

edit: Wie siehts mit Zupfen aus...muss man auch mit den Fingern spielen können,oder ist das eher nebensächlich?
 
A
Anonymous
Guest
Hallo,

1. Dritter bund e-Saite ist g, ;-), ich denke, du meinst die A-Saite (3. bund = C)
Und es ist sehr praktisch zu wissen, wo sich auf welchem Bund welche Note befindet (selbe Oktave wohlgemerkt). Wüsstest du nur eine Position, müsstest du schon arg auf den Griffbrett "springen". Und das hat meistens ungewollte Neben-Effekte (hektik, timing usw)

2. Ein Akkord ist ein Dreiklang - also drei verschiedene Töne. es gibt mehrere Akkord-Gattungen (dur, moll, major usw) für die es einen spezifischen Aufbau gibt. Die Akorde werden nämlich immer mit den selben Halbton-Schritten vom Grundton aufgebaut (Sekunde, Terz, Quarte usw.) Weiss man einen Akkord, so kann man ihn (notfalls mit Barré) über das Griffbrett verschieben

3. Pattern = Muster, wenn du dir das Griffbrett bildlich vorstellst, ergeben Skalen oder Tonleitern ein bestimmtes Muster, d.h. die Anordnung der passenden Noten auf den verschiedenen Saiten. Wenn du ein Pattern beherrschst und die Tonart weisst, so musst du das Pattern auf den jeweiligen Grundton verschieben - und wenn du dann die jeweiligen Noten des Patterns spielst, liegst du nie falsch, d.h. alle Töne "passen"

Puh und das von mir, der weder Noten lesen kann noch Unterricht hatte ;-)
 
A
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1.ju,meinte a-saite,war ein bisschen verpeilt...Das mit den Noten,und wo sie sind istmir klar.
Ich meinte aber:Wenn ich jetzt z.b. E dur Tonleiter spielen will, welches F# muss ich dann spielen, also wo....woher weiss ich welches f# auf welcher saite?
2.Wie bildet man die Barreegriffe, und überhaupt die Durakkkorde/Mollakkorde, warum verschiebt sich bei einem Cadd9 1 Ton und es kommt noch einer dazu? (zumindest nach nem Tab)?
3. Wie kann man die bilden,will nich nach mustern gehen? :-D

Bin einfach richtig "neugierig", da ich's so früh wie möglich begreifen will. :)
 
A
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Hallo Wohlstandskind,

na da will ich mal versuchen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen, obwohl ich nicht sicher weiß, ob ich die Fragen richtig verstanden habe.

1. Eine Tonleiter beteht aus sieben Tönen innerhalb eines Oktavraumes; die (Kirchen-)Tonart bestimmt, wo die Halbtöne liegen. Wie man diese Klangfolge auf dem Griffbrett abbildet, bestimmt der Fingersatz. Dieser ist grundsätzlich völlig frei wählbar, der Musiker muß sich nach den Kriterien Spielbarkeit und Klangfarbe der einzelnen Saiten richten. Natürlich kann man einen Halbton rauf auch eine Saite tiefer und sechs Bünde höher spielen - aber das macht in der Regel, v.a. bei schnellem Spiel, wenig Sinn. Also haben sich gewisse "Standards" durchgesetzt, wie man in welcher Lage welche Tonleiter spielt, ohne sich die Finger zu verknoten. Selbiges gilt für die Pattern, wie vestine es beschrieben hat. Dies sind einfach Vorschläge, wie man sich gewisse Tonfolgen auf dem Griffbrett merkt, ohne im Kopf ein Notennamen-Chaos zu veranstalten ("hm, mal sehen, wir sind in A-Dur, die Grundlage im Pattern war C-Dur, also E wird zu C#, und dann kommt, äh... hups, Solo vorbei") Müssen muß niemand, aber es ist eben praktisch.

2. Beachte den Unterschied zwischen "Akkord" und "Dreiklang". Ersteres ist eigentlich nur ein gleichzeitiges Erklingen verschiedener Töne, letzteres ein der Harmonielehre gehorchendes Gebilde aus (Überraschung!) drei Tönen, die jeweils eine Terz Abstand voneinander haben. Auch bei einem Barrégriff über sechs Saiten gibt es in einem reinen Dur- oder Mollakkord nur drei Töne, die dann eben oktaviert werden. Bei erweiterten Dreiklängen, z.B. maj7 oder add9 kommt ein Ton hinzu, der nicht zum ursprünglichen Dreiklang gehört und dem ganzen eine andere tonale Färbung gibt. In Deinem Beispiel eben die None, zwei Halbtöne neben der Oktave - daher die "Verschiebung", die Du erwähnst.

So, ich hoffe dieser recht lang gewordene Monolog über Harmonielehre hat etwas geholfen :oops:

Cheers,
Sebastian
 
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Wohlstanskind":14aso4zf schrieb:
2.Gibt es eine Grundregel zur Bildung von Akkorden? Wenn ja, warumhaben dann manche 3 Töne und andere wieder mehr (Barreeform) usw.

Hi,
ja, aber auch Ausnahmen. Grundsätzlich läßt sich sagen Dur bedarf der großen Terz, währen Moll der kleinen bedarf. Bei Barreéakkorden werden die Töne oktavmäßig gedoppelt.
1 - 3 - 5 = DUR, 1 - b3 - 5 = MOLL
Bei add9 wird die None hinzugenommen (1 - 3 - 5 - 9). Aber nur die None, während sonst Nonen immer in Verbindung mit kleinen Septimen auftauchen (7/9) (1 - 3 - 5 - 7 - 9).
Quinten kann man Allgemein weglassen, da sie im Hirn substituiert werden (1 - 3 - 7 - 9).
Interessant wird die Sache erst bei komplexen Akkorden im Jazz etc.
 
A
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Hi,

dem Gesagten ist eigentlich nix mehr hinzuzufügen. Außer vielleicht ein bisschen "Werbung" für mein Liebelingswerk zu diesem Thema, nämlich "Die neue Harmonielehre" von FrankHaunschild, zu machen. Diese Lektüre sei dir wärmstens empfohlen. Sie fängt quasi bei Null an und ich halte sie, für meinen Bedarf als Hobbymusiker, für sehr komplett.

In Anlehnung an deine Sig. könnte man sagen: "Die neue Harmonielehre" ist Haunschlids Versuch dem völlig Unbedarften musikalische Zusammenhänge beizubringen :lol: ...

Grüße, Volker.
 
cook
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Ich mag auch Abi v. Reininghaus' "In Vivo Guitar", weils witzig geschrieben und klar verständlich ist. Außerdem wendet es sich direkt an Gitarristen.
 
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Danke
....ich denke ich hab's....,z.B:

C-Dur:

1 - 3 - 5
C E C

---> e B G D A E
0 1 0 2 3 x

Stimmt ja....aber woher weiß ich welche Saite mitgespielt wird und welche nicht?

Hab mir wie gesagt auch ein Buch geholt,ist auch lustig geschrieben, aber verstehen tut man dadurch nix :D
 
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C-dur: 1-3-5 -> C - E - G

Alle Saiten die noch mitgespielt werden sind verdopplungen von den Tönen. Man kann aber auch nur den dreiklang mal suchen und auf jeweils drei Saiten spielen, da die Verdopplungen auf den tiefen Saiten manchmal nicht gewollt sind. All diese Griffbilder findest du z.B. in dem erwähnten Buch "in vivo guitar"

Gruss
Pete
 
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Pete-Rock":1xvlb8n7 schrieb:
C-dur: 1-3-5 -> C - E - G

Gruss
Pete

Danke...

Also doch vom Grundton aus alle zählen.... :?
Das Buch von mir hat mich total verwirrt, bin ja sonst nich so :D

Also werden bei C-Dur :

C und E "doppelt gespielt" (e-Saite offen u. B-Saite 1.Bund) und G kommt nur einmal vor (mit den Worten eines Harmonieneulings :))
 
A
Anonymous
Guest
Hallo,

ich glaube wir kommen in den Wald.

D-Dur: D-F#-A, da ist kein C und kein E nicht drin. C ist die Septime, wenn Du das mitspielst (wie erwähnt 1. Bund H-Saite) kriegst Du D7. E ist die Sekunde, und wenn Du die im Bass (leere E-Saite) mitspielst kriegst Du Tonsalat.

Grundsätzlich und vereinfacht gesagt: es werden nur Saiten gespielt, die einen "richtigen" Ton zum gewünschten Akkord "beisteuern"! Im erwähnten Beispiel müßtest Du auf der E-Saite im 2.Bund F# spielen, um in reinem D-Dur zu bleiben. Mit der Terz im Bass kann das aber auch breiig klingen. In der Regel besser: Grundton im Bass, weniger ist mehr (manchmal). Es müssen nicht immer alle 6 Saiten klingen, im Gegenteil. Gerade in der Band wirst Du Deinen Kollegen einen Gefallen tun, wenn Du nicht immer alle Chords in six-string durchschrammelst.

So long,
Sebastian
 
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Banger
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Wohlstanskind":1hi9et00 schrieb:
...mal wieder vertippt :(
Bei deinem Nick wohl auch? Ich kenne nur Wohlstandskinder :-D

Nebenbei mal 'ne kleine Bitte: mach vor Deiner Signatur mal einen Zeilenumbruch oder einen anderen Trenner, macht die Beiträge besser lesbar ;-)
 
B
Banger
Guest
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