Gitarrenrecording - 2 Cabs


asatmann
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Hallo, ich hab ne Frage zur zur Microabnahme von 2 Cabs.
Ich hab an meinem Fender noch zusätzlich ne 4x12er Box dran. Der Mischsound aus beiden Boxen klingt für mich ideal im Proberaum.
Vor allem bei stärker verzerrtem Rocksound macht die 4x12er den Druck, der mir beim Fender fehlt.
Ich würde gern diesen Mix von beiden Boxen beim Recording aufnehmen, ich würde dieses auch gerne Live umsetzen. unser Drummer (Veranstaltungstechniker) meint, es sei schlecht, mit 2 Micros 1 Quelle abzunehmen, "so was mache kein Techniker"..
Solche pauschalen Dogmen nerven mich, ich hab's ausprobiert und der Sound war spitze - nichts von Phasenauslöschung usw.
Mich interessiert jetzt aber trotzdem, ob diese Methode generell auf Ablehnung stößt oder üblich ist. Wäre es besser, mit nem Rhode NT1 ne Abnahme aus ca 1,5 m zu machen (für Aufnahmen) oder 2 SM57 direkt an jede Box? Und ist es für die Bühne umsetzbar?
Wird nicht sogar im Studio manchmal 1 Speaker mit mehreren Micros abgenommen, um nen volleren Sound zu haben?
Ich brauch ne fundierte Diskussionsgrundlage (mit fundiert mein ich euch, ich hab Vertrauen ;-) ), um das Thema zu meinen Gunsten durchzusetzen.
Vielen Dank
 
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Moin,


es ist durchaus gängig mit mehreren Mikros abzunehmen. Wenn man eine verschiedene Cabs/Speaker spielt vielleicht noch mehr, oder noch sinniger...

Das mit de Phasenauslöschung wäre natürlich ein Argument, aber es ist in den Griff zu kriegen, den auch Overheads werden oft mit 2 Mikros abgenommen. Das selbe in grün mit einem anderen Instrument. Kennste jemanden , der ein Schlagzeug nur mit einem Mikro abnimmt? Ich nicht!

Ansonsten, bis auf den Mehraufwand oder kein Kanal mehr frei, weiß ich jetzt wirklich kein Argument, weshalb man nicht mit zwei Mikros abnehmen sollte, wenn das Ergebnis besser ist, als mit nur einem Mikro.

Die Idee mit dem Rode den Raumklang aufzunehmen ist unter Studiobedingungen sicher ein Experiment wert, live aber nicht wirklich umsetzbar. Selbst wenn Platz ist, sind da Rückkopplungen und Übersprechungen garantiert.
 
Daniel
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Hallo

Es werden praktisch "immer" mehrere Miks verwendet und auch mehrere Lautsprecher. Daraus wird dann "der" gewünschte Sound kreiert.
Thema Phasenauslöschungen: Das kann auch einen gewünschten Sound ergeben. Am besten ausprobieren und was gefällt ist gut.
 
A
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asatmann":3urauq1m schrieb:
Ich hab an meinem Fender noch zusätzlich ne 4x12er Box dran.

.... meint, es sei schlecht, mit 2 Micros 1 Quelle abzunehmen, "so was mache kein Techniker"...

Tach asat,

da hast Du doch schon die Antwort: Du hast ja zwei Quellen und nicht eine.
Abgesehen davon gab es Zeiten, da hat man seinen halboffenen Combo vorne und hinten abgenommen. Und die Snare oben und unten.

Sag Deinem Drummer einen Gruß, wenn er mal bei uns die Technik machen sollte, mikrophoniere ich meinen Amp lieber selbst! **)
 
auge
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zwischen Tür und Angel...
ich finde die idee 2 cabs zu vewerwenden und 2 mikros dazuzustellen sogar ziemlich gut.
der techniker kann sich sogar ein bisschen im stereo panorama spielen und es spricht gar nix dagegen ausser dem mehraufwand den ich aber echt vertretbar finde.
beim keyboarder fragt auch keiner warum er sterei DIs braucht.
und beim schlagzeug sowieso nicht warum man soviele mics braucht.
berichte einfach wie es gelaufen ist und klingt
lg
da auge
 
univalve
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Pfaelzer":2yvwmu2k schrieb:
Abgesehen davon liegt das Problem bei Overheads zum einen darin, dass die Mikros im AB-Verfahren meistens zu weit aussereinander sind bzw. nicht in gleichen Winkel gerichtet sind (kauft euch eine XY-Schiene für die Overheads; spart auch 1 Ständer !)
Soso... Hab ich noch nie gesehen.
Und häng' mal zwei U47 an einen Ständer - da hilft nicht mal mehr ein Ständer mit Gegengewicht.
Und zu dem Winkel: der kann aus bestimmten Gründen anders sein. Sehr gute Ergebnisse hatten wir so schon...

SCNR ;-)

greetz
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asatmann
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VIELEN DANK MAL SOWEIT!
Da hab ich jetzt ordentlich Stoff um den Kerl in Grund und Boden zu argumentieren. Naja, das Problem ist einfach, daß er solche Dinge tagtäglich macht wobei sich da halt "Standards" einschleichen und er sich dabei ungern ins Zeug reden lässt...
Ihr solltet mal sehen wie er Kompressoren-Parameter einstellt...
Das Ambience-Miking ist natürlich nur für Aufnahme im PR gedacht, das Mikro ist da, werd ich mal probieren. Für live würd ich natürlich 2 SM57 nehmen.

Gruß
 
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asatmann":2oxbn7xp schrieb:
Ihr solltet mal sehen wie er Kompressoren-Parameter einstellt...

Erzähl! ;-)


Dein Problem ist so´n bisschen, dass der Verantwortliche für den Sound dein Kumpel ist. Sehe ich das richtig? Ansonsten könntest du dir die Diskussion spätestens beim 2 Gig sparen. Manchmal ist es einfach Kacke, wenn 1 Person verschiedene Funktionen hat...
 
asatmann
asatmann
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Naja, ein Problem ist's nicht, er kennt sich mit der Materie ja durch seine Arbeit bedingt aus. Aber komm da mal mit ner alternativen Idee...
Letztendlich lässt er sich schon überzeugen, wenn das Ergebnis besser klingt, davor wird aber erstmal diskutiert, und das nervt richtig.
Zu den Kompressoren: Für ihn gibts einfach EINE Einstellung, egal welches Instrument. Wenigstens beim Gesang probiert er rum, alles andere wird Schema F eingestellt - macht mann bei der Arbeit ja auch so... Ist mir ja egal wenn er das bei der Arbeit so macht, bei Aufnahmen im PR sollte es anders sein. In der Regel wird alles auch noch ein 2. mal gemischt, weil dann nach ner Woche selbst unzufrieden ist:)
 
 

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