Ibanez Artist 2630: Problem mit rascher Oxidation der Saiten


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Anonymous
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Hallo zusammen,

Ein guter Freund von mir hat ein mittleres Problem mit einer Ibanez Artist 2630 Semi Hollowbody, Baujahr 1978, die er von einem Arbeitskollegen erstanden hat:

Die Pickup-Kappen haben einen leichten Befall von 'Grünspan' - wurde von einem Fachmann davon befreit, ist aber nun wieder zurück.

Das Schlagbrett und der Body sind stets beschlagen, laufen an.

Die Saiten oxidieren sehr rasch und reissen nach einer gewissen Zeit, ohne dass die Gitarre bespielt wurde.

Ein Fachmann in unserer Region (www.guitar-repairs.ch) hat sich die Gitarre bereits angesehen, ist aber ratlos betreffend des Problems. Er vermutete zuerst, dass es vielleicht am Koffer, in welcher die Gitarre aufbewahrt wird, liegen könnte - das konnte dann aber doch ausgeschlossen werden.

Der Besitzer der Gitarre ist übrigens kein Laie, weiss wie die Gitarren gelagert und behandelt werden müssen.

Hat jemand schon Erfahrung mit diesem Phänomen (?) gemacht und hat eventuell Infos parat?

Herzlichen Dank & Gruss

Marco
 
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guitman
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392
Hallo Marco,

das scheint ein damaliges Produktionsproblem von Ibanez gewesen zu sein. Bei manchen Semi-Gitarren aus der Zeit (z.B. GB10) trat dieses Problem lt. Ibanez-Forum wohl oft auf. Je nach Teil hilft dann nur der Austausch des betroffenen Teils (z.B. Schlagbrett).

Axel
 
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Hallo Axel,

Danke für deine Antwort. Im Falle meines Kumpels heisst das wohl, dass er die ganze Gitarre auswechseln muss...hahaha.

Wünsch dir einen schönen Tag

Gruss, Marco
 
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tommy
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Moin, das hört sich nach einer chemischen Reaktion durch unterschiedliche Metalle an (aus diesem Zweck werden z.B. an Schiffen "Opferanoden" angebracht).

Ich würde versuchen, eine Auflistung der Materialien zu machen und einen Chemiker befragen.
 
simoncoil
simoncoil
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tommy schrieb:
Moin, das hört sich nach einer chemischen Reaktion durch unterschiedliche Metalle an ...

Baujahr 1978?
Ich frage mal ins Blaue: Gab es die die heute so verbreiteten Nickelplated Steel Saiten damals schon?
Vielleicht reicht ja (nach erneuter Reinigung ;-) ) ein Wechsel auf Stainless Steel.
 
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Hi Marco!
Lass mal Deinen Freund einen Test machen. Du
und er fassen auf ein Stück Stahl (unbehandelt und kein Edelstahl z.B ein Zimmermannsnagel) und schau nach einer Woche ihn wieder an.
Ich meine das jetzt im Ernst, Ich kann mich an einen früheren Kollegen von der Arbeit erinnern, der durfte bestimmte Halbfabrikate nur noch mit Stoffhandschuhe anfassen, da sein Handschweiß dermaßen aggressiv war, dass schon nach kurzer Zeit voll die Korrosin einsetzte. Als würden seine Hände Säure produzieren. Vielleicht ist Dein Freund auch so veranlagt. Wenn das der Fall ist hilft nur öfters die Cromteile mit einem Microfasertuch abwischen und die Saiten mit so einem Fretreiniger
http://www.rockinger.com/index.php?cat=WG227&product=09412&sid3=fd5c12c9165c9bf60745ebd9accd1a0c
öfters zu behandeln
Gruß bassulli
 
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Hi bassulli

Danke für den Hinweis. Naive Annahme meinerseits: aber dann müsste, v.a. was die Saiten betrifft, dasselbe bei all seinen anderen Gitarren, die mit der gleichen Marke besaitet sind und die er praktisch täglich spielt, auch geschehen - was nicht der Fall ist. Oder sehe ich das falsch?

Gruss, Marco
 
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Hi Marco!
Vielleicht treibts ihn bei dieser Gitarre den Angstschweiß besonders raus
Gruß Bassulli
 
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guitman
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Marco23 schrieb:
Hallo Axel,

Danke für deine Antwort. Im Falle meines Kumpels heisst das wohl, dass er die ganze Gitarre auswechseln muss...hahaha.

Wünsch dir einen schönen Tag

Gruss, Marco
Hallo Marco,

soweit ich mich entsinnen kann, wurde im Ibanez-Forum die These verbreitet, dass die 'Verwesung' des Schlagbretts der Auslöser war und danach bei längerer Lagerung im Koffer die weiteren Teile angegriffen wurden. Ich hatte in der Tat mal eine GB10 gesehen, da war wirklich alles Messing (Pickups, Schrauben, Saitenhalter etc.) angelaufen und das Schlagbrett grünlich. Dafür sprach zudem, dass spätere Modelle diese Probleme nicht mehr hatten und dort anderes Schlagbrett-Material verwendet worden ist.

Hört sich zumindest irgendwie plausibel an und ich würde bei der Gitarre Deines Bekannten eine ähnliche Richtung vermuten.

Axel
 
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Hi Marco!
Ja das hört man jetzt öfters, dass Holz verwest. Das soll auch ganz schön stinken. Daher auch der Spruch: Das stinkt mir aber heute an, noch was zu üben
Gruß Bassulli
 
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Hallo zusammen,

Danke für eure Hinweise. Ich werde das mal an meinen Kollegen weiterleiten, damit er eine mögliche Ausbreitung der Verwesung und einen potenziellen Übergriff auf seine anderen Klampfen noch verhindern kann.

Wünsche euch ein rockiges Weekend.

LG, Marco
 
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Hey Marco,

versuchts doch mal mit Salz.
Ich hatte mal einen Schrank, bei dem das Holz angefangen hatte zu "verwesen". Ein paar von den Tüten, die immer bei Elektrik, Klamotten etc. beiliegen helfen da Wunder.
Bei einer Semi-Hollow sind die auch gut zu verstauen ;)

LG
UI
 
physioblues
physioblues
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20 August 2003
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2.103
guitman schrieb:
Marco23 schrieb:
Hallo Axel,

Danke für deine Antwort. Im Falle meines Kumpels heisst das wohl, dass er die ganze Gitarre auswechseln muss...hahaha.

Wünsch dir einen schönen Tag

Gruss, Marco
Hallo Marco,

soweit ich mich entsinnen kann, wurde im Ibanez-Forum die These verbreitet, dass die 'Verwesung' des Schlagbretts der Auslöser war und danach bei längerer Lagerung im Koffer die weiteren Teile angegriffen wurden. Ich hatte in der Tat mal eine GB10 gesehen, da war wirklich alles Messing (Pickups, Schrauben, Saitenhalter etc.) angelaufen und das Schlagbrett grünlich. Dafür sprach zudem, dass spätere Modelle diese Probleme nicht mehr hatten und dort anderes Schlagbrett-Material verwendet worden ist.

Hört sich zumindest irgendwie plausibel an und ich würde bei der Gitarre Deines Bekannten eine ähnliche Richtung vermuten.

Axel

Genau so war es bei einer GB 10 auch, die ich fuer einen Bekannten renoviert habe. Scheint was dran zu sein.
 
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Hallo Marco, Deine Anfrage ist zwar schon etwas älter, vielleicht liest du diese Nachricht aber doch noch.
Die Korrosion liegt definitiv am Schlagbrett. Ich habe die gleiche Ibanez 2630. Habe in den letzten Jahren nach und nach so ziemlich alles ausprobiert und bin schließlich darauf gekommen, dass das Schlagbrett eine offensichtlich agressive Feuchtigkeit ausschwitzt. Ich hatte dann übrigens das Schlagbrett abmontiert und in einer Plastikfolie vollkommen separat im Keller in einer Schublade gelagert. Nach einem halben Jahr habe ich dann plötzlich gesehen, dass völlig andere Metallteile, die auch noch in der Schublade lagen, korrodiert sind, die Plastiktüte innen feucht war und sich langsam auflöste. Ein Gitarrenbauer bestätigte mir dann auch dass sowas mit Schlagbrettern ab und zu passiert. Also - weg mit dem Schlagbrett.
 
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Hi Skibi!
Das kann ich mir auch vorstellen. Vielleicht ist diese Charge Schlagbretter aus einer schlecht gemischten Plaste hergestellt, wo noch und nach nach was abdampft. Ist ja immerhin ein ganzer chemischer Kauderwelsch immer drin enthalten und aus Tubberware waren die damals auch noch nicht.
Gruß Bassulli
 
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Marco23 schrieb:
Hallo Axel,

Danke für deine Antwort. Im Falle meines Kumpels heisst das wohl, dass er die ganze Gitarre auswechseln muss...hahaha.

Wünsch dir einen schönen Tag

Gruss, Marco

Du kannst doch ruhig sagen, daß dieser "Freund" Du selber bist und Deine Hände sehr stark schwitzen...:)
 
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wollinho schrieb:
Du kannst doch ruhig sagen, daß dieser "Freund" Du selber bist und Deine Hände sehr stark schwitzen...:)

Tach,

Falscher Verdacht: ich habe zwar eine Ibanez Artist, aber nicht dieses Modell (kannste in der Galerie anäugen). Bei meiner Gitarre stellt sich das Problem nicht, obwohl das Spielen bei mir durchaus für feuchte Hände sorgt... ;-)

Bleib fröhlich

Gruss, Marco
 
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Skibi schrieb:
Hallo Marco, Deine Anfrage ist zwar schon etwas älter, vielleicht liest du diese Nachricht aber doch noch.
Die Korrosion liegt definitiv am Schlagbrett. Ich habe die gleiche Ibanez 2630. Habe in den letzten Jahren nach und nach so ziemlich alles ausprobiert und bin schließlich darauf gekommen, dass das Schlagbrett eine offensichtlich agressive Feuchtigkeit ausschwitzt. Ich hatte dann übrigens das Schlagbrett abmontiert und in einer Plastikfolie vollkommen separat im Keller in einer Schublade gelagert. Nach einem halben Jahr habe ich dann plötzlich gesehen, dass völlig andere Metallteile, die auch noch in der Schublade lagen, korrodiert sind, die Plastiktüte innen feucht war und sich langsam auflöste. Ein Gitarrenbauer bestätigte mir dann auch dass sowas mit Schlagbrettern ab und zu passiert. Also - weg mit dem Schlagbrett.

Herzlichen Dank für den hilfreichen Beitrag \m/

Gruss, Marco
 
 

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