Lâg Tramontane 333DCE


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Ich suche seit einiger Zeit eine preiswerte (nicht billige) Akustikgitarre mit einem natürlich klingenden Tonabnehmersystem. Im Sinn hatte ich ursprünglich die Yamaha APX/CPX-Serie. Mein Musikhändler hatte nur die APX500er da, die mir zumindest akustisch angespielt, überhaupt nicht zusagte.
Auch deren Pickup verhielt sich nicht viel anderes wie der einiger dort ebenfalls ausgestellten No-Name-Chinas.
Wenn, wäre wahrscheinlich nur die 900er-Serie in Frage gekommen.

Der Händler drückte mir daraufhin eine Lâg Tramontane in die Hand.
(O.K. wird ja auch in China gefertig)
Die Verarbeitung sah sehr gut aus und der Akustiksound für eine Gitarre um 530€ schon sehr beeindruckend. Die werkseitigen 011er Elixier-Saiten hatten ein sehr angehmes Spielgefühl und die Intonation des Instrumentes
war sehr sauber.
Leider hatte ich keine Möglichkeit, den Tonabnehmersound mal ausgiebig zu testen. Dazu war's dort etwas zu voll, den Tag. Das Instrument ist mit einem Shadow-System ausgestattet, das mit einem Steg-Piezo und einem unsichtbar zwischen Schallloch und Hals angebrachten Magnettonabnehmer ausgestattet.
Statt "Zargenradio" gibt's hier nur zwei kleine Drehknöpfe für Volume und 5 voreingestellte Presets, die laut dem Video auf der Website von Lâg wohl sehr aufwendig erstellt sind, um die Sounds für Strumming, Picking, Solo oder sogar Jazz-Guitar-Sounds auf Abruf zu haben.
So grob reingehört über die Dynacord-PA im Geschäft klang es schon sehr nett. Was ich nicht sooo toll finde, ist die Tatsache, daß die Shadow-Elektronik nicht mit üblichen 9V-Blöcken, sondern mit CR2430-Lithium-Batterien arbeitet. Klar, die halten lange, aber man bekommt sie auch nicht gerade an jeder Ecke, wenn Not am Mann ist...

Hat jemand schon Erfahrungen mit den Lâgs, was den Bühneneinsatz und Zuverlässigkeit etc. angeht?

Gruß

Stratitis
 
Monkeyinme
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Ausgrab...

Moin,
hast du die LAG gekauft? Oder anderswo Info bekommen? Habe heute zufällig eine in der Hand gehabt, nicht schlecht! Nur das Netz spuckt keine Information über die Tramontane aus, nur Händler und Lag selbst...

Sonst jemand mal getestet und Meinung gebildet?

Ciao
Monkey
 
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Rolli hat das System auf einer Lakewood ausprobiert und hat hier eine kurze Beurteilung geschrieben. Der Stegtonabnehmer ist übrigens ein Transducersystem, kein Piezo.

Weitere Infos und Soundbeispiele hier.
 
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Jepp.... Ich habe sie mir gekauft.

Instrument war aus dem Karton heraus schon fast richtig gestimmt :)
Ich habe lediglich den Halsstab noch eine halbe Drehung nachjustieren müssen, da die Saitenlage etwas zu flach eingestellt war.
Die Bundreinheit gibt keinerlei Grund zur Kritik. Sehr sauber, sodaß auch Chords in sehr hohen Lagen noch Spass machen.

Von der Holzverarbeitung her gab es absolut nix zu meckern. Das Instrument hat einen warmen, kräftigen Klang. Was mich persönlich etwas stört: Der Nanomag unter dem Griffbrett benachteiligt die hohe E-Saite, was allerdings nur dann auffällt, wenn dieser Pickup allein genutzt wird (Preset 5 / Jazz). Die Batterie-Kontakt für die Lithium-Zellen des Shadow-Systems musste ich etwas nachbiegen, da es sonst beim Klopfen auf die Zargen zu Krachgeräuschen über den Amp kommen konnte. (Ist mir schon bei mehreren Klampfen mit der Shadow-Elektronik aufgefallen).
Problem war damit aus der Welt geschafft.

Daß da kein großes Zargenradio drin ist, stört nicht weiter. Die 5 Presets sind praxisgerecht, obwohl ich eigentlich nur 1 und 3 brauche :-D

Zwischenzeitlich hatte ich auch die Chance, das Instrument gegen eine CPX7 von Yamaha zu testen und musste feststellen, daß letztere im Direktvergleich wesentlich steriler und mittiger klang, dazu natürlich der typische Piezo-Quack...

Die Saiten ab Werk (Elixir 011er) gefallen mir sehr gut. Sie vermitteln ein angenehmes Spielgefühl und haben bis jetzt noch nichts am Sound eingebüßt. Mag sein, daß ein Satz Martin Bronze die ersten zwei Wochen wesentlich "brighter" ist... ;-)

Zum Sound...
Zwei Presets (3 und 5) scheinen dafür optimiert zu sein, daß das Instrument auch über einen normalen Gitarren-Amp brauchbar klingt.
5 ist ja eh der reine Magnet-Pickup und 3 schiebt dermassen Bässe und Höhen nach, daß sogar über einen Peavey Bandit 112 im Proberaum ein brauchbarer Akustiksound zustande kam.

Eines möchte ich zum Abschluß aber noch raten:

Schaut euch die Instrument direkt beim Händler an und checkt alles durch.
Die erste DCE333, die ich in den Händen hielt, hatte einen Wackelkontakt am Hals-Nanomag und ein etwas unschönes Farbspiel am Headstock, das irgendwie "vorm Lackieren ausgebessert" aussah.
Manchmal kann man auch etwas Pech haben, wenn die Teile aus China kommen. Mein jetziges Instrument mag ich hingegen nicht mehr hergeben.Es ist zudem erstaunlich stimmstabil, sodaß man die leichtgängigen Tuner nicht zu häufig braucht. Der vordere Gurthalteknopf am Halsschaft erweist sich auch als praktisch, weil das Instrument dann mit einem normalen E-Gitarrengurt spiellbar ist und oben kein Fransenkram am Headstock nötig ist. Der hintere Gurthaltknop ist zugleich die Output-Buchse.

Gestern hatte ich erst noch ein bisschen in Open-D und DADGAD-Tuning experimentiert . Mach richtig Spass, sowohl akustisch als verstärkt.
Die Lâg kann schon eine Menge Radau machen, bevor die Saiten anfangen zu scheppern :)

P.S. Soundbeispiele gibt auf www. lagguitars.de
Schade nur, daß der Typ die ganze Zeit dabei singt :?

Gruß

Stefan
 
Monkeyinme
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Moin,
danke für die Antworten, das ist ja genau das was ich befürchtet hab. Ich muß doch nochmal hingehen und testen. Und andere Gitarren anspielen. Vergleichen... Ihr macht es einem aber auch manchmal schwer... ;-)

Die Soundbeispiele auf der HP von Lag mit dem Nanomag in einer Brettgitarre fand ich, naja, wie eine PU in einer BRettgitarre. Nix Akkustik. Aber in der hohlen VErsion könnte das anders sein.

Ich gehe die Tage nochmal probieren...

Ciao
Monkey
 
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Ein Nanomag allein ist auch nicht die Lösung.
Die Kombination aus Nanomag und Stegtonabnehmer machts aus...
Die Mischung machts!

Hier der Link zu der Video-Seite (dort auf die Studio-LAG-Demo klicken)
http://www.lagguitars.de/lag-inside-lag ... ideos.html

Lâg hält sich allerdings etwas bedeckt, was das für ein Pickup im Stegbereich ist. Ob das ein Piezo oder ein Nanoflex ist kann ich nicht sagen.

Gruß

Stefan
 
Monkeyinme
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Moin,
ich muß gestehen ich habe die 222 in schmal im Auge. Und laut Datenblatt hat die nur den Nanomag. Allerdings habe ich die Gitarre nicht über PA getestet, nur in der Hand gehabt und akkustisch gespielt. Und das war nicht schlecht, allerdings fehlt mir ein wenig der Vergleich. Alles andere, was ich in dem Laden in der Hand hatte klang akkustisch imO schlechter. Aber ist halt uach Geschmacksache.

Danke nochmal! Und ich werde uaf jeden Fall nochmal in den Laden gehen...

Ciao
Monkey
 
Monkeyinme
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Moin,
so, jetzt nochmal, auch mit Amp, getestet und für nicht passend empfunden. Ich muß Rolli recht geben, es klingt halt irgendwie aber nicht akkustisch wie ich mir das vorstelle. Also nicht gekauft.

Ciao
Monkey
 
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Guest
Ich habe von den Lâgs lediglich die Tramontane 333DCE und die 4 Seasons Winter angespielt (Strassenpreis so um 535€) .
Im Direktvergleich konnten die Tanglewoods und Yamahas im gleichen Preissegment dort nicht mithalten, sowohl akustisch als auch elektrisch...
Ein Instrument nur mit Nanomag würde ich allerdings nie nehmen, es sei denn, man ist Jazzer und spielt nur Flatwounds :)

Obwohl... Wenn man einen normalen Guitar-Amp benutzt und nix anderes zur Verfügung hat, klingt der Nanomag u.U. angenehmer als andere Transducer. Direkt in's Pult kommt der Lâg-Studio Preamp mit beiden Pickups hammermäßig. Richtig crisp in den Höhen und einem Mörder-Bass in Preset 3...

Wie die 222 klingt, die ja etwa die Hälfte kostet kann ich jetzt nicht beurteilen. Die 333 kam meine Traumgitarre (auch mit La... aber ...rivée dahinter) deutlich am nächsten. Letztere hat meine Preisvorstellungen aber auch um den Faktor 4 überschritten. Also Hobby-Klampfer muß man irgendwann auch mal realistisch bleiben :cry: :-D

Gruß
Stefan
 
 

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