Lange Kabelwege nach Buffer/in Effektloop - Kabelqualität?


T
tüdelü
Well-known member
Registriert
26 Februar 2007
Beiträge
116
Ort
67435 Neustadt/Weinstraße
Hallo liebe GW'ler

ich hätte da mal ne Frage, bei der ich mir gerade hier "sachdienliche" Hinweise fernab von Voodoo oder auch Allgemeinplätzen erhoffe:

Ich wollte mir für die Wege zwischen Effektboard (mit gebufferten Pedalen dabei), Effektloop und den beiden Stereoschaltern meines Engl Blackmore neue, längere Kabel (9 - 10m Länge) zulegen, da meine jetzige Kabelwurst mit 6m zuweilen schon etwas knapp war.
Natürlich möchte ich gerne so günstig wie möglich wegkommen, mir aber auch nicht den Sound zerschießen. Selbstkonfektionierte Kabel Summer Spirit mit guten Neutrik-Steckern wären preislich Obergrenze, aber machbar.
Für die Schaltwege hätte ich an dieses Kabel gedacht: http://www.thomann.de/de/cordial_cmk_222_sw.htm, da es da ja nur auf mechanische Robustheit ankommt - denke ich mal?
Für die Signalwege wäre natürlich auch das hier: http://www.thomann.de/de/cordial_cik_122_bl.htm interessant, da ich die drei Wege so farblich voneinander abheben könnte. Ich fürchte aber, mir mit diesem relativ hoch bedämpfenden Kabel bei den langen Wegen auch im gepufferten Bereich qualitative Einbußen einzufangen.
Ist das unbegründet und es kommt bei Line-Signalen und nach dem Effektboard wirklich auch nur auf mechanische Robustheit an?

Für den Weg "Gitarre - Board" werde ich mir ein 6m und ein 9m-Kabel machen, dafür habe ich das Sommer "The Spirit" im visier. Das "Spirit XXL" habe ich in der 6m-Version hier, da waren mir die Höhen zu aufdringlich - das normale "The Spirit" soll da etwas stärker bedämpfen.

Wie sieht es bei den Steckern aus? Die Guten Neutrik sind ja über alle Zweifel erhaben, aber wie sieht es mit den günstigen Amphenol aus: http://www.thomann.de/de/amphenol_acpm_rn.htm

Da ich letztendlich 5 gerade und fünf gewinkelte Monostecker sowie je zwei gewinkelte und gerade Stereostecker verbauen werde, könnte ich da schon ein paar Satz Saiten bei rausholen, will aber auch nicht in einem halben Jahr wieder neue Stecker verbauen müssen.

Letztendlich wär da noch die Frage nach der "Faultierlösung": Die ProSnake-Kabel sind ja sooo billig, dass da doch irgendwo ein
Haken sin muss, oder? http://www.thomann.de/de/pro_snake_tpia_9.htm
Andererseits habe ich mit Speakerkabeln von ProSnake sehr gute Erfahrungen gemacht, sowohl als Gitarren-Boxenkabel wie auch als Meterware für selbstgebaute Shakeboards - bei dem Preis, wenn die taugen würden, spar ich mir auch gern die Löterei...

Ich freue mich über alle Antworten - wie gesagt, wichtig ist mir, welche Kabelqualität man für 9 -10m Kabelweg nach Effektboard/in Effektloop nehmen sollte, wie die Amphenol-Stecker verglichen mit Neutrik abschneiden, und welche erfahrungen es hier mit "ProSnake"-Kabeln gibt.

Danke im Voraus!

Grüße, Sebastian
 
A
Anonymous
Guest
Also mit dem CIK122 habe ich durchaus gute Erfahrungen gemacht. Es ist stabil, hält wirklich einiges aus.
 
T
tüdelü
Well-known member
Registriert
26 Februar 2007
Beiträge
116
Ort
67435 Neustadt/Weinstraße
Pfaelzer":3tt5uxxc schrieb:
Naja,

ich weiß, dass die Wahrheit keiner hören will, aber....

Auf des Landsmannes Meinung hatte ich aber ausdrücklich gehofft, als ich den Thread eröffnet habe...

ABER: Wer des öfteren live spielt, weiß, dass es vor allem auf die mechanische Qualität ankommt, denn ein kaputtes Kabel dämpft unendlich... :shock: :lol:

p

So oft ist es zwar nicht, aber natürlich will ich mich auf mein Zeug verlassen können. Mechanische Qualität sowie eine gewisse "Gutwilligkeit" beim Aufrollen sind mir deshalb auch wichtig.
Nach deinem Messergebnis werde ich mir wegen der 3m mehr keinen gebrauchten Riesling mehr ins Beinkleid fließen lassen, dafür jedenfalls schonmal vielen Dank! :!:

GTO":3tt5uxxc schrieb:
nimm ein gutes RG58 Kabel... billig und flexibel....

Inwiefern ist das Koax-Kabel einem üblichen Instrumentenkabel da qualitativ überlegen? Wäre das hier http://www.thomann.de/de/cae_koaxkabel_hfrg_58.htm ein "Gutes"?
Was ich bisher als Antennenkabel kannte, das Zeug was man für den Verdummungskasten verlegt, war immer bockstörrisch - das ist hoffentlich bei dem, was Du meinst, nicht so?
Sorry für die Nachfragen, hatte jetzt nur noch nie gehört, das man da was Anderes als die sogenannten "Instrumentenkabel" nimmt - sehe mich aber als durchaus lernfähig...

Kann noch jemand eventuell was zu den Amphenol-Steckern sagen? :-D

Auf jeden Fall schonmal Danke für die bisherigen Antworten!
 
Dr.Dulle
Dr.Dulle
Well-known member
Registriert
28 April 2007
Beiträge
1.588
Lösungen
1
Ort
Berlin-Wedding
tüdelü":172ah1ok schrieb:
Für die Signalwege wäre natürlich auch das hier: http://www.thomann.de/de/cordial_cik_122_bl.htm interessant, da ich die drei Wege
so farblich voneinander abheben könnte. Ich fürchte aber, mir mit diesem relativ hoch bedämpfenden Kabel bei den langen Wegen
auch im gepufferten Bereich qualitative Einbußen einzufangen.
Ist das unbegründet und es kommt bei Line-Signalen und nach dem Effektboard wirklich auch nur auf mechanische Robustheit an?

Wie sieht es bei den Steckern aus? Die Guten Neutrik sind ja über alle Zweifel erhaben, aber wie sieht es mit den
günstigen Amphenol aus: http://www.thomann.de/de/amphenol_acpm_rn.htm

Da ich letztendlich 5 gerade und fünf gewinkelte Monostecker sowie je zwei gewinkelte und gerade Stereostecker verbauen werde,
könnte ich da schon ein paar Satz Saiten bei rausholen, will aber auch nicht in einem halben Jahr wieder neue Stecker
verbauen müssen.

Also das cik122 ist ganz normale Cordial standard Qualität.
Weder besonders gut nocht schlecht, dafür Cordials mMn "billigstes"Angebot. Kann man benutzen.

Die Amphenol Stecker habe ich selber gekauft. Sie haben die gleiche Zugentlastung wie die
billigen 0815 Klinkenstecker aber ein deutlich stabileres Gehäuse. Mit anderen Worten gegen
Neutrik können die absolut nicht anstinken. Aber für Verbindungen zwischen Effekten auf den
Board und evtl vom Board zum Amp kann man die gut benutzen.
Für das Gitarrenkabel würde ich Neutrik benutzen.



Pfaelzer":172ah1ok schrieb:
ABER: Wer des öfteren live spielt, weiß, dass es vor allem auf die mechanische Qualität ankommt,
denn ein kaputtes Kabel dämpft unendlich... :shock: :lol:

p

Völlig richtig :!:

Welches Kabel/Kabelmaterial mit vernünftigem Preis/Leistungsverhältniss
könnten denn hier das Pfaelzer Gütesiegel bekommen ??

Gruß
 
T
tüdelü
Well-known member
Registriert
26 Februar 2007
Beiträge
116
Ort
67435 Neustadt/Weinstraße
Dr.Dulle":1f14ll1r schrieb:
Also das cik122 ist ganz normale Cordial standard Qualität.
Weder besonders gut nocht schlecht, dafür Cordials mMn "billigstes"Angebot. Kann man benutzen.
Das interpretiere ich jetzt mal so, dass die mechanische Qualität keine Wünsche offen lässt und die Leitungseigenschaften im niederohmigen Bereich vollkommen genügen?

Die Amphenol Stecker habe ich selber gekauft. Sie haben die gleiche Zugentlastung wie die
billigen 0815 Klinkenstecker aber ein deutlich stabileres Gehäuse. Mit anderen Worten gegen
Neutrik können die absolut nicht anstinken.
Danke, dann gebe ich mit gutem Gefühl das Geld für Neutriks aus und habe diesbezüglich meine Ruhe!



Pfaelzer":1f14ll1r schrieb:
ABER: Wer des öfteren live spielt, weiß, dass es vor allem auf die mechanische Qualität ankommt,
denn ein kaputtes Kabel dämpft unendlich... :shock: :lol:

p

Völlig richtig :!:

Welches Kabel/Kabelmaterial mit vernünftigem Preis/Leistungsverhältniss
könnten denn hier das Pfaelzer Gütesiegel bekommen ??

Das würde mich nun tatsächlich auch sehr interessieren. Es ging mir ja nie um irgendwelche bei Mondschein mundgeblasenen Klangleiter. Aber um gute Standardware, die von den Leitungseigenschaften und der mechanischen Belastbarkeit her für einen Hobbyrocker keinen Kompromiss, sondern eine gute Lösung darstellt!
 
T
tüdelü
Well-known member
Registriert
26 Februar 2007
Beiträge
116
Ort
67435 Neustadt/Weinstraße
Pfaelzer":1myje2c7 schrieb:
Ach ja, noch was:
Die Verbindung von der Gitarre zum Board bzw. zum Amp (d.h. das "Gitarrenkabel") löst man am elegantesten mit einer Funkstrecke. Gerdae bei Gigs im engen Rahmen (Club etc.), wo einem immer jemand auf das Kabel tritt...
Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass unser Bassist (der auf meiner Bühnenseite steht) und ich das Bewegungsmuster von Stevie Wonder und Ray Charles im Großen haben (einer bewegt sich von rechts nach links, der andere von vorne nach hinten), gab es tatsächlich schon so manche Verwicklung bei den Kabeln...
Und ich schreibe das nicht nur, weil ich gerade eine Funkanlage verkaufe... (Pfui, Werbung -> Böser Pfaelzer :evil: )PS: ;-)
Erfolgreiches Marketing muss halt manchmal agressiv sein... :cool:

Für alle: Pfälzers Funke bleibt in der Pfalz, wohnt aber jetzt bei mir. Die Kabelstrecke zwischen Top und Board bleibt auf 6m, sollte mal eine Bühne massiv größer sein stell ich das Top seitlich aufs Case und nehm ein langes Boxenkabel - denn mein Budget ist jetzt in einem Sender angelegt :-D , der Jörg hat mir ein Angebot gemacht, dass ich nicht ablehnen konnte...
 
 

Oben Unten