Mesa geht die Puste aus...


A
Anonymous
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Moin, Leute!
Gestern im Übungsraum war´s wieder soweit: ich schalte meinen Mark II ein und freue mich über den Sound: glasklar, brilliant... Drei Stunden später dann das gleiche Gefühl wie bei den Proben der letzten Wochen: der Sound ist matschig, undifferenziert, angezerrt. Ich denke zuerst an die Röhren (nicht ur-, aber alt), aber mein Bassist ist der Meinung, das werden nicht nur die Tubes sein, sondern vielleicht auch ausgetrocknete Kondensatoren oder sonstige gealterte Bauteile (ich bin jetzt nicht gerade der Technik-Crack...!). Als ich dann meine, daß das doch nur wieder mehr als ´n Hunni kostet, und ich finanziell eh nicht so gut dastehe, beruhigt er mich auf seine Art: "Was, ´n Hunni? Da legste ruckzuck zwei für hin..."
Jetzt meine Frage: meint ihr, es sind die Röhren oder seid auch ihr der Meinung, daß die Kiste komplett überholt werden muß und ich arm werde dabei? Nein, Spaß beiseite, aber ich hab´ mir dann überlegt, ob ich ihn nicht verhökern und mir einen Fender Blues Deluxe holen sollte (bei dem die Kondensatoren mit Sicherheit nicht vertrocknet sind), denn irgendwie ist mir der Boogie eh zu laut für den Proberaum bzw. die paar kleineren Gigs, die wir haben (abgesehen davon müßte ich mir dann keinen Bruch mehr heben mit meinen 53 Lenzen...) - oder werd´ ich jetzt dafür erschlagen?
Bin gespannt auf Eure Meinungen...
Gruß
Bluesbr :cool: ther
 
A
Anonymous
Guest
Guitarplayer schrieb:
Ich weiss ja nicht, wie laut Ihr probt, aber Du meinst nicht, es könnte vielleicht auch an den Ohren liegen, so nach drei Stunden?

Das war auch mein erster Gedanke. Irgendwann sind die Ohren bei permanent zu hoher Lautstärke über einen so langen Zeitraum einfach 'übersättigt'. Wir proben auch an die 2 1/2 Stunden - und, obwohl nicht zu laut, mit angepassten Ohrstöpseln und einer Pause von ca. 15 Minuten nach 1 1/2 Stunden. Falls es nicht daran liegt...den Amptech-Rat befolgen. Dort wird ihnen gehelft ;-)

Grz, Marco
 
Bierschinken
Bierschinken
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Hallo,

ich könnte mir schon vorstellen, dass das durchaus auch am Amp liegen kann.
Möglicherweise sind die Endstufenröhren tatsächlich nichtmehr frisch und ein, zwei Widerstände werden thermisch so belastet, dass sie vll. ihre Betriebswerte über die Zeit ändern und dann klingts matschig.

Den Amp würde ich nicht verhökern nur um mir dann was anderes zu suchen, weil ich Angst vor einem Technikerbesuch habe. Das würde ich nur in Erwägung ziehen wenn ich mit dem Sound unzufrieden wäre.

Ansonsten halte ich einen Check des Amps für absolut sinnvoll. Oft sind es nur kleinigkeiten und der Amp ist wieder frisch wie eine Eins.

Grüße,
Swen
 
hans-jürgen
hans-jürgen
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Bei meinem Mark IIb passiert es ab und zu nach Transport, daß eine der beiden Endstufenröhren gar nicht an ist, weil der Röhrensockel ein wenig ausgeleiert ist und die Röhre somit nicht 100% fest im Sockel sitzt. Dann klingt es wie Du beschrieben hast, gar nicht mal deutlich leiser, sondern sehr kratzig und nach Transistor-Zerre.

Also guckst du am besten erst mal hinten nach, ob alle Röhren auch schön vor sich hinglimmen, wenn sich der Sound geändert hat und wackelst ein wenig an der Röhre, wenn sie einfach nur aus ist.

Natürlich können die Endstufenröhren auch "fertig" sein, d.h. sie leuchten zwar, aber liefern bzw. verkraften nach stundenlangem Betrieb nicht mehr die Spannungen vom Netzteil und machen dicht oder fangen an, im dunkelgrauen Inneren orange zu glühen. Dann würde sich ein Test mit anderen, nicht unbedingt brandneuen Röhren anbieten.
 
 

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