Neue Wege im Gitarrenbau

ibanezgitarrero":15bmka33 schrieb:
Interessante Schalllochvarianten bei Akustikgitarren bietet auch die Firma Gottschall Guitars.

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http://www.gottschall-guitars.de/


Zieht die Schuhe aus und kommt alle rein!
So sieht das aus.
Gruß, Jochen
 
signguitar":3kwzu6f4 schrieb:
So sieht das aus.
Das ist das Kreuz, welches Neuerungen bei Instrumenten (und nicht nur da) immer mit sich schleppen: Die ersten Reaktionen drehen sich fast ausschließlich um die Optik.
 
Banger":3dou7osg schrieb:
Das ist das Kreuz, welches Neuerungen bei Instrumenten (und nicht nur da) immer mit sich schleppen: Die ersten Reaktionen drehen sich fast ausschließlich um die Optik.
Da ist was Wahres dran. Mir geht es mit Autos oft so. Wenn sie mir am Tag der Vorstellung gefallen, finde ich sie nach einem Jahr fürchterlich langweilig. Manch andere, die mir zu Beginn etwas extravagant erscheinen, gefallen mir mit den Jahren immer besser.
Mal völlig unabhängig von der Technik... Das interessiert Gitarristen eh nicht. ;-)

Schöne Grüße
Ralf
 
Banger":ml8cdv9y schrieb:
Das ist das Kreuz, welches Neuerungen bei Instrumenten (und nicht nur da) immer mit sich schleppen: Die ersten Reaktionen drehen sich fast ausschließlich um die Optik.

Erstmal nur Bild gepostet = Reaktion erstmal nur zum Bild.

Was sonst?

Wäre Soundfile gepostet = "Soundfiles kein Maßstab, mp3 Kompression, Aufnahmetechnik, etc...."

Doof trotzdem für Neuerungen = optischer Maßstab orientiert sich an Gewohntem, nicht am neu Gelungenen.

Beispiel?

Telecaster = ästhetischer Clusterfuck. Aber optisch gewohnt, daher geliebt.
 
groby":11a63ada schrieb:
Erstmal nur Bild gepostet = Reaktion erstmal nur zum Bild.
Ja – in diesem Fall schon. Ich schustere der obigen Aussage dennoch eine gewisse Allgemeingültigkeit zu.
Denk einfach mal an einen FIAT Multipla – uargh.

Aber egal, ich wollte keine Metadiskussion anstoßen, nur kurz den Gedanken abladen. Jochen als Axtschnitzer wird das Problem sicherlich aus dem Kundenkreis kennen.

groby":11a63ada schrieb:
Doof trotzdem für Neuerungen = optischer Maßstab orientiert sich an Gewohntem, nicht am neu Gelungenen.
Genau das.

Und
groby":11a63ada schrieb:
ästhetischer Clusterfuck
ist für den Moment mein neues Lieblingsbegriff. :hihi:
 
groby":2djhzlg9 schrieb:
Telecaster = ästhetischer Clusterfuck. Aber optisch gewohnt, daher geliebt.

Jaha! Moment mal! Hätte Leo Fender nicht mal was anderes gewagt und sich auf "bewährtem" Pfade bewegt, hätten wir vielleicht nichtmal das Frühstücksbrett.

Die Teleform fand ich früher auch kacke und mittlerweile kann ich ihr was abgewinnen. Ist aber nicht so, dass das was Neues ist, an das ich mich erst gewöhnen musste. Ob ich eine Tele unbedingt haben muss, steht wieder auf einem ganz anderen Blatt.

Die Erde kreist, um die Sonne. Auch wenn´s zwischenzeitlich Widerufen wurde, ist es doch heute war und nichtmal die Kirche zweifelt daran. Zumindest gehe ich davon aus.

Manch andere, die mir zu Beginn etwas extravagant erscheinen, gefallen mir mit den Jahren immer besser.

Ich halt´s da mit dieser Aussage.
Skepsis ist immer ok, aber Aufgeschlossenheit bringt einen weiter. Und wenn sie nur zur der Feststellung taugt, dass z.B. DSP-Amps irgendwie noch nicht das Gelbe vom Ei sind. Zum Ausprobieren lass ich mich immer gerne hinreißen, egal wie scheiße das im ersten Moment auch anmutet und welche Vorurteile man dem entgegen bringen will.
 
Marcello":2h980d3q schrieb:
groby":2h980d3q schrieb:
Telecaster = ästhetischer Clusterfuck. Aber optisch gewohnt, daher geliebt.
Jaha! Moment mal! Hätte Leo Fender nicht mal was anderes gewagt und sich auf "bewährtem" Pfade bewegt, hätten wir vielleicht nichtmal das Frühstücksbrett.

Darum geht es mir nicht. Es geht um stimmiges Design.

Im Vergleich zwischen Tele und Strat, so als ob Du die Instrumente zm ersten Mal in deinem Leben siehst, wirst du feststellen, dass die Strat in ihrer Formgebung unglaublich flüssig, stringent und logisch ist, die Tele hingegen vergleichsweise unbeholfen daneben, weil da viele Formen und Kurven einfach nicht vernünftig zueinander stehen. Z.B. die Form des Schlagbrettes, das erst eine hohe Kurve macht, dann plötzlich 90 Grad stumpf abfällt und dann noch unten schnell eine Kurve macht um eine Kollision mit dem Bedienfeld zu vermeiden, das auch irgendwie so unergonomisch und unorganisch da herumliegt. Diese Linienführung ist nicht nur merkwürdig willkürlich, sie hat auch mit der Korpusform nichts zu tun und widerspricht ihr sogar. Schau dir im Vergleich an wie das Schlagbrett einer Strat die Form des Korpusses nachzeichnet und umschmeichelt.

Ja, klar: Telecharme, Raubein, charmant, Pionierarbeit, etc....

Alles richtig.

Aber nach Designgesichtspunkten unausgewogen und unbeholfen. Würde heute von "Kennern" verlacht, wenn sie kein Klassiker wäre sondern erst neu rauskäme.
 
Da in einigen Antworten die Sprache auf Gitarren mit Schalloch im Zargen kam -> das kenne ich von Boulder Creek.

z.B.
http://www.bouldercreekguitars.com/sol_er3n.html


Zum Ursprungsthema, bei "edleren" Gitarren kann ich (rein subjektiv) auch schrägeren / ungewohnteren Designs so einiges abgewinnen.
Das gehört für mich in gewisser Weise dazu.... Ich bin immer etwas enttäuscht, wenn edle, handgefertigte Gitarren sich optisch nur unmerklich bis gar nicht von der "Stangenware" (nicht böse gemeint!) unterscheiden oder absetzen...

Gruß
 
groby":2f4a5tis schrieb:
Würde heute von "Kennern" verlacht, wenn sie kein Klassiker wäre sondern erst neu rauskäme.
Kann gut sein, Groby, kann gut sein.

Die Frage ist nur, von wem sie verlacht werden würde. Von einem Teil der Gitarristen. Der andere würde sich dran begeistern können.
Bei der Frage, was ist stimmiges Design, verhält es sich ebenso.
Der ewige Streit zwischen Klassiker und Moderne, ist doch so alt wie die Steine.

Es gibt übrigens noch eine dritte Gruppierung: Diejenige, die das Ding anfassen, dann Vor- und Nachteile abwägen und erst danach urteilen, ob das Gesamtpaket stimmig und vor allem brauchbar ist oder nicht. Irgendwie sind ist mir diese Gruppe am liebsten.
 
alfred.e":2rp7v4x0 schrieb:
Da in einigen Antworten die Sprache auf Gitarren mit Schalloch im Zargen kam -> das kenne ich von Boulder Creek.

z.B.
http://www.bouldercreekguitars.com/sol_er3n.html


Zum Ursprungsthema, bei "edleren" Gitarren kann ich (rein subjektiv) auch schrägeren / ungewohnteren Designs so einiges abgewinnen.
Das gehört für mich in gewisser Weise dazu.... Ich bin immer etwas enttäuscht, wenn edle, handgefertigte Gitarren sich optisch nur unmerklich bis gar nicht von der "Stangenware" (nicht böse gemeint!) unterscheiden oder absetzen...
Gruß

Das ist eine Einstellung, die mir persönlich gut gefällt. Dazu fällt mir der Begriff "Alleinstellungsmerkmal" ein.
Wobei dies auch eine echte Innovation beinhalten muss. Ich habe schon Strats gesehen, die den Hals auf der anderen Seite, am Endknopf hatten. Das ist Material- und Zeitverschwendung.
Als Hersteller hat man immer zwei Möglichkeiten: Entweder man fährt auf dem Trittbrett des Zuges mit den meisten Passagieren und steckt allen seine Karte zu, oder man sucht sich eine Nische und platziert dort ein eigenwilliges, durchdachtes Produkt.
Solche Produkte DÜRFEN nicht Mainstreamfähig sein, denn - Du hast es schön beschrieben - sie setzen sich sonst nicht von der Stangenware ab.
Da eigenwillige Musiker-Persönlichkeiten sich genau so vom Mainstream absetzen wollen, trifft in diesem Fall ungewöhnliches Design auf eigenwilligen Charakter.

Die Welt ist so groß, dass es für jeden etwas gibt.
:banana:
 

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