Probleme mit Highway 1 nach Saitenwechsel

A
Anonymous
Guest
hi,

ich habe gestern neue saiten für meine gitarre geholt und diese gestimmt, habe nun 0.010-0.046er drauf statt den 0.009ern vorher, nun ist aber das seltsame, dass wenn ich nun hinten durch die löcher, wo man die saiten zunächst durch den korpus zieht, gucke, nun alles ein wenig verschoben ist, hab das gestern mal aufgedreht und da sind ja so drei dicke federn dran, welche nun scheinbar stärker beansprucht werden, als davor, woran liegt das? is da was nich richtig? oder nur weils dickere saiten sind? aber irgendwie kommt mir das ungewöhnlich vor...
bitte nur antworten, wenn ihr sicher seid, dass ihr es wisst, nicht von wegen, könnte schon wegen saiten sein oder solche sachen, meinte nämlich auch schon nen freund heute dauernd, ich will fakten ;)

hier noch einmal ein bild, damit ihr wisst, was ich meine:

git1.jpg
 
A
Anonymous
Guest
FooFighter schrieb:
bitte nur antworten, wenn ihr sicher seid, dass ihr es wisst, nicht von wegen, könnte schon wegen saiten sein oder solche sachen, meinte nämlich auch schon nen freund heute dauernd, ich will fakten ;)



Junge, was meinst du denn, wo du hier schreibst..im DB-Forum ?
Natürlich kommt das von den dickeren Saiten, die benötigen für gleiche Tonhöhe mehr Zug!
Also 2 Federn mehr reinhängen und/oder die beiden Schrauben des Federbleches weiter eindrehen. Sollte man vorher übrigens wissen, oder erfragen...und dann nicht wundern :-D
 
A
Anonymous
Guest
ja mensch, deswegen frag ich ja ;) und nich angegriffen fühlen, wollte eben nur ne sichere antwort, kannste mir sagen wo ich so federn herbekomme? einfach im laden nachfragen oder kann man die auch irgendwo im netz bestellen? haben die nen speziellen namen?
 
B
Banger
Guest
Hi FooFighter,
ich bin mal so dreist und sag "Der Polli meint das nit so, dat war Ironie" ;-)

Normalerweise sollte es reichen, wenn Du die Federnkralle etwas weiter reinschraubst, hier hab ich letztens 'nen kleinen Aufsatz darüber geschrieben: http://forum.webmart.de/wmmsg.cfm?id=23 ... &t=1928873

Ansonsten kriegst Du die Vibratofendern für 'nen Appel und 'n Ei im Laden, wenn der Kerl aus der Werkstatt nett ist, stopft der Dir die so in die Jackentasche. :)
 
A
Anonymous
Guest
FooFighter":1hns81c3 schrieb:
ja mensch, deswegen frag ich ja ;) und nich angegriffen fühlen, wollte eben nur ne sichere antwort, kannste mir sagen wo ich so federn herbekomme? einfach im laden nachfragen oder kann man die auch irgendwo im netz bestellen? haben die nen speziellen namen?

Nää, ist schon klar
Und nicht vergessen: bei mehr Zug der Saiten kommt auch der Hals weiter rüber, also nachstellen ( lassen ) und die Intonation ist auch in die Binsen, also auch nachstellen ( lassen )
Oder vielleicht doch lieber wieder 09.er ´drauf :(
 
A
Anonymous
Guest
nene, die 09er waren mir zu labbrig, die sind schon ganz gut soweit ;) nur das mitm einstellen is scho wahr, aber probiere die erstmal bissl aus bevor ich umstelle(nlasse) ;), danke für die schnellen antworten
 
A
Anonymous
Guest
sry wegen doppelpost, aber sonst checkt keiner, dass ich noch was fragen will, mal angenommen, ich will das ganzen dingen jetzt nachjustieren, wo fange ich an, so reihenfolgemäßig, weil hab schon was gelesen von wegen hals einstellen usw wie das geht, aber was is die beste reihenfolge, und wann muss ich jeweils nachstimmen? also erst hals, dann bridge und dann intonation? oder irgendwie anders und is das die richtige reihenfolge? sry, dass ich euch hier mit fragen bombardiere aber wollte das scho lange wissen *hehe*
 
A
Anonymous
Guest
Tach,

entschuldige Du bitte, daß ich direkt mit einer Vermutung anfange, die Du ja eigentlich unausgesprochen haben wolltest. Ich vermute mal, Du solltest Dich mal mit Literatur oder im Netz mit den Grundlagen zum Thema versorgen, es gibt KEIN Patentrezept, das auf alle Setups (persönliche Einstellungen) anwendbar ist.

So würde ich es machen, und ich vermute ;-) , daß Du damit ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen kannst.

0. Erst mal die Sattelkerben überprüfen, da gab es bei Fender Strats immer wieder Überraschungen, wenn man eine andere Saitenstärke einsetzt. Da darf nix klemmen. Sattel nacharbeiten ist was für den Fachmann.

1. Erstmal die Federn reinschrauben, daß die Grundplatte des Vibratosystems wieder so positioniert ist wie bisher. Also waagerecht bis aufliegend. In viertel- bis halben Drehungen vorarbeiten (Schrauben rein), nachstimmen, kontrollieren, wieder von vorne, bis es stimmt. Ist Dir das Vibratosystem gefühlsmäßig zu wabbelig, besorg Dir eine neue Feder (Musikalienhandel) und schraub das Federblech entsprechend zurück. NIE Federn unter Zug entfernen, das kann im Auge landen. Federblech entspannend zurückschrauben und Saiten lockern. Vibratosystem festhalten, das kann bei 2-Bolzen-Befestigung komplett rausrutschen; Korpus vor Kratzern schützen (Arbeitsmatte oder Handtuch unterlegen). Beim Wiedereinsetzen richtige Position der Messerkanten zu den Bolzen beachten.

2. Der Hals wird nun etwas nach vorne gekommen sein, Halseinstellschraube wieder in 1/4 bis max. 1/2 Drehungen spannen (nach rechts), stimmen, kontrollieren. Saiten gleichzeitig auf 1. und letztem Bund niederdrücken, um den 9. Bund herum sollten je nach Vorliebe nun 1/4 bis 1,5 mm Luft zwischen Saite und Bundstäbchen sein ("lichte Höhe"). Klampfe zwei Stunden stehen lassen und nochmal checken. BITTE nix überdrehen und merken, was Du tust. Hier was kaputtmachen endet schon mal im wirtschaftlichen Totalschaden...

3. Oktavreinheit: dickere Saiten--> idR höhere Kompensation erforderlich, also Saitenreiter ein paar Idden nach hinten (Kontrolle: Flageolet und gegriffener Ton am 12. Bund sollen identisch sein).

4. ggf Saitenhöhe. Dickere Saiten haben eine höhere Masseträgheit und damit eine kleinere Schwingungsamplitude, allerdings kommt es im Vergleich zu dünneren Saiten mehr auf den Anschlag mit der rechten Hand an. Könnte also sein, daß man die Saiten je nach Vorliebe etwas tiefer legen möchte. Bei Messerkantenvibrato (zwei Haltebolzen an der Grundplatte) vorm Einstellen lieber die Saiten entspannen. Danach noch mal Halskrümmung und Oktavreinheit checken.

5. Stimmen, spielen, gucken ob alles passt. Am nächsten Tag, wenn sich die Klampfe "gesetzt" hat, nochmal 1-4 checken.

So, in jedem Schritt gibt es eine Menge Spielraum und andere Vorgehensweisen. Da spielen u.a. folgende Faktoren eine Rolle:

- Griffbrettradius (betroffen: Höheneinstellung der einzelnen Saitenreiter)
- Dimensionen u. Zustand der Bundstäbchen
- Winkel, in dem der Hals in der Tasche sitzt ("Tilt"), evtl. einstellbar, manchmal Optimierung mit Furnierstreifen in der Halstasche.

Verstehst Du jetzt, daß man manchmal nur vermuten KANN? Für eine sichere Aussage müßtest Du mir Deine Gitarre auf den Tisch legen. Und weil Du das wahrscheinlich nicht möchtest, darfst Du auch nicht verlangen, daß wir nicht vermuten. Glaub mal, in diesem Forum wird eigentlich nie Kacke erzählt. Und wenn, dann kommen so Klugscheißer wie ich und korrigieren schon mal. Oder echte Experten geben ihren Senf dazu.

Darum ein Apell an Deine Geduld, nach 2-3 Tagen wirst Du Dir in diesem Forum bei fast jedem Thema eine Meinung bilden können, die schon mal in die richtige Richtung geht. Alles andere wäre Selbstbedienung-für-Umme-Mentalität; die gibts woanders bei entsprechenden Qualitätseinbußen. 'n bisschen muß man sich auch selber anstrengen.

Fazit: don't take it personally, alles wird gut, Disclaimer-Zeilen wie "bitte nur fundierte und auf jeden Fall richtige Angaben machen" kannst Du Dir sparen, schließlich geht es hier um Meinungen, und nicht um faktische Kochrezepte. Die _gibt_ es einfach nicht, das ist auch das Fazit in der anerkannten Literatur.

So, jetzt aber viel Spaß mit der Ketarre!

Grüße
burke
 
B
Banger
Guest
Servus Burke,

burke":b9ue5910 schrieb:
4. ggf Saitenhöhe. Dickere Saiten haben eine höhere Masseträgheit und damit eine kleinere Schwingungsamplitude, allerdings kommt es im Vergleich zu dünneren Saiten mehr auf den Anschlag mit der rechten Hand an. Könnte also sein, daß man die Saiten je nach Vorliebe etwas tiefer legen möchte.

Seltsam, das klingt zwar (zumindest im Moment *g*) im physikalischen Sinne schlüssig, aber zumindest subjektiv hatte ich bisher immer den Eindruck, dass ich mit der Einstellung "je dünner desto tiefer" und reziprok "je dicker desto höher" am schnarrfreisten gefahren bin - der Extremfall ist mein Dicksaiter, da muss ich die dicke Berta im Vergleich zur dünnen Gertrud schon ordentlich hochwuchten, damit's nicht bratzt...
 
A
Anonymous
Guest
Dann haust Du feste in die Drähte! Gibs Ihr :)

Servus
Burkhard
P.S.: PM hab ich bekommen, aber Saufen ist im Moment nicht, is ja noch nicht Ostern. Und ich bleibe hart :)
 
B
Banger
Guest
burke":1wh1ynmi schrieb:
Dann haust Du feste in die Drähte! Gibs Ihr :)
Yo, slap dat bitch! :cool:

burke":1wh1ynmi schrieb:
P.S.: PM hab ich bekommen, aber Saufen ist im Moment nicht, is ja noch nicht Ostern. Und ich bleibe hart :)
Die Konsequenz ist zu respektieren, obgleich ich das Wort "Saufen" direkt mal abschwächen muss - ich schrieb von "ein Bierchen trinken gehen"... oder? *g*
Dann lass uns den Alkoholgenuss mal auf ein Kaffeetrinken mit Gitarrenanfassen oder dergleichen alternieren ;-)
Würde sagen, alles weitere per PM oder Mobiltelefonzelle...
 
A
Anonymous
Guest
ja das mit dem einstellen mag ja jeder persönlich anders machen, ich wollte eben wissen wie es jemand macht, und nur bei der feder wollte ich fakten, da ich mir da sicher sein wollte, dass nix kaputt is oder sonstwas, hab das das erste mal bisher geschrieben, weil mir die gitarre eben wichtig is ;) also danke für die "anleitung", und was im netz zu finden, bei dem man sich zu 100% sicher sein kann und das man auch versteht is garnich mal so einfach
 
 

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