Röhrenamp mal richtig aufdrehen

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Anonymous

Guest
Guten Abend zusammen,

ich mich in den letzten Tagen mit meiner Band mal an eine Aufnahme herangewagt, doch finde ich das Ergebnis sehr ernĂŒchternd. Der Gitarrensound ist kratzig, unkompimiert, undifferenziert und man hat manchmal das GefĂŒhl dass NebengerĂ€usche (Bewegung der Finger/des Handballens auf den Saiten) dessen Hauptbestandteil ausmachen wĂŒrden.

Als VerstÀrker hab ich einen Laney Vh100R Röhrenamp benutzt. Das ist ein Riesenmonster, das einem das Gehirn rausblÀst, wenn man den Volume-Regler auch nur einen Mikrometer bewegt.
Zur Aufnahme hatte ich ihn ungefÀhr 15% aufgedreht.
Am Aufnahmeequipment liegt es nicht, es gibt den Klang des Amps ziemlich genau wieder. Ich erwĂ€hne die Aufnahme nur, da mir der Sound des Amps hierbei erst richtig aufgefallen ist, im GesamtgefĂŒge der Band geht vieles unter.

Meine eigentlich Frage ist eher, wie sich der Sound genau Ă€ndert, wenn man einen Röhrenamp bis in die SĂ€ttigung aufdreht. Bekommt man dadurch mehr Gain, klingt er wĂ€rmer und runder, nehmen die NebengerĂ€usche verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig ab, oder wie kann man sich dies vorstellen?
Ich wĂŒrde das wirklich gerne mal ausprobieren, das Problem ist nur, dass sich unser Proberaum in dicht besiedeltem Wohngebiet befindet und die Anwohner mehr oder weniger lĂ€rmempfindlich sind (das ĂŒbliche eben).

Wie macht man das allgemein bei einer Aufnahme? Gibt es da Empfehlungen, die man generell aussprechen kann? Amp so leise wie möglich abnehmen, oder doch eher eine etwas grĂ¶ĂŸere LautstĂ€rke?
 
Hi Grottenolm,

probier mal verschiedene Mikros und vor allem verschiedene Positionen der Mikros vor den Speakern aus !! Das ist fast eine Wissenschaft fĂŒr sich.
Und so eine Aufnahme deckt jede noch so kleine Unsauberkeit spieltechnischer Natur schonungslos auf. Da muss man sich erst dran gewöhnen.
Ansonsten noch Höhen zurĂŒckdrehen und mehr Mitten.

Gruß
Stefan
 
Hallo,
bei RöhrenverstĂ€rkern Ă€ndert sich der Sound auf jeden Fall mit der LautstĂ€rke, deshalb verkaufen sich die Mod-amps ja auch u.a. so gut, da sie genau diesen Sound bei ZimmerlautstĂ€rke simulieren. Ich wĂŒrde sagen, wenn du mal urlaub hast und deine nachbarn arbeiten sind testest du mal mal fĂŒr 2 min, das macht nĂ€mlich in erster linie den Charme eines RöhrenverstĂ€rkers aus.
 
Hi physioblues,

ich schrieb ja bereits, dass die Aufnahme, den Sound des Amps ganz gut wiedergibt. Es liegt also am Sound des Amps, welcher mir nicht passt.
Das ist eine komplizierte Sache: In ganz niedrigen LautstĂ€rken hört sich der Amp passabel an, nur kann man mit diesen weder proben noch aufnehmen. Dreht man ihn ĂŒber die Schwelle, an der er anfĂ€ngt, richtig laut zu werden fĂ€ngt der Sound an, mies zu werden, NebengerĂ€usche treten hervor, auch hat man das GefĂŒhl, dass er an Tragkraft verliert (sprich: einem das Spielen sehr erschwert, nicht mehr abnimmt)

Mich wĂŒrde interessieren, wie das aussieht, wenn man Röhrenamps, besonders große 100W Amps, lauter spielt. Ob dann merkliche Verbesserungen in Erscheinung treten.
 
Grottenolm":z5sz678r schrieb:
Hi physioblues,

ich schrieb ja bereits, dass die Aufnahme, den Sound des Amps ganz gut wiedergibt. Es liegt also am Sound des Amps, welcher mir nicht passt.
Das ist eine komplizierte Sache: In ganz niedrigen LautstĂ€rken hört sich der Amp passabel an, nur kann man mit diesen weder proben noch aufnehmen. Dreht man ihn ĂŒber die Schwelle, an der er anfĂ€ngt, richtig laut zu werden fĂ€ngt der Sound an, mies zu werden, NebengerĂ€usche treten hervor, auch hat man das GefĂŒhl, dass er an Tragkraft verliert (sprich: einem das Spielen sehr erschwert, nicht mehr abnimmt)

Mich wĂŒrde interessieren, wie das aussieht, wenn man Röhrenamps, besonders große 100W Amps, lauter spielt. Ob dann merkliche Verbesserungen in Erscheinung treten.

Hallo und herzlich willkommen,
es ist unter anderem auch ĂŒblich, im Studio ganz kleine RöhrenverstĂ€rker mit nur wenigen Watt einzusetzen, um diese dann voll aufzureißen und gesĂ€ttigten Röhrensound vom Feinsten zu genießen. Aber auch kleine Transistoramps sind/waren ĂŒblich (Frank Zappa => Pignose, Brain May => modifizierten VOX). Das ist kein Voodoo!
 
Grottenolm wrote:
Hi physioblues,

ich schrieb ja bereits, dass die Aufnahme, den Sound des Amps ganz gut wiedergibt. Es liegt also am Sound des Amps, welcher mir nicht passt.
Das ist eine komplizierte Sache: In ganz niedrigen LautstĂ€rken hört sich der Amp passabel an, nur kann man mit diesen weder proben noch aufnehmen. Dreht man ihn ĂŒber die Schwelle, an der er anfĂ€ngt, richtig laut zu werden fĂ€ngt der Sound an, mies zu werden, NebengerĂ€usche treten hervor, auch hat man das GefĂŒhl, dass er an Tragkraft verliert (sprich: einem das Spielen sehr erschwert, nicht mehr abnimmt)

Das ist genau das, warum viele von uns Röhrenamps lieben! Er macht Druck, der sich gut im BandgefĂŒge gegenĂŒber den RĂŒpeln ; ) am Schlagzeug zu behaupten weiss. Ein guter Röhrenamp komprimiert nicht zu viel, sonst klingt es im Leadsound zu matschig. Dass der Amp dann auch Spielfehler aufdeckt ist die Kehrseite. Andersherum werden die Nuancen und Details nach vorne gebracht. In einen guten Röhrenamp muss man IMHO in spielerischer Hinsicht gesehen erst hineinwachsen.

Ich war auch beim ersten Anspielen meines Steavens leicht erschrocken wie nackt mein Spiel verstĂ€rkt wird und der Amp nicht von selber im Highgainkanal spielt. DafĂŒr setzt er sich sehr dynamisch im Bandsound durch. Einem weichspĂŒlendem Modeling Amp entgeht genau diese QualitĂ€t.


Gruß JĂŒrgen
 
finetone-bf":ke54i2pk schrieb:
Grottenolm":ke54i2pk schrieb:
Hi physioblues,

ich schrieb ja bereits, dass die Aufnahme, den Sound des Amps ganz gut wiedergibt. Es liegt also am Sound des Amps, welcher mir nicht passt.
Das ist eine komplizierte Sache: In ganz niedrigen LautstĂ€rken hört sich der Amp passabel an, nur kann man mit diesen weder proben noch aufnehmen. Dreht man ihn ĂŒber die Schwelle, an der er anfĂ€ngt, richtig laut zu werden fĂ€ngt der Sound an, mies zu werden, NebengerĂ€usche treten hervor, auch hat man das GefĂŒhl, dass er an Tragkraft verliert (sprich: einem das Spielen sehr erschwert, nicht mehr abnimmt)

Mich wĂŒrde interessieren, wie das aussieht, wenn man Röhrenamps, besonders große 100W Amps, lauter spielt. Ob dann merkliche Verbesserungen in Erscheinung treten.

Hallo und herzlich willkommen,
es ist unter anderem auch ĂŒblich, im Studio ganz kleine RöhrenverstĂ€rker mit nur wenigen Watt einzusetzen, um diese dann voll aufzureißen und gesĂ€ttigten Röhrensound vom Feinsten zu genießen. Aber auch kleine Transistoramps sind/waren ĂŒblich (Frank Zappa => Pignose, Brain May => modifizierten VOX). Das ist kein Voodoo!

Hi Grottenolm,

lass es besser sein, deinen 100 Watter im Proberaum voll aufzudrehen. Wenn dann nur mit richtig guten OhrenschĂŒtzern !!!!
Probier es trotzdem mal mit verschjiedenen Positionen, da kann man so einiges am Endresultat Àndern.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, bist du dann ja generell mit deinem VerstĂ€rker fĂŒr deine Situation nicht zufrieden. Dann mußt du dir ĂŒberlegen, ob es nicht passendere Amps gibt, sonst wirst du nicht glĂŒcklich.
Zur zweiten Frage : Die EndstufenĂŒbersteuerung hat schon klangliche Auswirkungen. Schöne Kompression mit warmer Verzerrung ( vor allem bei lecker 6V6 Röhren ).
Ry Cooder schwört z. Bsp. auch auf kleine Vollröhrer.
Ich hatte mal einen Crate 5 Watt Vollröhren Amp. An einen 12Zoller gehÀngt klang das richtig gut !! Den Soldano Atomic hatte ich auch mal, ebenfalls ein grandioses Teil.
Um doppelt so laut zu sein wie ein 5 Watt-Amp bedarf es ĂŒbrigens bei gleicher Beschaltung einer 10mal höheren Leistung, also 50 watt. Dein 100 watter ist also gerade mal doppelt so laut wie ein 10 Watt Amp !
Da stĂŒnde einem Test mit einem 30-40 watt-Amp eigentlich mal nichts im Wege, oder ? Der wĂ€re sicher laut genug.

Gruß
Stefan
 
Hallo Grottenolm!

Ich nehme mal an, der Amp hat 4x EL34 Endröhren. Wenn Du die Jungs gegen zwei Paare Tone Bones vom Tube Amp Doctor austauscht, verringerst Du die Endstufenleistung nicht unerheblich. Der 100er wird zu einem Mittdreissiger (so wie ich, hehe!) und erzeugt bei gleicher Einstellung und noch mehr schon schöne Class A- EndstufensĂ€ttigung. Der Ton wird runder, bekommt bei niedriger LautstĂ€rke mehr ElastizitĂ€t, mehr Sustain und Pfund. Allerdings ist das nicht ganz billig, das PĂ€rchen kostet um die 100 Euro ... noch eine Möglichkeit ist ein Power Attenuator, ein Power Soak oder wie die Teile auch heißen, die es von diversen Firmen gibt wie Tube Amp Doctor, THD, Marshall oder auch dem gebraucht erhĂ€ltlichen Tom Scholz Power Soak. Der wird zwecks Energieverbrennung zwischen Amp und Box gehangen. Achtung: die Ohm-Zahl beachten! Voll aufgerissene Amps bei ZimmerlautstĂ€rke sind möglich ;-) Nur mal als Idee fĂŒr den Grundsound. Dann kommt noch wie schon erwĂ€hnt die Wissenschaft der richtigen Mikrofonierung und ... letztlich auch ein Frage des Mikrofons, wenn der Sound fĂŒr die Ohren stimmt. Sennheiser hat da mit dem E609 ein schönes dynamisches Mike aus dem Markt, der VorgĂ€nger heißt glaube ich E409. Das SM 57 oder die auf dem Markt befindlichen Derivate sind auch Möglichkeiten. Ist alles natĂŒrlich auch individueller Gecshmack. So, viel Spaß bei der Soundfindung!
 
Als VerstÀrker hab ich einen Laney Vh100R Röhrenamp benutzt. Das ist ein Riesenmonster, das einem das Gehirn rausblÀst, wenn man den Volume-Regler auch nur einen Mikrometer bewegt.
Zur Aufnahme hatte ich ihn ungefÀhr 15% aufgedreht.

Hallo Grottenolm,

wenn Du mal in die NĂ€he eine Peavey Classic 50 oder auch (meine Wahl) 30 gerĂ€tst, solltest Du das mal abchecken. Die EndstufensĂ€ttigung haut Dir immer noch den Draht aus der MĂŒtze, ist aber bei weitem nicht so brachial wie bei einem 100 WĂ€tter. Das ist IMHO einer der GrĂŒnde, warum auch der AC 30 so beliebt ist/war. Die Peaveys haben ĂŒbrigens gebraucht ein ziemlich unschlagbares Preis-/LeistungsverhĂ€ltnis!
 
Hallo,
also erstmal danke fĂŒr die zahlreichen Antworten.
Wahrscheinlich werde ich nicht drumrumkommen, die Fundamente des Hauses einmal auf die Probe zu stellen ;)
Dass man die 10-fache Leistung braucht, um die doppelte LautstÀrke zu erzielen, ist mir auch schon zu Ohren gekommen, nur muss man Bedenken, dass an dem dicken Röhrenamp noch eine 4x12er hÀngt, die auch ordentlich pustet. 4 Lautsprecher empfindet man nach meiner Erfahrung subjektiv immer lauter.

Was mich wundert, ist, dass sich niemand zum Thema NebengerĂ€usche Ă€ußert. Diese stellen eigentlich das Hauptproblem bei meinem VerstĂ€rker dar. Dass der Amp derartig viele davon produziert, ist mir leider erst nach dem Kauf bei etwas höheren LautstĂ€rken aufgefallen. Alle Marshalls und Engls und wie sie alle heißen, die ich bisher getestet hab, waren problemlos zu spielen.
Werden die NebengerÀusche mit zunehmender LautstÀrke wohl eher lauter, oder gehen sie mehr und mehr unter im Vergleich zum "gewollten Sound" ?
 
Doc Guitarworld":1tycy3y2 schrieb:
Hallo Grottenolm!

Ich nehme mal an, der Amp hat 4x EL34 Endröhren. Wenn Du die Jungs gegen zwei Paare Tone Bones vom Tube Amp Doctor austauscht, verringerst Du die Endstufenleistung nicht unerheblich. Der 100er wird zu einem Mittdreissiger (so wie ich, hehe!) und erzeugt bei gleicher Einstellung und noch mehr schon schöne Class A- EndstufensĂ€ttigung. Der Ton wird runder, bekommt bei niedriger LautstĂ€rke mehr ElastizitĂ€t, mehr Sustain und Pfund. Allerdings ist das nicht ganz billig, das PĂ€rchen kostet um die 100 Euro ... noch eine Möglichkeit ist ein Power Attenuator, ein Power Soak oder wie die Teile auch heißen, die es von diversen Firmen gibt wie Tube Amp Doctor, THD, Marshall oder auch dem gebraucht erhĂ€ltlichen Tom Scholz Power Soak. Der wird zwecks Energieverbrennung zwischen Amp und Box gehangen. Achtung: die Ohm-Zahl beachten! Voll aufgerissene Amps bei ZimmerlautstĂ€rke sind möglich ;-) Nur mal als Idee fĂŒr den Grundsound. Dann kommt noch wie schon erwĂ€hnt die Wissenschaft der richtigen Mikrofonierung und ... letztlich auch ein Frage des Mikrofons, wenn der Sound fĂŒr die Ohren stimmt. Sennheiser hat da mit dem E609 ein schönes dynamisches Mike aus dem Markt, der VorgĂ€nger heißt glaube ich E409. Das SM 57 oder die auf dem Markt befindlichen Derivate sind auch Möglichkeiten. Ist alles natĂŒrlich auch individueller Gecshmack. So, viel Spaß bei der Soundfindung!

Hallo,
der Amp besitzt 6L6 Röhren (die ich ĂŒbrigens gerade erneuern hab lassen), ist aber auch fĂŒr EL34 ausgelegt. Der Power-Soak, den du ansprichst, hört sich aber sehr interessant an.
Nur habe ich bereits auf Harmony Central gelesen, dass einige durch ein solches GerĂ€t ihre Amps zerstört hĂ€tten. Liegt dies an der Nicht-beachtung der Ohm Zahl, oder ist noch was anderes an dem GerĂŒcht dran?
Als Mikrofon habe ich ein SM58 verwendet, fĂŒr meinen Anspruch hat der Abnahmesound vorerst gereicht, zudem ich das sm58 einem ziemlich teuren Sennheiser vorzog.
 
Hi nochmal,

die NebengerĂ€usche können alle möglichen GrĂŒnde von den PUs der Gitarre ĂŒber das Kabel bis zu den Röhren des VerstĂ€rkers haben.
Spielst du mit viel Zerre ? welche Musikrichtung ?
Hast du den Amp beim Kauf mit deinem restlichen SetUp angetestet ( Gitarre, Kabel etc ) ?
Was hÀngt alles an der gleichen Steckdose im Proberaum ?
Habt iht Leuchtstoffröhren ? Bildschirme ?
Es kommen sehr viele Störquellen in Betracht.
Versuch doch einfach mal eine ganz genaue Schilderung deines SetUps und deiner elektrischen Umgebung im Proberaum.

Das mit der 4x12er ist DAS Argument ĂŒberhaupt fĂŒr einen kleineren Amp. Damit machst du genug Druck mit einem 20 Watt-Class A Amp !! ( OK. je nach Wirkungsgrad der Speaker )

Gruß
Stefan
 
Grottenolm":1yvwy1nx schrieb:
Doc Guitarworld":1yvwy1nx schrieb:
Hallo Grottenolm!

Ich nehme mal an, der Amp hat 4x EL34 Endröhren. Wenn Du die Jungs gegen zwei Paare Tone Bones vom Tube Amp Doctor austauscht, verringerst Du die Endstufenleistung nicht unerheblich. Der 100er wird zu einem Mittdreissiger (so wie ich, hehe!) und erzeugt bei gleicher Einstellung und noch mehr schon schöne Class A- EndstufensĂ€ttigung. Der Ton wird runder, bekommt bei niedriger LautstĂ€rke mehr ElastizitĂ€t, mehr Sustain und Pfund. Allerdings ist das nicht ganz billig, das PĂ€rchen kostet um die 100 Euro ... noch eine Möglichkeit ist ein Power Attenuator, ein Power Soak oder wie die Teile auch heißen, die es von diversen Firmen gibt wie Tube Amp Doctor, THD, Marshall oder auch dem gebraucht erhĂ€ltlichen Tom Scholz Power Soak. Der wird zwecks Energieverbrennung zwischen Amp und Box gehangen. Achtung: die Ohm-Zahl beachten! Voll aufgerissene Amps bei ZimmerlautstĂ€rke sind möglich ;-) Nur mal als Idee fĂŒr den Grundsound. Dann kommt noch wie schon erwĂ€hnt die Wissenschaft der richtigen Mikrofonierung und ... letztlich auch ein Frage des Mikrofons, wenn der Sound fĂŒr die Ohren stimmt. Sennheiser hat da mit dem E609 ein schönes dynamisches Mike aus dem Markt, der VorgĂ€nger heißt glaube ich E409. Das SM 57 oder die auf dem Markt befindlichen Derivate sind auch Möglichkeiten. Ist alles natĂŒrlich auch individueller Gecshmack. So, viel Spaß bei der Soundfindung!

Hallo,
der Amp besitzt 6L6 Röhren (die ich ĂŒbrigens gerade erneuern hab lassen), ist aber auch fĂŒr EL34 ausgelegt. Der Power-Soak, den du ansprichst, hört sich aber sehr interessant an.
Nur habe ich bereits auf Harmony Central gelesen, dass einige durch ein solches GerĂ€t ihre Amps zerstört hĂ€tten. Liegt dies an der Nicht-beachtung der Ohm Zahl, oder ist noch was anderes an dem GerĂŒcht dran?
Als Mikrofon habe ich ein SM58 verwendet, fĂŒr meinen Anspruch hat der Abnahmesound vorerst gereicht, zudem ich das sm58 einem ziemlich teuren Sennheiser vorzog.

Nachdem ich heute mal wieder ein E-Herd angeklemmt habe, dachte ich mir nochmals, was alles falsch gemacht sein könnte, wenn der Farbcode nicht stimmt ...

... ich meine, wenn man die Ohmzahl beachtet und weder miserable Kabel noch defekte GerĂ€te verwendet, kann kaum noch was schief gehen. Die Power Soaker haben leider in Angewohnheit, die Endröhren binnen kurzer Zeit inÂŽs Nirvana zu senden. Öfter mal wechseln, heißtÂŽs da. Die Tone Bones bspw. steckst Du einfach anstatt der 6L6 oder EL34 auf die Sockel. Der Ruhestrom der Endstufe muß nicht verstellt werden, somit kannst Du das fĂŒr Gigs jederzeit rĂŒckgĂ€ngig machen.
 
Grottenolm":2wdpy7ow schrieb:
Doc Guitarworld":2wdpy7ow schrieb:
Hallo Grottenolm!

Ich nehme mal an, der Amp hat 4x EL34 Endröhren. Wenn Du die Jungs gegen zwei Paare Tone Bones vom Tube Amp Doctor austauscht, verringerst Du die Endstufenleistung nicht unerheblich. Der 100er wird zu einem Mittdreissiger (so wie ich, hehe!) und erzeugt bei gleicher Einstellung und noch mehr schon schöne Class A- EndstufensĂ€ttigung. Der Ton wird runder, bekommt bei niedriger LautstĂ€rke mehr ElastizitĂ€t, mehr Sustain und Pfund. Allerdings ist das nicht ganz billig, das PĂ€rchen kostet um die 100 Euro ... noch eine Möglichkeit ist ein Power Attenuator, ein Power Soak oder wie die Teile auch heißen, die es von diversen Firmen gibt wie Tube Amp Doctor, THD, Marshall oder auch dem gebraucht erhĂ€ltlichen Tom Scholz Power Soak. Der wird zwecks Energieverbrennung zwischen Amp und Box gehangen. Achtung: die Ohm-Zahl beachten! Voll aufgerissene Amps bei ZimmerlautstĂ€rke sind möglich ;-) Nur mal als Idee fĂŒr den Grundsound. Dann kommt noch wie schon erwĂ€hnt die Wissenschaft der richtigen Mikrofonierung und ... letztlich auch ein Frage des Mikrofons, wenn der Sound fĂŒr die Ohren stimmt. Sennheiser hat da mit dem E609 ein schönes dynamisches Mike aus dem Markt, der VorgĂ€nger heißt glaube ich E409. Das SM 57 oder die auf dem Markt befindlichen Derivate sind auch Möglichkeiten. Ist alles natĂŒrlich auch individueller Gecshmack. So, viel Spaß bei der Soundfindung!

Hallo,
der Amp besitzt 6L6 Röhren (die ich ĂŒbrigens gerade erneuern hab lassen), ist aber auch fĂŒr EL34 ausgelegt. Der Power-Soak, den du ansprichst, hört sich aber sehr interessant an.
Nur habe ich bereits auf Harmony Central gelesen, dass einige durch ein solches GerĂ€t ihre Amps zerstört hĂ€tten. Liegt dies an der Nicht-beachtung der Ohm Zahl, oder ist noch was anderes an dem GerĂŒcht dran?
Als Mikrofon habe ich ein SM58 verwendet, fĂŒr meinen Anspruch hat der Abnahmesound vorerst gereicht, zudem ich das sm58 einem ziemlich teuren Sennheiser vorzog.
Hi,
das mit den Power-Soaks ist so eine Sache. Man belastet ungewollt die Endstufe bis zum Äußersten, wie man es im Normalfall nie tun wĂŒrde (weil einem dann die Ohren bluten :evil: ). Und daabei besteht eben die Gefahr, dass irgendetwas in der Endstufe abraucht - meist der AusgangsĂŒbertrager wegen Überhitzung. Und wenn es anfĂ€ngt zu stinken, ist es eh schon zu spĂ€t.
Zur Abnahme eines Amps wĂŒrde ich eher dem SM57 den Vorrag geben, dieses ist prestiniert zur Amp-Abnahme und gilt auch heute noch bei der Mikrofonierung in Studios mit zur ersten Wahl (zumindest da, wo ich ein bisschen Ausbildung genossen habe)!
Persönlich habe ich auch gute Erfahrungen gemacht (ich probiere viel rum) mit einem Mikro der Hausmarke von Thomann - dem t-bone MB85Beta. Kostet in der Aktion 49,-EURO (incl. Aufbewahrungsbox & Klammer), liegt klanglich so zwischen SM57 und SM58 und hat aufgrund seines Nyodem-Magneten noch höheren Output.
 
Hallo zusammen,
dann werde ich mir diese Tone Bones einmal vormerken (wenn sie nur nicht so teuer wÀren.) Diese könnte man also einfach ohne das BIAS abzugleichen in die Sockel stecken? Oder hab ich was falsch verstanden?

Zum Thema NebengerÀusche: Der Amp hat seine eigene Steckdose und ich gehe mit einem 4,5 Meter Kabel direkt hinein, ohne irgendwelche Bodentreter. Ein PC-Monitor steht zwar auch im Zimmer, jedoch macht es keinen Unterschied ob er an oder aus ist.
Ich glaube auch nicht, dass diese Quellen fĂŒr die NebengerĂ€usche verantwortlich sind, es handelt sich ja nicht um ein Brummen oder Rauschen, sondern um dieses qutietschen, wenn man die Finger auf der Saiten bewegt. Ich weiß, dass es da schon einen Thread drĂŒber gab, nur hat mir der leider nicht viel weitergeholfen.
Mit Gain halte ich mich meistens zurĂŒck, jedoch bin ich jetzt an einem Punkt angelangt, wo eigentlich nicht weniger drin ist. Gain dĂŒrfte so auf Stufe 7/10 stehen.
 
Grottenolm":1xmz9f2c schrieb:
Hallo zusammen,
dann werde ich mir diese Tone Bones einmal vormerken (wenn sie nur nicht so teuer wÀren.) Diese könnte man also einfach ohne das BIAS abzugleichen in die Sockel stecken? Oder hab ich was falsch verstanden?
Richtig,
Endstufenröhren raus, Tone Bones rein (2 oder 4) fertig! Dann einschalten und kurz darauf losspielen.
 
Alles klar, danke. Und fĂŒr den Fall, dass ich die alten wieder einsetzen möchte? WĂ€re dann wieder eine Abgleichung notwendig?
Ich erkundige mich mal nach diesen Röhren.

Edit: Frage hat sich erledigt, alles klar.
 
Tja, so leid es mir tut, aber die NebengerĂ€usche produzierst Du wohl selbst. Mir ist auch schon öfter aufgefallen, wenn man vorm Fernseher FingerĂŒbungen macht oder bei ZimmerlautstĂ€rke so heikle Sachen wie Sweep-Picking oder Legato ĂŒbt, erschreckt man sich wenn man die Kiste mal aufdreht...
Mein Tip: Zwischendurch mal mit hoher LautstĂ€rke ĂŒben (Kopfhörer), bei ZimmerlautstĂ€rke gehen sehr viele Details unter. Bis ich das raus hatte hat es einiges an GrĂŒbeleien gebraucht...
Viel Erfolg
 
Grottenolm":3uxk36g7 schrieb:
Alles klar, danke. Und fĂŒr den Fall, dass ich die alten wieder einsetzen möchte? WĂ€re dann wieder eine Abgleichung notwendig?
Ich erkundige mich mal nach diesen Röhren.

Edit: Frage hat sich erledigt, alles klar.

Wie ich schon schrob, Du kannst das fĂŒr Gigs bspw. jederzeit rĂŒckgĂ€ngig machen ohne irgendwas Ă€ndern zu mĂŒssen ...

Ich bin mal gespannt auf Deine Erfahrungen!
 
Tja, so leid es mir tut, aber die NebengerĂ€usche produzierst Du wohl selbst. Mir ist auch schon öfter aufgefallen, wenn man vorm Fernseher FingerĂŒbungen macht oder bei ZimmerlautstĂ€rke so heikle Sachen wie Sweep-Picking oder Legato ĂŒbt, erschreckt man sich wenn man die Kiste mal aufdreht...

Ja, das ist mir klar, nur quietscht der Amp an Stellen, bei denen man einfach nicht mehr von "unsauber gespielt" reden kann, das Dingen gibt bereits unangenehme GerĂ€usche von sich wenn man z. B. mit dem Handballen die notwendige Bewegung macht um die Saite anzuschlagen. Zudem hab ich ja auch andere Amps getestet die sich da eher zurĂŒckhielten, bzw. bei denen fast gar keine NebengerĂ€usche aufkamen (insbesondere ENGL-Amps).
Aber so ist mein Amp dann wohl, da muss ich jetzt mit leben.

Zu den Tone Bones: Ich merke sie mir auf jeden Fall mal vor, nur schrecke ich vor dem Preis noch etwas zurĂŒck. Zudem hat der Amp auch noch 4 Röhren... :(
 
Grottenolm":11bo6dco schrieb:
Tja, so leid es mir tut, aber die NebengerĂ€usche produzierst Du wohl selbst. Mir ist auch schon öfter aufgefallen, wenn man vorm Fernseher FingerĂŒbungen macht oder bei ZimmerlautstĂ€rke so heikle Sachen wie Sweep-Picking oder Legato ĂŒbt, erschreckt man sich wenn man die Kiste mal aufdreht...

Ja, das ist mir klar, nur quietscht der Amp an Stellen, bei denen man einfach nicht mehr von "unsauber gespielt" reden kann, das Dingen gibt bereits unangenehme GerĂ€usche von sich wenn man z. B. mit dem Handballen die notwendige Bewegung macht um die Saite anzuschlagen. Zudem hab ich ja auch andere Amps getestet die sich da eher zurĂŒckhielten, bzw. bei denen fast gar keine NebengerĂ€usche aufkamen (insbesondere ENGL-Amps).
Aber so ist mein Amp dann wohl, da muss ich jetzt mit leben.

Ich möchte nun nicht den ganzen Tread durchlesen ... was fĂŒr Kabel zwischen Amp und Gitarre verwendest Du? Hast Du besonders viel NebengerĂ€usche, wenn Du die Saiten nicht berĂŒhrst? Es könnte sein, daß dĂ­e Klinkenbuchse falsch herum gelötet ist und auch miese Kabel können schon fĂŒr manchen Radiosender oder Tiefenrausch sorgen ...
 
Hi,
an den Kabeln dĂŒrfte es nicht liegen, ich verwende recht gute "Hotline"-Kabel. An Klingenbuchsen habe ich nichts modifiziert, dass sie ab Werk falschherum gelötet sind kann ich mir nicht vorstellen, oder kommt das auch vor?
NachtrÀglich habe ich neue Tonabnehmer in die Gitarre eingebaut, kann es sein, dass ich hierbei zwei Kabel durcheinandergebracht habe und es deswegen empfindlich quietscht?
 
Grottenolm":3um6znaa schrieb:
Hi,
an den Kabeln dĂŒrfte es nicht liegen, ich verwende recht gute "Hotline"-Kabel. An Klingenbuchsen habe ich nichts modifiziert, dass sie ab Werk falschherum gelötet sind kann ich mir nicht vorstellen, oder kommt das auch vor?
NachtrÀglich habe ich neue Tonabnehmer in die Gitarre eingebaut, kann es sein, dass ich hierbei zwei Kabel durcheinandergebracht habe und es deswegen empfindlich quietscht?

ThatÂŽs it! Der blanke Draht kommt aufÂŽs PotigehĂ€use und der ummantelte (oder die ummantelten) anÂŽs Öhrchen des Potis.
 
Ich kann mich nicht entsinnen, etwas an die Potiöhrchen gelötet zu haben. Zwei Kabel hab ich verbunden und zwei andere an den Schalter gelötet, das blanke Kabel ans PotigehÀuse. Stand so in der Anleitung.
Ich geh die Verkabelung nochmal durch.
 

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