Sattel und Saitenreiter(Material)


EARTH
EARTH
Well-known member
Registriert
25 Dezember 2003
Beiträge
96
Ort
Berlin
Hey zusammen!

Also vorweg: Ich spiele eine Strat mit Vintage Tremolo und vermutlich
Plastiksattel.

Da ich in letzter Zeit immer häufiger mit dem Vibratosystem spiele, habe ich vor,den Sattel auszutauschen.
Ich habe ihn auch schon nachkerben lassen,aber die Klampfe verstimmt sich leider immer noch zuviel.(Bei lockerem vibrieren gehts,aber wenns etwas heftiger wird..naja :? )
Ich vermute,das liegt mitunter am Plastik Sattel. Oder lieg ich da falsch?

Jetzt hab ich mich mal bei Rockinger umgeschaut und bin auf die Graph Tech Tremnuts gestoßen.
Und hier jetzt meine Fragen dazu:- Hat jemand schon Erfahrungen den
Tremnuts gemacht?
- Dort steht nur,dass sie gekerbt sind,
für welche Saitenstärke?(Muss ich evtl.
nachkerben?)

Meine zweite Frage bezieht sich auf die Saitenreiter meiner Jammerhakenvorrichtung.

Ich habe ein System von Collins eingebaut, da das Vorherige keinen massiven Stahlblock hatte.
Leider sind recht schnell ziemlich Kerben in die Brückchen gekommen,wovon die Saiten ja schneller reißen.
Jetzt hab ich diese Kerben vor 1,2 Wochen weggeschliffen,doch sie sind schon wieder da. :shock: :mad:

Ist das normal oder benutzen die Herren von Collins schlechteres Material,als Rockinger,etc.? Wenn ja, könnt ihr mir etwas besseres empfehlen?

So....das war es dann erstmal wieder,ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Sonnige Grüße,Julian! :-D
 
A
Anonymous
Guest
Tach Julian,

das wichtigste vorweg: vollständige Verstimmfreiheit wirst Du mit diesem Vibratotyp nicht erreichen. An Divebombs u.ä. hat Leo Fender damals nicht gedacht. Obwohl das Vintagevibrato stimmstabiler ist als ein Bigsby...

Saitenreiter kannst Du bei Fender als Ersatzteile bekommen, die kerben nicht ein (Stahl ist nicht gleich Stahl). Als Sattel könntest Du etwas selbstschmierendes nehmen, z.B. Knochen, aber besser Graphit, Tusq Nut oder sogar einen Rollensattel.

Gruß, Martin
 
A
Anonymous
Guest
Mein Vorredner hat schon fast alles dazu gesagt. Ein austausch Trem könnte auch was bringen. Ich hab an einigen Gitarren ein Wilkinson, das etwas stimmstabiler ist. Auch Klemmechaniken können was helfen.

Gruß
Franz
 
A
Anonymous
Guest
Moinsen,

probier ruhig ma ein anderes Tremolo - Wilkinson is da schon recht brauchbar
Das mit den Klemmmechaniken sollte auch weitgehenst Abhilfe schaffen,
schliesslich hat auch ein Floyd Rose nicht umsonnst ein Locknut oben...


greez
 
EARTH
EARTH
Well-known member
Registriert
25 Dezember 2003
Beiträge
96
Ort
Berlin
Moinsens!

Ja,das mit den Divebombs etc. ist mir schon bewusst.Nur ich wollte sie halt möglichst im Originalzustand lassen und nich noch n Rollensattel,Locking-Tuner oder sonstwas einbauen. Sondern einfach die Vertimmungsfreiheit mit möglichst wenig Aufwand noch etwas optimieren.

Ich habe selbst schon die Strat von meinem Gitarrenlehrer gespielt,irgendne 70er Fender mit nem Messingsattel.
Die ist sogut wie verstimmungsfrei,da kann man auch ruhig mal ein bischn agressiver zu Werke gehen.

Ein anderes mal habe ich Greg Koch bei einem Workshop zuschauen dürfen,welcher auch eine stinknormale Standart Strat ausm Laden(PPC Hannover) gespielt hat. Und auch da hat man von Verstimmung nichts gemerkt.
Also dachte ich mir halt,da müsste doch noch was rauszuholen sein,ohne gleich nen Klemmsattel oder sonst was drauf zu ballern.

Trotzdem danke für die Antworten. :)
 
univalve
univalve
Well-known member
Registriert
27 Mai 2014
Beiträge
2.099
Ich habe früher bei meiner Strat immer selber Graphit (einfach einen Bleistift spitzen) beim Saitenwechsel in die Kerben gestreut. Das hat bei mir einiges gebracht. Des Weiteren würde ich wenige Umwicklungen bei den Saiten um die Mechaniken anraten. Und dann noch die Reibung bei dem Tremolo minimieren. Es sollte also schwebend eingestellt sein und die vier mittleren Schrauben ein Stück rausdrehen, damit der Schraubenkopf nicht auf der Tremoloplatte aufliegt und die Bewegung nicht behindert. Nicht die Schrauben komplett entfernen! die beiden äußeren Schrauben sind nicht für die komplette Belastung (wie bei einem Wilkinson oder einer Standard American Strat) ausgelegt. Das gibt kaputte Schrauben und unter Umständen auch kaputte Schraubenlöcher - dann wird es ätzend. Also nur etwas (vielleicht zwei Umdrehungen) rausschrauben. Die Belistift Methode wende ich selber nicht mehr an (Faulheit). Aber ansonsten ist das Tremolo so ganz brauchbar.

greetz
univalve
 
doc guitarworld
doc guitarworld
Moderator
Registriert
17 Januar 2002
Beiträge
7.879
Lösungen
5
Hi,

ich kann Robin´s Ausführungen nur dicke unterstreichen, genau
so wird das gemacht. Ich habe auf meinen Strats die alten
technisch sicherlich altbackenen Systeme drauf und bekomme
auch ohne Sperzels auf meiner CBS-Dame eine gute Stimmstabilität
hin. Da hat Walter mir allerdings auch einen schönen Knochen
drauf gemacht, das schmiert natürlich gut und ich benutze das Vibrato
sehr gerne. Auf meiner Weissen habe ich Sperzels und Knochen,
was das ganze nochmals enorm stabiler macht. Hendrix hätte das
sicherlich gemocht :)
 
EARTH
EARTH
Well-known member
Registriert
25 Dezember 2003
Beiträge
96
Ort
Berlin
Grüetzi! :-D

Danke nochmal für die ganzen Antworten.
Ich werd mir jetzt wahrscheinlich nen Grah Tech Tremnut kaufen und die kleinen Feineinstellungen am Vibrato vornehmen.
Allerdings weiß ich immer noch nicht, ob die vorgekerbten Sättel für 10er Saiten ok sind. Könnt ihr mir dazu was sagen? :?

Achja(auch wenns kurz Off-Topic is): Ich wollte gleich n paar neue Potis für meine Jazz Bass Kopie mit zwei Singelkoilen mitbestellen,weiß aber nich wieviel kOhm die haben müssen. Verhällt sich das bei den Tieftönern wie bei Gitarren? Also für Singlecoils 250 kOhm und für Doppelspuler 500kOhm?

schönen Abend noch! :)
 
B
Banger
Guest
Hi Earth,
die Sättel sind nur grob vorgekerbt; Du hast auf jeden Fall noch Feinarbeit vor Dir, um eine gescheite Saitenlage zu erreichen.
 
 

Oben Unten