Schwergängiges Poti - wie gängig machen?


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Hallo,

hab wie alle Jahre wieder, meine 79er Hamer Sunburst nochmal aus ihrem Kistchen genommen. Dann gleich am Tone Poti gedreht (bzw. versucht zu drehen). Ergebnis: Poti sehr schwergängig, Poti- Knob zerbrochen :mad:.

Da ich das alte Schätzchen möglichst im Original Zustand erhalten möchte, will ich den Poti nicht ersetzen, sondern schonend gängig machen. Aber wie? Kann man den Drehknopf auch irgendwie reparieren? Sekundenkleber?

Gruß
Franz
 
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Moinsen,

jo, Sekundenkleber ist wohl die Beste Lösung, da sehr dünn und bösartig fest nachm trocknen.(eleganter ist natürlich ein original neuer)

bei dem Poti würd ich doch eher zum Austausch raten.
Klar kannste mit Kontaktspray erst mal reparieren und gängiger machen,
doch der wahre Jakob isses nicht auf Dauer.
Wenn du das Poti viel benutzt wirds irgendwann "krächzen".
Vieleicht hilft aber auch schon etwas Nähmachinen- oder Kriech-öl direkt an die Achse.(Wäre dann nicht langfristig so aggressiv für die Kohlebahn)

greez
 
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Little Wing":cjkks8kd schrieb:
Hallo,

hab wie alle Jahre wieder, meine 79er Hamer Sunburst nochmal aus ihrem Kistchen genommen. Dann gleich am Tone Poti gedreht (bzw. versucht zu drehen). Ergebniss: Poti sehr schwergängig, Poti- Knob zerbrochen :mad:.

Da ich das alte Schätzchen möglichst im Original Zustand erhalten möchte, will ich den Poti nicht ersetzen, sondern schonend gängig machen. Aber wie? Kann man den Drehknopf auch irgendwie reparieren? Sekundenkleber?

Gruß
Franz

Hallo Franz,

kein Oldtimer Fan käme auf den verstrahlten Gedanken, auf seinen 30er Jahre Mercedes versteinerte Originalreifen aufzuziehen, dabei restaurieren diese Leute nun wirklich mit Liebe und Sachverstand... Vielleicht liegt's ja gerade daran.
Ihr "Vintage"-Köppe habt schon ganz massiv einen an der Murmel... :roll:

Aber sei es drum:
Du kannst das Poti in seine Einzelteile zerlegen, in dem Du die vier umgekrampten Gehäusekrallen aufbiegst, und die Achse heraus nimmst. Jetzt kannst Du die einzelteile mit Aceton vom verharzten Fett reinigen, die Achse wieder sparsam mit Vaseline fetten (nichts auf die Leiterbahn!) und alles umgekehrt wieder zusammen setzen.

Aber vielleicht ist auch das Risiko nicht wieder gut zu machenden Schadens am Poti und somit am Wert dieses Instrumentes so groß, dass Du besser eine Kerze in der nächsen Marienkapelle entzündest.
Für den alten Potiknopf kannst Du derweil noch ein Gebet sprechen.
 
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Little Wing":7bn5a267 schrieb:
Kann man den Drehknopf auch irgendwie reparieren? Sekundenkleber?

Tach Franz,

welche Art von Knöppen hat Deine denn? Die hutförmigen oder die zylindrischen?

Von den Hüten habe ich noch Originale in amber und schwarz hier. Ich wette fünfhundert Würste gegen einen alten Hosenknopf, dass nicht mal ein Hamer-Afficionado den Unterschied zwischen 79er und 93er Knöpfen bemerkt. Obwohl...

Die 79er klingen natürlich luftiger in den Höhen... :roll:

Kleben kann man machen, sieht aber sehr unschön aus, weil semi-transparent.
 
gitarrenruebe
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Mach doch ein neues, gutes Poti rein und hebe das Alte auf. Und wenn dann irgendwann mal im Verkaufsfalle der originale Zustand 1.000 Euro mehr bringt, lötest Du die alte Kamelle wieder ein oder legst den Schrott dabei.

Also ich hab in meiner 66er SG neue Potis drin und neue Tuner drauf, auf der 55er Les Paul jr. sind auch neue Tuner - und weiter ... So sind die ollen Dinger wenigstens spielbar. Natürlich wurde nix aufgebohrt, und die alten Teile sind noch da.

Aber wie W°°° schon anmerkte: Alles in Ehren, aber irgendwo ist ja wohl Schluß mit Vintage-Hype. Die Dinger sind zum Spielen, Menno. UNd wenn die Hamer bei Dir verstaubt, schick se mir, ich nehm das Ding ran und dann ist die auch in 4 Wochen ultra-relic :shock: ...




Beim Thema Hamer kommt jetzt selbstredend der Alien-Gedächtnis-Absatz:











Eine schöne Hamer, die fehlt mir noch ... :cry:
Alle, die ich bis jetzt in der Hand hatte (Standards und Sunbursts) waren prima Instrumente mit Charakter und tollem Sound. Insbesondere Standards (Explorers) von denen, mein lieber Aldä, Sustain bis Bagdad ...
Die Superstrats Chapperal warn auch geil, aber die DC und die Explorer machen mich irgendwie mehr an, ham ja auch net son blödes FR druff.
 
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W°°":20wypg9v schrieb:
Little Wing":20wypg9v schrieb:
Hallo,

hab wie alle Jahre wieder, meine 79er Hamer Sunburst nochmal aus ihrem Kistchen genommen. Dann gleich am Tone Poti gedreht (bzw. versucht zu drehen). Ergebniss: Poti sehr schwergängig, Poti- Knob zerbrochen :mad:.

Da ich das alte Schätzchen möglichst im Original Zustand erhalten möchte, will ich den Poti nicht ersetzen, sondern schonend gängig machen. Aber wie? Kann man den Drehknopf auch irgendwie reparieren? Sekundenkleber?

Gruß
Franz

Hallo Franz,

Ihr "Vintage"-Köppe habt schon ganz massiv einen an der Murmel... :roll:

Aber sei es drum:
Du kannst das Poti in seine Einzelteile zerlegen, in dem Du die vier umgekrampten Gehäusekrallen aufbiegst,
Aber vielleicht ist auch das Risiko nicht wieder gut zu machenden Schadens am Poti und somit am Wert dieses Instrumentes so groß, dass Du besser eine Kerze in der nächsen Marienkapelle entzündest.
Für den alten Potiknopf kannst Du derweil noch ein Gebet sprechen.

Hallo Walther,

Ich bin eigentlich gar kein Vintage Kopp :lol:

Diese ist mein einziges echtes "Vintätsch - Teil".

Nur das die Amis mittlerweile alles an Hamer vor 1980 aufkaufen wie doof, läßt mich vorsichtig werden. Wurden doch nur etwas über 1400 davon gefertigt! Könnte ich später damit evtl. meine nicht vorhandene Rente aufstocken? :shock:

Im Gegensatz zu überbezahlten 70er Fender Brettern, bestehen Hamer Oldies aus besten Tonhölzern, und klingen super. Hab bis jetzt nix besseres aus der Gibson- Mensur Ecke gespielt (eine echte 59er Paula ist mir noch nie begegnet).

Ich spiele die Klampfe nur so selten, da ich noch sehr gut klingende neue Strat(artige) besitze und eigentlich Stratist bin :-D. Ausserdem sind noch gut erhaltene original Bünde auf der Hamer.

Aber nochmal zum Toppic. Wie kann ich verhindern, das immer mehr vom schwarzen Lack der Kopfplatte abblättert? Da müßte ein Gitarrenbauer wie Du doch eine Lösung haben? Ist aber auch bei vielen Gibson so: fängt der Lack an der Kopfplatten-Vorderseite einmal an abzusplittern, ist es kaum zu stoppen.

Gruß
Franz
 
 

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