" Stille Mordlust ...

physioblues

physioblues

Well-known member
... ist der beste Beweis für Mennschekenntnis " hat Frank Sinatra einst gesagt.


Hai,


welche Menschen haben euch 2003 so richtig dieses Gefühl vermittelt ?

Einige meiner Favoriten :

- Mr. Bush
- Silvio Berlusconi
- Fernsehprogrammdirektoren
- Anwälte
- Menschen, die Dieter Bohlen witzig finden.
- Kirk Hammett, der mit Schnäuzer und Wet-Gel-Mini-Pli versucht, den bösen Jungen zu mimen.
- Spitzenpolitiker aller Parteien, die bei einem sogenannten Elefantentreffen gerade mal einen Reform-Mäusefurz zustande bringen.
- Menschen, die in Ischgl beim Aprés Ski jammern, daß einem der Staat die letzte Mark aus der Tasche zieht.
- Möllemann ( ist dieses Jahr das letzte Mal dabei, ehrlich ! )



:evil: :evil: :evil: :evil:
 
A

Anonymous

Guest
physioblues":3rz4ot41 schrieb:
... ist der beste Beweis für Mennschekenntnis " hat Frank Sinatra einst gesagt.


Hai,


welche Menschen haben euch 2003 so richtig dieses Gefühl vermittelt ?

Einige meiner Favoriten :

- Mr. Bush
- Silvio Berlusconi
- Fernsehprogrammdirektoren
- Anwälte
- Menschen, die Dieter Bohlen witzig finden.
- Kirk Hammett, der mit Schnäuzer und Wet-Gel-Mini-Pli versucht, den bösen Jungen zu mimen.
- Spitzenpolitiker aller Parteien, die bei einem sogenannten Elefantentreffen gerade mal einen Reform-Mäusefurz zustande bringen.
- Menschen, die in Ischgl beim Aprés Ski jammern, daß einem der Staat die letzte Mark aus der Tasche zieht.
- Möllemann ( ist dieses Jahr das letzte Mal dabei, ehrlich ! )



:evil: :evil: :evil: :evil:


Hi Stefan

Toller Thread :p !
Einige meiner persönlichen Favoriten hast Du ja schon aufgezählt, ansonsten:

-Ulla Schmidt und eigentlich alle Politiker
-Talentshows ansich(welcher Sender hat eigentlich keine veranstaltet?)
-die amerikanische Regierung
-David Beckham
-Marius Müller Westerndorf
-Atze Friedrich und Gerhard Herzog vom 1.FC Kaiserslautern
-den ätzend tollen Lance Armstrong

to be contiuned

Gruss
Arvid
 
A

Anonymous

Guest
Hi,

yes, klasse Thema... Nun ja, da wären:

1.) Alle Fürsprecher in unserem Lande für eine Studiengebühr.
2.) Supermoderatorenteam Hunziger und Spengemann
*schade leider fehlt der Kotzsmilie*
3.) Händler die einem das Blaue vom Himmel versprechen, aber nur
dein Geld wollen und sich einen Dreck um den Auftrag scheren.
4.) Beamte (Kommentarlos)
5.) Glatteis ;-) :lol:

Gruß
VVolverine
 
B

Banger

Guest
Moinsen zusammen!

physioblues":o02lk25u schrieb:
- Menschen, die Dieter Bohlen witzig finden.
Dazu hab ich 'n nettes Zitat:
"Dieter Bohlen ist wie ein Autounfall: Furchtbar, aber man muss immer wieder hinsehen." :-D

Naturgegeben wirst Du Dich dieses Jahr wirklich kaum über Möllemann aufregen können ;-)
(Obwohl, zugegeben, bei den letzten Meldungen zu einigen Aktionen und Äußerungen des Herrn Sharon ging mit schon sinngemäß ein "so sehr Unrecht hatte Jürgen W. wohl doch nicht" durch den Kopf...)


@VV:
Über das Thema Studiengebühren lässt sich bekanntermassen streiten.
Sofern die Gebühren
a) vertretbar hoch sind (habe den angepeilten Betrag grad nicht im Kopf)
b) erst nach Ablauf der Regelstudienzeit erhoben werden
c) direkt der entsprechenden FH/Uni bzw. deren Lehrmitteln zugute kommen
halte ich sie zumindest nicht für komplett unsinnig.
Ich bestreite nicht, dass Punkt b) zumindest für Studenten, die sich nebenbei noch ihren Lebensunterhalt verdienen müssen (aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man vom Bafög allein nicht leben kann), heikel werden kann. Andererseits geht mir bei (mir persönlich bekannten) sprichwörtlich faulen Studenten, die z.B. im Theologiestudium 1-2 Semester "kreative(?) Auszeit" beanspruchen sowie bei Kollegen, die mit Mitte 40 immer noch / wieder eingeschrieben sind um das subventionierte Semesterticket für dne ÖPNV zu nutzen, ganz gewaltig der Hut hoch.
Solche Fälle (die m.E. wirklich nicht selten sind) sind berechtigtes Öl in das Feuer der Gebührenbefürworter.
 
A

Anonymous

Guest
a) vertretbar hoch sind (habe den angepeilten Betrag grad nicht im Kopf)
b) erst nach Ablauf der Regelstudienzeit erhoben werden
c) direkt der entsprechenden FH/Uni bzw. deren Lehrmitteln zugute kommen
halte ich sie zumindest nicht für komplett unsinnig.

Hi Banger,

naja 650 Euro pro Semester zzgl. 105 Euro Semesterrückmeldung sind wohl kaum angemessen für jemanden der kein Bafög bekommt und seinen Lebensunterhalt selbst verdient, oder? Ist aber eine Diskussionsfrage, das gebe ich gern zu.

bei b). stimme ich mit Dir nicht überein, oder musstest Du in deiner Schulzeit etwas bezahlen, wenn Du mal ne 5 oder sogar 6 in einer Klassenarbeit hattest? Wohl nicht, also warum sollen die "Nicht-Überflieger" jetzt herhalten? Ist doch totaler Schwachsinn, das man an nur 4 Terminen im Jahr Klausuren schreiben darf, was einem bei einer nicht bestandenen Klausur im Extremfall sofort ein ganzes Semester kostet.

Zu c.) darf ich anmerken, das von dieser Summe wohl kein, aber auch kein einziger Cent, der Hochschule zu Gute kommt. Frag mal die Politiker wo sie mit dem Geld hinspazieren... Wahrscheinlich sponsort ein Student Gerhard seine Zigarren, der andere seinen schönen Kaschmirmantel, wieder ein anderer... :roll: :evil:

Was mich allerdings am meisten nervt ist die Friss-oder-Stirb Taktik der Regierung. Hast Du gewußt, das es entweder die Möglichkeit gibt diesen Betrag zu bezahlen, oder wenn Du das, aus Geldmangel (soll es ja auch geben) nicht kannst, Du dann gehen darfst? Schön oder?

Gruß
VVolverine
 
B

Banger

Guest
Hi VVolverine,

VVolverine":34o9jozo schrieb:
naja 650 Euro pro Semester zzgl. 105 Euro Semesterrückmeldung sind wohl kaum angemessen für jemanden der kein Bafög bekommt und seinen Lebensunterhalt selbst verdient, oder? Ist aber eine Diskussionsfrage, das gebe ich gern zu.
Weia! :shock: 650 EUR? Ok, zu hoch, keine weitere Diskussion nötig :)

VVolverine":34o9jozo schrieb:
bei b). stimme ich mit Dir nicht überein, oder musstest Du in deiner Schulzeit etwas bezahlen, wenn Du mal ne 5 oder sogar 6 in einer Klassenarbeit hattest? Wohl nicht, also warum sollen die "Nicht-Überflieger" jetzt herhalten? Ist doch totaler Schwachsinn, das man an nur 4 Terminen im Jahr Klausuren schreiben darf, was einem bei einer nicht bestandenen Klausur im Extremfall sofort ein ganzes Semester kostet.
Die Regelung mit den Klausurterminen ist Schwachsinn, das habe ich damals auch zu spüren bekommen.
Ich denke, man käme einer Lösung näher, wenn man Klausurtermine flexibler gestaltet und so den Studenten ermöglicht, die Regelstudienzeit einzuhalten?

VVolverine":34o9jozo schrieb:
Zu c.) darf ich anmerken, das von dieser Summe wohl kein, aber auch kein einziger Cent, der Hochschule zu Gute kommt.
Ist das nur eine Vermutung von Dir oder Fakt?
Falls letzteres zutrifft: sehr sinnvoll[TM] :roll:

VVolverine":34o9jozo schrieb:
Was mich allerdings am meisten nervt ist die Friss-oder-Stirb Taktik der Regierung. Hast Du gewußt, das es entweder die Möglichkeit gibt diesen Betrag zu bezahlen, oder wenn Du das, aus Geldmangel (soll es ja auch geben) nicht kannst, Du dann gehen darfst? Schön oder?
Aua.

Wo wir gerade beim Thema studieren sind: mir ist es damals, als ich angefangen habe E-Technik/Informationsverarbeitung zu studieren, ziemlich sauer aufgestossen, dass es den Studenten nahelegt wurde (Im Sinne von: "Das ist quasi ein Muss"), mindestens ein Auslandssemester einzulegen. War das bei Euch auch der Fall?
Ich erkenne da kaum einen Sinn drin. Zum einen ist die finanzielle Belastung bestimmt für viele Studenten indiskutabel, zum anderen frage ich nach dem Sinn, mich im Ausland für einen Arbeitsplatz in Deutschland zu qualifizieren... ist ein Auslandssemester reines Prestigeobjekt oder ein Zugeständnis an eine schlechte Bildung in Deutschland?
 
A

Anonymous

Guest
Wo wir gerade beim Thema studieren sind: mir ist es damals, als ich angefangen habe E-Technik/Informationsverarbeitung zu studieren, ziemlich sauer aufgestossen, dass es den Studenten nahelegt wurde (Im Sinne von: "Das ist quasi ein Muss"), mindestens ein Auslandssemester einzulegen. War das bei Euch auch der Fall?
Ich erkenne da kaum einen Sinn drin. Zum einen ist die finanzielle Belastung bestimmt für viele Studenten indiskutabel, zum anderen frage ich nach dem Sinn, mich im Ausland für einen Arbeitsplatz in Deutschland zu qualifizieren... ist ein Auslandssemester reines Prestigeobjekt oder ein Zugeständnis an eine schlechte Bildung in Deutschland?

Das wird Studenten schon nahe gelegt, allerdings ist mir der genaue Hintergrund auch nicht schlüssig, zumal, wie Du schon sagtest, die finanzielle Belastung unglaublich hoch ist, vorausgesetzt Mama und Papa bezahlen nicht. Das scheint aber bei den meisten, die soetwas machen, wohl der Fall zu sein (Wohlgemerkt nicht bei allen.) ;-)

Gruß
VVolverine
 
physioblues

physioblues

Well-known member
Hai,

ach ja, eines habe ich noch vergessen :

-Studenten, die jammern.



-
 
B

Banger

Guest
physioblues":3cm0uubb schrieb:
-Studenten, die jammern.
*pruuuuuuuuust*
*kaffee vom monitor wisch*
*tastatur entleer*

Da gerade Werbung im Radio kommt:
- "GEIL IST GEIIIIIIIIL!" *kotz*

Und ausserdem:
- Der Rhythmusgitarrist unserer Band
Selbiger erschien zu den letzten Proben nicht nur völlig unmotiviert und kurz und als i-Tüpfelchen rief er mich nach der letzten Probe 5 Min später (wir haben noch ohne ihn weitergespielt) auf dem Handy an und fragte "so nebenbei", ob ich 'nen Ersatz für ihn kennen würde, er hätte im Moment den Kopf nicht frei für Musik.
Wohlgemerkt - am 31. Januar haben wir den nächsten Gig... :evil:
 
physioblues

physioblues

Well-known member
VVolverine":1ddl8465 schrieb:
Hai,

ach ja, eines habe ich noch vergessen :

-Studenten, die jammern.

Witzig... aber man lacht bekanntlich nur solange , wie es einen selber nicht betrifft... :|

Gruß
VVolverine

Meine lieben Studenten,

meine Ausbildung hat mich ca. 20.000 Euro gekostet. Es gab kein Bafög, ich habe davor 8 Monate Fabrik malocht und in den 30 Tagen Ferien im Jahr auch noch gejobbt, um das Ganze zu finanzieren.
Und ich habe nicht gejammert, ich hatte gar keine Zeit dazu ( Staatsexamen in 29 Fächern !! ).
Deshalb erlaube ich mir diese Aussage.


-
 
finetone

finetone

Well-known member
physioblues":3qbur0bl schrieb:
VVolverine":3qbur0bl schrieb:
Hai,

ach ja, eines habe ich noch vergessen :

-Studenten, die jammern.

Witzig... aber man lacht bekanntlich nur solange , wie es einen selber nicht betrifft... :|

Gruß
VVolverine

Meine lieben Studenten,

meine Ausbildung hat mich ca. 20.000 Euro gekostet. Es gab kein Bafög, ich habe davor 8 Monate Fabrik malocht und in den 30 Tagen Ferien im Jahr auch noch gejobbt, um das Ganze zu finanzieren.
Und ich habe nicht gejammert, ich hatte gar keine Zeit dazu ( Staatsexamen in 29 Fächern !! ).
Deshalb erlaube ich mir diese Aussage.


-

Hallo allerseits,
an der Stelle möchte ich auch einmal an die Studien-Disziplin im Allgemeinen appellieren!
Dazu darf man ruhig auch einmal zum Studiensystem der ehemaligen DDR schauen:

Ein Studium dauerte 6 Semester an der FH und 9 Semester an der TH/Uni - nicht mehr und nicht weniger - PUNKT.

Für die einzelnen Studienrichtungen gab es an den FH's und Uni's nur gegrenzte Studienplätze - d.h. es gab keine Warte- und Anmeldezeiten zu den Praktiken, Klausueren, diese waren im Lehrplan fest integriert.

Zumindest in der FH war die Anwesenheit zu den Vorlesungen und Übungen Pflicht!

Klausuren wurden sofort geschrieben, wenn ein Fachgebiet abgeschlossen wurde. Wurde eine Klausur "vergeigt", so konnte man diese zeitnah (1-3 Monate) noch einmal schreiben. Ein dritte Möglichkeit, diese Klausur noch einmal zu schreiben, gab es nur noch in Ausnahmefällen.
Wurde eine Klausur dann immer noch nicht bestanden, war in der Regel das Studium beendet. Als Uni's-Student hatte man dann ggf. noch die Möglichkeit zur FH zu wechseln (wenn man einen Platz bekam).

Arbeiten war in den Semesterferien genauso angesagt, um das eigene Budget aufzufrischen. Auch war es nicht ungewöhnlich, das Studenten nebenbei jobbten, da das staatliche "Stipendium" nur schmalste Lebensqualität und Schmalkost zuließen. (Naja, und welcher Student hatte da schon ein eigenes Auto?).
 
A

Anonymous

Guest
Gudn Tach!

finetone-bf":17uh8fq6 schrieb:
Hallo allerseits,
an der Stelle möchte ich auch einmal an die Studien-Disziplin im Allgemeinen appellieren!
Dazu darf man ruhig auch einmal zum Studiensystem der ehemaligen DDR schauen:
Darf man, muss man aber nicht. Wie man an Deinen folgenden Ausführungen sieht, scheint es auf seine Weise mindestens genauso idiotisch gewesen zu sein wie das heutige System.

Ein Studium dauerte 6 Semester an der FH und 9 Semester an der TH/Uni - nicht mehr und nicht weniger - PUNKT.

Genau richtig! Die Menschen sind ja auch alle gleich! Wer sitzenbleibt fliegt raus!

Für die einzelnen Studienrichtungen gab es an den FH's und Uni's nur gegrenzte Studienplätze - d.h. es gab keine Warte- und Anmeldezeiten zu den Praktiken, Klausueren, diese waren im Lehrplan fest integriert.

Öh heute gibt es auch unterschiedliche Zulassungsbeschränkungen von Numerus Clausus über Bewerbungsmappen für künstlerische Sachen bis zu Aufnahmeprüfung. Ist auch schon lange so, glaube kaum, dass das in der DDR erfunden wurde. Was machen denn die ganzen Leute die an der Uni nicht genommen werden? Die trollen sich wahrscheinlich zu den massig vorhandenen Aubildungsplätzen oder werden hochzufriedene ungelernte Arbeiter. Wenn der riesige Parkplatz für Arbeitslose, zu der die Unis und FHs nun mal geworden sind, verkleinert wird, ohne Alternativen zu bieten, geht eben direkt die Arbeitslosenquote hoch. Sinnvoll ist was anderes.

Zumindest in der FH war die Anwesenheit zu den Vorlesungen und Übungen Pflicht!

Super, damit die Vorlesungen noch voller werden ... wer den anderen seine Anwesenheit erspart und zu hause besser lernen kann wird ausgeschlossen ... sinnvolles Konzept ist das. Vor allem weil Bildung sowieso nicht individuell sein darf und alle über den gleichen Kamm zu scheren (oder über die gleiche Klinge springen zu lassen) schon immer das beste war. Naja, faschismus gabs eben auch bei den staatlich geprüften Antifaschisten im real existierenden Sozialismus zu genüge.

Klausuren wurden sofort geschrieben, wenn ein Fachgebiet abgeschlossen wurde. Wurde eine Klausur "vergeigt", so konnte man diese zeitnah (1-3 Monate) noch einmal schreiben. Ein dritte Möglichkeit, diese Klausur noch einmal zu schreiben, gab es nur noch in Ausnahmefällen.
Wurde eine Klausur dann immer noch nicht bestanden, war in der Regel das Studium beendet. Als Uni's-Student hatte man dann ggf. noch die Möglichkeit zur FH zu wechseln (wenn man einen Platz bekam).

An den FHs ist es afaik auch möglich wegen einer zum dritten mal vergeigten Klausur sein Studium beenden zu müssen. Ist einem Bekannten von mir mit Informatik passiert - er ist jetzt selbständig und kommt ganz gut zurecht.

Arbeiten war in den Semesterferien genauso angesagt, um das eigene Budget aufzufrischen. Auch war es nicht ungewöhnlich, das Studenten nebenbei jobbten, da das staatliche "Stipendium" nur schmalste Lebensqualität und Schmalkost zuließen. (Naja, und welcher Student hatte da schon ein eigenes Auto?).

Arbeiten ist heute in den Ferien und während dem Semester bei vielen genauso angesagt wie früher. Die paar "Glücklichen", die von ihren Eltern sowieso alles in den A. geblasen bekommen, mal ausgenommen.
Das staatliche Bafög bei dem nur den Höchsatz (der übrigens auch noch deutlich unter dem Existenzminimum liegt) nur bekommt, wer bettelarm ist oder betrügt, lässt auch keine großen Sprünge zu. Bei Verzögerungen im Studium oder Fachwechsel wird es ruckzuck gestrichen. Das hat dann so tolle Nebeneffekte, dass Studenten eben noch ein Semester mehr dranhängen müssen, weil es mit arbeiten nicht so schnell geht.
Ach so hatte weder als Student ein Auto (war finanziell nicht drin), noch habe ich heute eins. Kann ganz gut drauf verzichten.

naja ich warte immer noch auf die Bodenschätze, die ja irgendjemand entdeckt haben muss in D, so dass wir immer weniger Geld in Bildung stecken müssen. Das Kapital, was wir haben, möglichst schnell zu vernichten, haben die Regierenden scheinbar von der new economy gelernt ... nach dem Ableben von zahlreichen dot.com-Hoffnungen wissen wir ja, wohin das führt - armes Deutschland!

Ein fröhliches "Reformjahr" 2004 wünscht

billion guitar horror

Der demnächst das wenige Bafög, was im vergönnt war, zurückzahlen muss, seinen Studienabbruch für eine der sinnvolleren Entscheidungen seines Lebens hält und seine Bildung trotzdem weiter treibt - wieso macht das ohne Uni nur soviel mehr Spass?


P.S. Ironie tags bitte selber setzen ...
 
A

Anonymous

Guest
Hallo Billion,

irgendwie sprichst Du mir aus der Seele...
Schade das der "klatschende Smilie" fehlt, den hättest Du jetzt verdient.

Mir ist leider kein Bafög vergönnt, da meine Eltern wohl zuviel verdient haben. Ich weigere mich aber generell von meinen Eltern eine finanzielle Hilfe anzunehmen, da ich denke, dass ich für mein Leben selbst verantwortlich bin. Daher gehe ich arbeiten wie jeder andere normale Mensch auch. Nur leider für einen Hungerlohn im Vergleich zu denen die nicht hauptberuflich Student sind.

@physioblues :
Wer jammert denn? Hab ich nie getan, allerdings darf man ja wohl etwas unfair finden, oder? Und nur weil Du für deine Bildung bezahlen musstest, sollen es jetzt andere auch, oder wie darf ich das verstehen?

@Finetone:
Die DDR ist tot... Vielleicht lag es daran. Man sollte übrigens keine Äpfel mit Birnen vergleichen. ;-)

Gruß
VVolverine
 
physioblues

physioblues

Well-known member
VVolverine":34cygw05 schrieb:
@physioblues :
Wer jammert denn? Hab ich nie getan, allerdings darf man ja wohl etwas unfair finden, oder? Und nur weil Du für deine Bildung bezahlen musstest, sollen es jetzt andere auch, oder wie darf ich das verstehen?

Gruß
VVolverine

Hai,

man darf es sicherlich nicht pauschalisieren, aber auch du wirst mir recht geben, daß sehr viele Studenten mal da ein Urlaubssemester einschieben, viele nicht gerade sehr flexibel mit Ferien-Jobs sind ( ja keine dreckigen Hände etc. ).
Das nächste Problem ist, daß das Abi immer mehr zum Witz wird, es wird immer weniger gefordert und falsch gewichtet.
Die Industrie hat dieses Problem übrigens auch erkannt und geht immer mehr Partnerschaften mit Privatschulen ein. Da wird dann deutlich mehr verlangt, relevante Schwerpunkte werden zusätzlich zum normalen Stoff gesetzt. Der nächste Schritt sind dann die privaten Hochschulen, die ebenfalls über große Konzerne subventioniert werden. In denen ist ein Urlaubssemester nicht drin ! Aber der Aufwand wird mit einer guten Ausbildung und dem direkten Draht zur Wirtschaft belohnt.
Unser jetziger Standard reicht da international nicht mehr aus. Denn im Arbeitsalltag wird deutlich mehr gefordert als während des Studiums.

Und was spricht den eigentlich wirklich gegen Studiengebühren ? Wieso sollt ihr nicht für einen Anteil an eueren Ausbildungskosten selber aufkommen ? Und nicht nur für die 4 Wochen USA-Urlaub jobben gehen !! Oder für die 5. E-Gitarre ?


-
 
finetone

finetone

Well-known member
VVolverine":1kt92f4v schrieb:
Hallo Billion,

irgendwie sprichst Du mir aus der Seele...
Schade das der "klatschende Smilie" fehlt, den hättest Du jetzt verdient.

Mir ist leider kein Bafög vergönnt, da meine Eltern wohl zuviel verdient haben. Ich weigere mich aber generell von meinen Eltern eine finanzielle Hilfe anzunehmen, da ich denke, dass ich für mein Leben selbst verantwortlich bin. Daher gehe ich arbeiten wie jeder andere normale Mensch auch. Nur leider für einen Hungerlohn im Vergleich zu denen die nicht hauptberuflich Student sind.

@physioblues :
Wer jammert denn? Hab ich nie getan, allerdings darf man ja wohl etwas unfair finden, oder? Und nur weil Du für deine Bildung bezahlen musstest, sollen es jetzt andere auch, oder wie darf ich das verstehen?

@Finetone:
Die DDR ist tot... Vielleicht lag es daran. Man sollte übrigens keine Äpfel mit Birnen vergleichen. ;-)

Gruß
VVolverine

Hallo Billion, hallo VV,

ich habe auch nicht behauptet, dass das alles um jeden Preis besser gewesen ist oder dass man dort den Stein der Weisen ausgegraben hatte. Sollte das so rüber gekommen sein, will ich mich dafür auch entschuldigen!

Aber es gibt aus meiner Sicht doch positive Ansatzpunkte.
Dieser Standpunkt resultiert aus meiner ca. 10 jährigen Tätigkeit im Technologiepark in Dortmund in direkter Nachbarschaft zur Uni (8 Jahre davon im Fraunhofer Institut), wo ich tagtäglich mit Studenten zu tun hatte. Es gab sicherlich viele Studenten, die ihr Studium mit Elan und Ergeiz vorangetrieben haben, aber gab es auch viele, die es an der notwendigen Motivation fehlen ließen und das Ganze eher als auf die leichte Schulter nahmen und als Lebenserfahrung ansahen. 16-18 Semester bis zu einem Abschluß kann nun wahrlich auch nicht des Rätsels Lösung sein :| ... Studieren um jeden Preis :?: :?: :?:
 
A

Anonymous

Guest
physioblues":vlez2mqw schrieb:
Und was spricht den eigentlich wirklich gegen Studiengebühren ? Wieso sollt ihr nicht für einen Anteil an eueren Ausbildungskosten selber aufkommen ? Und nicht nur für die 4 Wochen USA-Urlaub jobben gehen !! Oder für die 5. E-Gitarre ?

Abend,

gegen Studiengebühren spricht an sich weniger wenn dieses Geld wirklich der Uni zu gute kommen würde. Leider wird es zum Schuldenabbau und ähnlichen Sachen benutzt und wir müssen damit die von anderen Verursachte Misswirtschaft ausbaden.
Ausserdem muss ich Dir recht geben dass das Abitur immer mehr zum Witz wird, genau an dem Punkt muss angesetzt werden denke ich. Problem: viele Eltern stellen sich gegen erhöhte Anforderungen weil ihre Kinder dann plötzlich kein Abitur mehr machen würden (diese Gruppe stellt auch die Mehrheit). Sicherlich gibt es auf diesem Feld viel Nahrung für Diskussionen doch da will ich jetzt gar nicht anfangen.
Ich für meinen Teil finde dass jedwege Ausbildung (ausser Spezialfälle wie Pilot o.ä. wo man schnell den Kostenaufwand wieder eingearbeitet hat) kostenlos sein sollte und dass die Bildung der letzte Punkt ist wo gekürzt werden darf. Wo das hinführt kann man mal wieder an den USA sehen wo dann eben nur noch die reichen Elite eine wirklich gute Ausbildung bekommt. Auch dort wird mittlerweile immer mehr an der Bildung gespart (die ohnehin schon völlig lächerlich ist) und in Oregon musste letztes Schuljahr sogar jeder zweite Freitag aus Geldmangel wegfallen :!: Ich denke man darf gar nicht erst ein Zeichen setzen dass die Leute sich an der Bildung kürzen lassen, auch wenn es jetzt wenig sein sollte (500 Euro pro Semester finde ich übrigens nicht wenig), in Zukunft kann es schnell mehr werden. Ausserdem trifft es immer wieder diejenigen die es eigentlich nicht haben.
Es gibt viele andere Alternativen wo die Regierung das nötige Geld herkriegen könnte aber die schon Reichen lassen sich ihr Geld nicht wegnehmen und sitzen am Hebel. In meinem Freundeskreis kenne ich so viele Leute die richtig reich sind und so unglaublich Steuerhinterziehung betreiben das es einfach Traurig ist. Genau diese Leute nehmen aber immer die Verwaltung ganz Selbstverständlich in Anspruch. An diesem Punkt könnte man z.B. ansetzen. Eine weitere Möglichkeit sehe ich in der Vermögenssteuer aber nein, durch die Lobbys ist kein durchkommen. Ich könnte jetzt noch ewig weiter lamentieren aber ich will mir meinen Abend nicht noch weiter wegen dieses Themas um die Ohren schlagen...
 
 
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