Sweepingtechnik


ollie
ollie
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Hi Forum,

eine Frage an die Vielüber :-D...
Wie übt ihr die Arpeggien mit Sweeping Technik hinsichtlich Anschlagshärte, so dass es langsam gespielt exakt kommt - also mit stärkerem Anschlag oder eher mit leichtem (weichem) Anschlag?
Wie sind eure Übungserfolge?

Bei mir besteht hier ein Syndrom, dass ich Arpeggien (z.B. Crossroads) entweder mit ca. 96 Mentronomeinheiten sauber und exakt hinbekomme und schnell erst wieder ab so 130 (also darüberwischen gewissermaßen). Dazwischen ist es irgendwie gänzlich unmöglich, obwohl ich das schon seit geraumer Zeit übe.... Hier tu ich mich mit Wechselanschlag deutlich leichter, wobei auch hier bei 6-saitigen Arpeggien bei ca. 128 Schluss ist...!

Freue mich über jede konstruktive Anwort.
 
A
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da wuerde ich mich langsam vorarbeiten, ich kenne dein problem gaaaanz genau, mittleres tempo ist immer etwas boesartig,
also das metronom auf eine sehr langsame geschwindigkeit einstellen, sodass du die arpeggien sauber spielen kannst und dann in 5er oder 10er schritten die bpm erhoehen, wenn du das vorhergehende tempo sauber drauf hast, so uebt's sich imho am besten,
gruesse,
f.
 
A
Anonymous
Guest
Das gefährliche ist das es schnell eventuell wieder so wirkt als würde es klappen. aber wenn die "zwischentempi" nicht hinhauen geh ich davon aus das das schnellere auch nicht sauber ist ;-)

Langsam vorarbeiten find ich auch die beste Möglichkeit. Wobei ich an dem Mist auch schon geraume Zeit sitze ohne wirklich auf "live" Tempo zu kommen.
Trotzdem viel Glück dabei ;-)

gruß,
Jacques
 
A
Anonymous
Guest
Hallo,

ein kleiner Widerspruch: bei einem schnellen Bewegungsablauf läuft die Kommunikation Hirn--> Nervenbahnen--> Muskelimpuls anders ab, als bei langsamen Bewegungen. Es ist oft sinnvoll, Dinge die man schnell können möchte, einen kleinen Tacken über dem höchsten sauberen Tempo zu spielen, und dann zurückzugehen.

Von unten "heranschleichen" macht nicht immer Sinn. Wen es im Detail interessiert, ich hab bei den aussensaitigen Kollegen mal was dazu getippselt.

Gruß
burke

P.S.: vom RICHTIG guten Sweepen bin ich leider auch noch ein gutes Stück entfernt...
 
A
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Guest
Vielleicht mal ein versuch Wert. Hab das auch schon aus anderer Quelle gehört das man manchmal einfach schneller üben soll und das eigentliche Tempo dann wieder machbarer erscheint. Viel mir gerad wieder ein wo du das ansprichst...
 
A
Anonymous
Guest
Hi!

Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass die Hand das Plektrum bei Sweep-Arpeggios "zieht", das heißt, ein sehr wicher Anschlag von statten geht. Ich stelle mir dabei immer vor, als ob das Plektrum über die Seiten rutscht, denn besonders im verzerrten Bereich kann man die geringste Schwingung der Saite gut hören.

In Sachen "herantasten" gebe ich Burke Recht, auf Midtempo üben ist zwar eine tolle Sache, da die Koordination der rechten Hand gut praktiziert wird, allerdings hilft das in dem Fall dem schnellen Spielen nicht sonderlich viel...

lg,
Felix
 
A
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Hm. Wenn ich solche und ähnliche Dinge für Gypsy-Swing Sachen einübe, mache ich das seit nun etwa dreißig Jahren wie folgt:
erst mal gaaaaanz langsam. Also wirklich in Zeitlupe, bis die Folge erkannt wird vom Muskelgedächtnis. Dann im allerextremsten Flitztempo, also wirklich so schnell es irgendwie möglich ist, auch wenn`s bissl unsauber wird, um den Muskeln (und Nerven) zu zeigen, wie sowas dann in fix aussehen soll.
Und dann gehe ich bei und spiele das im richtigen Tempo was dann an sich ganz gut geht. Dreimal wiederholen und das Ganze insgesamt zehnmal üben. Insgesamt also etwa 30 Wiederholungen. Mehr nicht.
Dies regelmäßg, also etwa einmal pro Tag wiederholen. Dann lernt man das binnen relativ kurzer Zeit (ein bis zwei Wochen).
Genauso werden übrigens auch komplexe Bewegungsabläufe in etlichen Sportarten eingeübt.
 
A
Anonymous
Guest
Alles sehr sehr langsam üben (mit Metronom, sonst bescheißt man sich nur selber). Bei der Anschlagshärte würde ich konzentriert harte und weiche Anschläge ausprobieren, immer mit dem Hintergrund, Saitenstreichelei unterbinden und völlige Kontrolle über den Anschlag und den Abschlag zu erlangen. So mach ich das, aber ich bin nicht mehr der Mega-Über. Viel Erfolg trótzdem, Arpeggios sind schon ein schönes Stilmittel, Uli
 
A
Anonymous
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Hi!

In der Suchfunktion wirst du bestimmt auch auf ein paar interessante Threads, zu diesem Thema, stossen!

Ansonsten üben,üben,üben :-D :-D

Gruss und viel Erfolg
Andi
 
ollie
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Dozer":16s48gck schrieb:
Hi!

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Ansonsten üben,üben,üben :-D :-D

Gruss und viel Erfolg
Andi

Vielen Dank für die umfassenden Antworten.
Üben ist sicherlich das Schlagwort. Ich hatte dazu nur früher (bin jetzt 36) bedeutend mehr Zeit :)!

Bei den Arpeggien war es jedoch schon immer so eine unsaubere Sache, ich vermute einfach, die eine Spielweise liegt mehr - die andere weniger

Ich bin jedoch zu ungeduldig dafür, dass ich mich stundenlang hinsetze und konsequent mit Metronom übe...
Es sind eigentlich immer nur ein paar Stellen bei denen es einfach hängt und die gekommt man nur sehr schwer weg....

Bei mir schaut eigentlich eine Gitarrenspielsession (ich übe ja eigentlich nicht mehr wirklich, wenn ich ehrlich bin - sondern spiele nur) zu Hause so aus, ich setze mich hin (ohne Verstärker) und spiele einfach darauf los. Spiele ein paar mir bekannte Sololines durch und dann überleg ich mir Songideen und wenn mir wieder ein paar Arpeggien aus den Fingern laufen, übe ich sie dann wieder häufiger (jedoch meist ohne Metronom - denn dass nervt schlicht und ergreifend) in einer mir angenehmen Geschwindigkeit und spiel dann mit was anderem weiter....

Letztlich fehlt die Disziplin....
 
A
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Guest
Hallo Ollie !

Klar, Üben ist das wichtigste. Was Sweeping angeht hat der australische Gitarrist Frank Gambale einiges zum Thema auf den Markt gebracht. Besonders informativ ist das VIDEO: Monsterlicks und Speed-Picking.
Es hat sämtliche Fingersätze dieser Technik angepaßt und beherrscht sie wirklich "schwindeleregend". Ein Album finde ich im Hinblick hierauf klasse: TRUTH IN SHREDDING. Nicht nur weil Gambale hier abjagt was die Finger hergeben sondern weil ALLAN HOLDSWORTH hierzu mit seiner unglaublichen LEGATO-Technik einen Gegenpart darstellt. Das Album ist wohl die größte High-Tech-Fusion-Schlacht die je aufgenommen wurde. Sweeping würde ich, wenn mit viel Verzerrung gespielt, immer mit knallhartem Pick spielen und den Anschlag so konkret wie möglich machen.

Gruß Ralph
 
 

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