Sweepingtechnik

ollie

Power-User
20 Jul 2009
2.739
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48
Hi Forum,

eine Frage an die Viel√ľber :-D...
Wie √ľbt ihr die Arpeggien mit Sweeping Technik hinsichtlich Anschlagsh√§rte, so dass es langsam gespielt exakt kommt - also mit st√§rkerem Anschlag oder eher mit leichtem (weichem) Anschlag?
Wie sind eure √úbungserfolge?

Bei mir besteht hier ein Syndrom, dass ich Arpeggien (z.B. Crossroads) entweder mit ca. 96 Mentronomeinheiten sauber und exakt hinbekomme und schnell erst wieder ab so 130 (also dar√ľberwischen gewisserma√üen). Dazwischen ist es irgendwie g√§nzlich unm√∂glich, obwohl ich das schon seit geraumer Zeit √ľbe.... Hier tu ich mich mit Wechselanschlag deutlich leichter, wobei auch hier bei 6-saitigen Arpeggien bei ca. 128 Schluss ist...!

Freue mich √ľber jede konstruktive Anwort.
 
da wuerde ich mich langsam vorarbeiten, ich kenne dein problem gaaaanz genau, mittleres tempo ist immer etwas boesartig,
also das metronom auf eine sehr langsame geschwindigkeit einstellen, sodass du die arpeggien sauber spielen kannst und dann in 5er oder 10er schritten die bpm erhoehen, wenn du das vorhergehende tempo sauber drauf hast, so uebt's sich imho am besten,
gruesse,
f.
 
Das gef√§hrliche ist das es schnell eventuell wieder so wirkt als w√ľrde es klappen. aber wenn die "zwischentempi" nicht hinhauen geh ich davon aus das das schnellere auch nicht sauber ist ;-)

Langsam vorarbeiten find ich auch die beste Möglichkeit. Wobei ich an dem Mist auch schon geraume Zeit sitze ohne wirklich auf "live" Tempo zu kommen.
Trotzdem viel Gl√ľck dabei ;-)

gruß,
Jacques
 
Hallo,

ein kleiner Widerspruch: bei einem schnellen Bewegungsablauf l√§uft die Kommunikation Hirn--> Nervenbahnen--> Muskelimpuls anders ab, als bei langsamen Bewegungen. Es ist oft sinnvoll, Dinge die man schnell k√∂nnen m√∂chte, einen kleinen Tacken √ľber dem h√∂chsten sauberen Tempo zu spielen, und dann zur√ľckzugehen.

Von unten "heranschleichen" macht nicht immer Sinn. Wen es im Detail interessiert, ich hab bei den aussensaitigen Kollegen mal was dazu getippselt.

Gruß
burke

P.S.: vom RICHTIG guten Sweepen bin ich leider auch noch ein gutes St√ľck entfernt...
 
Vielleicht mal ein versuch Wert. Hab das auch schon aus anderer Quelle geh√∂rt das man manchmal einfach schneller √ľben soll und das eigentliche Tempo dann wieder machbarer erscheint. Viel mir gerad wieder ein wo du das ansprichst...
 
Hi!

Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass die Hand das Plektrum bei Sweep-Arpeggios "zieht", das hei√üt, ein sehr wicher Anschlag von statten geht. Ich stelle mir dabei immer vor, als ob das Plektrum √ľber die Seiten rutscht, denn besonders im verzerrten Bereich kann man die geringste Schwingung der Saite gut h√∂ren.

In Sachen "herantasten" gebe ich Burke Recht, auf Midtempo √ľben ist zwar eine tolle Sache, da die Koordination der rechten Hand gut praktiziert wird, allerdings hilft das in dem Fall dem schnellen Spielen nicht sonderlich viel...

lg,
Felix
 
Hm. Wenn ich solche und √§hnliche Dinge f√ľr Gypsy-Swing Sachen ein√ľbe, mache ich das seit nun etwa drei√üig Jahren wie folgt:
erst mal gaaaaanz langsam. Also wirklich in Zeitlupe, bis die Folge erkannt wird vom Muskelgedächtnis. Dann im allerextremsten Flitztempo, also wirklich so schnell es irgendwie möglich ist, auch wenn`s bissl unsauber wird, um den Muskeln (und Nerven) zu zeigen, wie sowas dann in fix aussehen soll.
Und dann gehe ich bei und spiele das im richtigen Tempo was dann an sich ganz gut geht. Dreimal wiederholen und das Ganze insgesamt zehnmal √ľben. Insgesamt also etwa 30 Wiederholungen. Mehr nicht.
Dies regelmäßg, also etwa einmal pro Tag wiederholen. Dann lernt man das binnen relativ kurzer Zeit (ein bis zwei Wochen).
Genauso werden √ľbrigens auch komplexe Bewegungsabl√§ufe in etlichen Sportarten einge√ľbt.
 
Alles sehr sehr langsam √ľben (mit Metronom, sonst beschei√üt man sich nur selber). Bei der Anschlagsh√§rte w√ľrde ich konzentriert harte und weiche Anschl√§ge ausprobieren, immer mit dem Hintergrund, Saitenstreichelei unterbinden und v√∂llige Kontrolle √ľber den Anschlag und den Abschlag zu erlangen. So mach ich das, aber ich bin nicht mehr der Mega-√úber. Viel Erfolg tr√≥tzdem, Arpeggios sind schon ein sch√∂nes Stilmittel, Uli
 
Hi!

In der Suchfunktion wirst du bestimmt auch auf ein paar interessante Threads, zu diesem Thema, stossen!

Ansonsten √ľben,√ľben,√ľben :-D :-D

Gruss und viel Erfolg
Andi
 
Dozer":16s48gck schrieb:
Hi!

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Ansonsten √ľben,√ľben,√ľben :-D :-D

Gruss und viel Erfolg
Andi

Vielen Dank f√ľr die umfassenden Antworten.
√úben ist sicherlich das Schlagwort. Ich hatte dazu nur fr√ľher (bin jetzt 36) bedeutend mehr Zeit :)!

Bei den Arpeggien war es jedoch schon immer so eine unsaubere Sache, ich vermute einfach, die eine Spielweise liegt mehr - die andere weniger

Ich bin jedoch zu ungeduldig daf√ľr, dass ich mich stundenlang hinsetze und konsequent mit Metronom √ľbe...
Es sind eigentlich immer nur ein paar Stellen bei denen es einfach hängt und die gekommt man nur sehr schwer weg....

Bei mir schaut eigentlich eine Gitarrenspielsession (ich √ľbe ja eigentlich nicht mehr wirklich, wenn ich ehrlich bin - sondern spiele nur) zu Hause so aus, ich setze mich hin (ohne Verst√§rker) und spiele einfach darauf los. Spiele ein paar mir bekannte Sololines durch und dann √ľberleg ich mir Songideen und wenn mir wieder ein paar Arpeggien aus den Fingern laufen, √ľbe ich sie dann wieder h√§ufiger (jedoch meist ohne Metronom - denn dass nervt schlicht und ergreifend) in einer mir angenehmen Geschwindigkeit und spiel dann mit was anderem weiter....

Letztlich fehlt die Disziplin....
 
Hallo Ollie !

Klar, √úben ist das wichtigste. Was Sweeping angeht hat der australische Gitarrist Frank Gambale einiges zum Thema auf den Markt gebracht. Besonders informativ ist das VIDEO: Monsterlicks und Speed-Picking.
Es hat s√§mtliche Fingers√§tze dieser Technik angepa√üt und beherrscht sie wirklich "schwindeleregend". Ein Album finde ich im Hinblick hierauf klasse: TRUTH IN SHREDDING. Nicht nur weil Gambale hier abjagt was die Finger hergeben sondern weil ALLAN HOLDSWORTH hierzu mit seiner unglaublichen LEGATO-Technik einen Gegenpart darstellt. Das Album ist wohl die gr√∂√üte High-Tech-Fusion-Schlacht die je aufgenommen wurde. Sweeping w√ľrde ich, wenn mit viel Verzerrung gespielt, immer mit knallhartem Pick spielen und den Anschlag so konkret wie m√∂glich machen.

Gruß Ralph
 

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