Technische Frage zu einem speziellen Klingen-PU-Konstrukt


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...klar .... klingt oder klingt nicht. Aber kann einer der Techniker was dazu sagen:

t-PU_unten.JPG


Es handelt sich um einen Klingen-PU. In der Mitte der Abb. ist der Schirmungskasten zu sehen, in dem das unteren Ende des eigentlichen Magneten sitzt, um den die Spule gewickelt ist. Aber wozu sind die angeflanschten Magneten rechts und links davon? Sie haben keine Kabelverbindung und flankieren den Spulenmagneten lediglich. Any Ideas?
 
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Hi Hans

völlig normal

hat Dimarzio sehr oft gemacht in den 80ern ...bei den HIgh Output PU´s....was ungewöhnlich ist ist die Platine dazwischen
weisst du das Fabrikat?

Ich habe damals auch diese Magneten einfach mal abgemacht....und kaum Veränderung mitbekommen...
etwas höhenreicher werden die Dinger....(kennst bestimmt den Trick....PickUPs zu verhauen...damit sie spitzer werden
(weniger Magnetismus = mehr Höhenanteil)

wahrscheinlich waren die Magneten als Stabilisator gedacht...um einen Magnetismus zu erhalten

und SC Pus vulominöser zu machen

teils ist hier damals DiMArzio hingegangen und hat das eingeführt

greez
 
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Hi Alien, Fabrikat: Aria Pro II, 80er Jahre, Japan. Sehr laut und aggressiv mit einem 500Kohm-Poti. Untypischer Weise für SCs mit einen 250Kohm-Poti jedoch dunkler und matter als ein durchschnittlicher Fender SC.

Die beiden SCs + 1 Humbucker in der Gitarre sind sämtlich mit Anschlussplatinen bestückt. Hatte ich noch nie gesehen.

Bleibt aber laienhafte Frage: Was bewirken hier die "passiven" Magneten?
 
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Hi Hans

jo....dacht ichsa mir schon fast ....80er...

stimmt...Aria hatte eigene Kollektionen...mit sehr viel Liebe zum Detail...
mich wunderte schon die Platine dazwischen.

die MAgneten sind abgekupfert von Dimarzio :-D

wie klingen sie denn?
das sind keine Billigteile!
(und die Pro II Serie war damals das Flagschiff.....hat nur später etwas gelitten...)
ich hab noch alte Hundeohrenpickups von Aria rumliegen ...die sind auch fantastisch
da kommt Gibson kaum mit...(nahezu Feedbackfrei)

bloss nicht wegwerfen. ganz tolle ExperimentierPU´s

greez

PS: Bleibt aber die FRage: Was bewirken eigentlich die "passiven" Magneten?

siehe Posting davor

(zusätlich kam dazu....daß Dimarzio anfing mit Gewinde Polepieces zu arbeiten ...hast du bestimmt schon mal gesehn...teils mit Maden-imbuss-schrauben....
diese Polepieces haben nicht so ein ausgeglichenes Magnetverhältniss....wie zum Beispiel glatte zylinderförmige Polepieces..(Fender oder die 2. Spule in den üblichen Humbuckern....
hierdurch entstehen Interferrenzen...(weil der Magnet nicht gleichmässig geformt ist....alsi viele plus und Minus Pole...)
damals hat man gedacht ...dieses Manko...durch stabiliesirende Magnete unterhalb der Polepieces auszugleichen.....ausserdem war der allgemeine Geschmack eher auf Wumms und Vulominös ausgelegt...ganz simple Überlegung..)

(würde hier auch um nen Kasten Bier wetten...das die Klinge so gut wie gar nicht magnetisiert ist :-D )

ich kanns nich so doll erklären...wenn du dich dafür interressierst...ist ein Tip das SCHALLER Buch...kam so vor 20 Jahren raus....da ist alles ganz genau erklärt....ich habs damals verschlungen...super Lektüre
auch Keramik oder Alnico5...alles schon da drin...
(war mal kurz aufm Markt...vielleicht kann mans noch irgendwo gebraucht ergattern...Kopie bitte an mich ;-) )
 
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Dann reime ich mal zusammen: Die Zusatzmagneten sollen den Höhenanteil etwas abspecken. Bei SSH ist ja immer die Frage: 500KOhm oder 250 am Volume. In der Gitarre ist ein 500er, der ja eher einen äußerst aggressiven Humbucker bedient.

Unterm Strich ist das Ganze aber nicht wirklich gelungen, weil man sowohl die Hölzer plus PUs der zugehörigen Gitarre offenbar auf Tiefen und stratige Höhen getrimmt hat. Holzmäßig Sustain ohne Ende in den Tiefen und in den Höhen (da sehen meine beiden sehr guten US-Fender voll blass aus), aber weder Holz noch PUs bringen den Mittenschub beim Attack. So bleibt das alles etwas kalt.
 
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alien":dd4sh27z schrieb:
das SCHALLER Buch...kam so vor 20 Jahren raus....

Meinst Du die von Schaller vertriebene Übersetzung von Donald Brosnac "Guitar Electronics" (148 Seiten)? Die hab' ich.. hat mir aber mit den oben erwähnten Zusatzmagneten auch nicht weitergeholfen :mad:
 
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Hi Hans

genau

wenig MAgnet ...mehr Höhen
mehr Magnet....bums...das war der Gedanke

in den 80ern wollte man partout ...SC mit Humbucker Eigenschaften züchten
damals sollte alles BIG klingen

die Magneten sollten dabei helfen
(daher reziprok dieser alte Trick.....die Polepieces....per "draufkloppen"...ihres Magnetismus zu berauben und sie höhenreicher zu machen..)

((kennst das bestimmt...wenn ein magnetisierter Stahl oft runterfällt....ist es nur noch Metall)


heutzutage....geht man eher wieder in die ALt/neu Schiene ..Gitarren auch mal thin klingen zu lassen
daher sind diese Überlegungen nich mehr sooooo relevant
und wie gesagt...mit oder ohne die "Stützräder"...ich hab damals nich viel Unterschied festgestellt....aber Versuch macht kluch.....
einfach ausprobieren...!

wo wolltest du die denn einbauen?

greez

PS: ich weiss nich wers übersetzt hat....aber du hast das?
*hechel hechel*--..gibts das noch im Handel?
denn bei Schaller selber isses nicht mehr zu finden...
wäre ma ne tolle Sache hier fürs Forum...
 
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Hans_3":ol8dzvy4 schrieb:
Dann reime ich mal zusammen: Die Zusatzmagneten sollen den Höhenanteil etwas abspecken. Bei SSH ist ja immer die Frage: 500KOhm oder 250 am Volume. In der Gitarre ist ein 500er, der ja eher einen äußerst aggressiven Humbucker bedient.

Unterm Strich ist das Ganze aber nicht wirklich gelungen, weil man sowohl die Hölzer plus PUs der zugehörigen Gitarre offenbar auf Tiefen und stratige Höhen getrimmt hat. Holzmäßig Sustain ohne Ende in den Tiefen und in den Höhen (da sehen meine beiden sehr guten US-Fender voll blass aus), aber weder Holz noch PUs bringen den Mittenschub beim Attack. So bleibt das alles etwas kalt.

Tja, hier ist ja grad ein Thread wegen Potis...(sags nich weiter....da ein HB mit bei ist...nimm einfach 500er) :-D

welche Hölzer da jetzt mit spielen und das wie/ warum klingt.....kann ich beim besten Willen nich sagen....
habse noch nich in meinem Kamin gehabt... :?

wolltest du jetzt mal, die Aria PickUps in den Fendern probieren?
weil..... also grad bei so unterschiedlichen Pu´s wie in deinen Fenders drinne sind ....und dann diese Arias....da würd sich schon einiges tun....
(ob geschmacklich dir jetzt das non plus ultra abgewinnt...ist dahin gestellt.....aber "mal reinhören" schadet ja nicht

greez
 
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alien":35dsxr2j schrieb:
Tja, hier ist ja grad ein Thread wegen Potis...(sags nich weiter....da ein HB mit bei ist...nimm einfach 500er) :-D

wolltest du jetzt mal, die Aria PickUps in den Fendern probieren?

Danke für Deinen vielen Auskünfte.

Fender verbaut 250k bei Strats mit Bridge-HB...

Der obige PU sitzt in seiner Original-Gitarre, einer Aria Wildcat:



t-wildcatbody_III.jpg


Ich hab eben mal einen US-Fender-Strat-PU an den Hals gesetzt und einen 250K-Poti eingebaut: Ergebnis: Die mittlere Klinge klingt jetzt recht dumpf und der Fender PU normal, aber vergleichsweise zur Klinge schwächlich. Versuch macht klug: Deshalb alles wieder in den O-Zustand - unterm Strich passt das am besten. Irgendwas haben sich die Erbauer ja dabei auch gedacht.

:-D

Die Übersetzung des Buches stammt von René Schaller persönlich. Mein Exemplar ist ca. 25 Jahre alt. Vielleicht mal bei Schaller nachfragen, ob die noch einen REstbestad im Keller haben?
 
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Bumblebee
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Hallo Hans,

bist Du Dir wirklich sicher, daß der Magnet im "Schirmungskasten" sitzt?
Für mich sieht es eher so aus, als ob der sog. "Schirmungskasten" der untere Teil der Weicheisenklinge ist, die von den zwei angeflanschten Magneten magnetisiert wird.

Gruß Bumble
 
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Bumblebee":nrz6kj73 schrieb:
Für mich sieht es eher so aus, als ob der sog. "Schirmungskasten" der untere Teil der Weicheisenklinge ist, die von den zwei angeflanschten Magneten magnetisiert wird.

So langsam bringt ihr mich (Physiklaie) auf den richtigen Weg :-D Ich hab' jetzt auch die passende Stelle im Brosnac-Buch gefunden - das Soap-Bar-Prinzip:

Zwei Magneten (hier: Kreamik) sitzen sich gegenüber, dazwischen die Klinge, die die abstoßende Wirkung der Magnet aufhebt und dabei gleichzeitig zum magnetischen Pol wird. Ergebnis: Voller und noch höhenreicher als ein Normal-SC.

Da macht denn tatsächlich auch der Tonregler mal einen Sinn :) Die schneidenden Höhen gehen runter, in der Mitte kommt Wärme dazu und trotzdem bleibt alles ungemein kackig, direkt und frisch.

Sollte ja eigentlich nur 'ne Büro-Gitarre werden, aber so langsam geht da echt die Sonne auf :idea:
 
 

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