the next voodoo pig drives through the village


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Anonymous
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Hallo Gemeinde,

hier ist vielleicht etwas interessantes für die Abbruchunternehmer unter euch.

Wieder mal echter voodoo.

http://www.kellyguitars.com

Gruß

W.
 
groby
groby
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Ehrlich gesagt, ich kann da nichts Voodoo-artiges erkennen.

Nun, es ist altes Holz. Das ist ja schon mal nicht schlecht, vielleicht sogar gut. Nur so rein physikalisch.

Hauptmarketingargument scheint aber eher zu sein, ein Stück New Yorker Geschichte zu haben. Der Wunsch nach festen, beständigen Werten, die Hoffnung, Teil einer Tradition zu sein und das Streben nach etwas was nicht banal ist sondern Teil von etwas Größerem. Geschichte. Kultur. Tradition.

Aus demselben Grund mögen heute viele die traditionellen Gitarrenformen. Nur eben hier ist nicht nur der ästhetische Stil, sondern auch Material alt, strahlt die Aura langer Tradition, schöner Erinnerungen und Glanzmomente aus an denen man hofft, auch irgendwie zumindest passsiv teilzuhaben.

Dass man versucht, diese alten Formen auch aus einem Material herzustellen was diese Assoziationen und Bedürfnisse unterstützt, finde ich nicht schlecht. Zumindest logisch. Psychologisch betrachtet.
 
Monkeyinme
Monkeyinme
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therealmf schrieb:
Der Voodoo beginnt, wenn einer schreibt "Die Gitarre kann 'New York, New York' schon von alleine spielen!"...

Eigentlich beginnt er, wenn jemand behauptet, das es besser klingt, wenn "NY NY" auf diesen Instrumenten gespielt wird. Wärmer, mit mehr Brillianz, holziger und viel echter als alle auf anderen Instrumente, die letztlich nur aus einem gewöhnlichen Stück Holz sind.

Mir gefallen die Kopfplatten ja nicht so... :roll:
 
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Anonymous
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Monkeyinme schrieb:
Mir gefallen die Kopfplatten ja nicht so... :roll:

Mir auch nicht, erinnert mich irgendwie an einen Eislöffel :lol:

[img:150x150]http://de1.vmstatic.com/eisspatel-eisloeffel-eisspaten-g000ucqnp8.jpg[/img]
 
groby
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Monkeyinme schrieb:
Mir gefallen die Kopfplatten ja nicht so... :roll:

Bei anderen Bildern sieht man fast nie die Kopfplatte. Was das heißt, kann man erahnen und dann in wiederum weiteren, viel kleineren Bildern bestätigt finden: Die Kopfplatte ist meist eine unverschämte Fender-Kopie, allerdings nicht dargestellt oder beworben damit Fender denen nicht aufs Dach steigt.
 
Monkeyinme
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Moin,
ich muß allerdings auch sagen, das ich die Idee, des Recycling superklasse finde!
Ob das jetzt tonal einen Vorteil bringt, wer weiß...

Ciao
Monkey
 
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Das nächste Vodoo-Schwein fährt durchs Dorf?
Wer hat dem denn schon wieder die Autoschlüssel gegeben?
Und jetzt will ich ein Eis...
 
little-feat
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Pfffft, was langweilig.

Interessant wäre es, wenn der Bursche für jedes Stück Holz einen Herkunftsnachweis liefern könnte.

Dann hätte ich vielleicht eine Tele, die mal die Eingangstür eines Puffs in der 78. Strasse war, wo Edgar Hoover regelmäßig verkehrte.

Oder eine Strat aus den Bodendielen eines Hotelzimmers, in dem Frank Sinatra Ava Gardner vögelte.

Ich würde auch die Wandvertäfelung des Büros von Al Capone nehmen, mit ein paar 9 mm Einschusslöchern.

Aber so…..möglicherweise erwische ich eine Klampfe, die mal eine Pinkelbude war – dann hätte ich für viel Geld aber richtig ins Klo gegriffen.

Tom
 
bebob
bebob
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Was ich nicht so kapiere; wenn man schon ein neues Konzept hat, sollte man doch zusehen das Herkömmliche zu verbessern. Die Idee, eine Kopfplatte einer Klassikgitarre zu verwenden ist nun auch nicht neu, dass aber die Saiten vom Sattel derartig zu den Mechaniken gespreizt werden müssen, das ist mir ein Rätsel, innovativ ist das nicht, ein Konstruktionsfehler schon eher.
 
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guitman
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Was sollen die Gitarren denn kosten?
Der Einkaufspreis der gebrauchten Nicht-Tonhölzer dürfte ja unter den normalen erhältlichen Hölzern liegen.

Ansonsten geht eben nichts über kreatives Marketing.
 
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Das ist doch mehr als dämlich. So uralte Hölzer zu verbauen (wenn´s denn stimmt) und dem gutgläubigen Käufer zu suggerieren, die Klampfe klingt wie 100 Jahre gespielt
Das klitzekleine Problem ist, daß die Teile eben nicht 100 Jahre gespielt wurden und wahrscheinlich nur ´n bisschen modrig reichen. Aber vielleicht reicht dem potentiellen Pretiosenersteher ja dieser Duft der glorreichen Vergangenheit. Da zieh ich mir doch lieber meine trashige Fretking ran, die ich seit Jahr und Tag in Schwingung versetzte.
Warum rennen die Leute ständig den Geistern der Vergangenheit hinterher? Die Dinger aus den 50ern sind nunmal Museumsstücke und da gehören sie auch hin.
 
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Anonymous
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Neil schrieb:
aber politisch korrekt, denn so entstehen weniger holzabfälle und alles wird verarbeitet :D


Ich muss sagen, ich finde das auch Optisch Ziemlich geil... find der Telecaster steht der Rustikale Look einfach...
 
 

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