Tiefer muss es diesmal sein...


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Hallo GW-Freunde,

mich treibt's schon wieder zum Gitarrenkauf, jedenfalls noch in diesem Jahr. Was mich aufgrund meines neuen Bandprojekts (wieder mal) anmacht, ist ne ziemlich tiefe Stimmung, Drop A um konkret zu werden. Nun gibt's da verschiedene Möglichkeiten, ich weiß: Einfach ne Gitarre mit Hochseildrähten bespannen und runterstimmen, was aber irgendwie immer verwaschen und nie Oktavrein klingen will. Die edleren Varianten wären natürlich ne 7String oder ne Baritone Gitarre, wobei ich im Moment eher zu letzterer tendiere.

Nun die Fragen:
Mal angenommen, ich hätte mal keine Lust auf Baritone - kann ich so ne Gitarre auch "normal" stimmen, und wie würde sie sich dann klanglich verhalten im Gegensatz zu ner baugleichen Normal-Mensur Gitarre? Mit welchen Saiten müsste ich in dem Fall ran, ohne sie bis zum zerbersten spannen zu müssen?

Alternativ dazu gäbe es natürlich noch 7String Gitarren, da hätt ich noch ne hohe E-Saite und nicht so große Umstellungsschwierigkeiten fingersatztechnisch. Gäbe es da Geheimtipps bezüglich Design? Ich steh einfach nicht auf die modernen Metal-Äxte wie ESP, Ibanez & Co...

Um ein bisschen Rat wär ich froh, aber nicht streiten! ;-)


Gruß, Marco
 
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Porridgezwerg":3veybzby schrieb:
Nun die Fragen:
Mal angenommen, ich hätte mal keine Lust auf Baritone - kann ich so ne Gitarre auch "normal" stimmen, und wie würde sie sich dann klanglich verhalten im Gegensatz zu ner baugleichen Normal-Mensur Gitarre?

Gruß, Marco

Du meinst "normal" im Sinne von E-E´?

Puuh, das führt den Sinn einer Bariton vollständig ad absurdum. Is´klar, oder?


Die Dingers habe ´ne ordentlich längere Mensur. Ich glaube fast nicht, dass es dafür Saiten gibt. Das wäre auf jedenn Fall eine Custom-Bestellung und die Frage ist , ob sich solche Saiten aus dem Material Stahl überhaupt vernünftig herstellen lassen. Der Zug wird vermutlich recht ordentlich sein, aber da bin ich einfach zuwenig Fachmann, um das jetzt konkret beantworten zu können.

Der Sinn einer Bariton ist aber ja, wie ursprünglich von dir gewünscht, eine Verschiebung des Tonumfanges nach unten. Das machen die natürlich wunderbar. Insofern verstehe ich deine Überlegungen jetzt auch nicht so ganz, wenn du die Gitarre doch auch genau dafür haben willst. Kann man das nicht als "entweder-ganz-oder-gar-nicht" betrachten? Eine Allroundgitarre ist das eben einfach nicht. Vom Stimmintervall Quarte bzw. Terz bleibt es aber gleich, wenn man will. So ließe sich ja alles spielen, man muss nur, im Vergleich mit ´ner Standard-Stimmung quasi-transponieren.
 
finetone
finetone
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Porridgezwerg":3tbfttnp schrieb:
Hallo GW-Freunde,

mich treibt's schon wieder zum Gitarrenkauf, jedenfalls noch in diesem Jahr. Was mich aufgrund meines neuen Bandprojekts (wieder mal) anmacht, ist ne ziemlich tiefe Stimmung, Drop A um konkret zu werden. Nun gibt's da verschiedene Möglichkeiten, ich weiß: Einfach ne Gitarre mit Hochseildrähten bespannen und runterstimmen, was aber irgendwie immer verwaschen und nie Oktavrein klingen will. Die edleren Varianten wären natürlich ne 7String oder ne Baritone Gitarre, wobei ich im Moment eher zu letzterer tendiere.

Nun die Fragen:
Mal angenommen, ich hätte mal keine Lust auf Baritone - kann ich so ne Gitarre auch "normal" stimmen, und wie würde sie sich dann klanglich verhalten im Gegensatz zu ner baugleichen Normal-Mensur Gitarre? Mit welchen Saiten müsste ich in dem Fall ran, ohne sie bis zum zerbersten spannen zu müssen?

Alternativ dazu gäbe es natürlich noch 7String Gitarren, da hätt ich noch ne hohe E-Saite und nicht so große Umstellungsschwierigkeiten fingersatztechnisch. Gäbe es da Geheimtipps bezüglich Design? Ich steh einfach nicht auf die modernen Metal-Äxte wie ESP, Ibanez & Co...

Um ein bisschen Rat wär ich froh, aber nicht streiten! ;-)


Gruß, Marco

Mir jagen momentan ähnliche Gedankenspiele durch den Kopf!
Habe mich auf der MMF2009 in eine XOX-Bariton Carbon-Gitarre verguckt und hardere nun mit mir ...

Eine mögliche praktische Lösung (für Rhytmusdrescher) wäre :
Die Dicke H-Saite weglassen und ansonsten mit fünf Saten spielen.
Keith R. macht es auch so (nur mit 5 Saiten sp.)
 
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Porridgezwerg":3p32k2k8 schrieb:
Mal angenommen, ich hätte mal keine Lust auf Baritone - kann ich so ne Gitarre auch "normal" stimmen, und wie würde sie sich dann klanglich verhalten im Gegensatz zu ner baugleichen Normal-Mensur Gitarre? Mit welchen Saiten müsste ich in dem Fall ran, ohne sie bis zum zerbersten spannen zu müssen?

Moin Marco,
urps...wie dir Marcello bereits geschrieben hat funzt das dann nicht so doll - da ist es auch egal, welche Saitenstärke du benutzt.
Wegen der Optik - wenn es klassisch aussehen soll, so gibt es ja nur z.B. eine schöne Danelectro Bariton. Die hatte ich auch schon mal gespielt, klingt sehr geil das Teil!
Dann bekommst du ja auch Bariton Necks für Tele zum kleinen Kurs. Ich denke, das wäre auch ne gute und günstige Lösung, mal ne Bariton zu testen. Mit Bariton Gitarren spielt man halt ab und an mal nen Song zwei drei, deshalb würde ich selbst mir auch nur ne günstige zulegen. Für meinen Stil natürlich ne Dani :lol:

7-saite Gitten hatte ich noch nie in der Hand, da muss ein anderer hier beraten.
 
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Also,

Vorteil 7-String:
Größerer Tonumfang. (Aber wann benutzt du schon die paar hohen Töne, die die Bariton nicht hätte??)


Vorteil Bariton:
Durch längere Mensur bässere Bässe :) (wobei einige 7-String auch schon mit längeren mensuren arbeiten)
Ansonsten alles wie bei standard 6-String nur tiefer, daher kaum Umstellung.

Ansonsten:
7-Saiter spielen ist nicht gleich sechs Saiter spielen!
Das musste ich auch schon feststellen. Wenn du deine ersten funky chords spielts und dich plötzlich wunderst, woher das tiefe brummen auf h kommt und dann merkst, dass du die tiefe h-SAite mit dem Handballen nicht mehr dämpfen kannst, weil der einfach zu kurz ist ;-)

Nur meine Meinung :D
 
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Ich würde es wie mein Namensvetter halten und eine vorhandene (oder preiswert gekaufte) teleartige Gitarre mit einem Austauschhals ausrüsten. Damit wäre auch die Frage der "Umrüstbarkeit" geklärt, denn der Aufwand, den Baritonhals gegen den ursprünglichen Hals zu tauschen hält sich in einem überschaubaren Rahmen, auch die Kosten bleiben in bezahlbaren Grenzen. Die Gitarre würde etwas Kopflastiger, klar. Aber den Kompromiss würde ich eingehen.

Beispiel Rockinger: http://www.rockinger.com/index.php?cat= ... duct=N015R
Beispiel Warmoth: http://www.warmoth.com/Guitar/necks/tel ... eneck.aspx
 
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Hallo,

7-ender: Das mit der Tele ist mal gar keine schlechte Idee, die ich auch schon in Erwägung gezogen habe. ne Tele hab ich nicht, müsste also noch her. Eine mit HB gibt's von Squier, dazu Hals, vernünftige Mechaniken, guter PU - bin ich so auf ca 600-700 Öcken, was mich die Jaguar Baritone auch schon kostet (die optisch, ergonomisch und klanglich mein Favorit ist). Allerdings ist mir eben erst der Gedanke gekommen, dass es im extremen Zweifelsfall auch Jaguar Necks zu kaufen gibt; so wäre ne Möglichkeit, ne gute und schöne Gitarre zu kaufen, die Bastelei nicht nötig hat, außer, der Marco hat mal keine Lust auf tief, aber auf Jag...
Mal sehn, im Moment ist das Geld eh noch nicht vorhanden, und es wird wohl noch ein paar Monde dauern, bis mein Geldbeutel Entscheidungen zulässt. Das Thema 7Saiter ist ja auch noch nicht ganz aus der Welt... Die Viper sieht malgar nicht sooo schlimm aus für mich als bekennender SG-Fan.
Hat eigentlich jemand von euch ne Baritone, oder Erfahrungen? Ich durfte die Fender Jaguar Special HH Baritone anspielen, Mensur und Ton waren schon mal n eindrucksvolles Erlebnis. Die Mushok Signature von PRS hatte ich auch schon in Händen, aber mit PRS konnte ich mich bis jetzt nicht anfreunden.

Danke schonmal für die Anregungen! Wenigstens bin ich schon mal so weit gekommen, dass ich eher zur Baritone tendiere, ist ja schon mal was :)

Gruß, Marco
 
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Ich würde eine Squier '51 nehmen. Durch den verkleinerten Precision Bass Korpus kommt es richtig authentisch und hübsch, (Bariton-) Telehals passt und ein durchaus brauchbarer HB am Steg ist auch schon da, splitbar. Dazu ein recht "stratelnder" Hals-SC.

150€ für die Gitarre, sagen wir (im Bedarfsfall) das gleiche für andere PUs, 150€ für den Hals und 50€ für den Rest (die Machaniken sind aber durchaus brauchbar). Also max. 500€ mit eingebauter Rückbaumöglichkeit (im Preis inbegriffen) und einer wie ich finde schöneren und "passenderen" Optik.

Ups, ich fürchte, ich habe mich gerade auf den Geschmack gebracht :shock: , ich habe noch eine Sunburst '51...
 
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7-ender":16lfb4ce schrieb:
I
Ups, ich fürchte, ich habe mich gerade auf den Geschmack gebracht :shock: , ich habe noch eine Sunburst '51...

Das iss aber auch ne richtig gute Idee mit der Squier '51 :top:

Die Danelectro Dano 63 Baitone bekommt man auch für etwa 280 Euro. Ein Test lohnt sich, ich fand die jedenfalls nicht verkehrt.

Sowas würde mir sehr gut gefallen, das ist eine Longhorn Baritone:
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=SKa-QbnnILE[/youtube]

Auch hübsch:
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=xoTZwzQhJIk[/youtube]
 
setneck
setneck
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26 Oktober 2007
Beiträge
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Hi Marco,
schon mal an PRS SE Mike Mushok gedacht? Kostet bei T die Schnapszahl 777...
Ich spiele zwar die US-Modelle, aber die SEs, die ich bisher in Händen gehalten habe, waren jeden Cent wert!
Das wäre dann ein geleimter Hals mit HBn.
Gruß, Thomas
 
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Hallo Forum,

stellt sich bei der empfohlenen Umbauerei nicht die Frage, ob die Tonabnehmer noch an der optimalen Position sitzen?

Wenn man auf eine "normale" einen Bariton-Hals montiert, ergibt sich doch eine erhebliche Mensurverlängerung. Sitzen denn dann die Tonabnehmner überhaupt noch an der richtigen Stelle? :shrug:

Gerade in Stegnähe ändert sich der Ton doch recht dramatisch innerhalb von ein paar Zentimetern.

Aber am Ende macht das vielleicht gar nicht soviel aus.

Gruß

Daniel
 
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Halli,

Das mit der Umbauerei ist mir glaub ich auch etwas zu unsicher. Die Mike Mushok gefiel mir beim Anspielen nicht wirklich, weiß nicht warum...
Arg im Auge hab ich die Fender MIJ Jaguar Special HH Baritone:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=W-gC6s-_hh8&NR=1[/youtube]
Naja, bis ich sowas spielen kann, brauch ich wohl noch ein paar Stündchen, und mein Lehrer noch viel Geduld. Die Fender kann auch anders:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=OAucaFnLr8E&feature=related[/youtube]
Tolle Schuhe übrigens :)
Die Jaguar hatte ich auch schon in Händen, fühlte sich um einiges besser an als die PRS SE. Die Korpusform sagt mir auch, wahrscheinlich rein aus Gewohnheit von der Jazzmaster, sehr zu.
Die Danelectros hab ich auch schon angeschaut, aber eine Danny reicht mir, vor allem wegen dem "eigenen" Klang der Lipsticks. Für meine Zwecke kommen sowieso eher Hamburgers in Frage.
Es gäbe auch noch ne Gretsch beim T, für wenig Geld, aber Sparkle-Finish geht so gar nicht klar... ansonsten wär die auch was.

Ich werd mal sparen... :roll:

Gruß, Marco
 
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Es gibt auch ne Bariton Gitarre von Johnson, die laut Tests und Usermeinungen richtig toll verarbeitet ist und klasse klingen soll. Kostenpunkt um die 280 Euronen.

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Magman":13d5j8rx schrieb:
Es gibt auch ne Bariton Gitarre von Johnson, die laut Tests und Usermeinungen richtig toll verarbeitet ist und klasse klingen soll. Kostenpunkt um die 280 Euronen.

Ui, auch sehr interessant!Merci!
 

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