Tonelab LE

Seite 1 von 1
Verfasst am:

Tonelab LE

Hallo zusammen!

Kleine Einleitung.

Was? Erniecaster hat ein Tonelab LE? Wieso das denn? Nun, ich bin der Ansicht, dass es völlig sinnlos ist, für alle Eventualitäten Equipment anzusammeln, z.B. zwei 4x12-Boxen, weil das bei großen Open-Air-Sachen gut ist, obwohl man eh nur in Kneipen spielt. Ich selbst war mit meinen kleinen Tech21-Character Pedalen (Blonde und Liverpool) und ein bißchen Peripherie für mein Trio perfekt ausgestattet und hatte seit Monaten überhaupt kein Interesse, Equipment zu ersetzen.

Vor ein par Wochenenden lernte ich bei einer Party von einer Band Sängerin, Bassisten und Drummer kennen - den Keyboarder kannte ich schon länger. Allerdings hatte ich von keinem bisher eine einzige Note gehört. Wir blödelten rum, irgendwann erzählte ich, dass ich Gitarre spielen würde und zufälligerweise suchte die Band gerade einen Gitarristen. Ja, sowas gibt es. Ich wurde zur nächsten Probe bzw. zur Audition eingeladen und sagte zu, ohne lange nachzudenken.

Anschließend hörte ich, wer da alles schon Gitarre gespielt hatte und wurde ein wenig blass. Noch blasser wurde ich, als rauskam, was normalerweise auf der Setliste dieser Cover-Band stand. Gary Moore und Toto waren nur die Spitze des fatalen Eisbergs. Zugesagt ist zugesagt und aus der Nummer kam ich nicht mehr raus. Also saß ich etwas später zuhause, sah mein Equipment durch und stellte fest, dass ich für einen derartigen Bandjob nicht besonders gut ausgerüstet war. Zur Audition ging ich mit meiner Artcore, einem dafür zusammengestellten Effektbrett aus Tuner, Tech21 Liverpool-Pedal, Booster, Hallpedal und D.I. Box., einer Tasche mit Kabeln und Krempel und gemischten Gefühlen.

Vorm Proberaumbunker lernte ich Steve kennen. Steve ist schwarz, dick und groß und zu meiner Überraschung Sänger in dieser Band. Seine Stimme ist genauso schwarz, dick und groß wie er und mit Nachnamen müsste Steve eigentlich Soul heißen. Bei der Probe erklärte man mir dann, dass man den alten Kram aus dem Programm über Bord werfen wolle. Viele Songs davon seien auf Wunsch der bisherigen Gitarristen gespielt worden - insbesondere die Gary Moore-Dinger.

Wer mich schonmal spielen sah/hörte, weiß, dass ich technisch wirklich nicht der größte Gitarrist westlich des Urals bin. Meine Helden waren immer die Rhythmiker, weniger die Frickler. Ich will nicht auf die Kacke hauen, daher mache ich es kurz: Der Rest der Band war heilfroh, endlich mal keinen "Guitar-Hero" sondern einen banddienlichen Musiker an der Gitarre zu haben und ich habe das Angebot, einzusteigen, sehr gerne und mit leichtem Herzen angenommen.

Mein Kram klang an dem Abend gut, richtig gut sogar, war mir aber zu eingeschränkt. Meine Überlegung, noch zwei, drei Treter dazu zu nehmen, warf ich schnell über Bord. Blöderweise hatte ich meinen Amp, der hier extrem gut gepasst hätte, zwei Wochen vorher verkauft (Kenpark, du Sack! ), musste also aufrüsten und besorgte mir kurzerhand ein Tonelab LE.

Das Teil ist grundsätzlich relativ einfach zu bedienen. Es gibt mehrere Sektionen, die hintereinander geschaltet sind:

1. Pedaleffekt = Compressor, Zerrer, Wah, komische Sachen
Leider kann man nur eins davon wählen. Zerrer plus Wah geht also leider nicht, was ich wirklich blöd finde, was aber (später dazu mehr) keine echte Einschränkung darstellt.

2. Amp = die üblichen Verdächtigen ohne Exoten

3. Boxensimulation = wird normalerweise den Amps direkt zugeordnet

4. Modulation

5. Delay

6. Reverb

Dazu ein Control-Switch und ein Pedal; beidem kann man Parameter zuordnen.

Für meine Zwecke, nämlich ein Einarbeiten in die Band, brauche ich erstmal vier Sounds: clean in zwei Lautstärken und heftig angezerrt in zwei Lautstärken. Zum Glück hat das Tonelab je Bank vier Speicherplätze, ich kann also in einer Bank bleiben.

Das Tonelab kam per Post, ein wenig kannte ich es ja schon von zwei gescheiterten Versuchen. Artcore dran, Monitor dran, Clean-Sound suchen. Bei allen Modelern habe ich bisher immer den Blackface und den AC-30 genutzt und meine "richtigen" Amps kamen auch aus dieser Ecke. Meine Zeiten als "Sound-Gourmet" sind vorbei. Ich hatte nach wenigen Minuten den Cleansound stehen, zwei Lautstärken zu speichern, war auch kein Problem.

Jetzt noch einen der Zerrer davor, fertig. So weit der Plan. Nach zwei geschlagenen Stunden machte ich alles aus und ging deprimiert in meine Lieblingskneipe. Warum zum Teufel hatte ich bei den bisherigen Versuchen mit dem Tonelab LE das Ding eigentlich immer zurück gegeben? Hatte ich nicht mit dem POD immer recht schnell ein befriedigendes Ergebnis auch und gerade in diesem Bereich erzielt? Warum hatte ich bloß meinen Amp verkauft? Ich trank ein paar Bier, hörte einer tollen Reggae-Band zu und ging nicht besonders froh ins Bett.

Am nächsten Tag der nächste Versuch. Als Referenz nahm ich mir das Liverpool-Pedal noch mal vor und spielte damit rum. Erste Tendenz, das LE schnellstens wieder in den Karton zu packen, mich selbst einen Idioten zu nennen und doch ein aufwendiges Stressbrett zu organisieren. Dann ans LE und zu meiner Überraschung bekam ich urplötzlich sowohl mit dem Blackface als auch dem AC30 extrem brauchbare Zerrsounds neben den ohnehin schon überzeugenden Cleansounds. Zwei Bänke damit speichern, fertig.

Tja. Aber so ein Wah ist doch eine geile Sache. Wah und Zerre geht aber nicht. Also probierte ich aus den vielen Amp-Modellen mal die, die von sich aus schon genug zerren. Und dann endete ich ausgerechnet bei dem gemodelten Dumble. Dumble! Dieser sauteure Klugscheißer-Amp, den vor allem Leute spielen, deren völlig verkopfte, künstlich verkomplizierte Musik ich noch nie leiden konnte. Der gemodelte Dumble ist cool, saucool sogar und das Wah sehr brauchbar. Noch eine Bank voll.

Jetzt habe ich drei Bänke mit brauchbaren Sounds, mit quasi identischen Zerrgraden und Lautstärken aber unterschiedlichen Charakteren. Welche Bank passt, wird sich dann erst im Zusammenspiel mit der Band herausstellen. (Da ich eher auf Sicherheit bedacht bin, werde ich natürlich bei der Probe das Liverpool-Pedal auch im Gepäck haben.) Morgen bastele ich mir noch eine Bank mit Marshall-Sounds.

Nur für´s Protokoll: Effekte für delayverseuchte U2-Sounds und Police-Flächen auf diese Grundsounds zu legen, ist auch kein Problem, ist im Moment aber für mich nicht relevant.

Fazit? Nein, viel zu früh. Ohne Bandprobe und Gig ist das gar nicht möglich. Aber die Vorbereitung für die Bandprobe ist mit ein wenig Mühe geglückt. Ich freue mich jetzt noch mehr auf die Probe - Gitarrenkoffer, Tasche mit Krempel, Kabeln, Tonelab, D.I. - fertig. In meinem immer noch existierenden Trio werde ich weiterhin nur das ganz kleine Besteck benutzen und das Tonelab bleibt zuhause.

Soviel für´s Erste. Nach der Probe werde ich weiter berichten.

Gruß

erniecaster


P.S.

Es scheint übrigens so, als würde es demnächst ein Nachfolge-Gerät für das LE geben. Thomann bietet es schon nicht mehr an und die Preise sinken.
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
Verfasst am:

RE: Tonelab LE

Schön mal zu lesen, dass das LEgut ankommt und doch ein recht universelles "Ding" ist. Ich habe damit auch einige Live-Gigs gemacht und es war alles recht gut so. Wegen dem Wah/Zerrer Dilemma habe ich dann mit dem VoxBigBadWah davor gearbeitet. War eine gute Wollmilchsau.
Nun macht das alles erstmal das RP1000, was eigentlich für die Einbindung eines deiner Tech21 Pedal geeigneter wäre, wenn man sich mal den Verlauf der Signalkette anschaut.
Aber interessant, dass du mit DI Box arbeitest, oder bist du direkt ins Pult mit der Speaker-Simu des LE gegangen?


Es scheint übrigens so, als würde es demnächst ein Nachfolge-Gerät für das LE geben. Thomann bietet es schon nicht mehr an und die Preise sinken.


...das glaube ich erst, wenn ich den Nachfolger bei Thomann oder auf der Vox-Seite sehe. Man hat ja damit schon vor Erscheinen des ST in den Foren spekuliert, das der Nachfolger des SE und LE eine Mischung aus beiden wäre mit moderneren Features und mit Berücksichtigung der Wünsche der SE/LE-User....
...und dann kam das ST und alle die auf einen womöglich gleichwertigen Ersatz/Nachfolger für ein SE o. LE gehofft haben, mich eingeschlossen, fühlten sich verarscht....



Frizze
Verfasst am:

RE: Tonelab LE

Hallo Frizze,

für mich kommt eine Einbindung von anderem Kram nicht in Frage. Das Tonelab soll gefälligst den gesamten Job erfüllen, fertig. Und zwar auch den Job des Ampersatzes - ich bleibe bei D.I.

Ob ein Nachfolger kommt, bleibt natürlich abzuwarten. Aber das LE ist bei einigen Händlern schon nicht mehr zu bekommen. Vielleicht läuft es ähnlich leise aus wie damals das SE. Ist mir aber auch egal, ich würde deswegen ohnehin nicht "aufrüsten".

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
Verfasst am:

RE: Tonelab LE

Moin,

den Weg den Du gegangen bist habe ich schon fast abgeschlossen ,
meine Setups:

-Vamp2 + Peavey Classic 60/60 + 4x12er
klang nicht gut

-Vamp2 durch Tubeman+ ersetzt
ging so, aber nicht gut genug,

-deshalb dann Ashdown Fallen Angel FX Top + FA4x12 gekauft
war schon besser, aber auch alles schwerer

-den Ashdown durch einen TSL100 Top ersetzt, die Box behalten
geiler Sound, aber Stress mit dem Mixer bekommen, weil ich den Marshall nie richtig ausfahren konnte, und die eingebaute DI klang wie Pappbecher,
was soll ich dann mit 100 Watt wenn ich über ne miese DI in die PA gehe???

-die 4x12er durch eine 2x12er ersetzt (die mit den Beamblockern!)
Sound war gut, weniger zu tragen, aber meine FX, also ein Zoom GFX3 in den Loop, klang brauchbar

-immer noch viel zu schleppen, und irgendwann war die Luft in der Band raus und ein anderer Gitarrist da (??????)

in der nächsten Bad wieder diverse Versuche mein Material abzuspecken, mit eher mäßigem Erfolg ....

Irgendwann hatte ich die Schnauze gestrichen voll und kaufte mir ein gebrauchtes TonelabSE.
Erst lief es über einen Crate Powerblock (viel weniger Gewicht als ne Röhrenendstufe!) in de 2x12er.
Dann ging das TLLSE über einen kleinen Solton CV40, das ganz wurde mit Mikro abgenommen.
Nach einiger Zeit merkte ich daß die ganzen Sounds irgendwie alle sehr ählich klangen ( ist bei dem Coverrock den wir machen eher hinderlich ).
Is klar, ging ja immer durch den Amp, der seinen Senf dazugab.

Also ebtschloß ich mich nochmals abzuspecken, den TLLSE direkt in die PA, und jetzt habe ich erstmal Ruhe.
Vor mir auf der Bühne steht meine Monitorbox, für Gesang und die Gitarre, und es reicht tatsächlich.
Keine übermäßige Schlepperei mehr, außer Funk und TLLSE habe ich nix mehr vor den Füßen und brauche auch nicht mehr als das.
Früher war der Kombi voll mit meinem Zeug, jetzt reicht der Kofferaum eines alten Polo Coupe völlig aus.

Es hat zwar Zeit gedauert bis ich alle Speicher so programmiert hatte wie ich es wollte und es auch nich gut klang, aber die Zeit lohnt sich.

Das Publikum interessiert sich weniger für die Hardware, es muß gut klingen, dafür reicht mein Besteck aus
 
vG

jaydee
Verfasst am:

RE: Tonelab LE

Hallo zusammen!

Gestern war Probe mit dem Vox Tonelab LE.

Mein ursprünglicher Plan, das Tonelab in die Krempeltasche zu packen, ist schief gegangen. Dafür ist es zu groß und zu sperrig. Es wird also bei drei Gepäckstücken bleiben. Das ist aber auch das einzige, was nicht funktioniert hat.

Ich hatte fünf Bänke zu je vier Sounds vorbereitet - eigentlich nur je zwei Sounds, einmal clean, einmal verzerrt aber je in zwei Lautstärken. Eine Bank Blackface, eine mit AC30TB, zwei mit Dumble (eine mit mehr Zerre) und eine gemischte Bank. Der Dumble klang im Bandgefüge ganz gut, die Sounds mit mehr Zerre hatten für diese Band zuviel Zerre. Nice to have - kann so gespeichert bleiben und ignoriert werden. Die Blackface-Sounds waren eine Spur cooler, ich wäre total zufrieden gewesen.

Wenn da nicht noch die Bank mit dem AC30TB gewesen wäre (im Zerrbereich übrigens mit virtuellem Tube Screamer davor). Die beiden Sounds haben mich nicht zufrieden gestellt, die waren absolut geil. Ich musste nur noch die Lautstärkeabstimmung zwischen den Sounds ein wenig verändern. Was ich mir im Wohnzimmer zurecht gedreht hatte, war zu meiner eigenen Überraschung ansonsten absolut super.

Ich habe während der gesamten Probe nicht ein einziges Mal am Sound geschraubt. Entweder der Sound hat einfach nur gepasst oder ich war selbst total begeistert. Mehr kann man nicht verlangen. Der Rest der Band sah das übrigens genauso.

Wenn ich von "zwei Sounds" schreibe, ist hoffentlich klar, dass ich damit nur die Einstellungen am Tonelab meine. Durch die Pickupwahl, ein wenig Spielen am Volume- und Tonepoti und Spieltechnik mit den Fingern ist das schon deutlich mehr und es wurde nicht langweilig.

In der gemischten Bank hatte ich mir auch noch einen Sound mit dem "Acoustic Pedal" gebaut, der aus meiner E-Gitarre halt eine akustische Gitarre machen sollte. Im Bandgetöse reicht das am späten Abend und für einen Song aus, um als Akustikgitarre durchzugehen. Nicht mehr aber überraschenderweise auch nicht weniger.

Fazit nach der Probe: Absolut guter Kauf für meine Zwecke.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
Verfasst am:

RE: Tonelab LE

Hallo zusammen!

Gestern hatte ich meine dritte Probe mit dem Tonelab direkt in die P.A. Gute 90 % des Abends war ich mit meiner "AC-30 Bank" sehr zufrieden. Einmal wollte ich einen deutlich heftigeren Zerrsound und schaltete zum Dumble und am Ende des Abends hätte ich mir anstelle des dreckigen AC-30 doch einen "klingelcleanen" Sound gewünscht.

Den fehlenden Sound werde ich mir heute Abend zurecht basteln. Außerdem kommt die "AC-30 Bank" auf Bankplatz 1, die anderen benutzten Exoten auf die zweite Bank. Halt ein bißchen aufräumen!

Wir proben morgen Abend wieder und spielen am Samstag einen kleinen Gig. Am Sonntag werde ich dann berichten, wie es war. Ehrlich gesagt, mache ich mir um den Gitarrensound am wenigsten Sorgen - aber das ist ja ein ganz anderes Thema.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
Verfasst am:

RE: Tonelab LE

Hallo!

Noch ein Update. Weil ich beschlossen hatte, das Tonelab zu behalten, habe ich mir bei Thomann dazu ein Thon-Case geordert.

Vorteil: Passt für ein Tonelab ohne langes Rumzumpeln. Das Netzteil passt mit rein, selbst die D.I. Box und das Patchkabel von Tonelab zu D.I.-Box. So weit, so gut.

Nachteil: Im Vergleich zu einem Case von http://www.grosse-cases.de/ ist das Thon-Case deutlich weniger stabil und massiv. Die beiden Butterfly-Verschlüsse tun es nur, wenn der Deckel exakt auf dem Brett sitzt und das ist fummelig. Beim Grosse-Case werfe ich dagegen den Deckel aus fünf Metern Entfernung drauf und die 4 Butterfly-Verschlüsse ziehen sich das dann schon zurecht.

Okay. Das Thon-Ding macht seinen Job, war einfach zu kaufen und bleibt. Aber wenn ich zukünftig für was auch immer ein richtig geiles Case haben will, wird Thon so schnell nicht erste Wahl.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
Verfasst am:

Tonelab LE - Finale

Hallo zusammen!

Kurze Vorbemerkung: Natürlich hätte ich das gesamte Review auch erst jetzt und in einem Stück schreiben können. So ist es vielleicht etwas länger geworden, dafür hatte ich die Eindrücke aber wenigstens immer noch frisch im Kopf.

Nach drei Proben mit dem Tonelab im Bunker (und vier Proben mit der Band insgesamt) war gestern der erste Gig. Wenn ich neulich angekündigt hatte, nochmal die Speicherei aufräumen zu wollen, blieb das natürlich nur ein frommer Wunsch. Tatsächlich habe ich am Abend vier Sounds benutzt: Ein bei hartem Anschlag nicht mehr ganz sauberer Cleansound aus gemodeltem AC 30 TB und ein kräftiger Crunchsound, nämlich der identisch eingestellte Amp plus Tubescreamer davor waren die beiden Hauptsounds. Ein Song mit fett zerrendem Dumble, einer mit Akustiksimulation.

Die beiden AC 30-Sounds taten klanglich genau, was sie sollten. Das ließ sich mit Gitarre und Spieltechnik von weich singend über schneidend zu krachend bestens bedienen. Was die beiden Sounds anging, habe ich den ganzen Abend nur gegrinst. Der Dumble war mir live dann doch zu heftig und ich war froh, mit nur einem Tritt auf einen Switch wechseln zu können und bei der Nummer mit der Akustiksimulation war ich einfach nur froh, als sie vorbei war.

Dann noch die Ode an das D.I.-Vorgehen. Case auf den Boden, Strom dran, XLR-Kabel dran, Gitarre rein, fertig. Die Bandkollegen waren - wie schon im Probenraum - erst irritiert und dann erleichtert, weil bei mir eben nicht aus einer Ecke ein Amp tönt. Und wir waren nicht zu laut.

Fazit: Geil.

Und in der kommenden Woche werde ich dann wirklich mal einen total cleanen Sound zusammenschrauben, den Dumble durch was anderes Krachiges ersetzen und mir für die Akustiknummer was überlegen. Aber berichten werde ich davon nicht mehr. Ende mit dem Review.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
Verfasst am:

RE: Tonelab LE

schade, habe es gerne gelesen.

an dieser stelle meinen dank.
Verfasst am:

RE: Tonelab LE

Hallo!

Wieder dazu gelernt! Insgesamt wurden es dann langsam fünf Bänke, die ich für meine Ibanez Artcore füllte: AC30 dreckig, AC30 clean, Blackface dreckig, Blackface clean, Dumble "modern". Für jeden Songteil einen passenden Sound in passender Lautstärke gespeichert, jetzt konnte ja nichts mehr passieren.

Dann war ich in eine Probe gut drauf und blieb den größten Teil der Zeit in einer Bank, insgesamt sogar nur bei zwei Sounds. Den Rest besorgte ich mit Dynamik an der Gitarre und das kam erheblich besser. Der Gedanke an einen zweikanaligen Amp kam auf...

...dann kam die Tele und die nächste Probe. Ich hatte nichts an den Sounds gemacht. Der mit der Artcore so wunderbare AC30-Sound ist mit der Tele waffenscheinpflichtig und nur mal für einen Song einsetzbar, sonst meutert der Rest der Band. Der Blackface klingt mit der Tele richtig toll - mit der Artcore war der langweilig. Die Cleansounds des Dumbles kamen ganz okay, die Zerrsounds habe ich gestern noch während einer Zigarettenpause in der Probe umprogrammiert.

Kurz und gut sind die auf die Artcore zugeschnittenen Sounds (natürlich?) für die Tele nicht hundertprozentig das Richtige. Das bedeutet einerseits wieder Programmieren - was aber immer schneller geht - andererseits zeigt es aber auch, dass das Tonelab nicht alles "gleichmacht".

Für mich persönlich hat sich rausgestellt, dass ich mich (je Gitarre) doch hautpsächlich auf ein Amp-Model konzentriere, das ich dann mit einem Tubescreamer, etwas Hall und manchmal einer Prise Delay garniere. Das könnte ich mit einem richtigen Amp auch. Dass ich mir manchmal für ein, zwei Songs ein anderes Amp-Model gönne, ist schon Luxus.

Es ist aber angenehm, über eine große Bandbreite an Möglichkeiten zu verfügen und mal eben den passenden "Amp" oder "Effekt" für eine neue Gitarre oder eine neue Situation aus dem Ärmel schütteln zu können.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
Verfasst am:

RE: Tonelab LE

Hallo!

Heute wird Tonelab plus Case eingepackt und an den hoffentlich glücklichen ebay-Käufer verschickt, denn ich habe den Weg zum zweikanaligen Amp (mit Boost und D.I.) zurückgefunden. Der Tubescreamer zum Vorschalten wartet schon zuhause...

Die riesige Soundvielfalt brauche ich live und im Proberaum dann einfach doch nicht und für Demoaufnahmen o.ä. habe ich anderen Kram. Ich glaube, meine "digitale Phase" ist vorbei.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
Verfasst am:

RE: Tonelab LE

Inhalt auf Wunsch des Autors am 09.10.2013 gelöscht.
Verfasst am:

RE: Tonelab LE

Hallo zusammen!

Übrigens musste ich wirklich lachen, als ich für die Versandvorbereitung das Tonelab im Case mal gewogen habe: 11,6 Kilo. ELFKOMMASECHS!

Kleines Besteck?

Gruß

e.
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
Rent a bench! Gitarrenbaukurs unter fachlicher Anleitung
Verfasst am:

RE: Tonelab LE

Liebe Freunde,
ich finde Ernies Abschlussbericht zu guter Letzt noch passend für einen Review Thread.

Nun bitte ich euch weitere Infos über neue Amps von Ernie usw. per PN oder eine anderen passenden Thread weiterzuführen um hier Informationen zum Thema "Tonelab LE" sammeln zu können.

Ich danke euch!
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.