Tonelab LE

E

erniecaster

Power-User
19 Dez 2008
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Hallo zusammen!

Kleine Einleitung.

Was? Erniecaster hat ein Tonelab LE? Wieso das denn? Nun, ich bin der Ansicht, dass es völlig sinnlos ist, fĂŒr alle EventualitĂ€ten Equipment anzusammeln, z.B. zwei 4x12-Boxen, weil das bei großen Open-Air-Sachen gut ist, obwohl man eh nur in Kneipen spielt. Ich selbst war mit meinen kleinen Tech21-Character Pedalen (Blonde und Liverpool) und ein bißchen Peripherie fĂŒr mein Trio perfekt ausgestattet und hatte seit Monaten ĂŒberhaupt kein Interesse, Equipment zu ersetzen.

Vor ein par Wochenenden lernte ich bei einer Party von einer Band SĂ€ngerin, Bassisten und Drummer kennen - den Keyboarder kannte ich schon lĂ€nger. Allerdings hatte ich von keinem bisher eine einzige Note gehört. Wir blödelten rum, irgendwann erzĂ€hlte ich, dass ich Gitarre spielen wĂŒrde und zufĂ€lligerweise suchte die Band gerade einen Gitarristen. Ja, sowas gibt es. Ich wurde zur nĂ€chsten Probe bzw. zur Audition eingeladen und sagte zu, ohne lange nachzudenken.

Anschließend hörte ich, wer da alles schon Gitarre gespielt hatte und wurde ein wenig blass. Noch blasser wurde ich, als rauskam, was normalerweise auf der Setliste dieser Cover-Band stand. Gary Moore und Toto waren nur die Spitze des fatalen Eisbergs. Zugesagt ist zugesagt und aus der Nummer kam ich nicht mehr raus. Also saß ich etwas spĂ€ter zuhause, sah mein Equipment durch und stellte fest, dass ich fĂŒr einen derartigen Bandjob nicht besonders gut ausgerĂŒstet war. Zur Audition ging ich mit meiner Artcore, einem dafĂŒr zusammengestellten Effektbrett aus Tuner, Tech21 Liverpool-Pedal, Booster, Hallpedal und D.I. Box., einer Tasche mit Kabeln und Krempel und gemischten GefĂŒhlen.

Vorm Proberaumbunker lernte ich Steve kennen. Steve ist schwarz, dick und groß und zu meiner Überraschung SĂ€nger in dieser Band. Seine Stimme ist genauso schwarz, dick und groß wie er und mit Nachnamen mĂŒsste Steve eigentlich Soul heißen. Bei der Probe erklĂ€rte man mir dann, dass man den alten Kram aus dem Programm ĂŒber Bord werfen wolle. Viele Songs davon seien auf Wunsch der bisherigen Gitarristen gespielt worden - insbesondere die Gary Moore-Dinger.

Wer mich schonmal spielen sah/hörte, weiß, dass ich technisch wirklich nicht der grĂ¶ĂŸte Gitarrist westlich des Urals bin. Meine Helden waren immer die Rhythmiker, weniger die Frickler. Ich will nicht auf die Kacke hauen, daher mache ich es kurz: Der Rest der Band war heilfroh, endlich mal keinen "Guitar-Hero" sondern einen banddienlichen Musiker an der Gitarre zu haben und ich habe das Angebot, einzusteigen, sehr gerne und mit leichtem Herzen angenommen.

Mein Kram klang an dem Abend gut, richtig gut sogar, war mir aber zu eingeschrĂ€nkt. Meine Überlegung, noch zwei, drei Treter dazu zu nehmen, warf ich schnell ĂŒber Bord. Blöderweise hatte ich meinen Amp, der hier extrem gut gepasst hĂ€tte, zwei Wochen vorher verkauft (Kenpark, du Sack! ;-) ), musste also aufrĂŒsten und besorgte mir kurzerhand ein Tonelab LE.

Das Teil ist grundsÀtzlich relativ einfach zu bedienen. Es gibt mehrere Sektionen, die hintereinander geschaltet sind:

1. Pedaleffekt = Compressor, Zerrer, Wah, komische Sachen
Leider kann man nur eins davon wÀhlen. Zerrer plus Wah geht also leider nicht, was ich wirklich blöd finde, was aber (spÀter dazu mehr) keine echte EinschrÀnkung darstellt.

2. Amp = die ĂŒblichen VerdĂ€chtigen ohne Exoten

3. Boxensimulation = wird normalerweise den Amps direkt zugeordnet

4. Modulation

5. Delay

6. Reverb

Dazu ein Control-Switch und ein Pedal; beidem kann man Parameter zuordnen.

FĂŒr meine Zwecke, nĂ€mlich ein Einarbeiten in die Band, brauche ich erstmal vier Sounds: clean in zwei LautstĂ€rken und heftig angezerrt in zwei LautstĂ€rken. Zum GlĂŒck hat das Tonelab je Bank vier SpeicherplĂ€tze, ich kann also in einer Bank bleiben.

Das Tonelab kam per Post, ein wenig kannte ich es ja schon von zwei gescheiterten Versuchen. Artcore dran, Monitor dran, Clean-Sound suchen. Bei allen Modelern habe ich bisher immer den Blackface und den AC-30 genutzt und meine "richtigen" Amps kamen auch aus dieser Ecke. Meine Zeiten als "Sound-Gourmet" sind vorbei. Ich hatte nach wenigen Minuten den Cleansound stehen, zwei LautstÀrken zu speichern, war auch kein Problem.

Jetzt noch einen der Zerrer davor, fertig. So weit der Plan. Nach zwei geschlagenen Stunden machte ich alles aus und ging deprimiert in meine Lieblingskneipe. Warum zum Teufel hatte ich bei den bisherigen Versuchen mit dem Tonelab LE das Ding eigentlich immer zurĂŒck gegeben? Hatte ich nicht mit dem POD immer recht schnell ein befriedigendes Ergebnis auch und gerade in diesem Bereich erzielt? Warum hatte ich bloß meinen Amp verkauft? Ich trank ein paar Bier, hörte einer tollen Reggae-Band zu und ging nicht besonders froh ins Bett.

Am nĂ€chsten Tag der nĂ€chste Versuch. Als Referenz nahm ich mir das Liverpool-Pedal noch mal vor und spielte damit rum. Erste Tendenz, das LE schnellstens wieder in den Karton zu packen, mich selbst einen Idioten zu nennen und doch ein aufwendiges Stressbrett zu organisieren. Dann ans LE und zu meiner Überraschung bekam ich urplötzlich sowohl mit dem Blackface als auch dem AC30 extrem brauchbare Zerrsounds neben den ohnehin schon ĂŒberzeugenden Cleansounds. Zwei BĂ€nke damit speichern, fertig.

Tja. Aber so ein Wah ist doch eine geile Sache. Wah und Zerre geht aber nicht. Also probierte ich aus den vielen Amp-Modellen mal die, die von sich aus schon genug zerren. Und dann endete ich ausgerechnet bei dem gemodelten Dumble. Dumble! Dieser sauteure Klugscheißer-Amp, den vor allem Leute spielen, deren völlig verkopfte, kĂŒnstlich verkomplizierte Musik ich noch nie leiden konnte. Der gemodelte Dumble ist cool, saucool sogar und das Wah sehr brauchbar. Noch eine Bank voll.

Jetzt habe ich drei BĂ€nke mit brauchbaren Sounds, mit quasi identischen Zerrgraden und LautstĂ€rken aber unterschiedlichen Charakteren. Welche Bank passt, wird sich dann erst im Zusammenspiel mit der Band herausstellen. (Da ich eher auf Sicherheit bedacht bin, werde ich natĂŒrlich bei der Probe das Liverpool-Pedal auch im GepĂ€ck haben.) Morgen bastele ich mir noch eine Bank mit Marshall-Sounds.

Nur fĂŒrÂŽs Protokoll: Effekte fĂŒr delayverseuchte U2-Sounds und Police-FlĂ€chen auf diese Grundsounds zu legen, ist auch kein Problem, ist im Moment aber fĂŒr mich nicht relevant.

Fazit? Nein, viel zu frĂŒh. Ohne Bandprobe und Gig ist das gar nicht möglich. Aber die Vorbereitung fĂŒr die Bandprobe ist mit ein wenig MĂŒhe geglĂŒckt. Ich freue mich jetzt noch mehr auf die Probe - Gitarrenkoffer, Tasche mit Krempel, Kabeln, Tonelab, D.I. - fertig. In meinem immer noch existierenden Trio werde ich weiterhin nur das ganz kleine Besteck benutzen und das Tonelab bleibt zuhause.

Soviel fĂŒrÂŽs Erste. Nach der Probe werde ich weiter berichten.

Gruß

erniecaster


P.S.

Es scheint ĂŒbrigens so, als wĂŒrde es demnĂ€chst ein Nachfolge-GerĂ€t fĂŒr das LE geben. Thomann bietet es schon nicht mehr an und die Preise sinken.
 
Schön mal zu lesen, dass das LEgut ankommt und doch ein recht universelles "Ding" ist. Ich habe damit auch einige Live-Gigs gemacht und es war alles recht gut so. Wegen dem Wah/Zerrer Dilemma habe ich dann mit dem VoxBigBadWah davor gearbeitet. War eine gute Wollmilchsau.
Nun macht das alles erstmal das RP1000, was eigentlich fĂŒr die Einbindung eines deiner Tech21 Pedal geeigneter wĂ€re, wenn man sich mal den Verlauf der Signalkette anschaut.
Aber interessant, dass du mit DI Box arbeitest, oder bist du direkt ins Pult mit der Speaker-Simu des LE gegangen?


Es scheint ĂŒbrigens so, als wĂŒrde es demnĂ€chst ein Nachfolge-GerĂ€t fĂŒr das LE geben. Thomann bietet es schon nicht mehr an und die Preise sinken.

...das glaube ich erst, wenn ich den Nachfolger bei Thomann oder auf der Vox-Seite sehe. Man hat ja damit schon vor Erscheinen des ST in den Foren spekuliert, das der Nachfolger des SE und LE eine Mischung aus beiden wĂ€re mit moderneren Features und mit BerĂŒcksichtigung der WĂŒnsche der SE/LE-User....
...und dann kam das ST und alle die auf einen womöglich gleichwertigen Ersatz/Nachfolger fĂŒr ein SE o. LE gehofft haben, mich eingeschlossen, fĂŒhlten sich verarscht....



Frizze :cool:
 
Hallo Frizze,

fĂŒr mich kommt eine Einbindung von anderem Kram nicht in Frage. Das Tonelab soll gefĂ€lligst den gesamten Job erfĂŒllen, fertig. Und zwar auch den Job des Ampersatzes - ich bleibe bei D.I.

Ob ein Nachfolger kommt, bleibt natĂŒrlich abzuwarten. Aber das LE ist bei einigen HĂ€ndlern schon nicht mehr zu bekommen. Vielleicht lĂ€uft es Ă€hnlich leise aus wie damals das SE. Ist mir aber auch egal, ich wĂŒrde deswegen ohnehin nicht "aufrĂŒsten".

Gruß

erniecaster
 
Moin,

den Weg den Du gegangen bist habe ich schon fast abgeschlossen :-D ,
meine Setups:

-Vamp2 + Peavey Classic 60/60 + 4x12er
klang nicht gut

-Vamp2 durch Tubeman+ ersetzt
ging so, aber nicht gut genug,

-deshalb dann Ashdown Fallen Angel FX Top + FA4x12 gekauft
war schon besser, aber auch alles schwerer

-den Ashdown durch einen TSL100 Top ersetzt, die Box behalten
geiler Sound, aber Stress mit dem Mixer bekommen, weil ich den Marshall nie richtig ausfahren konnte, und die eingebaute DI klang wie Pappbecher,
was soll ich dann mit 100 Watt wenn ich ĂŒber ne miese DI in die PA gehe???

-die 4x12er durch eine 2x12er ersetzt (die mit den Beamblockern!)
Sound war gut, weniger zu tragen, aber meine FX, also ein Zoom GFX3 in den Loop, klang brauchbar

-immer noch viel zu schleppen, und irgendwann war die Luft in der Band raus und ein anderer Gitarrist da (??????) :mad:

in der nĂ€chsten Bad wieder diverse Versuche mein Material abzuspecken, mit eher mĂ€ĂŸigem Erfolg ....

Irgendwann hatte ich die Schnauze gestrichen voll und kaufte mir ein gebrauchtes TonelabSE.
Erst lief es ĂŒber einen Crate Powerblock (viel weniger Gewicht als ne Röhrenendstufe!) in de 2x12er.
Dann ging das TLLSE ĂŒber einen kleinen Solton CV40, das ganz wurde mit Mikro abgenommen.
Nach einiger Zeit merkte ich daß die ganzen Sounds irgendwie alle sehr Ă€hlich klangen ( ist bei dem Coverrock den wir machen eher hinderlich ).
Is klar, ging ja immer durch den Amp, der seinen Senf dazugab.

Also ebtschloß ich mich nochmals abzuspecken, den TLLSE direkt in die PA, und jetzt habe ich erstmal Ruhe.
Vor mir auf der BĂŒhne steht meine Monitorbox, fĂŒr Gesang und die Gitarre, und es reicht tatsĂ€chlich.
Keine ĂŒbermĂ€ĂŸige Schlepperei mehr, außer Funk und TLLSE habe ich nix mehr vor den FĂŒĂŸen und brauche auch nicht mehr als das.
FrĂŒher war der Kombi voll mit meinem Zeug, jetzt reicht der Kofferaum eines alten Polo Coupe völlig aus.

Es hat zwar Zeit gedauert bis ich alle Speicher so programmiert hatte wie ich es wollte und es auch nich gut klang, aber die Zeit lohnt sich.

Das Publikum interessiert sich weniger fĂŒr die Hardware, es muß gut klingen, dafĂŒr reicht mein Besteck aus
:-D
 
Hallo zusammen!

Gestern war Probe mit dem Vox Tonelab LE.

Mein ursprĂŒnglicher Plan, das Tonelab in die Krempeltasche zu packen, ist schief gegangen. DafĂŒr ist es zu groß und zu sperrig. Es wird also bei drei GepĂ€ckstĂŒcken bleiben. Das ist aber auch das einzige, was nicht funktioniert hat.

Ich hatte fĂŒnf BĂ€nke zu je vier Sounds vorbereitet - eigentlich nur je zwei Sounds, einmal clean, einmal verzerrt aber je in zwei LautstĂ€rken. Eine Bank Blackface, eine mit AC30TB, zwei mit Dumble (eine mit mehr Zerre) und eine gemischte Bank. Der Dumble klang im BandgefĂŒge ganz gut, die Sounds mit mehr Zerre hatten fĂŒr diese Band zuviel Zerre. Nice to have - kann so gespeichert bleiben und ignoriert werden. Die Blackface-Sounds waren eine Spur cooler, ich wĂ€re total zufrieden gewesen.

Wenn da nicht noch die Bank mit dem AC30TB gewesen wĂ€re (im Zerrbereich ĂŒbrigens mit virtuellem Tube Screamer davor). Die beiden Sounds haben mich nicht zufrieden gestellt, die waren absolut geil. Ich musste nur noch die LautstĂ€rkeabstimmung zwischen den Sounds ein wenig verĂ€ndern. Was ich mir im Wohnzimmer zurecht gedreht hatte, war zu meiner eigenen Überraschung ansonsten absolut super.

Ich habe wĂ€hrend der gesamten Probe nicht ein einziges Mal am Sound geschraubt. Entweder der Sound hat einfach nur gepasst oder ich war selbst total begeistert. Mehr kann man nicht verlangen. Der Rest der Band sah das ĂŒbrigens genauso.

Wenn ich von "zwei Sounds" schreibe, ist hoffentlich klar, dass ich damit nur die Einstellungen am Tonelab meine. Durch die Pickupwahl, ein wenig Spielen am Volume- und Tonepoti und Spieltechnik mit den Fingern ist das schon deutlich mehr und es wurde nicht langweilig.

In der gemischten Bank hatte ich mir auch noch einen Sound mit dem "Acoustic Pedal" gebaut, der aus meiner E-Gitarre halt eine akustische Gitarre machen sollte. Im Bandgetöse reicht das am spĂ€ten Abend und fĂŒr einen Song aus, um als Akustikgitarre durchzugehen. Nicht mehr aber ĂŒberraschenderweise auch nicht weniger.

Fazit nach der Probe: Absolut guter Kauf fĂŒr meine Zwecke.

Gruß

erniecaster
 
Hallo zusammen!

Gestern hatte ich meine dritte Probe mit dem Tonelab direkt in die P.A. Gute 90 % des Abends war ich mit meiner "AC-30 Bank" sehr zufrieden. Einmal wollte ich einen deutlich heftigeren Zerrsound und schaltete zum Dumble und am Ende des Abends hĂ€tte ich mir anstelle des dreckigen AC-30 doch einen "klingelcleanen" Sound gewĂŒnscht.

Den fehlenden Sound werde ich mir heute Abend zurecht basteln. Außerdem kommt die "AC-30 Bank" auf Bankplatz 1, die anderen benutzten Exoten auf die zweite Bank. Halt ein bißchen aufrĂ€umen!

Wir proben morgen Abend wieder und spielen am Samstag einen kleinen Gig. Am Sonntag werde ich dann berichten, wie es war. Ehrlich gesagt, mache ich mir um den Gitarrensound am wenigsten Sorgen - aber das ist ja ein ganz anderes Thema.

Gruß

erniecaster
 
Hallo!

Noch ein Update. Weil ich beschlossen hatte, das Tonelab zu behalten, habe ich mir bei Thomann dazu ein Thon-Case geordert.

Vorteil: Passt fĂŒr ein Tonelab ohne langes Rumzumpeln. Das Netzteil passt mit rein, selbst die D.I. Box und das Patchkabel von Tonelab zu D.I.-Box. So weit, so gut.

Nachteil: Im Vergleich zu einem Case von http://www.grosse-cases.de/ ist das Thon-Case deutlich weniger stabil und massiv. Die beiden Butterfly-VerschlĂŒsse tun es nur, wenn der Deckel exakt auf dem Brett sitzt und das ist fummelig. Beim Grosse-Case werfe ich dagegen den Deckel aus fĂŒnf Metern Entfernung drauf und die 4 Butterfly-VerschlĂŒsse ziehen sich das dann schon zurecht.

Okay. Das Thon-Ding macht seinen Job, war einfach zu kaufen und bleibt. Aber wenn ich zukĂŒnftig fĂŒr was auch immer ein richtig geiles Case haben will, wird Thon so schnell nicht erste Wahl.

Gruß

erniecaster
 
Hallo zusammen!

Kurze Vorbemerkung: NatĂŒrlich hĂ€tte ich das gesamte Review auch erst jetzt und in einem StĂŒck schreiben können. So ist es vielleicht etwas lĂ€nger geworden, dafĂŒr hatte ich die EindrĂŒcke aber wenigstens immer noch frisch im Kopf.

Nach drei Proben mit dem Tonelab im Bunker (und vier Proben mit der Band insgesamt) war gestern der erste Gig. Wenn ich neulich angekĂŒndigt hatte, nochmal die Speicherei aufrĂ€umen zu wollen, blieb das natĂŒrlich nur ein frommer Wunsch. TatsĂ€chlich habe ich am Abend vier Sounds benutzt: Ein bei hartem Anschlag nicht mehr ganz sauberer Cleansound aus gemodeltem AC 30 TB und ein krĂ€ftiger Crunchsound, nĂ€mlich der identisch eingestellte Amp plus Tubescreamer davor waren die beiden Hauptsounds. Ein Song mit fett zerrendem Dumble, einer mit Akustiksimulation.

Die beiden AC 30-Sounds taten klanglich genau, was sie sollten. Das ließ sich mit Gitarre und Spieltechnik von weich singend ĂŒber schneidend zu krachend bestens bedienen. Was die beiden Sounds anging, habe ich den ganzen Abend nur gegrinst. Der Dumble war mir live dann doch zu heftig und ich war froh, mit nur einem Tritt auf einen Switch wechseln zu können und bei der Nummer mit der Akustiksimulation war ich einfach nur froh, als sie vorbei war.

Dann noch die Ode an das D.I.-Vorgehen. Case auf den Boden, Strom dran, XLR-Kabel dran, Gitarre rein, fertig. Die Bandkollegen waren - wie schon im Probenraum - erst irritiert und dann erleichtert, weil bei mir eben nicht aus einer Ecke ein Amp tönt. Und wir waren nicht zu laut.

Fazit: Geil.

Und in der kommenden Woche werde ich dann wirklich mal einen total cleanen Sound zusammenschrauben, den Dumble durch was anderes Krachiges ersetzen und mir fĂŒr die Akustiknummer was ĂŒberlegen. Aber berichten werde ich davon nicht mehr. Ende mit dem Review.

Gruß

erniecaster
 
Hallo!

Wieder dazu gelernt! Insgesamt wurden es dann langsam fĂŒnf BĂ€nke, die ich fĂŒr meine Ibanez Artcore fĂŒllte: AC30 dreckig, AC30 clean, Blackface dreckig, Blackface clean, Dumble "modern". FĂŒr jeden Songteil einen passenden Sound in passender LautstĂ€rke gespeichert, jetzt konnte ja nichts mehr passieren.

Dann war ich in eine Probe gut drauf und blieb den grĂ¶ĂŸten Teil der Zeit in einer Bank, insgesamt sogar nur bei zwei Sounds. Den Rest besorgte ich mit Dynamik an der Gitarre und das kam erheblich besser. Der Gedanke an einen zweikanaligen Amp kam auf...

...dann kam die Tele und die nĂ€chste Probe. Ich hatte nichts an den Sounds gemacht. Der mit der Artcore so wunderbare AC30-Sound ist mit der Tele waffenscheinpflichtig und nur mal fĂŒr einen Song einsetzbar, sonst meutert der Rest der Band. Der Blackface klingt mit der Tele richtig toll - mit der Artcore war der langweilig. Die Cleansounds des Dumbles kamen ganz okay, die Zerrsounds habe ich gestern noch wĂ€hrend einer Zigarettenpause in der Probe umprogrammiert.

Kurz und gut sind die auf die Artcore zugeschnittenen Sounds (natĂŒrlich?) fĂŒr die Tele nicht hundertprozentig das Richtige. Das bedeutet einerseits wieder Programmieren - was aber immer schneller geht - andererseits zeigt es aber auch, dass das Tonelab nicht alles "gleichmacht".

FĂŒr mich persönlich hat sich rausgestellt, dass ich mich (je Gitarre) doch hautpsĂ€chlich auf ein Amp-Model konzentriere, das ich dann mit einem Tubescreamer, etwas Hall und manchmal einer Prise Delay garniere. Das könnte ich mit einem richtigen Amp auch. Dass ich mir manchmal fĂŒr ein, zwei Songs ein anderes Amp-Model gönne, ist schon Luxus.

Es ist aber angenehm, ĂŒber eine große Bandbreite an Möglichkeiten zu verfĂŒgen und mal eben den passenden "Amp" oder "Effekt" fĂŒr eine neue Gitarre oder eine neue Situation aus dem Ärmel schĂŒtteln zu können.

Gruß

erniecaster
 
Hallo!

Heute wird Tonelab plus Case eingepackt und an den hoffentlich glĂŒcklichen ebay-KĂ€ufer verschickt, denn ich habe den Weg zum zweikanaligen Amp (mit Boost und D.I.) zurĂŒckgefunden. Der Tubescreamer zum Vorschalten wartet schon zuhause...

Die riesige Soundvielfalt brauche ich live und im Proberaum dann einfach doch nicht und fĂŒr Demoaufnahmen o.Ă€. habe ich anderen Kram. Ich glaube, meine "digitale Phase" ist vorbei.

Gruß

erniecaster
 
Hallo zusammen!

Übrigens musste ich wirklich lachen, als ich fĂŒr die Versandvorbereitung das Tonelab im Case mal gewogen habe: 11,6 Kilo. ELFKOMMASECHS!

Kleines Besteck? :shrug:

Gruß

e.
 
Hattest du den nicht schonmal? Du hast doch 2009 da ein Review drĂŒber geschrieben?
 
Liebe Freunde,
ich finde Ernies Abschlussbericht zu guter Letzt noch passend fĂŒr einen Review Thread.

Nun bitte ich euch weitere Infos ĂŒber neue Amps von Ernie usw. per PN oder eine anderen passenden Thread weiterzufĂŒhren um hier Informationen zum Thema "Tonelab LE" sammeln zu können.

Ich danke euch!
 

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