Squier Telecaster, erste Modifikation

Seite 1 von 2
Verfasst am:

Squier Telecaster, erste Modifikation

Hallo! Ich bin der solzimer und habe mich gerade erst angemeldet, da ich ein bischen auf dem Schlauch stehe.

Wie der Titel schon sagt, werde ich meine erste Modifikation an meiner Squier Standard Telecaster vornehmen, da die Pickups doch nicht wirklich das Wahre sind.

Da ich auch etwas härtere Sachen spielen will (musikalisch fühle ich mich in der Stoner- und Psychedelic-Rock Richtung am wohlsten, aber Blues darf es hin und wieder auch sein), soll auf die Bridge-Position auf jeden Fall ein Humbucker.
Für die Neck-Position habe ich an einen Bill Lawrence L-202 (Single Coil) gedacht. Jetzt die eigentliche Frage: Worauf muss ich achten, dass 2 Pickups auf mittiger Schalterposition gut harmonieren?
Ich habe zB schon gelesen, dass es vorteilhaft ist, wenn beide den gleichen Magneten verwenden, aber einen Humbucker im Single Coil Format für Tele Bridge-Position mit Alnico 5-Magnet (wie der L-202) finde ich einfach nicht.
Hat jemand da Erfahrungen, die er vielleicht mit mir teilen würde? Das wäre sehr nett, da meine Squier von der Verarbeitung her doch ziemlich gut ausgefallen ist, will ich sie auf jeden Fall behalten und eben ein bischen "tunen".

Gruß, solzimer

edit: Von Fräsen und ersetzen der Brücke habe ich für meine erste Modifikation bewusst ein bischen Abstand genommen, auch wenn es ursprünglich eine Idee war.
Rent a bench! Gitarrenbaukurs unter fachlicher Anleitung
Verfasst am:

RE: Squier Telecaster, erste Modifikation

Hi

Also es kommt darauf an wie deine PUs klingen sollen.
Sollen beide einen ähnlichen Sound produzieren oder eben nicht.

Ich habe auf allen meine Schraubhalsgitarren absichtlich PUs
mit stark Unterschiedlichen Charakteren darauf. Ich mag es
einfach nur durch Umschalten auf den Bridge PU mehr Mitten
und mehr Verzerrung zu haben. 1x Strat SC mit Alnico 5
und nen SD Hot Rails in der Bridgeposition. 1x nen Alnico
Lipstick PU und Lawrence fullsize HB hinten. Geht prima !!!
Wenn du genau das auch möchtest, also mehr mitten mehr gain,
dann würde ich mir über die Magnete keine Gedanken machen.

Einfach mal nen Dimazio Chopper o.ä. möglichst gebraucht kaufen
und antesten. ;)

Gruß + willkommen
 
"Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen
das tut, was ihm gefällt.“ - Bob Dylan
Verfasst am:

RE: Squier Telecaster, erste Modifikation

Danke für die schnelle Antwort, Dr. Dulle.

An einen SD Hot Rails hatte ich auch schon gedacht.
Warum denn speziell der Chopper und vor allem warum gebraucht? Nur wegen des Preises oder hat das irgendeinen Vorteil den der Laie nicht erahnen kann?
Verfasst am:

RE: Squier Telecaster, erste Modifikation

Willkommen!

Soweit ich weiß sind in allen Bill Lawrence Pickups Alnico 5 Magnete verbaut - insofern wäre der L48-TL ein möglicher Kandidat.

Muss es der gleiche Magnet sein?
Bill Lawrence schreibt selbst: "There are harsh-sounding pickups with alnico magnets and sweet-sounding pickups with ceramic magnets and vice-versa! A magnet by itself has no sound,..."

Erlaubt ist was gefällt und klingt.

Gruß,
Verfasst am:

RE: Squier Telecaster, erste Modifikation

solzimer schrieb:
Danke für die schnelle Antwort, Dr. Dulle.

An einen SD Hot Rails hatte ich auch schon gedacht.
Warum denn speziell der Chopper und vor allem warum gebraucht?
Nur wegen des Preises oder hat das irgendeinen Vorteil den der Laie nicht erahnen kann?



Also gebraucht würde ich versuchen zu kaufen um den PU
bei Nichtgefallen zu ca dem gleichen Preis weiter zu verkaufen.
Wertverlust ist bei Gebrauchtkauf minimal.

Der Chopper ist der PU der MICH am meisten anspricht.
Der Hotrails den ich benutze ist ein Strat Neck PU.
Der hat 10,5 kohm und ist sehr mittig. Das gleiche ich
dadurch aus, das ich per Miniswitch zwischen serieller
(=sehr mittiger Klang) und paralleler Verdrahtung (weniger
Mitten) umschalten kann. Der Tele HR hat sogar 14,8 kohm.
Wird also evtl noch mittiger klingen ......??
 
"Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen
das tut, was ihm gefällt.“ - Bob Dylan
Verfasst am:

RE: Squier Telecaster, erste Modifikation

Habe ich auch schon gefunden auf seiner Seite. Ich bin aber auf der Suche nach einem Humbucker im Single Coil-Format.
Kann da vielleicht jemand einen empfehlen? Bin momentan am Soundbeispiele hören auf der SD-Seite und mir gefällt der Little 59 eigentlich so am besten, aber vielleicht hat den oder einen anderen ja schon jemand hier gespielt (vielleicht sogar in Kombination mit Single Coil)

edit: Wäre übrigen toll, wenn mir jemand mal ganz kurz die Funktion eines splitbaren Pickups beschreiben könnte, also wie man ihn splittet.


Zuletzt bearbeitet von solzimer am 22.08.2013, insgesamt einmal bearbeitet
Verfasst am:

RE: Squier Telecaster, erste Modifikation

Häussel Klinge Hot !
Klingt trotz gutem Output sehr transparent!
Und ist splitbar, so das man die Kombi mit dem Neck SC S/S (brummfrei) machen könnte.
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
Verfasst am:

RE: Squier Telecaster, erste Modifikation

Danke für den Link und die ganzen Beiträge!

Lohnen sich denn die Häussel Klingen? Sind ja schon ein bischen teurer, als Standard Kram von Seymour oder DiMarzio. Könnte mir einer die Unterschiede zum "klassischen" Humbuckersound ein wenig umreißen? Ich bin halt wirklich Laie. Auch den Split-Mechanismus habe ich noch nicht ganz verstanden

edit: Mir ist noch was eingefallen: Bei Bill Lawrence gibts den L-202 mit und ohne Chromabdeckung. Wirkt die sich auf den Klang aus oder ist das nur optischer Natur?
Verfasst am:

RE: Squier Telecaster, erste Modifikation

solzimer schrieb:
Danke für den Link und die ganzen Beiträge!

Lohnen sich denn die Häussel Klingen? Sind ja schon ein bischen teurer, als Standard Kram von Seymour oder DiMarzio. Könnte mir einer die Unterschiede zum "klassischen" Humbuckersound ein wenig umreißen? Ich bin halt wirklich Laie. Auch den Split-Mechanismus habe ich noch nicht ganz verstanden



Grundsätzlich hat jeder HB 2 Spulen die normalerweise in Reihe geschaltet werden.
Hat jede dieser Spulen z.B. 5 kohm ergibt sich folgendes:


2 Spulen in Reihe (seriell) verschaltet = 10 Kohm und voller mittigerer Klang

gesplittet ist nur 1 Spulen an = 5 kohm hellerer Klang, weniger Mitten, weniger output,
KEINE Brummunterdrück mehr

2 Spulen parallel = 2,5 kohm, hellerer Klang mit weniger Output und Mitten
aber weiterhin Humbucking Effekt (kein Brummen)


hier auch nochmal erklärt:
http://rockinger.com/index.php?page=ROC_Workshop_Humbucker

Ob sich der Häussel für dich lohnt .... keine Ahnung. Ich würde wie gesagt
nach etwas gebrauchtem von Dimarzio,Duncan suchen
 
"Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen
das tut, was ihm gefällt.“ - Bob Dylan
Verfasst am:

RE: Squier Telecaster, erste Modifikation

Lohnen sich denn die Häussel Klingen? Sind ja schon ein bischen teurer, als Standard Kram von Seymour oder DiMarzio. Könnte mir einer die Unterschiede zum "klassischen" Humbuckersound ein wenig umreißen? Ich bin halt wirklich Laie. Auch den Split-Mechanismus habe ich noch nicht ganz verstanden :oops:


Die Häusselklingen sind so gut, wie Klingenhumbucker nur sein können. Sie sind auf Joe Barden-Niveau. Das ist Referenzklasse.

Man kann auch mit Duncan usw zufrieden sein. Natürlich. Da gibt es nichts zu meckern. Aber ich finde da gleichzeitig auch nicht viel um wirklich zu jubeln.





Man kann mal bei Ebay unter "Rail humbucker" oder "blade humbucker" (bzw. "pickup") schauen, dass es dort von Viva, Artec oder Belcat extrem billige Pickups gibt, z.T. auch für Tele.

Diese Firmen bauen für andere Firmen. Viva z.B. ist in den USA GFS und fast jede dieser Anbieter hat extrem Duncan-artig gebaut aussehende HotRail Varianten im Programm. Kann man daraus Schlüsse über die Herkunft der echten Duncans ziehen? Oder Schlüse darüber, das viele Artecs verblüffend aussehen wie bestimmte DiMarzios?

Nun ja, weiß ich nicht.

Die angebotenen "Hotrail" Varianten sind dort übrigens meistens laut Widerstand eher dem Duncan Cool Rail entsprechend.

Ich hatte den den echten Duncan Hot Rail Tele mal und selbst als ich noch damals jung, doof und unwerwöhnt war, war der mir zu bollerig und hat alles an Spielnuancen zugefurzt mit seinem Output.

Den Coolrail in einer Strat hingegen habe ich gerne gespielt.

solzimer schrieb:
edit: Mir ist noch was eingefallen: Bei Bill Lawrence gibts den L-202 mit und ohne Chromabdeckung. Wirkt die sich auf den Klang aus oder ist das nur optischer Natur?


Bill hatte mal kurzzeitig sogar Plastikkappen verchromt. Frage nach, was es ist. Wenn Bill ist anbietet, kannst du sicher sein, dass der weiß was er tut und der Sound nicht leidet.
Verfasst am:

RE: Squier Telecaster, erste Modifikation

groby schrieb:
Die Häusselklingen sind so gut, wie Klingenhumbucker nur sein können. Sie sind auf Joe Barden-Niveau. Das ist Referenzklasse.

Ich hab ne zeitlang auf ner geleihene Tele die Barden draufgehabt.
Was soll ich sagen absolut nicht mein Fall. Klingt FÜR MICH langweilig
und ist viel zu teuer. ein Hotrails parallel geschaltet bringt es für MICH besser.



Ich hatte den den echten Duncan Hot Rail Tele mal und selbst als ich noch damals jung, doof und unwerwöhnt war, war der mir zu bollerig und hat alles an Spielnuancen zugefurzt mit seinem Output.


Ja der Hot Rails sollte mMn unbedingt seriell/parallel schaltbar
gemacht werden. Sonst ist das zu dumpf für alles ausser High gain.


 
"Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen
das tut, was ihm gefällt.“ - Bob Dylan
Verfasst am:

RE: Squier Telecaster, erste Modifikation

Dr.Dulle schrieb:
Ich hab ne zeitlang auf ner geleihene Tele die Barden draufgehabt.
Was soll ich sagen absolut nicht mein Fall. Klingt FÜR MICH langweilig
und ist viel zu teuer. ein Hotrails parallel geschaltet bringt es für MICH besser.


Ich finde man kann da unterscheiden zwischen allgemeinen Qualitäten (zm Beispiel Ansprache, Umsetzung der Spielweise, Dynamik) und der Art des Sounds (also z.B. Frequenzgang).

Doppelklingenhumbucker im SC-Format sind keine günstige Bauform allein wegen der Bauweise. Dennoch darf man sagen, dass allgemein gesehen es kaum was besseres bei allgemeinen wünschenswerten Qualitäten dieser Bauform gibt als Bardens oder die Häussel-Variante davon (ich habe vergessen wie sie heißt, Harry baut drei Klingenvarianten, die Quasi-Bardens habe ich und im Vergleich innerhalb derselben meinen Gitarre ziehe ich sie den Joe Bardens vor).

Dennoch mag man auf der reinen Frequenzebene Pickups finden sie einem besser zusagen. Da hat man Barden ja schnell abgefrühstückt, der baut ja nur zwei eng verwandte Klangvarianten.

Aber ich werde in diesem Leben kein Duncan/DiMarzio-Fan mehr und bin da wegen vielen Enttäuschungen vorbelastet. Ich bin da halt ungerecht.

Ich habe es auch schon mal bereut, wegen feinzeichnend darstellenden und exquisit klingenden Boutiquepickups auf einer Stratkopie die schönen derbe, kratzigen schlimmen aber tierisch ruppig-geilen OEM Dinger rausgeschmissen zu haben.

Sagen wir mal so: Für manche Filmrollen hat ja auch Armin Rhode halt das passendere Gesicht als George Clooney.
Verfasst am:

RE: Squier Telecaster, erste Modifikation

Ich versuche mal nach bestem Wissen und ein wenig strukturiert deine Fragen zu beantworten:

Magnetmaterial:
„A magnet by itself has no sound,..." Lawrence hat Recht, auch meine Erfahrung ist: Magnete klingen nicht. Das ganze Alinico-Geschwätz ist Marketing, sonst nix. Kein Mensch hört im Blindtest den Unterschied zwischen Keramik und Alnico, garantiert nicht!

diMarzio „The Chopper“
Da du ja einen Humbucker suchst (Duncan SSL sind SC´s) wäre der auch meine Wahl. Er liefert einerseits ein klar definiertes Brett, wenn er muss, klingt clean aber trotzdem sehr nach Tele.
Die Häussels kenne ich nicht, aber wie gesagt, in der mittleren Preislage wäre der Chopper meine erste Wahl.

Warum Pickups gebraucht kaufen:
Weil es fast immer einiger Versuche bedarf, ehe man den richtigen PU gefunden hat. Das geht bei neuen PU´s ins Geld.
Einen gebrauchten PU kann bei Nichtgefallen immer wieder verlustfrei bei Ebay verkaufen und den nächsten ausprobieren.

Chromkappe:
Alle namhaften Hersteller verwenden heute Kappen, meist aus Neusilber, die den Ton nicht oder nur sehr geringfügig beeinflussen


Coil Splitting:

Wie man einen Humbucker mit Splitfunktion verdrahtet kannst du hier nachlesen.

http://www.rockinger.com/index.php?page=ROC_Workshop_Humbucker

oder hier

http://www.seymourduncan.com/support/wiring-diagrams/schematics.php?schematic=1hum_1vol_split

Du musst bei der Suche nach solchen Dingen auch schon mal selbst aktiv werden und dich nicht auf andere verlassen…..ich habe diese beiden Diagramme ja auch innerhalb von einer Minute gefunden.

Unterm Strich:

Empfehlungen hin oder her……was anderen gefällt kann für dich absolut daneben sein. Also wirst du dich selbst auf die Suche begeben müssen. Das macht Spass und man sammelt nebenher jede Menge Erfahrungen.

Tom
Verfasst am:

RE: Squier Telecaster, erste Modifikation

Danke für die vielen Antworten schonmal! Werde demnächst bei Bill Lawrence meinen Neck-Pickup bestellen.
Mal eine andere Frage, für die ich keinen extra Thema eröffnen wollte.
Da ich auch vorhabe, meinen Marshall MG30CFX durch eine Röhrencombo zu ersetzen, aber nich allzu viel Geld auf der Kante habe, schaue ich momentan immer bei ebay nach Auktionen und habe das hier gefunden:
http://www.ebay.de/itm/GEM-Verstarker-mit-EL84-Endstufe-Rohrenverstarker-m-g10-selten-/130970545100?pt=Gitarren&hash=item1e7e73ebcc

Habe den Verkäufer mal kontaktiert btgl Poti Kratzen und er sagt es wäre nur ganz leicht bei ganz leise und ganz laut. Wäre das ein Grund, davon Abstand zu nehmen? Und sollte man sich das generell zweimal überlegen, bei so einem Bastel-Ding?
Bin da wirklich nicht bewandert, deshalb wäre es nett, wenn einer ein, zwei Sätze dazu sagen könnte.
Verfasst am:

RE: Squier Telecaster, erste Modifikation

@solzimer

An dem konkreten Angebot fällt mir auf, das die Öffnung für den Lautsprecher viel zu klein ist.

Auf der Frontansicht (Bild 2) ist hinter der Bespannung eine kleine Öffnung von vielleicht 8" zu sehen.
Auf der Innenansicht (Bild 1) nimmt der 12" Speaker fast die gesamte Schallwand ein.


Du schreibst, dass die Potis kratzen.
In dem Angebot steht kein Wort davon.
Das wäre für mich ein ausreichender Grund, den Verkäufer und dieses Angebot zu meiden.


Mit einer EL84 wird der Amp ca. 5 Watt leisten.
Für eine Mietwohnung sind 5 Röhrenwatt viel zu laut.


Zu kleinen Röhrenamps wurde hier schon viel geschrieben.
Es soll hier Leute geben, die Hughes & Kettner wärmstens empfehlen.
Für mich gäbe es in der ganz preiswerten Klasse noch VHT, Laney, Kustom und Blackstar.
Ansonsten gibt es sicherlich bessere Transistoramps (z.B. Tech21) bzw. bessere Modeling-Amps (z.B. Fender Mustang) als den Marshall MG30CFX.


Schönen Sontag noch!
Verfasst am:

RE: Squier Telecaster, erste Modifikation

@solzimer
Für den Trümmer würde ich mein Geld nicht ausgeben.
Warte noch, bis Du noch etwas angespart hast und gehe in der Zwischenzeit Verstärker Testen.

Mach dir erst einmal ein Bild, was dir vom Klang her gefällt.
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde