das Demo, das unbekannte Wesen

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das Demo, das unbekannte Wesen

Hallo!

Früher, als die Welt noch aus Holz war und man Geschäftsbriefe mit Schreibmaschinen geschrieben hat, war die Welt ja anders als heute. Damals haben Bands geprobt, irgendwann wollte man auftreten und hat Demos aufgenommen. Das Demo auf Cassette kam in die "Promomappe", nebst Beschreibung, Fotos etc. Die "Promomappe" hat man dann verschickt, keine Gigs bekommen und die Band hat sich frustiert wieder aufgelöst, wenn der Frust nicht schon beim Recording des Demos aufkam.

Oppa erzählt wieder vom Krieg.

Was tut man heute? Es gibt dieses komische Internet, soziale Medien und Recording ist vergleichsweise preiswert geworden.

Nach meiner Erfahrung kommt man an Gigs am besten durch Gigs. Man spiele in irgendeiner Kaschemme für lau, bringe ein paar Leute mit und hoffe auf die Mundpropaganda. Wenn man eine regional bekanntere Band kennt, bittet man, dort drei, vier Songs als Gast spielen zu können, damit man noch mehr Leute erreicht. Vielleicht noch die berühmte Kamera in den Zuschauerraum und ein, zwei schlechte Videos zu Youtube. Das hat sich in meinem Dunstkreis einigermaßen bewährt.

Jetzt will meine Band "die neuen Medien nutzen", was immer das heißen mag und ich atme schwer durch. Profi werden will von uns keiner, motiviert sind wir aber schon, eine brauchbare Band zu werden.

Wie seht Ihr das? Liveaufnahme als Demo? Studioaufnahme (was immer wir darunter verstehen wollen) als Demo? Ein Video - live oder mit gecasteten Schauspielern? Schach? Aufwändige Website? Facebook?

Gruß

erniecaster
Rent a bench! Gitarrenbaukurs unter fachlicher Anleitung
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RE: das Demo, das unbekannte Wesen

Das kommt wohl auf den Anspruch der Band an. Für uns - Zielgruppe 8-10 Gigs im Jahr - reicht eine kleine YT-Präsenz, sprich ein paar mitgeschnittene Liveaufnahmen, you see what you get. Die Dinger sind natürlich vom Sound her durchschnittlich, nur über das Kameramikro aufgenommen, aber für unsere Auftraggeber war es jedes Mal ausreichend.

Wenn ich das ganze professioneller angehen wollte, sprich deutlich mehr Gigs und Gage, würde ich das ganze auch professioneller aufziehen. Also neben Videos v.a. richtig gute Tonaufnahmen bis hin zu einem kleinen Studiodemo. Bewegte Bilder finde ich trotzdem wichtig wg. you see what you get.

Den Vorteil der neuen Medien sehe ich v.a. auch darin, dass man Interessenten entsprechendes Material sehr schnell zugänglich machen kann.
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Re: das Demo, das unbekannte Wesen

erniecaster schrieb:
motiviert sind wir aber schon, eine brauchbare Band zu werden.


Wäre mal n Anfang ... Ansonsten kennen dich ja ein paar Wirte bei euch in der Gegend wo man mal spielen darf weil sie einen kennen, für nen Hut und für n Bier ...

r
 
Bildzeitung zu lesen, stellt keinen Weg aus der Unmündigkeit dar. (fm)
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Re: das Demo, das unbekannte Wesen

erniecaster schrieb:
Jetzt will meine Band "die neuen Medien nutzen", was immer das heißen mag und ich atme schwer durch.


Das heisst, Bands proben, irgendwann will man auftreten und erstellt eine eigene Webseite und natürlich eine Facebook-Seite. Man nimmt viele tolle Photos auf und Demos und vor allem coole Videos und stellt das alles ins Netz. Dann verschickt man Emails und twittert und bekommt keine Gigs und die Band löst sich frustriert wieder auf, wenn der Frust nicht schon...

Es hat sich eigentlich nicht wirklich was geändert.

Viele Grüsse,
gp
 
Früher dachte ich, dass alle Musiker nette, freundliche und intelligente Menschen sind.
Dann fing ich an, selbst Musik zu machen.
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RE: das Demo, das unbekannte Wesen

Neue Medien, neue Technik, prima Sachen, die man so machen kann.
Wenn man will und wenn man jemanden kennt, der das alles kann und Spaß daran hat.
Facebook dürfte kostenlos sein, eine Webseite kostet auch kaum was, wenn man jemanden hat, der wenigstens den Websitebaukasten des Providers bedienen kann.
Mitschnitte von Auftritten macht heute jede günstige Videokamera und viele Leute haben eine, den Ton nimmt man besser mindestens von einem "Field-Recorder".
Studio ist teuer, professionelle Videos sind teuer. Das macht für mich nur Sinn, wenn Investitionen locker wieder reinkommen. Zumal keine professionellen Ambitionen da sind.

Man muss ja nicht zwanghaft wie ein Profi tun, wenn man keiner ist und auch nicht werden will.

Ansonsten würde ich als Bandmitglied unterstützen, was mir auch gefällt und was ich gut und richtig finde. Da wo andere mal etwas rumspinnen, würde ich den Ball zurückspielen und ihnen die damit verbundene Arbeit überlassen. Meist hören die dann von allein auf zu spinnen.
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RE: das Demo, das unbekannte Wesen

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RE: das Demo, das unbekannte Wesen

Moin.
Ich glaube SocialMedia Seiten bringen nur unterstützend was. Gigs ziehen wieder Gigs. Das funktioniert beim Duo recht gut: kaum ein Auftritt ohne Folgeanfrage. Gigs die über Portale wie regioactive/backstage Pro kamen, waren allesamt Nullnummern. Regionale Gruppen bei Facebook zeigen ein bißchen Nutzen, neue Kneipen/Auftrittsorte habe ich da schon aufgetan.
Facebook wird mMn immer nerviger, die eigenen Beiträge werden immer weniger angezeigt, wenn man denn keine kostenpflichtige Werbung schaltet.
Eine eigene Website/Blog wird gerade programmiert. Das ist unabhängig und ändert sich nicht, wenn ich das nicht will. Dort kann man dann auch die üblichen Downloads ala TechRyder, Pressefoto, Pressetext hinterlegen.
Zur Kaltaquise reicht ein Demo oftmals aus, netter ist ein Livevideo. Da ist aber die Qualität egal, die Stimmung auf der Bühne bzw im Publikum muss was erkennbar sein. Das übrigens mal aus Veranstaltersicht gesprochen. Ich freue mich da über durchdachtes Material. In welcher Form das geliefert wird, ist idR auch egal. CDs, DVDs und USB Sticks tauchen auf.
Wenn schon 'neue Medien', dann bitte mit Bild und Ton. Man kann so einen Youtubekanal auch privat setzten und nur via Link zugänglich machen.
Aber Mundpropaganda, Empfehlungen von Musikerkollegen und ordentliche Gigs(am Anfang eben mal die Vorband geben) führen zu weiteren Gigs.
Gruß
Ugorr
 
Status Series 1 5Saiter sucht ein neues Heim.
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RE: das Demo, das unbekannte Wesen

Huhu, ich spreche jetzt mal rein als Veranstalter einer kleinen, aber doch mittlerweile recht professionellen und angesehenen Bühne. obwohl wir auf dem "platten" Land sind, bekommen wir trotzdem so ca. 25-30 Bewerbungen pro Monat. Wir haben auf unserer Website genau formuliert, was wir uns an Bands/Acts vorstellen und wie wir es mit Gagen handhaben.

http://daskulturgut.de/index.php/diverses/kuenstlerbewerbungen

Wir bevorzugen aussagekräftige Bewerbungen, d.h. entweder Youtube Clips oder DVDs möglichst inkl. Zuschauerreaktion und wo die Unterhaltungsqualitäten deutlich werden. Wenn wir das zusammen in guter Aufmachung per Post bekommen inkl. Plakat und gutem Infomaterial (Pressebllder, Texte, Pressetimmen) überzeugt uns dies, dass der Künstler ernsthaft an einer erfolgreichen Veranstaltung interessiert ist. Ein Digital Presskit auf der Website ist auch immer willkommen. Von daher eine Website unabdingbar. Ebenso Facebook, weil dies einfach ein große Werbeplattform ist, auf der wir und der Künstler auf den Gig aufmerksam machen und uns stark vernetzen.

Persönliche Empfehlungen von Acts, die schon bei uns konzertiert haben, sind auch wichtig. Sich dezent und symphatisch in Erinnerung bringen ohne zu nerven, ist eine Eigenschaft für die wir dankbar sind. Ebenso eine realistische Einschätzung und Einordnung der eigenen Performance.

Vielleicht hilft das weiter ?!?

PS: PU geht morgen früh raus ;)
 
Grüße Rolli
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RE: das Demo, das unbekannte Wesen

mipooh schrieb:
Man muss ja nicht zwanghaft wie ein Profi tun, wenn man keiner ist und auch nicht werden will.


Auf der einen Seite stimmt das... Auf der anderen Seite schadet es auch nicht, wenn man sein Hobby ein bisschen ernst nimmt und sich mit Engagement und Fleiß ein bisschen reinhängt. Das kann zu allem Überfluss auch sehr viel Spaß machen. Besonders bei Erfolgserlebnissen.

Social Media ist gut und wichtig... Facebook, Twitter, Myspace (ist überm Teich grad wieder der ganz heiße scheiß) sollte man auf jeden Fall machen, alleine schon, weils nix kost. Google+ kann man auch gleich machen... Dann ist man schon da, falls es tatsächlich mal einer nutzt...
Wie aber schon erwähnt, ist es entscheidend, regelmäßig Bewegung durch Content zu erzeugen. Und natürlich ist es auch hilfreich, wenn sich eure Zielgruppe da rumtreibt...

Homepage ist sicherlich wichtig. Auch wenn es erstmal nur eine Web-Visitenkarte ist. Aber ihr könnt gefunden werden. Besser ist natürlich eine übersichtliche Seite mit wenig, aber aussagestarkem Content und kurzen, knackigen Texten. (Keine Vorstellungen der einzelnen Mitglieder und deren Engagement im lokalen Kaninchenzuchtverein)
Homepagesysteme mit Idiotensicherem Baukasten sind sehr beliebt. jimdo ist z.B. ziemlich gut. Das könnte sogar ich bedienen. Und man kriegt es tatsächlich hin, dass es nicht total pfostig ausschaut.

Man kann da sehr viel Zeit und Energie drin investieren... Aber es gehört ja auch irgendwie zum musizieren dazu.

Viel Spaß beim ausprobieren.
.gurki
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RE: das Demo, das unbekannte Wesen

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RE: das Demo, das unbekannte Wesen

Leveler Reveler schrieb:
Gurkenpflücker schrieb:
(Keine Vorstellungen der einzelnen Mitglieder und deren Engagement im lokalen Kaninchenzuchtverein)


Waaaas?? Das ist doch ein MUSS, genau wie haarklein aufgeführtes Equipment...



Wenn man im Wesentlichen auf dem Clubfest des Vereins spiel schon, ja....
Verschoben: 09.02.2015 Uhr von Schnuffi
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