Fender Classic 50s Esquire - Fragen - Kinman?

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Fender Classic 50s Esquire - Fragen - Kinman?

In einem schwachen Moment habe ich eine Fender Classic 50s Esquire (MEX) erstanden. Die Gitarre gefällt mir bzgl. des Halses und der Bespielbarkeit ganz ausgezeichnet. Aber mein Gott, das ding brummt vielleicht. Ist das normal? Gibt es Lösungen, dieses Brummen ohne Austausch des Pickups zu minimieren?

ODER:
Hat jemand Erfahrungen mit dem Austausch eines Tele- oder Esquire-Bridge-Pickups gegen einen Kinman AV48b?
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RE: Fender Classic 50s Esquire - Fragen - Kinman?

SCs reagieren nun mal empfindlich auf Einstreuungen.

Darum sollte man beim Spielen z.B. nicht unmittelbar vor dem Amp sitzen. Neonlicht ist ebenso ein beliebter Brummfaktor, wie auch Strahler alter Bauart. Und es gibt noch einen Sack voller anderer Quellen.

Eine gute Abschirmung, z.B. mit Kupferfolie, kann das Elend etwas mildern.

Wirkliche Abhilfe schaffen nur Noiseless-PUs oder aber EMGs.
Der Einbau eines Dummie-Coils soll auch dauerhaft für Ruhe sorgen.
 
Gruss
frank
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RE: Fender Classic 50s Esquire - Fragen - Kinman?

frank schrieb:
SCs reagieren nun mal empfindlich auf Einstreuungen.

Darum sollte man beim Spielen z.B. nicht unmittelbar vor dem Amp sitzen. Neonlicht ist ebenso ein beliebter Brummfaktor, wie auch Strahler alter Bauart. Und es gibt noch einen Sack voller anderer Quellen.

Eine gute Abschirmung, z.B. mit Kupferfolie, kann das Elend etwas mildern.

Wirkliche Abhilfe schaffen nur Noiseless-PUs oder aber EMGs.
Der Einbau eines Dummie-Coils soll auch dauerhaft für Ruhe sorgen.

Das ist mir natürlich alles bekannt, trotzdem vielen Dank! - Hat jemand eine Erklärung für das "besondere" Brummen der Esquire? Ich finde das extremer als bei anderen Gitarren mit Singlecoils (wenn ebenfalls nur 1 Singlecoil aktiviert ist). Vielleicht bilde ich mir das lautere Brummen aber auch nur ein.

Meinungen zu Kinmans in der Tele?
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RE: Fender Classic 50s Esquire - Fragen - Kinman?

Hallo,

ja, gibt es , dazu muss ich allerding ein ganz klein wenig ausholen:

Ich besitze 3 Teles (aber keine Esquire), zwei davon sind "normale" Fender mit Ahorn-Hals, die dritte ist eine Asat Tribute Special, also eine "Thinline", ebenfalls mit Ahorn-Hals.

An Pickups standen und stehen mir als komplette Sets zur Verfügung:

- Leosounds Mudcat
- Barfuss Lemon Song
- Kinman Broadcaster (also auch AVN48b)

Alle drei Pickups-Sets sind aus meiner Sicht wirklich hervorragend, und gut aufeinander abgestimmt, wobei sie sich natürlich in ihrer Characteristik schon unterscheiden. Ohne jetzt zu sehr in Details zu gehen, treffe ich mal die folgende Aussage (die sowohl vor als auch nach meiner Tauschorgie bei den Teles) zutrifft:

- Leosounds Mudcat
sind die "drahtigsten", sowohl am Hals als auch an der Bridge ohne nervig zu sein. Weniger Bass, vorausgesetzt man dreht sie nicht bis direkt unter die Saiten hoch , aber sehr detailreich, analytisch. Bridepickup hat jedoch niemlas einen sägenden, nervigen Sound. Normaler Output, mein Princeton fühlt sich sofort wohl.

- Barfuss Lemon Song
sind die "wärmsten" aus dem Angebot, mehr Bass, mehr Volumen, "fülliger", aber auch sehr, sehr detailreich. Bridepickup hat auch niemlas einen sägenden, nervigen Sound. Normaler Output, mein Princeton fühlt sich sofort wohl.

- Kinman Broadcaster
ein Mittelding zwischen obigen beiden, erheblich mehr Output, aber auch ohne Details kaputtzumachen, erzeugen mehr "Druck" wenn man denn will. Dir kommt es ja auf den AVN48b an, der ist sehr durchsetzungsfähig im Bandkontext, bedient also auch die "richtigen" Frequenzen, bringt aber auch noch Volumen mit. Mein Princeton fühlt sich wohl bei dem Input, im Vergleich zu den anderen regle ich aber das Volume ein weinig runter.

Diese Pickup-Sets habe ich ganz wild in allen Teles hin- und hergetauscht.
Die Barfuss und Leos nehmen sich absolut nichts in den beiden Fender-Teles, hier konnte ich keine oder nur marginale Klangunterschiede heraushören. Die sind auch dort geblieben.
Getestet habe ich in meinem Proberaum (also durchaus auch mal lauter) mit zwei Amps, dem Princeton und einem 5e3.

Die Kinmans sind jetzt in meiner Thinline-Asat fest verdrahtet, machen hier in meinen Ohren den besten Job. Sie verhalten sich hier (seltsamerweise !!!) am "analytischsten", obwohl man das bei einem Hohlkorpus eigentlich gerade nicht vermuten würde. Diese Tele in Verbindung mit meinem Princeton ist ein Hit am 5e3 gefällt sie mir noch einen Tick besser.
Diese Kombi Asat - Kinman - 5e3 setze ich (nicht nur) für Gigs ein und fühle mich damit richtig wohl.

Klangbeschreibung ist natürlich immer eine sehr subjektive Sache, aber abschließend kann ich noch sagen, daß gerade der AVN48b von allen getesteten Bridge-Pickups das breiteste Spektrum besitzt.

Ach ja, und brummen tun sie natürlich auch nicht

LG
Klaus
 
Die Freiheit ist immer auf der Flucht
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RE: Fender Classic 50s Esquire - Fragen - Kinman?

Vielen, vielen Dank. Das klingt für mich schon einmal sehr ermutigend bzgl. des Kinman, denn einen etwas durchsetzungsfähigeren Pickup favorisiere ich!

Aufgefallen ist mir bei dem mitgelieferten Pickup in der Esquire, dass er deutlich, deutlich anders klingt, wenn ich ihn direkt in meinen AC30 stöpsle oder wenn ich meine Effekt-Kette dazwischen habe. Mit anderen Gitarren ist der Unterschied so extrem nicht.

In der Schalterposition 3 (Pickup über Volume ohne Tone-Regler) klingt die Esquire deutlich heller als in Schalterposition 2 (Pickup über Volume und Tone-Regler - bei voll aufgedrehtem Tone-Regler), wenn ich direkt in den Amp gehe. Gehe ich aber durch die Effekt-Kette davor, ist kein Unterschied zu hören (erst wenn man dann den Tone-Regler herunter dreht).
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RE: Fender Classic 50s Esquire - Fragen - Kinman?

Na ja, Du hast hier aber auch nur EINEN Pickup in der Klampfe, und nicht zwei oder drei, das bedeutet auch einen anderen Gesamtinnenwiderstand der elektrischen Schaltung der Gitarre, und damit natürlich auch in der Gesamtkette.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß sich der Klang durch die Effekt-Kette nicht zum positiven verändert, im Gegenteil, es geht immer etwas verloren.
Ganz ohne Effekte komme ich zwar auch nicht aus, ich beschränke mich aber mittlerweile auf das absolut (für mich) notwendige, das ist ein Booster (alternativ ein Compressor) und eine Distortion, beim 5e3 auch noch ein externer Hall, das war´s.
Wenn Du Dich entscheidest, einen anderen Pickup einzubauen, würde ich auch die Elektrik komplett ersetzen, das kostet hier nicht viel, und ich kann mir nicht vorstellen, daß hier sehr hochwertige Potis und Schalter verbaut sind, das kann schon einen eklatanten Unterschied ausmachen.
Wo wohnst Du denn?
Wenn das nicht soooooo weit weg ist, könntest Du ruhig mal vorbeikommen und die Tele mit den Kinmans testen
LG
Klaus
 
Die Freiheit ist immer auf der Flucht
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RE: Fender Classic 50s Esquire - Fragen - Kinman?

Ich denke an den Potis und Schaltern ist nichts auszusetzen. Insgesamt machen die verwendeten Materialien einen enorm hochwertigen Eindruck und die Verarbeitung ist top! So etwas habe ich in dieser Preisklasse selten gesehen.

Wenn man davon absieht, dass man keine Nitrolackierung hat, das verwendete Holz optisch vielleicht nicht die allerbeste, sondern nur die zweitbeste Sortierung ist und der Sattel aus Kunststoff gefertigt wurde, kann ich keinen Unterschied zu dreimal so teuren USA-Modellen entdecken. Das Setup der Gitarre ist erste Sahne, die Bünde sind makellos eingesetzt und poliert, die Lackierung ist absolut fehlerfrei. Wirklich große Klasse, was die Jungs und Mädels in Mexiko da leisten.

Vielen Dank für das Besuchsangebot, aber ich wohne am Niederrhein, das ist dann schon eine gewisse Strecke bis zu Dir ...
Verschoben: 25.05.2015 Uhr von Schnuffi
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