Explodierte Lithium Batterie aus Gitarrentuner

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Explodierte Lithium Batterie aus Gitarrentuner

Als Gitarrist verbraucht man ja leider so einiges an Batterien (trotz Akkus und Netzteilen). Also sammle ich die Altbatterien in einer alten Blech Keksdose. Zufall, daß wir gerade in der Nähe waren, als sich eine kleine Explosion mit einer sehr bemerkenswerten Stichflamme (so etwa 35 - 45 cm!, zu sehen an an einer angeschwärzten Regalunterseite) aus der Keksdose entwickelte. Was war passiert? Eine verbrauchte Lithium Batterie (CR 2032) aus dem thomann CTG-19 Tunner war explodiert. Immerhin so stark, daß ein recht dickwandiges Plastikteil durchschossen wurde und die Kecksdose nun mit einer Beule und einem schwarzen Brandfleck verziert ist.

Wäre die Batterie in einem der herumliegenden Tuner explodiert oder nicht in der Metalldose entsorgt gewesen, hätte das ganze sehr leicht schief gehen können. Fazit: Die Tuner sowie die Ersatzbatterien werde ich nicht mehr fahrlässig herumliegen lassen oder in Schubladen lagern. Und Altbatterien werden ab sofort im Garten gelagert und schneller entsorgt.

Hier sieht man die Wirkung einer mit absicht zur Explosion gebrachten 2032:


Habt Ihr schon mal ähnliche Erfahungen gemacht.
Gruß, frhay8
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RE: Explodierte Lithium Batterie aus Gitarrentuner

Ja,

die kriminalpolizeilichen Brandursachenermittler stoßen bei ihren Ermittlungen immer wieder auf solche Phänomene als Brandursache, die ganze Häuser abbrennen lassen.

Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein, da bei einem Totalschaden Batterien und auch verbrauchte Akkus, z.B. in einem uralten und seit Jahren ungenutzt Laptop, im Brandschaden kaum aufzufinden sind.

Du hast die richtigen Konsequenzen gezogen. PRIMA!
 
Gruss
frank
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RE: Explodierte Lithium Batterie aus Gitarrentuner

Ich habe von No-Name-Akkus für Handys gehört, die während des Betriebs explodieren sollen.
In deinem Fall kann ich mir vorstellen, dass durch die Keksdose, die ja einen Deckel hatte, Wärmeentwicklung erzeugt wurde, vllt hatte die Dose auch viel Sonne abgekriegt. Es wird bekanntermaßen davor gewarnt, Batterien nicht zu erwärmen oder offenem Feuer auszusetzen.
 
kann Spuren von Ironie, Sarkasmus oder eigener Meinung enthalten, der Genuss für Musiker ist unbedenklich
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RE: Explodierte Lithium Batterie aus Gitarrentuner

bebob schrieb:
Ich habe von No-Name-Akkus für Handys gehört, die während des Betriebs explodieren sollen.
In deinem Fall kann ich mir vorstellen, dass durch die Keksdose, die ja einen Deckel hatte, Wärmeentwicklung erzeugt wurde, vllt hatte die Dose auch viel Sonne abgekriegt. Es wird bekanntermaßen davor gewarnt, Batterien nicht zu erwärmen oder offenem Feuer auszusetzen.


Ja, das ist auch eine Ursache für die Selbstentzündung und von Batterien und Akkus.
Viel häufiger ist jedoch die Selbstentzündung auf Grund chemischer Prozesse in entladenen bzw. verbrauchten Akkus. Gefördert wird diese Selbstentzündung nicht selten durch schlechte Verarbeitung bzw. Nichteinhaltung der geforderten Normen.
 
Gruss
frank
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RE: Explodierte Lithium Batterie aus Gitarrentuner

Die Keksdose war offen und die Raumtemperatur nicht extrem hoch. Eher einer der schattigeren Plätze in meinem home Studio. Da auch verbrauvhte 9 Volt Blocks in der Keksdose lagerten ist es hier vielliecht zu einem Kurzschluß gekommen. Keine Ahnung, auf jedenfall werde ich in dieser Form keine Altbatterien mehr lagern.
Gruß, Frhay8
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RE: Explodierte Lithium Batterie aus Gitarrentuner

Moin,

frhay8 schrieb:
verbrauchte 9 Volt Blocks

Das ist der Grund. "Leere" 9V Blocks können bis zu 5 V Spannung haben.

Sind mehrere 9V-Blöcke und etwas Pech im Spiel, reicht die Spannung aus, um die Knopfzelle zum Platzen zu bringen.

Ich würde die Pole der 9V-Blöcke mit einem Tesa-Streifen abkleben oder die alten 9V Batterien extra lagern.

Von der Lagerung im Garten ist eher abzuraten, die Temperaturschwankungen sind größer und die Feuchtigkeit kann auch zum Problem werden.

Mir selbst ist sowas noch nicht passiert.
Meine alten Knopfzellen sind lose in einer kleinen Plastiktüte gelagert.
Und es sind viele, weil ich viele alte Rackgeräte habe.
Aber es sind nur Knopfzellen in der Tüte, keine anderen Batterien.

MMn besteht kein Grund zu übertriebener Sorge.
Wenn das alles so mega-brandgefährlich wäre, hätte der Gesetzgeber die Sammelboxen für alte Batterien und Akkus schon lange verboten...
...oder Supermärkte und Drogerien würden reihenweise abfackeln.

Einen sonnigen Rest-Feiertag noch...
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RE: Explodierte Lithium Batterie aus Gitarrentuner

sunburst schrieb:
Einen sonnigen Rest-Feiertag noch...


KRAWUMMMM!!!!
Danke, ebenso.

Ich bin mit Batterien auch sorgsamer seit ich mal vor längerer Zeit so 10 halbvolle 9V Blockbatterien geschenkt bekommen habe, diese in meine Aussentasche in den Rucksack geworfen habe und nicht weiter drüber nachgedacht habe. Zum Glück habe ich die Tasche geöffnet liegenlassen: Innen drin sind wohl mehrere Kontakte der Batterien aneinandergeraten und haben etwas Funken geschlagen!!!? Ein paar der Batterien haben sich gaaaaaanz böse erhitzt!!! …obacht obacht.
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RE: Explodierte Lithium Batterie aus Gitarrentuner

so 10 halbvolle 9V Blockbatterien geschenkt bekommen habe,
diese in meine Aussentasche in den Rucksack geworfen habe und nicht weiter drüber nachgedacht habe.

Hallo, das ist schon programmiertes Elektrochaos - das muss hochgehen !
V.H.
Verschoben: 15.06.2015 Uhr von Schnuffi
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