Echolette CA 80 - kennt den jemand

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Echolette CA 80 - kennt den jemand

Bekomme den Amp geschenkt und weiss bis jetzt nur das es eine Transe ist
und in den 70ern/80ern in der ehemaligen DDR produziert wurde.
Der cleane Sound soll sehr gut sein und das Teil relativ schwer für eine Transe ist.
Finde aber sonst nichts an infos im Web.

Gruß

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RE: Echolette CA 80 - kennt den jemand

Keiner? Schade, scheint ja echt selten zu sein.
Werde berichten wie der klingt.

LG
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RE: Echolette CA 80 - kennt den jemand

Moin,
was erwartest du, eine Antwort in 9h?

Komm, nicht im Ernst...



Du kannst bei Wikipedia die Geschichte zu Echolette nachlesen, die Tatsache, das du nichts findest im web deutet auf einen eher unbedeutenden Amp hin.
Das muss kein schlechter Amp sein, aber offensichtlich wurden sowenig Emotionen erzeugt, das es nicht zum Sprung ins Internet gereicht hat.
Die gelieferten Aussagen bedeuten für mich:
Cleaner Sound sehr gut = Verzerrt eine Katastrophe
DDR Produkt = Bei der Geschichte von Echolette würde ich das anzweifeln, aber ist auch egal wo das Ding herkommt
Relativ schwer für eine Transe = Spanplatte in überflüssiger Dicke

Aber: Egal.

Testen und eigene Meinung bilden. Vielleicht ist der ja als Satellit gut? Mit Pedalen? MIt einem anderen Speaker? Probiere es aus. Geschenkt? Super!

Ciao
Monkey
 
D'oh!

On sale:
Squier Strat VII
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RE: Echolette CA 80 - kennt den jemand

Das hat mir jetzt jemand im anderen Forum geantwortet, scheint doch zu stimmen mit Echolette/DDR:


Dies ist kein (selbst produzierter) Echolette, sondern ein Modell aus der DDR von VEB Musikelektronik Klingenthal .
Echolette ging als Marke 1981 an Dynacord, die den Namen Echolette dann einstampfte.

Bereits frühzeitig (80er) gingen sehr viele Geräte der VEB Musikelektronik Klingenthal in den Export.
In der Bundesrepublik, Großbritannien und anderen westeuropäischen Ländern trugen sie dann Markennamen wie Falcon, Matrix, Echolette, Hohner, Avora, Sound City, Kay Sound Fashion oder LondoneR, wobei man die DDR-Herkunft auf dem Typenschild oft trotzdem auswies.

Eine sehr große Stückzahl an Geräten wurde offensichtlich auch in die Ex-UdSSR geliefert.
Weitere Markennamen waren Vemona, M.E.K, K.M.E und Regent.
Relativ bekannt war wohl damals der "Kleinere" Echolette CA 30 in der DDR.
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RE: Echolette CA 80 - kennt den jemand

Hab den Amp gerade bekommen und er ist MADE IN JAPAN.

PS:
Hab gerade erfahren, dass die Teile von YAMAHA für Echolette in Japan gefertigt wurden.





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RE: Echolette CA 80 - kennt den jemand

So jetzt habe ich mal nach alten japanischen Solid State Verstärkern gegoogelt und den hier gefunden.

Die Ähnlichkeit ist verblüffend.

Das waren wohl sowohl Transen- als auch Vollröhrenkopien von Mesa Boogie Amps.
Würde mich nicht wundern, wenn Echolette die da hat produzieren lassen.

Die Firma hieß:
Aidean Engineering co. ltd
Die Firma ZOOM ist ja heute noch bekannt (Bodentreter usw.)


Verfasst am:

RE: Echolette CA 80 - kennt den jemand

Ha, das war Ende der 70er in Blond mein erster Amp, den habe ich mehrere Jahre gespielt.

Ich hab sogar mit der Ampzerre gearbeitet, aber damals sicherlich ohne hohe tonale Ansprüche unterwegs.
Die Hallspiralle war recht erschütterungsempfindlich, ansonsten hatte ich wenig zu meckern.

Abgelöst wurde er erst durch einen Acoustic 60W-Vollröhrenamp.....

Viel Spaß damit
Marc
 
Liebe ist möglich
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RE: Echolette CA 80 - kennt den jemand

BruderM schrieb:
Ha, das war Ende der 70er in Blond mein erster Amp, den habe ich mehrere Jahre gespielt.

Ich hab sogar mit der Ampzerre gearbeitet, aber damals sicherlich ohne hohe tonale Ansprüche unterwegs.
Die Hallspiralle war recht erschütterungsempfindlich, ansonsten hatte ich wenig zu meckern.

Abgelöst wurde er erst durch einen Acoustic 60W-Vollröhrenamp.....

Viel Spaß damit
Marc


Ja die gab es tatsächlich in blond.
Übrigens: die Zerre finde ich recht passabel, nicht schlechter als die Peavey Bandits.

Verfasst am:

RE: Echolette CA 80 - kennt den jemand

Echolette war in den 60ern erste Wahl vieler damals angesagter Bands. Auch die Beatles waren live mit Echolette
unterwegs.

Die spätere Transistor-Linie wurde dann, wie wir wissen, im Ausland produziert, was aber nichts bedeutet. Die
Hersteller hatten extrem strenge Vorgaben hinsichtlich der Fertigungsqaulität weil Echolette einen legendären
Namen zu verlieren hatte.
Ich würde an deiner Stelle tatsächlich etwas Geld in die Hand nehmen und den Amp bei einem Spezi duchchecken lassen.

Und ich würde mal mit anderen Lautsprechern experimentieren, bei Ebay günstig schießen, testen und wieder verkaufen
wenn es nicht passt. Eminence Legend oder Celestion Blue kämen mir da als erstes in den Sinn. Ich denke, der originale Speaker dürfte nach etwa 60 Jahren altersbedingte Schwächen haben.

Tom
Rent a bench! Gitarrenbaukurs unter fachlicher Anleitung
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RE: Echolette CA 80 - kennt den jemand

So, habe den Amp ausgiebig getestet.
Ergebnis: das ist der am meisten nach Fender klingende Nicht-Fender-Amp und dann noch eine Transe.

Er hat 2 Kanäle.

Kanal. 2:
Ich fange mit dem 2. an weil der klingt wie ich alte Silverface-Amps in Erinnerung habe.
Die glasklaren, perlenden Höhen, die Ansprache und das leichte Zerren wenn man die Vorstufe aufdreht.
Selbst bei Vorstufenvolume auf "10" bekommt man gerade einen leichten Crunch.
Dann hat er einen Pull-Schalter mit dem man einen "Hi-Boost" aktivieren kann, das ist so was wie der Bright Schalter an Fender Amps.

Ich denke einen Anteil hat auch der Speaker mit Alu-Kalotte, der an die alten JBL erinnert.

Kanal 1:
Dieser hat in meinen Ohren einen leichten Mittenboost und klingt dadurch etwas wärmer und bluesiger.
Der Volumeschalter hat auch hier eine Pull-Funktion und zwar "Overdrive" und die aktiviert einen drive, der ziemlich "grün" klingt.


Mir persönlich gefällt Kanal 2 besser: er ist offener, glasiger, perlender, fendriger.

Die Lautstärke des Teils ist enorm und kann mit einem Peavey Bandit mithalten.
Es lässt sich auch eine zusätzlich 8 Ohm Box anschließen, welche der Lautstärke noch einen Schub gibt.

Das Reverb hat eine echte Hallspirale und klingt auch ziemlich Fenderlike.

Etwas merkwürdig sind die Anschlüsse für den Fußschalter, denn davon gibt es drei:
- Reverb
- Hi-Boost
- Overdrive

Man kann also einen Fußschalter an einen der dreien anschließen um den jeweiligen Modus dann zu aktivieren.
Ob es funktioniert wenn man 3 Fußschalter an alle drei Inputs anschließen würde weiss ich nicht.

Dann gibt es noch einen Line-Out und einen Kopfhöreranschluß (habe beide noch nicht getestet).

Fazit:
Für mich die Überraschung meines ganzen Amplebens.
Ich hab von dem Amp eigentlich erstmal nichts erwartet (Transe, 70er, Echolette...) aber der hat mich echt vom Hocker gehauen.
Relativ leicht (schätze den auf 16-17 kg), Fendersound und laut. Mehr brauche ich nicht.

Sollte mir jemals noch einer davon in die Hände fallen, schlage ich wieder zu.
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
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