Mooer Yellow Comp Kompressor verliert Kontrolle

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RE: Mooer Yellow Comp Kompressor verliert Kontrolle

also, das:
https://www.buyanalogman.com/Analog_Man_Bi_Comprossor_p/am-bicomp.htm

ist der beste Kompressor, den ich je gespielt hab (ok, waren jetzt auch nicht sooo viele...)

2 verschiedene Kompressor Typen in einem Pedal. Dadurch extrem vielseitig und von der Qualitäts-Seite her sollte Analogman ja auch über jeden Zweifel erhaben sein!

Für “Knopfler-Sounds“ könnte ich auch noch den “DanComp“ (Orang Squeezer Variante) von Jam Pedals empfehlen, der aber wohl nicht mehr im aktuellen Programm ist.

Ein guter Allrounder und relativ rauscharm ist sicher auch der Wampler Ego (der große ist flexibler als der Kleine)...

Vielleicht hilft's ja.

Gruß,
Wolfram
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RE: Mooer Yellow Comp Kompressor verliert Kontrolle

Schorsch,
Für 160 € gibt's den Boosting Compressor von G-Lab. Gebaut für die Ewigkeit in Polen, 2+1 Presets und hochgelobt vom Ovnilabs Autor. Das liegt über den Billigteilen aber Signifikant unter den Boutique-Preisen.
Ein bisschen gross ist er aber.

Grüße
Alex


Zuletzt bearbeitet von Alex K. am 29.09.2020, insgesamt einmal bearbeitet
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RE: Mooer Yellow Comp Kompressor verliert Kontrolle

Ich habe mich am Wochenende etwas intensiver mit meinem Boss befasst und muss gestehen, dass ich meine ersten negativen Eindrücke doch revidieren muss. Das ganze interaktive Zeugs muss man erst mal alles im Zusammenspiel mit den anderen Komponenten durchprobieren, da ergeben sich doch ganz neue Möglichkeiten. Einen hübschen glockigen Tele-Sound in Kombination mit Minimal-Delay und einem winzigen Schuss Zerre hab ich schon gefunden. Klingt fast ein bißchen nach Bakersfield.

Das Rauschen überschreitet eigentlich nur dann die Störschwelle, wenn man das Sustain weit aufdreht, aber das ist eh nicht mein Ding. Wahrscheinlich nennt man das "Pumpen", was man da bei langem Sustain auch noch hört (hört sich etwas künstlich an, wie der Ton verlängert wird). Ich weiß bis heute nicht genau, was Pumpen ist. Google hilft da wenig :

https://industrieanzeiger.industrie.de/technik/fertigung/pumpen-und-kompressoren-auf-digitalisierungskurs/


Das dauert alles seine Zeit, bis man mit den (für mich) relativ vielen Einstellmöglichkeiten sein System gefunden hat.

Vielleicht behalt ich ihn, schaumermal.

Ich danke Euch für die zahlreichen Tips, hab mir alle Eure Vorschläge ergoogelt und bin dabei schon sehr ins Trudeln gekommen.
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RE: Mooer Yellow Comp Kompressor verliert Kontrolle

schorsch27 schrieb:
Wahrscheinlich nennt man das "Pumpen", was man da bei langem Sustain auch noch hört (hört sich etwas künstlich an, wie der Ton verlängert wird). Ich weiß bis heute nicht genau, was Pumpen ist. Google hilft da wenig


Ich kann besser googeln als Du.
https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/die-10-groessten-fehler-bei-der-kompressor-einstellung.html

Oder ihr komprimiert die Stereosumme, um eurem Song so richtig Schubkraft zu verleihen, aber die lauten Instrumente, wie Bassdrum und Snare stoßen den Kompressionsvorgang an und der gesamte Track wird im Rhythmus lauter und leiser. Dieser Effekt wird "Pumpen" genannt …
 
Gruß & Grooves,
Andreas
--

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RE: Mooer Yellow Comp Kompressor verliert Kontrolle

Wenn man den Sound mag, ist man mit dem CS3 gut bedient.
Mir ist der zu extrem, ich mag eher die subtilen Comps.


Nun hab ich mir halt doch noch zum Vergleich den Wampler EGO bestellt. Ich bin zwar kein Freund von dieser ständigen Hin- und Herschickerei, aber nu seis drum.

Deshalb hier ein - türlich subjektiver – Vergleich von Boss CS 3 und Wampler EGO:

Der Wampler klingt wesentlich „kultivierter“, liefert sehr viel mehr Bässe und Wärme in den Mitten. Diese Bässe sind zwar wunderbar differenziert, trotzdem finde ich sie mitunter schon als regelrecht störend, weil sie den Diskant übertönen und sich letztendlich nur über den Verstärker reduzieren lassen. Besonders störend ist das in Verbindung mit (Paula-) Humbuckern. Die Tele-Einspuler hingegen kriegen damit eine ganz neue (allerdings eher brave, nicht teletypische) Klangnote.

Zunächst fand ich, dass der Wampler weniger rauscht als der Boss, aber das ist schon recht relativ:

- Es kommt ganz drauf an, mit welchen Tonabnehmern und welchen weiteren Effekten man ihn kombiniert. So gesehen sehe ich eher eine Pattsituation – je nach Kombi hat mal der eine, mal der andere die Nase vorn.
- Beim Boss kannstu Höhen und Sustain viel weiter aufdrehen. Um den Höhenanteil des auf Rechtsanschlag aufgerissenen Wampler-Klangreglers mit dem Boss zu erreichen, muss ich dessen Höhenregler nur etwa zu zwei Drittel aufdrehen. Und da rauscht er auch nicht mehr als der W. Beim Sustainpoti verhält es sich ähnlich.

Neben den größeren Regelwegen gefällt mir am Boss besser:
- die knackige Durchzeichnung der tiefen E-Saite (beim Wampler, denk ich, ich hab einen Bass in der Hand),
- den frischeren Attack und die feine Höhenregulierung. Sein Sustainregler funktioniert allerdings deutlich schlechter (ungleichmäßiges Abklingen, Rauschzunahme) als beim Wampler. Aber auf endloses Sustain kann ich eh verzichten.

Schwer zu sagen, was das bessere Gerät ist, beide sind zwar blau, klingen aber allerhöchst unterschiedlich: Der Wampler diskret, hifi, feinsinnig, tiefenlastig, warm, der Boss hingegen mehr brillant, mitten- und höhenlastig mit deutlich mehr Schmutz (am Tele-Steg-PU allerdings auch etwas blechern).

Nebenbei wundert mich etwas, dass gerade Brent Mason den Wampler bewirbt; vor allem Chicken Picking erfordert doch einen etwas grelleren, aggressiveren Sound, was für den Boss spräche. Den Wampler hingegen halt ich für die bessere Wahl, wenn es um ruhigere, poppigere oder jazzigere Aufgaben geht.

Mein Favorit für mehr rockige, progige, bluesrockige Sachen oder zickigen Bakersfield-Sound ist der Boss.
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