BĂŒrokraten Vergleich

Jamalot

Power-User
20 Jan 2002
862
0
Tach auch!

Und ihr beschwert euch ĂŒber deutsche BĂŒrokraten?
Also, das was ich hier jetzt erlebt habe, schießt den Vogel ab.
Ich als halb ami muss mich da in den Staaten zur Wehrmacht melden. Um weitere Infos zu erhalten bat ich telefonisch um AufklÀrung zur Registrierung. Diese wollten die mir dann zuschicken.
Ca. eine Woche spÀter erhielt ich einen Brief.
USA.jpg


Wow, THE UNITED STATES OF AMERICA - OFFICIAL BUISNESS
an mich
Mr. Jan Engel
Find ich klingt besser als "Herrn Jan Engel". Sowas liegt bei mir Àusserst selten im Briefkasten.

Naja, auf jeden Fall fĂŒhlte sich dieser Brief recht schwer an und ich sah mich schon ĂŒber schwere unverstĂ€ndliche Texte grĂŒbeln. Aber was war? Nichts war. In dem Umschlag war lediglich der Ausdruck einer Internet-Startseite. Das war alles. Keine Unterschrift, kein Stempel, kein Hallo oder sonst was. Nur dieser nichts sagende Ausdruck.
Hier in Deutschland hĂ€tte ich jetzt sicher einen DIN A3 Umschlag mit 300 Prospekten, einem fĂŒnfseitigen Anmeldebogen und einem ordentlichem Anschreiben bekommen. Allerdings hĂ€tte ich das wohl kaum nach einer Woche bei mir im Kasten gehabt und ein dickes Mr. wĂ€re wohl auch nicht drauf gewesen :)


stay tuned
 
<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">Zitat:Original erstellt von: Jamalot
Tach auch!

Und ihr beschwert euch ĂŒber deutsche BĂŒrokraten?
Also, das was ich hier jetzt erlebt habe, schießt den Vogel ab.
Ich als halb ami muss mich da in den Staaten zur Wehrmacht melden. Um weitere Infos zu erhalten bat ich telefonisch um AufklÀrung zur Registrierung. Diese wollten die mir dann zuschicken.
Ca. eine Woche spÀter erhielt ich einen Brief.
USA.jpg


Wow, THE UNITED STATES OF AMERICA - OFFICIAL BUISNESS
an mich
Mr. Jan Engel
Find ich klingt besser als "Herrn Jan Engel". Sowas liegt bei mir Àusserst selten im Briefkasten.

Naja, auf jeden Fall fĂŒhlte sich dieser Brief recht schwer an und ich sah mich schon ĂŒber schwere unverstĂ€ndliche Texte grĂŒbeln. Aber was war? Nichts war. In dem Umschlag war lediglich der Ausdruck einer Internet-Startseite. Das war alles. Keine Unterschrift, kein Stempel, kein Hallo oder sonst was. Nur dieser nichts sagende Ausdruck.
Hier in Deutschland hĂ€tte ich jetzt sicher einen DIN A3 Umschlag mit 300 Prospekten, einem fĂŒnfseitigen Anmeldebogen und einem ordentlichem Anschreiben bekommen. Allerdings hĂ€tte ich das wohl kaum nach einer Woche bei mir im Kasten gehabt und ein dickes Mr. wĂ€re wohl auch nicht drauf gewesen :)


stay tuned
</td></tr></table>

Willst Du denn unbedingt GI werden?

Stratige GrĂŒsse,

Doc

(der immer noch sehr gerne Blues hört)
 
Ich wĂŒnsch dir viel Spaß wenn die mal wieder Weltpolizei spielen [;)]
Und baller net die ganzen armen Briten ab. Die können nix dafĂŒr..


Man möge mir diesen Seitenhieb vergeben
 
Oh sorry, nein ich will da nicht hin. Es besteht nur eine Meldepflicht.
Ich habe vergessen das zu erwÀhnen.

stay tuned
 
Uhh...[V] Zum Thema Amerikanische BĂŒrokratie könnte ich ich Seitenlange AufsĂ€tze schreiben. Vom Zoll ĂŒber die Einwanderungs(jetzt Heimatschutz:D)behörde zum Vermieter zum Banker, etc.
Scheint mir das die meisten BĂŒrokraten hier drĂŒben sehr unterbezahlt sind und dabei immer nur die Ihnen streng eingebleuten Regeln anwenden, egal obs Sinn macht oder nicht... Ich habe mich schon sehr oft Aufregen mĂŒssen (ein Energieverlust ohne gleichen).

LG,
Skirmish.
 
Hi zusammen,

wobei ich finde, das Jamalot ja wenigstens eine Auskunft bekommen hat. :D[;)] Bei uns wĂŒrde man selbst auf so eine nichtssagende Auskunft Jahre warten [V]

Gruß
VVolverine

http://www.Chessman.info
 
<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">Zitat:Original erstellt von: VVolverine
Hi zusammen,

wobei ich finde, das Jamalot ja wenigstens eine Auskunft bekommen hat. :D[;)] Bei uns wĂŒrde man selbst auf so eine nichtssagende Auskunft Jahre warten [V]

Gruß
VVolverine

http://www.Chessman.info
</td></tr></table>

Ich schimpfe ja oft und gerne, aber ich habe in letzter Zeit hier auch ganz andere Dinge erlebt.
Neulich rief mich ein Beamter mit russischem Akzent aus der Bauaufsicht an. "GÀht um NutzungsÀnderrung. Sie kommen am besten mal vorrbei!" Ich war erstaunt. Ein Anruf? Mal vorbeikommen??
Am nĂ€chten Tag hatte ich mĂ€chtig Bammel, denn die Sache hĂ€tte sehr teuer werden können. Ich erklĂ€rte ihm, daß es im Grunde keinen Anlass mehr zur NutzungsĂ€nderung gĂ€be. "Gutt - schrreiben sie auf Aktendeckel: Ziehe Antrrag zuruck, weil kein MusikgeschĂ€ft." "Und dann?" fragte ich erstaunt. "Nix dann, tue Akte wiederr weg", entgegnete er. "Kostet aberr funfzig Eurro".
Die habe ich mit großer Freude bezahlt - und weil ich ein mal da war, durfte ich noch durch die alten Bau- und NutzungsplĂ€ne stöbern.


GrĂŒĂŸe aus dem milden Westen.

Walter
 
<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">Zitat:Ich schimpfe ja oft und gerne, aber ich habe in letzter Zeit hier auch ganz andere Dinge erlebt.
Neulich rief mich ein Beamter mit russischem Akzent aus der Bauaufsicht an. "GÀht um NutzungsÀnderrung. Sie kommen am besten mal vorrbei!" Ich war erstaunt. Ein Anruf? Mal vorbeikommen??
Am nĂ€chten Tag hatte ich mĂ€chtig Bammel, denn die Sache hĂ€tte sehr teuer werden können. Ich erklĂ€rte ihm, daß es im Grunde keinen Anlass mehr zur NutzungsĂ€nderung gĂ€be. "Gutt - schrreiben sie auf Aktendeckel: Ziehe Antrrag zuruck, weil kein MusikgeschĂ€ft." "Und dann?" fragte ich erstaunt. "Nix dann, tue Akte wiederr weg", entgegnete er. "Kostet aberr funfzig Eurro".
Die habe ich mit großer Freude bezahlt - und weil ich ein mal da war, durfte ich noch durch die alten Bau- und NutzungsplĂ€ne stöbern.


GrĂŒĂŸe aus dem milden Westen.

Walter
</td></tr></table>

Lieber Walter,

ich kann deine Geschichte nur allzu gut nachvollziehen, denn ich habe selbst schon die tollsten Sachen beim Amt erlebt. Ich habe vor langer Zeit einmal mein Motorrad beim Amt abgemeldet. Damals ging das noch direkt beim Amt im Rathaus. Nach einer Ewigkeit an Wartezeit wurde ich endlich aufgerufen und betrat den Raum. Ein Beamter (im rentenreifen Alter) mit Pantoffeln der schönsten Art prĂ€sentierte sich mir. "Ja, was kann ich fĂŒr sie tun?" "Ich möchte gerne mein Motorrad abmelden." "Ja, einem Moment..." Er zog einen Vordruck aus der Schublade und spannte diesen in eine Schreibmaschine aus dem letzten Jahrhundert. Tip..... (30 sec. Pause) Tip...... (32 sec Pause)..... Tip...... usw. Irgendwann am Nachmittag hatte er es dann geschaft meinen vollen Namen auf das Formular zu tippen. Er fragte mich nach dem Kennzeichen, weil er ja dort jetzt das Kreiszeichen abkratzen mĂŒsste... Mein Gott, nachdem er es in einen kleinen Schraubstock gespannt hatte und mit einem "Spezialwerkzeug" ungefĂ€hr 10 Minuten bearbeitet hatte, war es dann endlich gesehen. :( Ein Amtsgang der im normalen Berufsleben vielleicht 10 Minuten gedauert hĂ€tte, hatte geschlagene 1,5 Stunden gedauert.... [V]Unglaublich.

Gruß
VVolverine



http://www.Chessman.info
 
Hi VVolverine,

nee, war wirklich eine positive Überraschung. Anruf, persönlicher Kontakt, fertig! Ich war begeistert. Hatte noch am Montag eine Ă€hnliche Begebenheit mit dem Ordnungsamt. Der Beamte brauchte noch eine Kopie und rief bei mir an. Fand’ ich klasse! Das persönliche GesprĂ€ch ist die schnellste Form der Sachbearbeitung. Das scheint sich wieder in verschiedenen Behörden herum zu sprechen. Mir gefĂ€llt das!

GrĂŒĂŸe aus dem milden Westen.

Walter
 
Guten Abend zusammen,

das Problem im deutschen Beamtentum ist, daß die durch Nichts-Tun mehr Geld kriegen.
Als meine Frau damals die Zeit fĂŒr gut befand um zu heiraten, gingen wir also auf das Standesamt um das Aufgebot zu bestellen. Das kostet schon mal Geld. Sinn und Zweck eines solchen Aufgebotes ist es ja, bekannt zu geben, daß eine Frau die Idee hatte zu heiraten und der Mann keine geeigneten Gegenargumente fand. Jetzt wĂ€re es ja möglich, daß eine andere Frau schon vorher diese Idee hatte und der Arme auch da keinen Widerstand organisiert bekam, also eventuelle vorherige BesitzansprĂŒche auf diesen mann bestanden. Paradoxerweise kann man aber heute bestimmen, ob man dieses Aufgebot jetzt öffentlich ausgehĂ€ngt will oder nicht. Sicherheitshalber habe ich dann darauf bestanden, es nicht öffentlich auszuhĂ€ngen. Man weiß ja nie was man in seinen alkoholgeförderten Hoch-Testosteron-Momenten alles so versprochen hat, nur um auch wirklich bequem auf dem Bauch einschlafen zu können.
Jedenfalls teilt mir der Standesbeamte dann mit, daß das 11 Mark extra kostet.
Da hat also dieser Sesselfurzer kein Zettelchen in die Schreibmaschine einspannen mĂŒssen und nichts tippen mĂŒssen und nicht zum Aushangkasten laufen mĂŒssen und nicht wieder reinlaufen mĂŒssen und nicht wieder seinen breitgesessenen Hintern in den Sessel zwĂ€ngen mĂŒssen und kriegt dafĂŒr noch 11 Mark extra.
Das sind jetzt noch die 11 Mark, die mich von meiner Hochzeit am meisten Àrgern !!!

Gruß
Stefan
 
<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">Zitat:Original erstellt von: VVolverine
Hi Walter,

aber trotzdem wieder 50 Euro fĂŒr die BĂŒrokratie... [;)]

Gruß
VVolverine

http://www.Chessman.info
</td></tr></table>

Das war ein Sonderangebot. Wenn der Mann sich anders angestellt hÀtte, wÀren es 5500.- geworden.
@Stefan: FĂŒr die Geheimhaltung Deiner Vergangenheit bist Du aber mit 11 DM vergleichsweise gut weg gekommen. Da muß manche "FĂŒhrungskraft" der Republik vermutlich tiefer in das Lichtensteiner Nummerkonto greifen.
Dem Sprichwort zufolge: Reden ist Silber, schweigen bringt Gold.[;)]

GrĂŒĂŸe aus dem milden Westen.

Walter
 
<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">Zitat:Original erstellt von: physioblues
Guten Abend zusammen,

das Problem im deutschen Beamtentum ist, daß die durch Nichts-Tun mehr Geld kriegen.
Als meine Frau damals die Zeit fĂŒr gut befand um zu heiraten, gingen wir also auf das Standesamt um das Aufgebot zu bestellen. Das kostet schon mal Geld. Sinn und Zweck eines solchen Aufgebotes ist es ja, bekannt zu geben, daß eine Frau die Idee hatte zu heiraten und der Mann keine geeigneten Gegenargumente fand. Jetzt wĂ€re es ja möglich, daß eine andere Frau schon vorher diese Idee hatte und der Arme auch da keinen Widerstand organisiert bekam, also eventuelle vorherige BesitzansprĂŒche auf diesen mann bestanden. Paradoxerweise kann man aber heute bestimmen, ob man dieses Aufgebot jetzt öffentlich ausgehĂ€ngt will oder nicht. Sicherheitshalber habe ich dann darauf bestanden, es nicht öffentlich auszuhĂ€ngen. Man weiß ja nie was man in seinen alkoholgeförderten Hoch-Testosteron-Momenten alles so versprochen hat, nur um auch wirklich bequem auf dem Bauch einschlafen zu können.
Jedenfalls teilt mir der Standesbeamte dann mit, daß das 11 Mark extra kostet.
Da hat also dieser Sesselfurzer kein Zettelchen in die Schreibmaschine einspannen mĂŒssen und nichts tippen mĂŒssen und nicht zum Aushangkasten laufen mĂŒssen und nicht wieder reinlaufen mĂŒssen und nicht wieder seinen breitgesessenen Hintern in den Sessel zwĂ€ngen mĂŒssen und kriegt dafĂŒr noch 11 Mark extra.
Das sind jetzt noch die 11 Mark, die mich von meiner Hochzeit am meisten Àrgern !!!

Gruß
Stefan
</td></tr></table>
Stefan, wenn man geschickt argumentieren kann, könnte man diese 11,- bei den Schwiegereltern geltend machen. GrĂŒnde hĂ€tte Man(n) ja genug.[}:)][:p]

Wolfgang
 

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