Das Geheimnis des Homerecordings...

falk_couffer
falk_couffer
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ist, so glaube ich, Zeit..... und Routine. Das ist ja der Riesenvorteil gegenüber einer teuren Studioproduktion, wenn der Sound noch nicht so ist wie man‘s gerne hätte - einfach nochmal und nochmal was ausprobieren, wenn es zb um Auswahl der Mikros oder deren Position geht. Oder dem Mix nochmal eine neue Chance geben und einen anderen Ansatz finden... oder tatsächlich am Rechner ein anderes Arrangement basteln. Das alles ist im Studio teuer und stressig... zu Hause kann das aber richtig Spaß machen - man braucht nur Geduld... und ich glaube daran hapert´s mit am meisten, zumindest bei mir. Dabei ist das ja idR nur selbstgemachte Stress... gibt ja niemanden, der einen Veröffentlichungstermin o.ä. vorgibt. Man will zwar auch irgendwann mal fertig werden... aber am besten ist wahrscheinlich, immer schön langsam - dafür sorgfältiger...😉
 
Ha.Em
Ha.Em
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(y)(y)(y)

Du sprichst mir aus der Seele.

Homerecording mache ich zwar nicht, aber ich vergleiche es mit dem Equipment zum Spielen im stillen Kämmerlein.
Die Qual der Wahl bei der Technik. Amp, Multi, FRFR, Helix, Axe, Mikro, Softwarelösung . . .??

Immer im Nacken, das Gefühl auch ja das Richtige und das Beste zu kaufen.

Wenn die Technik dann gekauft ist, der erste Frust: Es klingt nicht so, wie es gedacht war, z. B. vor ein paar Jahren das Helix.

Dann hapert's bei mir auch oft an der Geduld, mich systematisch, logisch durch die Unzahl an Möglichkeiten zu arbeiten, um die Technik einigermaßen zu beherrschen oder zu begreifen.

Da kommt schon mal Frust auf, besonders wenn auf die Schnelle kein Bekannter weiterhelfen kann, und auch Google oder Youtube nichts brauchbares liefern.
 
diet
diet
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Jepp, Zeit und Routine... oder lieber doch nicht Routine.
Man lernt ja eigentlich bei jedem neuen Projekt immer auch irgendwas neues.
Und Routine bremst das auch etwas aus.
Routine ist ja immer auch etwas mit Stillstand verbunden, man stützt sich auf Bewährtes.

Vielleicht ist es ganz gut, Routine möglichst zu meiden und zu versuchen, immer eher ganz neu von
vorn anzufangen. Andere Techniken, anderes Equipment, andere Plugins...
aufbauend auf dem Wissen, das man über die Zeit angesammelt hat.
Wenn das dann mal nicht so gut klappt, hat man die alten Schuhe ja immer noch im Schrank parat ;-)
 
falk_couffer
falk_couffer
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Yoh, ich ersetze gerne Routine durch Erfahrung...
 
68goldtop
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Yoh, ich ersetze gerne Routine durch Erfahrung...
Haha!

Ja, "Erfahrung" ist auf jeden Fall ein schöneres Wort als "Routine" ;)
Mir fehlt aber tatsächlich die "Routine"...
Ich mache nur gelegentlich Homerecording - und deswegen ist es für mich jedes Mal ein totaler "Angang", bis ich alles wieder "routiniert" bedienen kann, und zu einem guten/gewünschten Ergebnis komme...
Ich denke ich müsste es einfach öfter machen, um eine "Routine" zu entwickeln, die mir hilft, meine "Erfahrungen" (besser) umzusetzen (y)

cheers - 68.
 
auge
auge
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zwischen Tür und Angel...
Ich habe gelernt, dass man eben Geduld braucht und eine ganze Portion Mut sich selber gegenüber.
Ich hab schon mehrstimmige Arrangements gekippt und neu eingesungen weil etwas doch nicht so stimmig war. Ganze Gitarrenparts von Songs nach dem mischen nochmals aufgemacht und geändert oder erneuert. Aber mit: Passt eh. Mag i mi nimmer zufrieden geben.
Schwieriger Prozess vor allem wenn es um die eigene Stimme oder die der Frau geht. Manchmal entdecke ich erst bei editieren, dass der Gesang nochmals rein muss.
 
ollie
ollie
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ich arbeite schon mit Routine und auch Erfahrung (eigener). Für übermäßige Soundtüfteleien fehlt mir aber schlicht die Geduld und auch das Wissen.
ich verlasse mich auf meinen Geschmack und meine Ohren und bin letztlich damit immer gut gefahren.
Ab und zu schau ich mir Tutorials an, wie andere so arbeiten, erkenne aber meist ziemlich schnell, dass da jeder so seinen eigenen Weg geht. Ich befasse mich primär damit, wie ich die Drums besser zum klingen bringe, wie ich einzelne Parts umsetzen kann. Ein Lehrstück war für mich z.B. das Programmieren der Gary Moore Playbacks. Das war richtig fein detaillierte Programmierungs- und Arrangement-Arbeit. Ein Hammeraufwand.
Auch der Gitarrensound wird versucht stetig zu optimieren. Egal ob mit Amp+ Mikro, Plug Ins, AXE FX, Amp + IRs.....ich suche immer den für mich passenden Sound und habe da einfach Lust darauf, den Sound zu verbessern.
Was ich nicht so drauf habe, ist der Mix Down. Da agiere ich komplett ohne Wissen nur nach Bauchgefühl. Das ginge besser....aber da fehlt es auch an Möglichkeiten zu Hause. Ich kann z.B. nicht laut mischen......da sind einfach räumliche Grenzen gesetzt.

Mastering ist eigentlich ein rotes Tuch für mich, da lasse ich mir meist helfen....

Meine Hauptarbeit ist seit geraumer Zeit "Gitarren für Studioaufnahmen" liefern. Da zählt mehr die Kreativität.....das macht mir super Spaß. Egal ob von "Kindergarten Liedern" über "akustisches Material", zur Classic Rock Gitarre bis hin zu Rammstein Metall Riffs zu Techno Beats (mach ich gerade) ist da alles vertreten....;-). Gerne mach ich auch "New Equipment Recordings". Das hab ich mit den K´Mo Gitarren gemacht, gestern hatte ich den Engl Ironball SE zum Test......auch das macht Spaß.

Bei neuem Songmaterial versuche ich an externe Sänger und Sängerinnen über "Distanzrecordings" ranzukommen. Das funktioniert ganz gut. Dadurch hat man viele Möglichkeiten, ist aber zum Teil recht aufwendig in der Abstimmung.
 
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