Der Gitarrenamp - der Dinosaurier unserer Zeit? Hoffentlich!

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Hi,

mir sind diese Röhrengetriebenen Rappelkisten echt sympathisch und ans Herz gewachsen. Na ja einige zumindest. Ist immer wie mit 'nem alten Sportwagen rumheizen. Entweder man kriegt die Kurve mit den Kisten oder man fährt die Schose gegen Boom. Aber das ist mit vielen anderen Dingen, die mit Gitarrenverstärkung plus dem ganzen Geraffel vorn und hinten dran zu tun haben ja auch so.
Alternativen zum klassischen Tubeamp sind auch sehr interessant. Sicherlich ist dann alles eine reine Geschmacksfrage. Ich für meinen Teil stehe jedenfalls anderen und neuen Sachen offen gegenüber.
Summa Summarum ist mir wichtig, dass ich ein ordentliches Stück Musik abliefern und meiner musikalischen Kreativität freien Lauf lassen kann. Mittel und Wege dazu sind eher nebensächlich geworden.

Greets! Marcel
 
juergen2
juergen2
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Hallo,

schönes Thema.

Ich bin ja zur Zeit auch eher unvernünftig unterwegs, siehe Gearpage. Beim letzten Indoor-Gig (was für ein Wort... :cool: ) waren die Gitarren definitiv auf der Bühne zu laut, der Mixer hatte vermutlich auf der PA kaum was von uns beiden drauf.

Ich hatte aber zum erstenmal meine Anlage unter Livebedingungen richtig angekitzelt und es war einfach geil auf der Bühne. Switchblade plus 4x12 vom Kollegen plus meine beiden 212er EVM an 2x50 Boogie-Watt drücken da schon was weg... :mrgreen:

Mein mitgereister Anhang meinte dass der Sound vorne ok war, das war vermutlich einfach nur Glück.

Die Vernunft sagt mir dass der von Ernie beschriebene und von Auge bereits gelebte Weg der banddienlichste und damit wohl anzustrebende Weg wäre.
Aber in dem o.g. Fall habe ich meinen Hormonen freien Lauf gelassen...und darauf gehofft dass der Mixer vorne es dennoch gebacken bekommt.
Da bin ich wohl einfach noch nicht erwachsen genug mit meinen knapp 39 Lenzen :oops: Aber ich habs genossen!

Wobei ich da schon bisschen steuere in dem ich meine Boxen so aufstelle dass sie eher seitlich in die Bühne reinschallen und weniger nach vorne zum Publikum.

Monitorsound...im Idealfall so wie es das Publikum hört, allerdings meine Gitarre nur von meinem eigenen Equipment.

Wobei ich auch sehr gut damit leben kann wenn der Monitorsound nicht so dolle ist, Drum hört man in der Regel immer, ich stehe neben dem Bass, der Gitarrenkollege ist id.R laut genug unterwges, also gehts hauptsächlich um den Gesang. Letztendlich ist die Pflicht bei Monitoring soviel zu hören dass man die Einsätze mitkriegt, die Kür ist wenn es dann noch richtig gut klingt on stage.

Gruss

Juergen2
 
roha
roha
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Hi, nach langer Überlegung möchte ich doch einen kleinen Beitrag kund tun.

Ich spiele nun seit 20 Jahren in einer Party/Coverband und suche seit dem die einfachste aber trotzdem bestmöglichste Art, meinen Gitarrensound gehörschonend wieder zu geben.
Angefangen mit den 19" Teilen ala´ Roland GP8 mit RedBox bis hin zu natürlich besser klingenden Apms wie Diezel, Boogie usw.

Folgendes habe ich festgestellt: Seit der Nutzung von In Ear Monitoring (ca. 10 Jahre) ist es mir relativ egal, wie der Amp auf der Bühne klingt, hauptsache nach vorne klingts geil. Wichtig ist, was ich auf dem Monitor habe und wie wohl ich mich damit fühle. Das kann ein POD, AXEFX, mikrofonierter Amp oder ein Amp mit Speakersim sein.

Grundsätzlich stellt sich aus meiner Sicht immer die Frage, welches Monitoring man vor Ort hat/nicht hat.
Logisch wäre auf einer 100m² Bühne ein Fullstack oder Boxenwand cooler, aber wer hat das schon? Die meisten Gigs passieren doch im Kleinen vor 50-500 Gästen.

Ciao Roman
 
A
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Es ist doch auch immer die Frage, in welcher Musikrichtung ich gerade zu Hause bin.
Als Dinosauriermusik-Mukker brauche ich mit dem Digizeugs gar nicht erst ankommen.
Hab ich auch keinen Bock drauf. Ich will meinen Amp sehen und rauschen hören. Sonst kommt kein Feeling auf. Den "Röhrenglühsound" (Magman weiß, was ich meine) kriegt kein Axe-FX oder Modeller hin.

Würde ich Funk, Pop, Top-40 oder so spielen, sähe es eventuell anders aus, da kann man mit Digiequipment was reißen. Ich habe aber keine Verwendung dafür und ehrlich gesagt, will ich mich auch nicht mit den technischen Möglichkeiten aufhalten. Meine Zeit für Hobbies ist schon so knapp, da möchte ich nicht wochenlang dicke Handbücher wälzen und rumprobieren, bis ich DEN Sound habe.

Gitarre, Kabel rein, Amp an, ferdsch.

Ich mache Dinosauriermusik und brauche eben Dinosaurierequipment. Und ich finds gut, dass es das noch gibt.
 
ollie
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darf ich den Titel etwas s/w überpointretieren....
Live-Musik - ein Dinosaurier unserer Zeit....!

Die Tendenz geht immer stärker in richtung DJ ...
ich hoffe dass dieser Trend wieder abschwillt.

Zu dem Argument, ich hab in all den Jahren meiner Live Erfahrung nie groß gehört, dass Mischer keine Gitarrenboxen wollen. Die guten Mischer waren immer von der Motivation "beseelt", es der Band in der Summe angenehm auf der Bühne zu machen und dazu gehört, dass sich auch Gitarristen wohlfühlen. Und hier ist nach wie vor das Half-Stagg am gefragtesten....
Eine Zwangsumpolung wird schwierig, wenn die Angebote, die es zweielsfrei schon gibt, nicht angenommen werden. Vintage rules und auch die Modelling Geschichten werden (amS) live wieder etwas weniger eingesetzt, weil sich Röhren schlicht anders anfühlen....
warum Vintage rules, ganz einfach - gitarrenmusik ist vintage und im allgemeinen "Schnee von gestern". Die Gitarre ist zwar weiterhin vorhanden, aber deutlich weniger "vordergrundstehend".....
 
ollie
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juergen2":337irlcv schrieb:
Ich bin ja zur Zeit auch eher unvernünftig unterwegs, siehe Gearpage. Beim letzten Indoor-Gig (was für ein Wort... :cool: ) waren die Gitarren definitiv auf der Bühne zu laut, der Mixer hatte vermutlich auf der PA kaum was von uns beiden drauf.

Gruss

Juergen2

ach...seit wann kommen Gitarren auf die PA...?? :p
 
HanZZ
HanZZ
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Also ich finde den Beitrag von Ernie sehr bedenkenswert. Ich würd' ja so'n Achsenfix mal ausprobieren, aber die "Marteintrittsbarriere" ist mir bei dem Preis für das Teil zu hoch.

Nach den Erfahrungen mit "V-Amp(II)" und "POD XTpro", die ich beide besitze (den V-Amp weil unverkäuflich, den POD zum Aufnehmen), aber nicht auf der Bühne spielen würde, ist mir der AXEFX zum Testen einfach zu teuer.

Dem Gesamt-Bühnensound könnte so'n Teil in der Tat zuträglich sein. Dann müsste aber auch ein E-Drum-Set her! Und dann fehlt nicht mehr viel, bis man einfach einen CD-Player oder iPod auf die Bühne stellt.
 
mr_335
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ugorr:positives Beispiel: der Rolli bei einem Gig in Mainz mit seinem Bogner. Negativbeispiel: eine Rockcoverband vor ein paar Tagen mit tauben Gitarrero, der seiner Metalvergangenheit nachhing(geschätzte 100 Jahre her).

Hendrik, das kann nur an Deiner toleranten Art liegen und dass Du gut mit Mitmusikanten umgehen kannst.

Aber was den Bogner angeht, hast Du - ohne Zweifel - recht. Man braucht das Ding ja auch gar nicht irre laut fahren, damit er geil klingt. Viele Gitarristen machen oft den Fehler, vorallem wenn das Signal auch über PA geht, ihren Amp voll ins Publikum abstrahlen zu lassen und sich zu nah vor den Amp zu stellen.

Bei ersterem hat der PA-Tech keinen Einfluss auf die Schallquelle und bei letzterem der Gitarrero kein Klangbild - wie ihn die Band denn hört. Und ich finde es wichtig, auf der Bühne meine Mitmusikanten nicht gesundheitlich zu schädigen und einen musikalischen Gesamtsound zu erreichen. Ist zwar nicht immer möglich, aber man kann sich ja bemühen...


Ansonste hoffe ich, dass auch in Zukunft der Amp auf der Bühne eine Heimat findet. Ich habe alles mögliche ausprobiert und mag es einfach wie es ist und habe zu 99% keine Probleme mit PA Menschen wegen der Lautstärke und von daher keinen wirklichen Handlungsbedaf was zu ändern.
 
A
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Guest
Vorweg @ erniecaster: Das muss so etwas wie kosmische gedankliche Eingebung gewesen sein. Sorry, ich habe deinen/diesen Thread (http://www.guitarworld.de/forum/liv...llationen Quell von Inspiration bleiben wird.
 
A
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erniecaster":cn10ovsv schrieb:
... Die Industrie bietet seit Jahren Geräte an, die Endstufen, Speaker und Mikrofone simulieren....

Ja, nur: diese Geräte klingen entweder (meiner Erfahrung nach) nicht 100% befriedigend und/oder sind eher kompliziert in der Bedienung und/oder sind einfach teuer (AxeFX usw).

Relativ preiswert (gebraucht knapp 300 Euro), gut klingend (meinem Gusto nach) und einfach zu bedienen ist dagegen mein 50 Watt Randall Röhrenamp.
Der ist zudem sogar für mich leicht zu modifizieren.

Und ich höre mich auch auch bei Gigs, wenn der Typ am Mischpult ein Vollpfosten mit zu viel Alkoholika im Bauch ist.

Es gab Filmaufnahmen von mir während eines größeren Gigs, da lege ich mein Ohr auf meine Monitorbox um zu hören, ob ich überhaupt noch "on" bin.
Der Mischermann war einer jener Vollpfosten mit zu viel Promille. Auf dem Livevideo hört man auch, dass wir am Anfang gut klangen und wie der Publikumssound nach jedem Fummeln des angesoffenen Mischermanns am Mischpult schlechter wurde ...

Bei anderen Gigs mussten wir teilweise über die "Heim-PA" der Lokation spielen, am Mischpult stand der Heim-Mischermann der Lokation.
Manche hatten was drauf, andere so gar nicht.
Manche hatten vernünftige Bühnenmonitore, andere nicht.
Da verlässt man sich dann lieber auf sich selbst und seinen Amp als auf (unbekannte) Mischer-Männer- oder -Frauen und das vorhandene Equipment.

Ich schleppe lieber 2 offene 1x12er-Boxen mit als vom Mixermann abhängig zu sein, um im Publikum gehört zu werden und halbwegs gut zu klingen.
Und ich verlasse mich lieber auf meinen Amp als auf eventuell nicht vorhandene Monitore, um mich auf der Bühne selbst z uhören.
Sicher ist sicher.

Wer eine stabile Crew und einen guten Stamm-Mischer samt gut halbwegs brauchbarem PA-Zeugs hat, kann live locker auch mit dem Modeller-Preamp samt Boxensimu seiner Wahl spielen und sich rein auf den Bühnenmonitor verlassen.
In der glücklichen Lage war ich aber nie.
Und ich vermute, ich bin kein Einzelfall.

Ich bin kein Maschinenstürmer, brauche aber auch keine Innovation rein ihrer selbst wegen.

Der Gitarrenamp - der Dinosaurier unserer Zeit?
Nö. Zig Profis, die viel mehr Plan haben als der kleine Stef, beweisen doch das Gegenteil. ;)

Tschö
Stef
 
A
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Guest
felipe de la muerte":12jd0mei schrieb:
Natürlich ist ein Axe-FX praktischer, leichter, flexibler, kleiner, und bringt vielleicht einen tollen Sound (konnte ihn selber noch nie hören).
Nur ist die Bedienung nicht intuitiv, da hat jeder Gitarrenamp- oder
V-Amp² die Nase vorn. Das hat man bei sovielen anderen Geräten
auch so gut lösen können (Vetta, Digitech 2120 etc.) nur nicht hier.
Der Klang ist auch Geschmackssache wie es einige sehr gefrustete
Axe-User und Weiterverkäufe zeigen.

Und dann gibt es eben Gitarristen die haben den Kram gefunden
der ihnen Spaß macht. Die zu begeistern und zufriedenzustellen
wird sicher schwerer fallen als bei denen die immernoch "suchen".

Denn wenn ich manche frischen Axe-FX User palavern hörte..
"Die Suche hat endlich ein Ende".. Natürlich! Das haben die dann
2 Jahre vorher schonmal gesagt und von den Gitarristen die aus
Prinzip nur Modellingamps zu spielen scheinen ganz zu schweigen.

Das ist für mich in etwa so glaubwürdig wie die Puristen-Röhrenamp
Fraktion die Modeller ablehnen und ganz in der Vergangenheit leben.

felipe de la muerte":12jd0mei schrieb:
Denn ich glaube niemanden, dass er einen richtig guten Modeller in einer Livesituation von einem echten Verstärker unterscheiden kann.
Warum wird aber eigentlich immer von diesem "Vergleich" gesprochen ?

felipe de la muerte":12jd0mei schrieb:
Für mich persönlich sind die Gründe für einen "echten" Amp also völlig aus der Luft gegriffene subjektive Liebhaberei. Das sollte man auch einfach zugeben können, ohne von der "Röhrensound"-Fraktion verstoßen und von der Computersimulations-Fraktion ausgelacht zu werden.
Meine Gründe sind einfach. Das Zeug das ich hier habe klingt genau so
wie es klingen soll. Über die Jahre weiß ich es zu bedienen und es fühlt
sich gut an. Warum sollte ich wechseln ? Am Ende habe ich bis zu 2000€
ausgegeben um ein paar HE zu sparen, mich an eine neue Bedienung zu
gewöhnen und genauso- oder im schlimmstfall schlechter zu klingen als
(und auch nicht mehr mit dem "Amp" interagieren zu können wie) vorher.

Das ist in erster Linie keine Liebhaberei sondern eine ganz objektive
Betrachtungsweise und vor allen Dingen: Kalkulation. Ich habe mich
schon öfter gefragt ob ich dieses Axe-FX nicht doch gebrauchen kann,
aber ich möchte auch von keiner PA bzw. mal dem "falschen" Mischer
abhängig sein und diese gern betonte Platz- & Gewichtsersparnis würde
gegen +/- 0 tendieren, da Endstufe und Boxen genauso in dem Gepäck
wären wie sonst auch.

Oder "leises Recording".. ob ich da nun diese Impulsantworten erst auf
das Axe-FX spiele und damit aufnehme oder ich meinen Amp/Preamp in
das Interface steckte und eben mein Rechner die IR's übernimmt macht
für mich auch keinen Unterschied mehr.

Viele Features des Axe-FX wären für mich, unabhängig vom Klang und
Spielgefühl (das muss auch erst mal überzeugen), pure Bequemlichkeit.
Das sind mir dann die 1,5-2k Euro eben nicht wirklich wert.

Mit Top40, Tanzmucke oder allgemein dem ganzen Coverkrams habe ich
auch nie was am Hut gehabt und werde es niemals haben. Ein nicht gerade
geringer Teil der Axe-FX User scheint ja auch aus der Sparte zu kommen.
Hier könnten sich die "Anforderungen" zugunsten des Axe-FX verschieben.

Was ich mir noch kaufen würde wäre ein gut klingender Midi-Preamp
mit einem LED Kranz um die Potis. Da gibts fast nichts.
 
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UncleReaper":179m3bg2 schrieb:
Was ich mir noch kaufen würde wäre ein gut klingender Midi-Preamp mit einem LED Kranz um die Potis. Da gibts fast nichts.
Kann ich sehr empfehlen.
gitarre-bass-verstaerker-preamp-e-gitarre-engl-e580-midi-tube.jpg
 
Piero the Guitarero
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mad cruiser":2sskwyxl schrieb:
UncleReaper":2sskwyxl schrieb:
Was ich mir noch kaufen würde wäre ein gut klingender Midi-Preamp mit einem LED Kranz um die Potis. Da gibts fast nichts.
Kann ich sehr empfehlen.
gitarre-bass-verstaerker-preamp-e-gitarre-engl-e580-midi-tube.jpg

Den hatte er bereits....und war damit gar nicht zufrieden :evil: :p

Stichwort: "komprimierende Tischhupe"
 
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Piero the Guitarero":23nftdqx schrieb:
Stichwort: "komprimierende Tischhupe"
Hey, Tischhupe hatte ich gar nicht geschrieben. Wenn schon stalken, dann richtig. :p

In erster Linie gingen mir bei dem die Umschaltzeiten und der Klang auf
den Sack, der wirklich gar nicht so flexibel und immer sehr komprimiert,
nicht transparent und wenig dynamisch war.

Die Verarbeitung war auch sehr grenzwertig. Die kleinen Taster haben
gewackelt und ließen sich nicht nur durch drücken, sondern auch von den
Richtungen in die sie "wackelten" betätigen. Die Potis waren leider auch
nicht besser. Das war ein Neugerät zum Preis von damals 2400 Euro. :|
 
HanZZ
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Pfaelzer":2nrrd5mb schrieb:
Bloß....wer schleppt sowas für Clubgigs herbei ? Realistisch gesehen herrschen da kleine Pulte mit einem Monitorweg, zwei billige Aktivmonitore und ein Pärchen 15/3 vor, und damit werden wir die Kapelle im Falle völliger Ampfreiheit nicht schön gemischt bekommen.

Das scheint mir ein ziemlich entscheidender Aspekt bei der Sache zu sein. Als Sänger/Frontman gehört mir unsere kleine PA (Dynacord PM600 + 2x EV SX200+Kabels+Ständer+Gedöns - also eigentlich eine typische Gesangsanlage wie weiter oben schon mal beschrieben). Gemeinsames Eigentum an Equipment ist immer so eine Sache, daher habe ich mir als Sänger das ganze Geraffel zugelegt.

Ausser Gesang laufen darüber die Keyboards. Wenn man jetzt noch einen Satz OH-Mikros für's Drumset dranklemmt, kommt die Kiste (mit der ich ansonsten 110%ig zufrieden bin) langsam an ihre Grenzen, es geht (und klingt) aber immer noch ganz OK. Ganz abgesehen von der dann fälligen mentalen Verabschiedung vom Röhrenzeitalter wüsste ich aber nicht, ob die Anlage einen weiteren "Verbraucher" stämmen könnte. Und investitionstechnisch da auch noch mal aufrüsten..... ?
 
A
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Guest
Hallo,

ich benötige auch unbedingt einen Amp auf der Bühne. Vielleicht ist's konservativ bzw naiv, aber ich hab noch keinen einigermaßen erschwinglichen Modeller gehört, der mir gefällt - jedenfalls in laut.

Ich spiel in ner Band mit 2 Gitarristen, anfangs hatte mein Kollege einen 100W JCM mit 212er bis 412er, und ich meinen 50W Engl mit 212er. Im Bandraum sehr laut, aber hat so gepasst. Auf der Bühne (Die Ampanlage hinter mir) das bekannte Gemecker, von wegen "Ich hör mich nicht", "Der Monitor taugt nix", also Amp lauter drehen. Von Freunden im Publikum bekam ich immer die Resonanz, dass die Gitarren matschig und saulaut waren, von Gesang keine Spur, und der Mischer hat nur immer mit dem Kopf geschüttelt, war also in unseren Augen inkompetent.

Irgendwann kam ich mit nem kleinen Gerät an, das aussieht wie ein Toaster, in hübsch geschwungener Schrift steht "Orange" drauf :), dazu ne farblich passende 1x12" Box. Erst wurde ich gefragt, ob ich spinne, aber siehe da, die 15 Watt reichten aus, und inzwischen hat mein Kollege nen AC15, der JCM gammelt bei ihm zu Hause rum. Das erste Mal mit diesem Equipment auf der Bühne war ein aha-Erlebnis sondersgleichen: wir stellten die Amps seitlich angekippt auf der Bühne auf, so dass die Lautsprecher IN die Bühne ins Gesicht tönten. Ich machte den Amp noch leiser als im Bandraum (nicht mal halb auf). Der Mischer war auf einmal ein sehr freundlicher und gut gelaunter Mensch, der Bühnensound auch aus den Monitoren glänzend und differenziert und das Publikum vom Sound begeistert.

Das einzige "Problem" an so einer Umstellung ist nur, dass man von den anderen Bands mit ihren Mesa-Boogie-Todessternen sehr belächelt wird, wenn man mit so nem "Wohnzimmeramp daherkommt. Aber da kann man ja auch drüber stehen - besonders, wenn man danach im Backstage Bereich hört, wie schlimm eben diese Leute den Bühnensound doch fanden :-D

Gruß, Marco
 

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