Fender 75th Anniversary 68 Custom Pro Reverb & Fender 75th Anniversary Stratocaster


martin
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Hallo liebe Gemeinde,

neulich war ich quasi zufällig mal wieder in einem richtigen Musikladen. Und weil man da Gitarren und Verstärker auch anfassen, spielen und anhören kann hat es mich leider heftig erwischt :)

Kurz-Review nach einem Tag:

Der Amp:
Großes Fender-Clean-Kino, so wie man es kennt und sich wünscht, nur vielleicht alles etwas frischer. Der Ceslestion Neo Creamback klingt super und wiegt wenig. Im Gegensatz zum originalen Pro Verb von früher gibt es hier auch noch ein Bias-Tremolo.

Die Gitarre:
Das ist eine günstige Mexico-Strat, hier war es eher die Farbe und das Designschema (mit dem Matches Headstock, dem dunklen Schlagbrett und den hellen Kappen/Potis). Klang ist prima, halt so wie eine Maple Strat klingen sollte. Stimmstabilität war leider unterirdisch (nach jedem Bendig völlig über den Jordan), deswegen habe ich da umgehend einen TUSQ XL Sattel eingebaut. Läuft :)

Aber seht und hört selbst, eine sehr schicke Kombination ist das (denke ich...).

Viele Grüße
Martin

 
kershaw
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Sehr schön 👍
manchmal isses so. Ich habe seit 2 Wochen eine Fender Vintera Road Worn 50s zu Hause und das Ding ist klanglich und haptisch die beste Mapleneck Strat, die ich in den letzten 45 Jahren gespielt habe. Out of the box. Stimmstabil ist sie auch. Die Optik gefällt mir auch. Für 1.179€ der Hammer. Bin total verliebt
 
martin
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Jas, unglaublich die Sache mit den Hälsen! Bei mir lässt der sich auch mega gut spielen (ist halt auch flacher bzw. dünner als bei meiner Custom Shop Strat, aber auch die Bünde sind richtig toll abgerichtet/poliert). Da hat Fender echt mal Qualität für schmales Geld rausgehauen (abgesehen vom Sattel, habe das lässt sich ja schnell richten).
 
Ungläubig
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Sehr schön 👍
manchmal isses so. Ich habe seit 2 Wochen eine Fender Vintera Road Worn 50s zu Hause und das Ding ist klanglich und haptisch die beste Mapleneck Strat, die ich in den letzten 45 Jahren gespielt habe. Out of the box. Stimmstabil ist sie auch. Die Optik gefällt mir auch. Für 1.179€ der Hammer. Bin total verliebt
Ich hab den Vorgänger, die 'Road worn' 50's aus 2017.
Hab sie nur 'leicht' modifiziert mit nem 'True Vintage' Tremolo mit Stahlblock von Fender und auf Serienschaltung per Push-Push und 500 K Vol-Poti mit Treble-Bleed und Mastertone No-Load 250K...:D

Es ist schon erstaunlich, wie gut ich mit einem 7,25 Zoll Hals mit leichtem V-Profil zurecht komme.
Trotzdem ist sie nicht meine beste Strat im Stall, da ist noch eine Haar, har, har.
Aber grundsätzlich ist sie für den Preis und Machart ein gutes Instrument.
Die Leute aus Mexiko tun auch nur ihre gute Arbeit.(y)

@martin ich höre dich immer wieder gerne und ein schönes Kurz-Review.
Ja, die Deluxe-Serie im Tausender Bereich kann was, habe daher auch noch ne Tele, die ausgesprochen gut ist.
Aber eigentlich müsstest du ja genauso wie ich durch deine CS-Strat so verwöhnt sein, dass dich keine andere mehr anmacht...?
Na, ja meine Günstigeren waren auch vorher.
Das Tollste ist, sie klingen alle irgendwie anders gut, aber typisch!

P.S.: Verstimmungen liegen auch ganz oft an einem schlecht eingestellten Tremolo, oder kleinen Unaufmerksamkeiten, siehe meinen Thread zur 'dumpfen E-Saite... '
Ich brauchte den Fender Sattel nicht tauschen (nur leicht Feilen) bei 2 von 3-eien meiner Fenders.
Bei einer ist auch ein Tusq-Sattel drin und in meiner Haar ab Werk ein perfekter Knochen-. ;)
 
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martin
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Ja, die Deluxe-Serie im Tausender Bereich kann was, habe daher auch noch ne Tele, die ausgesprochen gut ist.
Aber eigentlich müsstest du ja genauso wie ich durch deine CS-Strat so verwöhnt sein, dass dich keine andere mehr anmacht...?
Na, ja meine Günstigeren waren auch vorher.
Das Tollste ist, sie klingen alle irgendwie anders gut, aber typisch!
Ja, so ist es, jede ist anders, aber jede hat irgendwie ihren eigenen Charakter (un nach Strat klingen sie trotzdem alle).
 
martin
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Kleines Update mit ein bisschen mehr Erfahrung:

Ich hatte heute die neue 75th Anniversary Strat mit im Theater für eine Musical-Produktion.
Da ist viel Whammy-Bar und Bendings-Zeug dabei. Was soll ich sagen, hab die Gitarre aus dem Gigbag geholt und war immer noch gestimmt vom Vortag und das blieb dann quasi so den ganzen Tag während der Proben und dann auch abends bei der Vorstellung.
Da war nicht viel zu tun mit Nachstimmen - sehr schön!
Außerdem intoniert sie schön über den gesamten Hals, das machte bestimmte kritische Voicings angenehm zu spielen.

Der Sound war knackig, präsent und hell, aber nicht unangenehm schneidend dünn. Sie saß einfach nur gut im Gesamtmix.

Mal abgesehen davon, dass ich gestern schon ein neues schwarzes Pickguard bestellt habe und ein Kappen/Regler-Set von Fender in Parchment könnte ich mir sogar vorstellen, dass meine hier noch rumliegenden Kloppmann ST60-Pickups in dieser Gitarre nicht unbedingt ein Schritt nach vorn sein werden. Das passt alles schon ziemlich gut so. Egal, ich werde es trotzdem ausprobieren. Vielleicht bringen die CTS Potts aus der Vintage-Serie von Crazy Parts und die Orangedrops-Caps zusammen mit den Kloppmännern ja doch etwas. Wenn nicht kommt halt wieder das originale Schlagbrett rein.

Fazit:
Wäre echt doof gewesen, wenn ich diese Gitarre im Laden stehen gelassen hätte! :)

Hier noch ein Soundbeispiel mit ein bisschen mehr Zerre.
 
martin
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Kloppmann ST60 Set.jpeg
 
martin
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Ich konnte nicht anders :)

Ein Set Kloppmann ST60 ist im Anmarsch. Leider kann ich gerade nicht weiter machen weil der Rest der Elektronik erst am Dienstag zu mir kommt.

 
E
erniecaster
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Hallo,

ist für so Theatersachen nicht noiseless Pflicht?

Gruß

erniecaster
 
martin
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Im Prinzip ja… aber wenn die Gitarre doch neu ist…

Ob es funktioniert weiß man halt immer erst nachher.
 
Ungläubig
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Ich bin
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Ich bin gespannt auf deinen Vergleich Kloppmann ST60 vs. die Fenders.
Meine Kloppmann-Singles 'Marcus Deml Set' in meiner Haar-Strat sollen ja durchaus ähnlich sein.
Habe den unmittelbaren Vergleich Fender CS Fat 50's, CS 69er und TexMex falls es interessiert?

Der Neck Pu CS Fat 50 hat z. Bsp. meiner Fender Deluxe-Strat ungeahnte Qualitäten beschert im Vergleich zu den anderen Fenders.
Und zwar mit beiden Hälsen, Mexiko Palisander-GB oder Mexiko Maple-Hals, den ich mir damals auch nachgekauft hatte. ;)
 
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martin
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Nachher mit Kloppmann ST 60 Set mit Tillcaster am Steg (im Prinzip ein normaler Single-Coil mit einer Baseplate wie bei einer Telecaster), Orange-Drop-Kondensator und einer Treble-Bleed-Schaltung am Volume-Poti.

Die sehr akkurat und schön ausgeführten Lötarbeiten habe ich meinem Nerd-Freund Nils zu verdanken! Er hat sich sehr viel Zeit genommen für die Treble-Bleed-Schaltung (und mit Hilfe von Krokodilklemmen die Anschlüsse nach außerhalb gelegt, um dann am lebendigen Objekt über Verstärker die Wirkungsweise des Volumepotis beim Herunterregeln hören zu können. Dabei kamen dann unzählige Werte für Cap und Widerstände zur Anwendung bis das so gepasst hat wie er es am Besten fand).

Gut dass ich seine Hilfe hatte, alleine hätte ich dafür einfach keinen Nerv gehabt.

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martin
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Ich bin gespannt auf deinen Vergleich Kloppmann ST60 vs. die Fenders.
Meine Kloppmann-Singles 'Marcus Deml Set' in meiner Haar-Strat sollen ja durchaus ähnlich sein.
Habe den unmittelbaren Vergleich Fender CS Fat 50's, CS 69er und TexMex falls es interessiert?

Der Neck Pu CS Fat 50 hat z. Bsp. meiner Fender Deluxe-Strat ungeahnte Qualitäten beschert im Vergleich zu den anderen Fenders.
Und zwar mit beiden Hälsen, Mexiko Palisander-GB oder Mexiko Maple-Hals, den ich mir damals auch nachgekauft hatte. ;)
Eine Strat mit Fender Fat 50s habe ich auch, die Pickups klangen bisher in jeder meiner Strats gut. Sie haben sogar mein Kloppmann ST 50 Set abgelöst (die mir nicht ansatzweise so gut gefallen haben).

Bevor ich die Pickups ausgebaut habe habe ich noch eine Testaufnahme mit den alten Pickups eingespielt (und den Amp und das Mic genauso so stehen lassen). Ich werde da heute Abend die gleichen Töne noch einmal einspielen und die Takes hier hochladen. Ich bin selbst gespannt (weil wie gesagt, es klang schon vorher klasse, wenn ich das Kloppmann Set nicht ohnehin hier herumliegen gehabt hätte wäre ich nicht im Traum darauf gekommen so viel Geld in die Hand zu nehmen, aber rich war halt neugierig :) ).

Fender CS 69 habe ich glaube ich in meiner blauen CS Relief Strat, die klingen auch tierisch, aber ganz anders vom Charakter. Die sind irgendwie frecher, dynamischer, expressiver, wilder...
 
Ungläubig
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Ich bin
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Ja, die Kloppis sind verdammt teuer!
Wären sie nicht ab Werk in meiner Haar drin gewesen, einzeln oder im Set, hätte ich sie mir nie gekauft.

Hm, die Fender CS 69er erinnern mich immer wieder an alte Hendrix Klänge...
Da soll es ja auch 3 versch. Güten geben, alle aus dem Custom Shop.
1. die von Abigail Ybara selbst gewickelten, 2. die unter ihrer Aufsicht gewickelten und 3. unter ihren Vorgaben
Erkennt man an der Aufschrift.
Sollen alle sehr ähnlich und eigen (typisch) klingen, im Vergleich zu anderen Fender-PU's...
 
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martin
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Den direkten Vergleichstrack mit identischen Tonbeispielen für alle 5 Pickups-Positionen habe ich nun eingespielt. Interessant ist, dass man im direkten Vergleich der beiden Spuren keine großen Unterschiede hört.

Vielleicht haben die Kloppmänner etwas mehr Brillanz (was interessant ist ich hätte eher mehr Wärme erwartet). Das liegt eventuell aber auch an den verwendeten Kondensatoren und Widerständen in der Schaltung. Jedenfalls klingt der Hals-Pickup recht hell und schmal (bei meinen anderen Strats neigt der eher etwas zum mumpfen).

Wenn zufällig jemand Logic benutzt, hier steht die Projektdatei, dann könnt ihr selbst hin und her schalten zwischen den beiden Pickups.
 
martin
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Und hier noch ein Video mit dem gleichen Backingtrack wie oben im Ausgangsposting.
Die Kloppmänner "rasseln" und "schnarren" "klingeln" weniger, der Ton ist irgendwie fester und straffer.

Ich mag beides, die Kloppmänner klingen definitiv anders, aber ob das besser oder schlechter ist ist wohl eher eine Geschmacksache.

 
Ungläubig
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Hallo Martin,
habe mir eben beide Videos über ATH M50X Studio-KH's und meinem Mooer GE300 Interface in HD-Auflösung direkt hintereinander angehört. Die Kloppis zuerst und aha, den Neck PU habe ich sofort wiedererkannt und Neck Middle auch!

Sie klingen aber wärmer, mehr Oh und ÖH, als ÜH und crisp, wie dein Beispiel am Anfang mit den Fenders.
Ein eindeutiger Unterschied sollte auch beim Zurückdrehen des Vol-Poti jetzt sein...
Bei Vollauf weniger.

Mir persönlich gefallen die Kloppis im Ausdruck besser, mehr Volumen!
Kann aber auch an meiner Hörgewohnheit liegen, da ich ja meine Kloppis in der Haar gut kenne und sie direkt wiedererkannt habe.
 
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Ha.Em
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Dabei kamen dann unzählige Werte für Cap und Widerstände zur Anwendung bis das so gepasst hat wie er es am Besten fand).

Hast Du denn tatsächlich nennenswerte Unterschiede a) grundsätzlich mit der Treble-Bleed-Schaltung und b) mit unterschiedlichen Kap- und Widerstands-Werten gehört? Im Netz gibt's ja die unterschiedlichsten Aussagen bzw. Diskussionen.
 
martin
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Hast Du denn tatsächlich nennenswerte Unterschiede a) grundsätzlich mit der Treble-Bleed-Schaltung und b) mit unterschiedlichen Kap- und Widerstands-Werten gehört? Im Netz gibt's ja die unterschiedlichsten Aussagen bzw. Diskussionen.
Also da bin ich der falsche Ansprechpartner, ich hätte nicht die Geduld das alles auszuprobieren und zig mal auseinander- und wieder zusammenzubauen.

Aber Nils sagt die Unterschiede waren gewaltig!

Bei falschen Werten funktioniert wohl (ganz abgesehen vom Sound) der Regelweg vom Volumepoti schlicht nicht (da ist dann bei 4 schon aus die Maus).
Und dann ändern die Kondensatoren und der Widerstand anscheinend auch den Grundklang der Pickups (also auch wenn alle Regler voll auf sind). Es gibt da Standard-Werte, die aber nur ein guter Startpunkt sind.
Wenn man jetzt die Ohren aufmacht und die Werte speziell für die verbauten Pickups, die verwendete Gitarre und den verwendeten Amp abstimmt dann geht da schon gewaltig etwas in Sachen Tuning!

Nur leider macht das extrem viel Arbeit, ein normaler Gitarrenbauer würde sich die Zeit nicht nehmen bzw. für verrückt erklärt werden wenn er sich dann diese Arbeitszeit bezahlen lassen möchte. Bei Nils hatte ich halt das Glück dass er ein super Gitarrist mit feinem Gehör, gutem Geschmack und einer großen Menge Nerd-Wissen ist und er sich für mich die Zeit genommen hat.

Allein das zu wissen macht diese Gitarre jetzt für mich zu etwas ganz besonderem :)
 
Ungläubig
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Ich habe bei all meinen Gitarren (außer der LP, da 50's-Wiring) Treble-Bleeds gelötet, weil ich auch viel mit dem Vol-Poti arbeite.
Da ich ein 'bequemer Hund' bin, benutze ich nach einiger Recherche und Ausprobieren nur noch einen parallel eingelöteten 220-240 pf (Picofarad) Kondensator. Also ohne zusätzlichen Widerstand.
Gibts für wenige Cent bei Rockinger oder von Göldo auch bei Thomann.
Was für Thomas Blug, oder PRS gut genug ist?! ;)

Man kann allerdings auch tief in die Tasche greifen...



Gruß, U.
 
 
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