Gehörbildung?

Mike

Mike

Well-known member
Hallo Leutz,

wie sieht`s eigentlich mit eurem musikalischen Gehör aus?

Meines müsste ich bald mal trainieren.
Mir fehlt nur noch die richtige Methode.
Vielleicht kann mir da jemand einen Tipp geben.

Gruß,

Mike
 
A

Anonymous

Guest
SerVus!
Also, ich hab auch kein absolutes Gehör und das einen Tipp den ich dir sagen kann:
Wenn du das Freizeichen im Telefon hörst...
das ist ein g#.
Vielleicht kannst ja das nächste mal ohne Stimmgerät stimmen...
Gruß bs

bs
 
A

Anonymous

Guest
Zu der Telefon Sache, eigendlich ist das ein A...

Play what you want,
but don’t hurt yourself!
 
Jamalot

Jamalot

Well-known member
quote:
Zu der Telefon Sache, eigendlich ist das ein A...

Dann verliert das A aber auf dem Weg vom Telefon in mein Ohr irgendwo einen halbton.
Ich hatte nachdem ich eben gelernt habe, das es ein G# sein soll, noch ein Jam mit meinem Telefon gehabt. Es war auf G#.

"http://www.jamalot.de"
 
A

Anonymous

Guest
mich würde das thema auch mal interessieren.

Nur vom Gitarre spielen hört man ja auch nicht alles raus. Ok, mein Problem ist da vielleicht, das alles klappen muss bei mir, aber das is manchmal auch von Vorteil :)

Soll man sich zur Gehörbildung echt hinbsetzen, und versuchen, die Noten für ein Lied rauszuhören (mich würde da alleine der Gesang und das ganze drumherum stören, kann zwar unterscheiden, klappt aber nich ganz). Oder soll man sich irgndwo Midifiles oder sowas besorgen (haben die nich ne schlechte Qualität dafür?) von Einzelnoten?

Wie macht ihr das, wenn ihr ein lied raushören wollt, oder die Tonart? Wie kann man das Gehör trainieren?
 
A

Anonymous

Guest
Wie wärs mit einigen Kadenzen lernen auf dem Klavier oder Keyboard? Da gibts einige Tricks, wie man z.B. kl. Septimen in Songs auflösen kann oder einen Tritonus an bestimmten Songs anlehnen kann... Der Weg ist entscheidend...
Abgesehen davon kann es für eine gute Gehörbildung sehr sehr hilfreich sein, wenn man lernt, ein wenig Klavier zu spielen... Wenigstens Akkorde (die Technik ist in dem fall sch***egal) und Umkehrungen. Allein daher lernt man eine Menge an Zusammenhängen und auch im Gehör...
 
A

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Guest
Mein Tipp für Gehörbildung: Gesangsunterricht.
Gehörbildung ist ein übergeordnetes Thema. Das heisst, es hat erst mal nix mit Gitarre spielen zu tun. Es hat damit zu tun, dann man ein "besserer" Musiker wird. Intervalle oder sogar Töne zu erkennen, erreichst Du nur damit, wenn Du sie nachsingen oder nachsummen kannst. Und das kann man lernen. Investiere drei Monate Gesangsunterricht und Du weisst wie's geht. Von Büchern und CD's halte ich in diesem Fall überhaupt nix.
 
A

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Guest
Es gibt ja auch Programme für den PC! Kann helfen.

Dem Thema Gesangunterricht kann ich zustimmen. Als ich Gehörbildung gemacht habe, lief das auch alles über´s Singen.

Das man durch Gehörbildung ein besserer Musiker wird stimmt allerdings nur im technischen Sinne. Man kann Musik auch intuitiv angehen ohne zu analysieren.
 
A

Anonymous

Guest
Intuitiv! Selbstverständlich. Aber wenn Du einen Plan hast, tust Du Dich einfacher. Mit der Musik ist das, wie mit einer Fremdsprache. Um Dich ausdrücken zu können, ist es wichtig, dass Du die Sprache sprichst. Und wie gut Du sie sprichst, hängt von Deinem Wortschatz ab. Und das hat jetzt erst mal nix mit technischen Fertigkeiten auf einem Instrument zu tun. Paul Gilbert, Satriani oder Vai sind erst mal alles hervorragende Musiker und dann tolle Gitarristen. Hätten alle drei keinen musikalischen "Plan", wären sie halb so gut. D'accord?

Chris

PS: Wobei Vai für mich "Stunt Guitar" ist :)
 
A

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Guest
Dimebag":2akobx46 schrieb:
Wenigstens Akkorde (die Technik ist in dem fall sch***egal) und Umkehrungen. Allein daher lernt man eine Menge an Zusammenhängen und auch im Gehör...

Die zusammenhänge kann ich ja jetzt einigermaßen...Ich hätte zwar die Möglichkeit bei nem Kumpel ab und zu mal an ein Klavier zu kommen, aber eigentlich seh ich da keinen Sinn...

Die ganzen Zusammenhänge hab ich ja jetzt in meinem neuen Buch "die neue harmonielehre" (gekauft durch zahlreiche empfehlunge :) )drin stehen.
Man bildet dabei sicher das Gehör aus,aber doch auch nicht mehr,
als wenn man Gitarre spielt,oder?

Edit: Und ich meine ja auch nicht so, das man ein Lied hört und gleich weiß, welche Noten/Akkorde mit welchen Techniken gespielt werden, sondern so, das man einigermaßen n Lied oder Licks raushören kann ohne jedesmal auf die Tabs gucken zu müssen, damit man erst dann erfährt, das man es eh nich spielen kann....

Ich hab son live-video von the living end (geile band eigentlich was für jeden geschmack dabei) und da spielt Chris (der Gitarrist) sone Art Intro, aber es gehört nich zum eigentlichen Song....und das findet man natürlich nirgends...ich hab schon kleine Teile raus, aber mehr als 3-4 Takte davon krieg ich auch nich raus...Und für sowas brauch ich das halt -.-
 
A

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Guest
Moin,

Mal unabhängig von "klassischer" Gehörtbildung, die natürlich immer eine gute Idee ist: Wenn es ums Raushören von Soli, etc. geht, gibt es dank der modernen Technik inzwischen erstklassige Hilfsmittel.

Mein Tipp: Transcribe! (http://www.seventhstring.com/). Das ist ein Programm, mit dem man gezielt einzelne Passagen loopen, ohne Tonhöhenänderung langsamer abspielen, per Spektrograph analysieren, usw. lassen kann, und das fürs Raushören und anschließende Üben exrem hilfreich ist.

Es gibt noch andere Software, mit der man ähnliches machen kann (auf der Transcribe! Homepage gibt es sogar Links zu den anderen Programmen) aber was die Qualität und Funktionsvielfalt angeht ist Transcribe! m.E. mit Abstand am Besten und wenn man öfer etwas heraushört, was eigentlich jeder Gitarrist tun sollte, die €45 locker wert. (Es gibt auch eine voll funktionsfähige 30-Tage-Demoversion).

Gruß,

Jan
 
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Hi!
Meiner Meinung nach, dient Gehörbildung nur sekundär dem Raushören oder transkribieren. Viel bedeutender ist: durch Gehörbildung lernt man, Melodien aus dem Kopf auch genauso auf die Gitarre (oder anderes Instrument) umzusetzen! Das ermöglicht erst eine wirklich "befreite" Improvisation, d.h. man dudelt nicht einfach Skalen, die man gepaukt hat, herunter, sondern hat eine Melodielinie, ein Riff, oder einen Akkord im Kopf, und kann diesen dann auch sofort umsetzen, weil man erkennt, dass dieser z.B. ein Dominantseptakkord ist.
Natürlich braucht man für das Umsetzen auch die entsprechenden technischen Fähigkeiten auf dem Instrument.
Auch beim Songwriting ist Gehörbildung extrem wichtig; wie schon geschrieben: man lernt, die einem Vorschwebende Melodie oder Akkordfolge umzusetzen.
MfG
Saalky
 
A

Anonymous

Guest
Es gibt noch andere Software, mit der man ähnliches machen kann (auf der Transcribe! Homepage gibt es sogar Links zu den anderen Programmen) aber was die Qualität und Funktionsvielfalt angeht ist Transcribe! m.E. mit Abstand am Besten und wenn man öfer etwas heraushört, was eigentlich jeder Gitarrist tun sollte, die €45 locker wert. (Es gibt auch eine voll funktionsfähige 30-Tage-Demoversion).

Hallo Jan,

mich würde interessiern, wofür denn jetzt jeder Gitarrist öfter etwas heraushören tun sollte wenn er dafür doch sowieso eine Software nutzt, die auch noch locker 45 Euro wert ist.... ???

Wie Saalky schon schrieb, ein guter Gitarrist hört was er spielt schon bevor er es spielt. Also warum denn dann nicht Gehörbildung mit ins tägliche Übungsprogramm mitaufnehmen??? Das oben vorgeschlagene Buch bietet eine einfache Methode dazu, was jeder daraus macht ist natürlich seine Sache :roll:

Gruss Til
 
A

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Guest
Hallo Til,

Wie schon gesagt, halte ich Gehörbildung auf jeden Fall für sinnvoll und wichtig. Allerdings klang der letzte Post von Wohlstandskind eher so, als ginge es ihm nicht um Gehörbildung im klassischen Sinne sondern darum, Sachen genau herauszuhören.

Indem man sich möglichst viele Soli/Licks heraushört erweitert man sein musikalisches Repertoire, und wenn man bei genügend verschiedenen Leuten "klaut", die Sachen kreativ verändert und in sein Spiel einbaut, trägt das letztlich zu einem eigenem Stil bei. Das kann natürlich nicht die Fähigkeit ersetzen, auch eigene musikalische Ideen zu entwickeln (und idealerweise im Voraus hören zu können), aber es ergänzt sie ganz erheblich, weil man eben auch Sachen spielt, auf die man selber nicht gekommen wäre (oder die man einfach nicht genau im Voraus hören KANN, z.B. wenn es um wirklich schnelle Läufe geht).

Zu der erwähnten Software: Kein Programm nimmt einem das Raushören ab, auch dieses nicht. Aber wenn man z.B. einen 16-tel-Lauf bei Tempo 140 *genau* (d.h. auch mit Hammer-ons, Slides und Bendings, die das Ganze interessant machen) heraushören will, hilft es ungemein, wenn man sich ihn in einem 1/4 der Geschwindigkeit anhören kann. Wenn man sich dann seine Fingersätze zurechtlegt, die Passage erst verlangsamt mitspielt, und das Tempo dann schrittweise bis zum Originaltempo (oder darüber hinaus) steigert, so hat man gleichzeitig eine Technikübung, die musikalischer ist als reine Skalenübungen.

Jan
 
A

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Guest
Hi Jan,

hast völlig Recht, ich weiss grad auch gar nicht mehr warum ich das grad geschrieben hab, manchmal sitzt man wohl auf der falschen A....backe.

Klar bedien ich mich gerne jeglicher Hilfsmittel die mir das Instrumentalistenleben so angenehm wie möglich machen, und wenns dazu noch abwechslungsreich ist um so besser...

Nix für Ungut und Gruss

Til
 
A

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Guest
Hallo Til,

kein Problem, ich dachte mir schon, dass wir wahrscheinlich gar nicht so weit auseinanderliegen.

Mein Hinweis auf die Transkriptions-Software sollte auch keine hemmungslose Werbung sein (zumal ich mit dem Autor nichts zu tun habe) - ich finde das Programm halt für mein Üben und die Vorbereitung auf Proben extrem nützlich und habe z.T. auch mehr Geld für Dinge ausgegeben, die ich letztlich weniger benutzt habe.

Gruß,

Jan
 
 
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