Händler verkauft alte Gitarre als neu...

A
Anonymous
Guest
Nach dieser Auffassung hätte ich schon eine Menge "alter" Gitarren gekauft. Auch bei gut sortierten Händlern geht halt nur das "Mainstream" Programm innerhalb einiger Monate (und auch dort häufig mehr als 24) über den Ladentisch und spezielle Instrumente eben später. Was soll´s auch, das Instrument passt (eine "Neue" hätte vielleicht gar nicht gepasst) und wenn keine deutlichen Spielspuren zu finden sind ist es eben neu. Ist ja kein rostendes Automobil mit Standplattem.
Geht mal in den Laden Eures Vertrauens und fragt bei einigen Exemplaren wann diese eingekauft wurden. Der Händler bekommt vermutlich Schnappatmung und welchen Nutzen hat man davon? Schwierig zu verkaufendes wird nicht mehr vorgehalten und die Auswahl schrumpft.
Übrigens habe ich erst einmal einen TOP Service erlebt. In Hamburg bei Just Music. Als ich eine bestimmte Gitarre antesten wollte (noch keine Kaufsignale gesandt) wurde Sie vorher wortlos neu besaitet und optimal eingestellt. Ein tolles Erlebnis nachdem ich ein paar Wochen in Ibbenbüren bei einem kleinen Hinweis auf den grauenhaften Zustand einer PRS Semi (die immer noch iwe Sauerbier angeboten wird) vom gelangweilten Verkäufer zu hören bekam, er hätte etwas besseres zu tun als Instrumente zu pflegen. Diese verschmierte Speckschwarte mit stumpfen Bünden und rostigen Saiten bei gruseliger Halseinstellung wird natürlich auch als neu angeboten .... Da wird es wirklich grenzwertig.
 
G
guitarman1962
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Hallo,

was ich hierbei trotz Allem nicht verstehe ist der Umstand,dass sich ein selbst titulierter Anfänger auf dem Gitarren-Gebiet um Hilfe an dieses Forum wendet und dabei aber von seiner Position
einfach nicht abrücken möchte.Will man hier eine fachmännische Beratung oder sich etwa eine Bestätigung für eine vorgefasste Meinung abholen?

Es haben hier die meisten wirklich hilfreiche Beiträge geschrieben und man könnte doch jetzt mit dem Gefühl weiter leben,dass man doch einen guten Deal mit der Gitarre gemacht hat-aber nein,
sich lieber über eine vermeintlich schlechte Beratung aufregen welche aber doch zu einem guten Instrument geführt hat-und dann noch als Anfänger anderen Anfängern präventive Ratschläge geben wollen.

In diesem Forum sind mehrere kompetente Gitarren-Bauer und erfahrene Gitarristen,man kann doch nur dankbar sein,hier so viele gute Ratschläge und Problemlösungen um sonst zu erhalten.

So langsam glaube ich,dass sich dieses Forum selber ad Absurdum führt!

Gruß
 
Monkeyinme
Monkeyinme
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3 Januar 2007
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Moin,
bei vielen Dingen mag ich das anders sehen, aber bei einer Akustikgitarre ohne PU und Elektronik ist mir das Alter egal. Der Zustand ist mir zumindest wichtiger. Und ja, eine Gitarre, welche nach dieser Zeit keinen Sachmangel zeigt, wird diesen bei korrekter Behandlung auch nicht mehr entwickeln.
Für gewisse Aktionen ist mir meine Ovation am liebsten, eine Gitarre die 25 Jahre im Koffer im Geschäft lag.

Du nennst den Preis nicht, eventuell hast du ja einen günstigen Preis gezahlt? Nun kennst du den Grund.

Genieße die Gitarre, und suche dir einen anderen Händler, wenn du mit der Beratung nicht zufrieden warst.

Neulich wurde in den USA ein Schatz entdeckt, ungebrauchte Autos aus den 50 und 60ern, aus dem Nachlass eines ehemaligen Autohausbesitzers. Die wurden für Rekordsummern verkauft, weil Originalzustand und voll funftionsfähig. So kann's gehen...

Ciao
Monkey
 
A
Anonymous
Guest
Hallo zusammen,

Sorry wenn ich das Teil nochmal hoch hole. Hab mich vorhin erst angemeldet, spiele aber schon einige Jahre Gitarre.

Will nur sagen, mir ging es vor Jahren beim Kauf meiner Seagull S6 ähnlich wie dem guten Horst. War mir aber am Ende egal. Ich hatte beim Kauf alle möglichen Hersteller im Sinn, aber nicht die Fa. Godin. So bin ich also zu einer tollen Gitarre gekommen. Ich habe mich im nachhinein gefreut, das es so gelaufen ist und mir war nicht danach, noch was in den Krümleln zu suchen.
 
A
Anonymous
Guest
Ääähm; guten Abend!

"Neuware"? Bei einem Instrument? Wenn mir mein Instrumentenhändler meines Vertrauens eine '54-Strat zum aktuellen VK einer US-Strat anböte, würde ich ihm das Ding natürlich nach Feststellung des "Betrugs" natürlich sooofort auf die Ladentheke knallen und darauf bestehen, soooofort eine neue aus der aktuellen Produktion zu bekommen..... #facepalm.....

Will sagen: Klampfen werden doch nicht schlechter, wenn sie beim Händler 'ne Weile liegen!; wenn sie gut sind, ein paar Mal angespielt, ohne dings und dongs und gut aufbewahrt sind!?

Was heißt denn da "neu"?

Wenn die Klampfe den Laden noch nicht verlassen hat und gut funktioniert - isse neu....
 
Thorgeir
Thorgeir
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Was viiiieeeel schlimmer wäre: Stellt euch mal vor, ein Händler würde neue Gitarren als alt verkaufen. Der würde also so tun, als hätte Eric Clapton die schon gespielt. Nicht genug damit, er würde sie auch noch teurer verkaufen, als er seine neuen verkauft. SKANDAL!
 
W°°
W°°
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Lösungen
3
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Dübelhausen
Man muss wirklich differenzieren, um welch ein Instrument es sich handelt.
Eine fein gebaute Konzert- oder Westerngitarre kann sehr wohl in 10 Jahren an der Wand gelitten haben und gealtert sein. Das Leben guter akustischer Gitarren ist nicht ewig - es sei denn, es sind Kartoffelkisten. Ich kenne auch kaum einfache Musikgeschäfte mit Luftbefeuchtern, d.h. die Instrumente leiden im Winter oft sehr an der trockenen Luft.

Nimmt man jetzt dagegen z.B. eine Fender Ritchie Sambora, die 10 Jahre an der Wand hing und bekommt jetzt eine neuwertige Gitarre, die so seit langem nicht mehr gebaut wird, hat man einen Schnapp gemacht! (Wirtschaftlich natürlich nur ;-) )
 
Ha.Em
Ha.Em
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553
Ich bin
Gitarrist
Nimmt man jetzt dagegen z.B. eine Fender Ritchie Sambora, die 10 Jahre an der Wand hing und bekommt jetzt eine neuwertige Gitarre, die so seit langem nicht mehr gebaut wird, hat man einen Schnapp gemacht!


Guten Morgen,

die Sambora würde mit einem richtig saftigen Aufpreis als NOS, Erbstück oder Dachbodenfund angeboten werden,
und das ist, so wie ich das deute, bei den meisten hier voll O.K.

Bei allen anderen Ladenhütern wartet man einfach, bis man einen Dummen findet, und das ist, so wie ich das deute, bei vielen hier auch voll O.K.

Auf dem Flohmarkt wäre das für mich verständlich, aber zum Händler meines Vertrauens paßt das nicht.

Für mich steht auch gar nicht die Findung einer Definition für Alt und Neu im Vordergrund, hin und wieder bin auch ich bereit, für NOS mehr zu zahlen. Wenn mir etwas gefällt, dann muss ich eben prüfen, ob es mir den aufgerufenen Preis wert ist, egal wie neu.

Nur bin ich Hin Und Wieder aber auch so altmodisch und glaube an Dinge wie Vertrauen, Korrektheit, Moral . . .. U.a. deswegen gehe ich [EDIT:] bei manchen Sachen [/EDIT] zum Händler in den Laden und lasse mich beraten, anstatt im Internetz zu kaufen.

LG
Ha.Em


@erniecaster: Meine letzte Neuanschaffung (PRS SE) kommt übrigens auch vom T. So einfach kann das mit dem Gut und Böse und dem Internetz also nicht sein.
 
E
erniecaster
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Ha.Em schrieb:
Nur bin ich Hin Und Wieder aber auch so altmodisch und glaube an Dinge wie Vertrauen, Korrektheit, Moral . . .. U.a. deswegen gehe ich zum Händler in den Laden und lasse mich beraten, anstatt im Internetz zu kaufen.

Hallo,

Vertrauen, Korrektheit, Moral - das finde ich gut.

All das habe ich bei Thomann. Ich darf Sachen sogar in Ruhe und zuhause ausprobieren und es gab in mehr als zehn Jahren nie ein Problem. Als ich mal was wirklich nicht gut fand, klingelte eines Morgens mein Telefon und Hans Thomann war dran, um ein viertelstündiges Gespräch mit mir zu führen.

Ich nutze den Internetauftritt von Thomann, um mich über Features und Preise zu informieren - auch eine Ressource, die Thomann Geld kostet.

Deswegen kaufe ich da auch meine Verbrauchsgüter wie Saiten und Kleinkram wie Kabelkletten etc. Das finde ich nämlich dann nur fair.

Internet = böse, Händler vor Ort = gut - diese Gleichungen gehen für mich nicht auf.

Gruß

erniecaster
 

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