Jazz-Gitarre


cook
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Hallo Freunde,

wenn man eine große Begeisterung für Jazz an sich entdeckt, aber weiß, dass im Herzen aber immer der Metal schlummern wird, dann will man bei der Jazzgitarren-Suche auch ein bisschen auf den Preis schauen. Dennoch habe ich mir in den Kopf gesetzt, das mühsam eingetriebene Weihnachtsgeld in eine Vollakustische zu investieren. Da ich über die Feiertage ohnehin im heimischen Oberfränkischen bin, werde ich demnächst mal zu den Thomännern nach Treppendorf fahren und bei der Auswahl aus dem Vollen schöpfen. Vielleicht könnt ihr mir zur Vorbereitung ja ein paar Tipps geben.

Ich habe schon viele Testberichte gelesen und tendiere bisher zu einer Ibanez Artcore AK85. Die kostet 419 Euro und so viel möchte ich in etwa auch ausgeben. Zudem ist sie mit diesem Dark Violin Sunburst einfach wunderschön! Was mir nicht so zusagt ist, dass der Abstand zwischen den Saiten recht groß sein soll. Ich habe sehr dünne Finger und fühle mich z.B. auf einem Paula-Griffbrett wohler als bei meiner Konzertgitarre.

Welche Hölzer passen zu so einer Jazz-Gitarre? Bei soliden E-Gitarren liebe ich die richtige Mischung aus Ahorn und Mahagoni. Der Korpus der AK85 ist aber aus Fichte und Platane (Sycamore). Gerade letzteres sagt mir klanglich gar nichts.

Welche Alternativen gibt es zu den Artcores in der Preisklasse um die 500 Euro? Ich denke da z.B. an Epiphone, aber nicht nur...

Vielen Dank und guten Rutsch,
Michael
 
A
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Tach Cook,

Et soll also also ´ne richtig "Big Mama" werden.

Holz ist prinzipiell viel Ahorn, für die Decke auch oft Fichte..ich würde an deiner Stelle aus der Holzauswahl kein Dogma machen. Varianten gibt es immer. Sycamore wird hier wohl als Ahorn-Ersatz gewählt. Ist vermutlich kostengünstiger als Ahorn..

Die Artcores sind in der Preis - Klasse der Budget-Jazzgitarren ein ziemlicher durchbruch gewesen. Die Verarbeitung ist gut und solide. Alternativ mag es die üblichen, chinesichen Verdächtigen auf Ebay geben, die den Preis sogar noch drücken. Würde ich aber nicht machen. Meiner Meinung nach setzt Ibanez mit der 400-Euro-Grenze echt Maßstäbe. Mir persönlich gefallen die Dinger aber klanglich nicht.
Meine Empfehlung bei liegt tatsächlich bei Epi. Und zwar die Joe Pass Emporer Modelle, die bei rund 700 Euro liegen. Haben eine Massive Fichtendecke (mache auch gesperrten Ahorn, je nach Bauart), Ahornkorpus und -Hals, i.d.R: gut verarbeitet und überzeugen klanglich. Der Preis liegt höher als du ihn angesetzt hast , aber wenn du vllt. auf dem Gebrauchtmarkt schaust, findest du mit Sicherheit eine, die deinem Geldbeutel entspricht, oder du sparst noch etwas.
 
A
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Hi cook,

ich weiß nicht, könnte etwas zu teuer sein, aber sonst würde ich dir in jedemfalle zu meiner Epiphone Sheraton II raten.
Preislich liegt sie bei 619€, hat einen laminierter Ahornkorpus und
Ahornhals mit Palisander Griffbrett..
Denke vom Aussehen muss ich nicht viel sagen, ist einfach geil und in
einem Sunburst gibt sie ja auch ;)
Hat halt einen Block, also keine vollakustische, aber ich würde sie auf jedenfall mal antesten!
Durch den Block bekommt man auch metalartige Sounds, also Distortion ist kein Problem, da durch den Block sogut wie keine Rückkopplung entsteht, also auch für live-Auftritte mit hoher Lautstärke gut geeignet..

Falls dir die zu teuer ist, du aber gegen etwas ES335 artiges nichts hast, gibts noch die Ibanez AS-Serie, die würde auch so um die 400€ liegen!
Ein Schüler meines Gitarrenlehrers spielt auf einer AS73, die laut angeblich für das kleine Geld schon ganz schön gut sein soll, konnte leider noch nicht drauf spiel, sonst hätt ich dir noch mehr sagen können...

Zum Rest kann ich dir leider nicht viel sagen, da ich da auch keine Erfahrung mit hab,sorry..

Euch allen einen guten Rutsch!

Gruß
Seb
 
A
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cook":1rear31f schrieb:
Welche Alternativen gibt es zu den Artcores in der Preisklasse um die 500 Euro? Ich denke da z.B. an Epiphone, aber nicht nur...

Hallo Cook,

die hier hatte ich schon mal in der Hand:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=7376624388&rd=1&sspagename=STRK:MEWA:IT&rd=1

Hat sich ausgezeichnet angefühlt, und P 90 liebe ich sowieso.
Aber ich hab´s nun mal mit 335, deswegen habe ich es gelassen.

Guten Rutsch, und viel Erfolg bei der Suche!
 
A
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Ich würd mal bei Aria schauen, die FA-Serie liegt nämlich mit 500€ voll in der Preisklasse. Die FA65, 75 und FA80 (mit/ohne Bigsby) sind aus Ahorn mit Palisandergriffbrett und 16" Body. Sehr vielseitige vollakustische Geräte, gerade die FA80 mit den splitbaren Humbuckern kann sehr viel, Jazz, Blues, Country, Rockabilly... und trotz des großen Korpus neigt sie nur wenig zu Rückkopplungen.

Schau mal in die Reviews, ich hab die FA80 dort eingetragen. ;-)
 
E
erniecaster
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Hallo,

hier bei mir steht die gretsch-orange Artcore. Gibt es auch in himmelblau mit Bigsby. Die Gitarre ist mit geschliffenen Saiten jazzmäßig ganz fein - wahrscheinlich gibt es noch mal einen Sprung nach vorne mit besseren Pickups. Mit ungeschliffenen Saiten rotzt es auch gut.

Beim Antesten machen die Dinger häufig keinen guten Eindruck, weil Herr Ibanez da so dünne Saiten aufzieht. Das geht gar nicht.

Sehr, sehr, sehr gut ist auch das Joe-Pass-Modell von Crafter. Findet man aber nur selten und gibt es nur in langweilig kackbraunsunbörst.

Gruß

erniecaster
 
A
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Hi!

Ein Bekannter von mir spielt eine AK 85. Auf jeden Fall sind das vernünftige Instrumente mit einem brauchbaren Klang. Aber bei Beyers Music hatte ich neulich eine Artcore AF105. Kostet zwar ein wenig mehr, aber die hat mir wirklich richtig gut gefallen und von der Verarbeitung her konnte ich auch nicht meckern.

Gruß
Simon
 
C
Christof
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Hallo Cook,

ich habe in den letzten Monaten viele Testreihen veranstaltet, um eine ordentliche Jazz-Box zu einem relativ günstigen Preis zu bekommen. Ich habe von 400 Ois bis zu 4000 Ois jede Menge Zeug gespielt, und ich persönlich habe mich für eine Stromberg Montreux Custom entschieden.

Was soll ich sagen? Um Welten (aber wirklich große Welten) besser als alle Artcores und Epis, für meinen Geschmack besser als Heritage, Metheny Modelle, Benson Modelle, Höfner und einige andere mehr.

Kosten allerdings auch 1100 Euros, wobei mam hier und da auch Teile mit leichten Macken für 800 kriegen kann. In der Preisklasse unschlagbar. Tu Dir den Gefallen und spare noch eine Weile....

Gruß
Christof
 
A
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Hi Cook,

hi, hi, alle belegen Dich jetzt mit ihren Vorlieben... also gut.

Ich habe eine ähnliche Testreihe wie der Christof im Sommer hinter mich gebracht und wollte auch eine Vollresonanzgitarre zum akzeptablen Preis. Entgegen Christofs Ansicht bin auch ich bei der vom Simon schon erwähnten Artcore Custom AF105 hängengeblieben. Sie hat einen (natürlich in dieser Preisklasse) gesperrten Ahornkorpus in der Größe der George Benson Modelle, Ahornhals 5-streifig (mit zwei Bubinga Streifen) und Palisandergriffbrett, zwei Super 58 HBs und ist sehr (!) gut verarbeitet. Die Bespielbarkeit ist vorbildlich, der Klang auch. Natürlich mußte ich sie vernünftig einstellen, war aber überhaupt kein Problem. Inzwischen hab ich sie zwar mit einem Holzsteg nachgerüstet, ansonsten gibt es aber nichts auszusetzen. Allerdings liegt sie preislich auch bei 700€ (mit Koffer). Ich hab die Stromberg übrigens auch gespielt und fand den Mehrpreis nicht gerechtfertigt. Aber da sind wir wieder bei den persönlichen Vorlieben...

Viel Spaß beim probieren, Martin
 
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Hallo Freunde,

schon einmal vielen Dank für die Antworten - und schreibt kräftig weiter! ;-)

Es stellt sich gar nicht so die Frage, ob ich mir eine teurere Gitarren leisten kann, sondern ob ich das will und ob es für mich Sinn macht. Zur Not könnte ich schon noch ein paar Euro mehr investieren. Aber ich bin nun mal ein absoluter Anfänger beim Jazz und will mich über die nächsten zwei Jahre langsam aber sicher durch Mel Bay's Jazz Guitar Method arbeiten. Das bedeutet, dass ich als Jazzer auf Jahre hinaus auf keiner Bühne stehen werde. Deshalb brauche ich eine Gitarre, die zu allererst gut verarbeitet ist und mich beim lernen und üben nicht behindert. Natürlich sollte sie auch gut klingen, aber zunächst einmal will ich mich auch an das Erlebnis Vollakustische gewöhnen. Zuletzt will ich noch einmal betonen, dass der Jazz für mich eine neue Liebe ist, mit der ich erst mal eine Zeit zusammenleben will, bevor ich in den Bund fürs Leben investiere.

Ich suche übrigens tatsächlich nach einer Vollakustischen ohne Sustain-Block. Für rockigere Sachen nehme ich eh' meine Les Paul.
 
A
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Na dann hab ich Dich schonmal richtig verstanden. Für mich würde sich halt noch die Frage stellen, ob mich die Gitarre auch in diesen zwei Jahren glücklich machen soll, oder wirklich nur eine "fixe Idee" ist. In meinen Augen habe ich nichts gespart, wenn ich mir eine Artcore, Harley Benton, Dean usw. für 400€ kaufe und sie anschließend mit neuen PUs, neuen Potis usw. aufrüste und mit einem Koffer ergänze. Übrigens halte ich den Tip von Marcello auch nicht für verkehrt (in dem Zusammenhang auch die Zephyr, die Dir der Jörg empfohlen hat). Das Problem ist die extrem schwankende Qualität zur Zeit. Da mußt Du schon Glück haben, um ein wirklich gutes Exemplar zu bekommen. Das ist nach meiner Erfahrung bei den Artcores anders. Aber mache Dir ein eigenes Bild.

Martin
 
cook
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Nein, als "fixe Idee" würde ich es nicht bezeichnen. Hab mich auch schon vor zwei oder drei Jahren an Charlie Christian versucht. Aber heute will ich nicht mehr nur nachspielen, sondern auch verstehen und 'fühlen'.

Ich werde in jedem Fall ausführlich testen, ohne gleich auf den Preis zu schauen. Denn nur wenn man unvoreingenommen an die Instrumente geht, trifft man am Ende auch die richtige Kaufentscheidung.
 
E
erniecaster
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Hallo!

Ganz im Gegenteil zu einigen anderen hier halte ich es für absolut wichtig, erstmal mit einem billigeren Instrument anzufangen und später auf etwas Höherwertiges umzusteigen.

Erstens hat man damit eine Ersatzgitarre oder Gitarre fürs Grobe (wildere Sessions, Open-Air bei Regengefahr etc.) zur Hand und zweitens lernt man anhand der einfachen Gitarre auch, worauf man in Zukunft achten will oder muss. Schließlich sind eine Jazzbox, eine Westerngitarre und eine Solidbody ganz unterschiedliche Instrumente, auch wenn wir das manchmal vergessen.

Gruß

erniecaster
 
Woody
Woody
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Hallo cook,
spiel auf jeden Fall alles an, was die Thomänner da haben.
Das hab ich hier in Köln mal im Musicstore gemacht und fand das Ergebnis recht erstaunlich.
Für ein richtiges "Instrument" mit Seele und Charakter und Ecken und Kanten hätte ich mir eine Heritage gekauft.
In der Kategorie unkomplizierter Player wäre es entweder eine Ibanez Artcore geworden, oder eine Peavey L-5-Kopie für 350 euren, die sensationell gut war (allerdings vermute ich hier einen Ausreißer nach oben).

Mach Dich voher mal schlau, was es an unterschiedlichen Bauweisen gibt, masiive Fichtendecke oder Ahornsperrholz (was auch in den allerbesten Familien vorkommt und kein Zeichen schlechter Qualität ist) Tonabnehmer Freischwebend oder in der Decke usw.
Ein bißchen Input findest Du vielleicht auch hier:http://users.wpi.edu/~kgh/rmmgjFAQ.html oder
hier: http://www.jazzguitarfaq.com/
Falls Du konkrete Fragen hast, dann kann ich Dir vielleicht auch noch helfen,
Gruß,
woody
 
A
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Ahh, da fallen mir noch die "J"- Modelle von Washburn ein. Ebenfalls gute L5 oder ES 175 Kopien. Hatte ich in der Hand und fand ich sehr gut. Hin und wieder in der "Bucht" günstig zu bekommen..
 
cook
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Hallo zusammen,

ich habe den heutigen Tag beim Thomann verbracht und etliche Gitarren angespielt. Leider haben wohl noch viele Leute Urlaub, so dass ziemlich viele Musiker und vor allem Kids mit ihren Eltern im Laden waren (teste mal eine Jazz-Gitarre, wenn neben dir ein Zehnjähriger mit "Lady in Black" seinen ersten Amp testet). Im Grunde hatte ich fast alle Gitarren in den Händen, die hier angesprochen wurden, und dazu noch eine Harlely Benton :roll: mit Bigsby, die eigentlich gar nicht mal so schlecht war. Washburn findet man in Deutschland leider kaum. Die konne ich auch beim Thomann nicht anspielen.

Leicht ist mir die Entscheidung nicht gefallen. Ein paar sind zwar schnell ausgeschieden (z.B. die Joe Pass, mit der ich komischerweise gar nicht zurecht gkommen bin) Am Schluss habe ich aber ewig zwischen einer Ibanez AK85 und einer Epiphone Sheraton II geschwankt. Die Sheraton hatte einen etwas wärmeren Sound, der mir sehr gut gefallen hat. Das hätte ich einer semi-akustischen gar nicht zugetraut. Ich dachte immer, die 'perlen' so wie bei Brian Setzer und Konsorten.

Schließlich habe ich mich aber doch für die Ibanez entschieden. Wichtigstes Argument war die Bespielbarkeit und Verarbeitung. Ich habe mich auf ihrem Griffbrett sofort 'zu Hause' gefühlt. So einen wunderbaren Hals hatte keine andere Gitarre - nicht einmal Instrumente, die das Doppelte und mehr gekostet haben. Warscheinlich bin ich da durch den dünnen Wizard-Neck meiner Ibanez S 540 vorgepägt. Der Sound ist zwar nicht ganz so warm wie bei der Sheraton, aber schön perkussiv und passt damit wunderbar zu den Django Reinhard Sachen, an denen ich mich garade versuche. Wenn ich erst mal schön dicke Saiten drauf habe, kommt dann auch das Kraftvolle dazu. Weiß der Himmel, warum Ibanez die Dinger mit 9ern bespannt. Die dazu gekauften 12er habe ich Depp an der Thomann Warenausgabe liegen gelassen, als ich den passenden Koffer abgeholt habe. Zu guter Letzt habe ich mich auch optisch in die AK85 mit ihrem verraucht dunklen Suburst und der ES-195 Form verliebt. Diese ES-335 Modelle mit ihrem komischen Double-Cutaway erinnern mich irgendwie immer an einen Kuhfladen.

Und ein Riesenglück hatte ich auch noch. Als ich die Gitarre bezahlen wollte, hat der Mitarbeiter bemerkt, dass sie bereits verkauft war (Internet oder so). Nun wird die AK85 inzwischen gar nicht mehr hergestellt. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, konnte ich das Instrument nur deshalb mitnehmen, weil der Thomann vor meinen Augen schnell noch die letzte (!) beim deutschen Ibanez Vertieb Meinl existente AK85 bestellen konnte. Die bekommt dann der Internet-Käufer. Puuh...

Vielen Dank an alle, die mir Tipps gegeben haben!

Michael
 
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cook":2q2xweew schrieb:
Diese ES-335 Modelle mit ihrem komischen Double-Cutaway erinnern mich irgendwie immer an einen Kuhfladen.

Falsch, du hast es mit der ästhetisch hochwertigsten Form, die jemals von Menschen Hand geschaffen wurde, zu tun...
Wenn du sie anschaust, spürst du, wie der "Goldene Schnitt" an die Wand gespielt wird, im wahrsten Sinne des Wortes ;)

Nichts für ungut und viel Spaß mit dem schönen Instrument im neuen Jahr!

Gruß
Seb
 
little-feat
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Poff....

Beim anschauen sehen, wie im wahrsten Sinne des Wortes der Goldene Schnitt an die Wand gespielt wird......

Das muß man erstmal verdauen, um die ganze geballte Weisheit, die sich da schüchtern hinter belanglosen Buchstaben versteckt, zu erkennen.

Meister Röhrich würde sagen:

"Werner, du büs ja `n richtigen kleinen Poeten, büs du ja..."

Mehr davon in diesem Jahr!!

Tom
 
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cook":1uxyzh2x schrieb:
Die Sheraton hatte einen etwas wärmeren Sound, der mir sehr gut gefallen hat. Das hätte ich einer semi-akustischen gar nicht zugetraut. Ich dachte immer, die 'perlen' so wie bei Brian Setzer und Konsorten.

Das ist letztlich nur eine Frage der Pickups. Epiphone tendiert da bei fast allen Modellen etwas weicher, was manche anfangs angenehm finden. Erweist sich aber nach einer Zeit oft als Trugschluss, da lediglich die tieferen Mitten etwas stärker betont sind, was zum ersten Hörerlebnis "klingt voller" führt. Wenn dann mit der Zeit der fehlende Schuss Klarheit und Brillanz im Ton vermisst wird, kommt der Punkt, wo 50%(?) der EPI-Käufer noch mal Geld in neue PUS investieren.

Das wäre Dir mit der Joe Pass auch passiert. Ich habe selber eine (just for fun allerdings) und zwischen dem (vom Vorbesitzer eingebauten) Gibson-PU am Hals und dem EPI-PU am Steg liegen Galaxien. :-D

Setzer verwendet indes PUs, die auf klar und perlig ausgerichtet sind.

Mit der Ibanez hast sicher Du eine gute Wahl getroffen. Da stimmt - abgesehen von Deinem subjektiven Feel in Sachen Bespielbarkeit - in der Regel die Abstimmung Gitarrentyp/ PU generell recht gut.

Aber: Ibanez AK85? Meinst Du vielleicht AG85 oder AF85? AK hat's bei Ibanez noch nie gegeben. Oder?
 
cook
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Na, dann hab ich ja intuitiv auch beim Klang die richtige Wahl getroffen. Ich meine übrigens tatsächlich eine AK85. Die sind nur deshalb nicht so bekannt, weil sie ein bisschen teurer sind als die AGs und AFs und sich im Niedrigpreissegment deshalb nicht so durchsetzen konnten. Da hat sich Ibanez wohl selbst Konkurrenz gemacht. Ich schätze mal, dass die Reihe aus diesem Grund auch eingestellt wurde. Hier findest du Foto (unbedingt vergrößern! :) ) und Beschreibung. Da fällt mir auf, dass selbst der Musiciansfriend keine mehr auf Lager hat. Der Thomann hat seine Beschreibung schon aus dem Netz genommen. Hab ich ein Glück gehabt...

EDIT: Da war der 7-ender schneller. 335-Liebhaber, nehmt DAS! ;-)
 
A
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Hi Cook,

wirklich ein schönes Instrument, einzig die PUs gefallen mir nicht. Aber das ist ein bischen auch Geschmacksache...

Gruß, Martin
 
 

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