Jeff Beck Rockabilly Set


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schorsch27
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...hübsche Fortsetzung von dem da, als u.a. noch David Bowie im Publikum saß:

den Poor Boy haben wir seitdem im Repertoire.
Und dann gabs da noch den allerschönsten Schmachtfetzen:

Den muss man sich schon mögen trauen
 
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gitarrenruebe
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Nur mal als Info:
Jeff Beck hat bereits 1993 mit den "Big Town Playboys" das Album "Crazy Legs" mit Titeln von Gene Vincent aufgenommen, eine Hommage an Vincent´s Gitarristen Cliff Gallup. Meister Beck streunert seitdem immer wieder mal im RnR/Rockabilly-Genre umher.
 
Sharry
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schorsch27 schrieb:
...hübsche Fortsetzung von dem da, als u.a. noch David Bowie im Publikum saß:
den Poor Boy haben wir seitdem im Repertoire.
(Vid)
Und dann gabs da noch den allerschönsten Schmachtfetzen:
(Vid)
Den muss man sich schon mögen trauen

Gute Musiker können in vielen Genre den richtigen Ton treffen :-D
 
ollie
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Meines Wissens gibt´s da auch eine Aufnahme mit Rockabilly Chef Brian Setzer.....
Das ist Segen und Fluch zugleich. Segen, weil er musikalisch unglaublich bereichernd ist in dem Genre.
Fluch weil er ihn halt in dem Moment ziemlich blass aussehen lässt...;-)

Aber da steht Herr Beck sicherlich drüber.:cool:
 
Sharry
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Nashorn schrieb:
schorsch27 schrieb:
weil er ihn halt in dem Moment ziemlich blass aussehen lässt...
...wer jetz wen ?

Weiß auch nicht... Brian Setzer den Jeff Beck, weil er ihn einfach zuspielt und nicht zu Wort kommen lässt?

[youtube]

Gut beobachtet, wobei man wohl berücksichtigen könnte, dass Brian Setzer bei dieser Nummer der angesagte Frontman war und es guter Usus ist, dem Frontman nicht die Show zu stehlen.;-)
Dürfte wohl nichts mit Blässe zu tun haben.

BTW: Schmissige Darbietung :top:
 
Bierschinken
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Ich "lese" den Dialog anders. Ich finde, im Gegentil, dass Setzer Beck animitiert, etwas beizutragen, Beck das nur nicht so "schmissig" tut.
Sorry, aber da sehe ich, dass Beck die Attitüde für den Musikstil fehlt.
Er ist einfach zu verhalten.
 
Sharry
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Ich habe Beck noch nie mit Rocker Attitüde spielen gesehen. ;-)
Nicht einmal in seinen jungen Jahren!

Was hat Attitüde denn mit Können zu tun?
 
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Sharry schrieb:
Ich habe Beck noch nie mit Rocker Attitüde spielen gesehen. ;-)
Nicht einmal in seinen jungen Jahren!

Was hat Attitüde denn mit Können zu tun?

Attitüde hat mit Können sicherlich nichts zu tun. Das wurde aber auch nicht gesagt.
So wie ich Swen aber verstehe und so wie ich das Video erlebt habe: JB ist per se kein Gitarrist, der von der ersten Note an mit hundertprozentiger Extrovertiertheit sein Ding macht. Das tut er noch nicht einmal bei seinen eigenen Sachen.
Hier kommt es mir noch mehr so vor, als tastete er sich an die Materie heran.
Setzer wiederum besitzt diese "hey, ich bin hier der absolute Chef im Ring"- Extrovertiertheit bzw. Attitüde, die dieser Musikstil einfach braucht.
 
groby
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Während die Analyse-Maschinerie bereits läuft, freue ich mich immer über ein bisschen glücklichen Jeff Beck.

Wenn Jeff Beck sich freut, freue ich mich mit.

Hier im unteren Video erzählt er ein bisschen was über seine ollen Gitarren (und damit seine eigene Geschichte), lacht stellenweise tatsächlich, spielt mal anders als sonst und man kann wunderbar hören, wie geile olle Gitarren mit rostigen Saiten klingen.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=VMl5B6eq9as[/youtube]
 
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schorsch27
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Setzer wiederum besitzt diese "hey, ich bin hier der absolute Chef im Ring"- Extrovertiertheit
...überzeugt mich und ich spekulier mal hemmungslos weiter über die Hintergründe der Beck'schen Attitüde:

in der Zeit, als er musikalisch groß geworden ist, war die Art von Rock'n Roll, die man bei einem späteren Revival dann Rockabilly nannte, einschließlich der dazugehörigen artistischen Posen mega out. Beat und Rock hingegen kamen lässig, langhaarig und kopflastig daher. Jahr(zehnt)e später hat JB wohl erkannt, dass dieses historische Getwänge eine besondere Virtuosität hatte, die der noch weitgehend unverzerrten Mittsechziger-Rockmusik abging (das galt erst recht für weite Teile der Countrymusik, die ab Mitte der 60er gewaltig aufgefendert und -gegretscht wurde und neue Maßstäbe im Hispeed setzte).

Beck würde seinen Stil verraten, wenn er nun den Elvis/Haley nachäffen würde, er ist cooler sozialisiert, hinzu kommt eine eher wortkarge Schraubermentalität. Über diesen Schatten könnte er garnicht springen, selbst wenn er wollte. Und das drückt auch seine sowohl bedauernde als auch gönnerhafte Pose aus.

Genauso wird es sein.
 
bebob
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ollie schrieb:
Meines Wissens gibt´s da auch eine Aufnahme mit Rockabilly Chef Brian Setzer.....
Das ist Segen und Fluch zugleich. Segen, weil er musikalisch unglaublich bereichernd ist in dem Genre.
Fluch weil er ihn halt in dem Moment ziemlich blass aussehen lässt...;-)

Aber da steht Herr Beck sicherlich drüber.:cool:
Gerade dachte ich darüber nach.... Wenn von Rockabilly die Rede ist, denke ich auch sofort an Straycats/Brain Setzer. Jeff Beck ist eine Ikone, allerdings wirkt er in diesem Genre ein wenig verloren, das knallt nicht.
 
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Bumblebee
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bebob schrieb:
Jeff Beck ist eine Ikone, allerdings wirkt er in diesem Genre ein wenig verloren, das knallt nicht.

Stimmt. Ich würde sogar noch etwas weiter gehen uns sagen, dass er hier zwar ambitioniert ist aber etwas "bemüht" wirkt.

Tut seinem Gesamtkunstwerk aber keinen Abbruch.
 
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Schnabelrock
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Falls es jemanden da draussen gibt, der mit Jeff Beck nix anfangen kann: Du bist nicht allein :)
 
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Ich bin anderer Meinung.
Ich finde im ersten Video spielt Beck eine Rockabilly Gitarre wie sie damals gespielt wurde.
Also sehr authentisch.

So wie Brian Setzer spielt hat früher keiner gespielt.
Setzer hat halt seit beginn der Stray Cats die Punk Attitüde mit schnellerem und aggressiveren Stil reingebracht. Warum soll sich Jeff Beck seinem Stil anpassen.
Er spielt halt den old-school-Rockabilly.
 
ollie
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schorsch27 schrieb:
weil er ihn halt in dem Moment ziemlich blass aussehen lässt...
...wer jetz wen ?

das überlasse ich jeden selbst....(wobei es aus dem Kontext schon hervorgeht, dass ich Beck mit der Blässe meinte)...;-)

Setzer ist für mich im Rockabilly die unangefochtene Nr. 1...(egal wie authentisch - der hat dies neu definiert und seinen Footprint gesetzt).
Jeff Beck mochte ich persönlich nie besonders.
hier wirkt er verloren, Setzer ist der Chef....

Beck ist für mich generell so jemand, toller Ton...sehr eigen, aber auch sehr wechselhaft.
Der haut einen am Montag um und am Dienstag verlässt man enttäuscht das Konzert....;-)!
Aber das ist alles Geschmacksache.

Setzer habe ich einiges zu Hause und auch schon live konsumiert.....der ist eine Wucht. Spielt sagenhaft rund, auf den Punkt...immer Vollgas...ich liebe seinen Stil und seine Musik!
 
Bierschinken
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Jetzt ist man wieder bei Haarspalterei.
Ja, Rockabilly, so wie er in den 50ern gespielt wurde, war ein sehr "zahmer" (vergleich heute) und "adretter" Musikstil. Das hat nichts mit der Art "Rockabilly" zu tun, die Brian Setzer spielt und verkörpert.

Wie man das ganze nennt ist letztlich völlig Wumpe. Dass ein Buddy Holly oder ein Chet Atkins etwas völlig anderes spielt als Setzer ist unumstritten. Ob Beck in diese Kerbe schlägt? Mag sein, maße ich mir nicht an zu beurteilen.

Was ich sehe, ist, dass in einem modernen Setting mit Brian Setzer, Beck auf der Bühne steht wie ein Schuljunge. Das überzeugt mich so gar nicht.
 
groby
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... wobei Jeff Beck (bis auf das eine Tribute-Album) ja nun die letzten 50 Jahre damit verbracht hat, gerade nicht Rockabilly zu spielen. Sozusagen: ausgesprochenen Non-Rockabilly.

Ungefähr zur selben Zeit fing Lamborghini an, keine Traktoren mehr zu bauen.

Jeff Beck mit Brian Setzer ist wie Lamborghinis gegen John Deeres:

Als Trecker überzeugt der eine besser, stimmt scho'.
 
ollie
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Vielleicht sieht man das ganze auch wieder im "Vergleich" viel zu "leistungsfixiert"...
ich bin da immer sehr gefährdet....
Die beiden sehen das vermutlich gar nicht so. Da muss sich keiner beweisen.
Jeder steht für sich und das ist gut so!
Sie wollen einfach gemeinsam Spaß bei der Musik haben....

Die sind da vermutlich viel entspannter! ;-)

Beck wollte sich nie festlegen, war immer vielseitig unterwegs! Das alleine macht ihn schon aus!
Die meisten Gitarristen die man so kennt, spielen eigentlich immer ihren gleichen Stiefel.
Da ist Beck die große Ausnahme.
Da kenn ich sonst eigentlich nur den Gary Moore, der sowohl mit Jazz/Fusion, Blues Rock und Metal überzeugen konnte.....
Gut, von den ganzen Gitarrenvirtuosen (die ganzen govans auf diesem Planeten) mal abgesehen, die alles können - die aber nur Gitarristen kennen..;-). Hängt aber auch mit der heutigen Schulausbildung zusammen, die müssen alles können.
 
michabekman
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Ich habe jetzt hier nicht alles gelesen und mir auch nicht alle Videos angesehen.
Verstehe nur nicht, was es da so viel zu debattieren gibt?
Beide spielen gutes Zeug - das reicht für mich.

Ein Besser/Schlechter oder sonstwie Vergleich verbietet sich mir da.

Jo, der Setzer ist präsenter.
Logo, es ist Stilelement seiner Performance präsent zu sein.
Für manche definiert sich damit ein Besser/Schlechter - für den anderen wiederum genau nicht.
Beck gehört da vielleicht eher zu den letzteren.

Ich kann das nur all zu gut nachvollziehen.
Immer wenn ich mit jemand "Überpräsenten" auf der Bühne stand, habe ich mich auch eher zurrückgenommen.
Ein Wettstreiten braucht wohl auch keiner auf der Bühne.
Für mich ist da der Grat, dass es peinlich wird dann auch irgendwann schmal.

Von daher: Einfach jeder so wie er sich gut fühlt.
Musik ist vielfältig - auch innerhalb der Stile - und das ist sehr gut so wie es ist! :)
 
Sharry
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michabekman schrieb:
Verstehe nur nicht, was es da so viel zu debattieren gibt?
Beide spielen gutes Zeug - das reicht für mich.

Ein Besser/Schlechter oder sonstwie Vergleich verbietet sich mir da.

Kann ich voll und ganz unterschreiben !!
 
groby
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Fantasie-Duell:

Allan Holdsworth gegen John Lee Hooker.

Spielen müssen sie einen klassischen Old-School-Evergreen:
Nämlich "Du kannst gehen aber deine Kopfhaut bleibt hier" von Die Ärzte.

Na?
 
 

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