Hallo zusammen,
um ganz kurz auf die Diskussion Bodentreter vs. Multieffekt zurückzukommen:
Ich bin bekennender Fan von Bodentretern was vermutlich auch "historische" Gründe hat. Als ich mit
E-Gitarre anfing, da gab es schlicht und einfach keine Multieffekte. Das was wir uns so leisten konnten waren Bodentreter von Electro Harmonix und
Ibanez. An Boss kann ich mich zu der Zeit überhaupt nicht erinnern. So waren meine ersten Effektgeräte ein Ibanez Overdrive und ein Smallstone Phaser. Damals meinten wir daß Maß aller Dinge wären Röhrenverstärker mit Mastervolumen und man könnte auf vorgeschaltete Verzerrerkästchen ganz verzichten. Als ich es mir irgendwann leisten konnte kaufte ich mir einen Röhrenverstärker mit Zerrkanal. Ich wurde aber dann schnell mit dem Sound unzufrieden und kaufte ich mir einen
Marshall Zweikanaler. Aber die Offenbarung war's auch nicht.
Zwischendurch spielte ich dann mit einem Ibanez StereoChorus, mein Zugeständnis an den Zeitgeist. Mehr durch Zufall kam ich dann an einen gebrauchten AC30 (300 DM) und einen Tubescreamer (20 DM) - das war's dann. Dieser Sound ist für mich nach wie vor das Maß aller Dinge.
Natürlich habe ich zwischendurch immer wieder Multieffekte ausprobiert. Aber es scheiterte immer an der Qualität der Zerre.
Auf der Bühne habe noch nie einen Gitarristen mit Mulieffekt gehört, dessen Sound mir gefallen hätte. Meistens klang es einfach zu künstlich. Kann vielleicht damit zusammenhängen, daß der Multieffekt durch seine vielen Möglichkeiten zur Übertreibung verführt.
Irgendwann habe ich mir dann doch einen billigen Multieffekt mit Speakersim gekauft, weil wir im Proberaum keine Verstärker stehen lassen konnten. Aber der Sound hat mich in keinster Weise überzeugt.
Fazit:
Die Schwachstellen eines Multieffekts lagen für mich immer bei den Verzerrern. Und da dies eigentlich mein Haupteffekt ist, waren Multieffekte für mich ungeeignet.
Hoffe Euch mit meinen jetzt doch etwas längeren Ausführungen gelangweilt zu haben.
Grüße
Bumble