Körperliche Schäden durch die falsche Gitarre?

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Anonymous

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Tach auch!

Seit Mitte September spiel ich ausschließlich auf meiner Johnson Semi. Wer schon mal eine Halbakustik in der Hand hatte, weiß dass die Dinger nicht ganz so komfortabel zu spielen sind wie eine Strat oder eine Tele.

Seit einer Woche schmerzt mir die linke Hand fürchterlich, gerade bei vollen Barrégriffen in den ersten vier Bünden. Ich hab das Gefühl, da bahnt sich eine Sehnenscheideentzündung an...

Kann das wirklich von der Gitarre kommen? Ich hab ja schon von Arthitis bei Berufspianisten gehört, aber Sehnenscheideentzündung bei Gitarristen? Kann dat? :shock:
 
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Sascha´s Strat":1yfe9q8n schrieb:
Tach auch!

Seit Mitte September spiel ich ausschließlich auf meiner Johnson Semi. Wer schon mal eine Halbakustik in der Hand hatte, weiß dass die Dinger nicht ganz so komfortabel zu spielen sind wie eine Strat oder eine Tele.

Seit einer Woche schmerzt mir die linke Hand fürchterlich, gerade bei vollen Barrégriffen in den ersten vier Bünden. Ich hab das Gefühl, da bahnt sich eine Sehnenscheideentzündung an...

Kann das wirklich von der Gitarre kommen? Ich hab ja schon von Arthitis bei Berufspianisten gehört, aber Sehnenscheideentzündung bei Gitarristen? Kann dat? :shock:

Hallo Sascha

Das mit der Sehnenscheidenentzündung ist bei Gitarristen keine Seltenheit. Es passiert am Häufigsten Anfängern, die es zu sehr wissen wollen und sich z.B. gerade an Barreé-Griffen die Zähne ausbeissen. Da Du kein Anfänger bist und schon seit einem Vierteljahr auf dem Schätzchen umherklampfst würde ich vermuten, daß Dich in letzter Zeit der Heisshunger auf Barreé-Griffe gepackt hat :? ? Warscheinlich wäre es besser und Du setzt ein paar Tage aus, wenn es an der Semi liegt, müsste es doch besser werden. Hast Du denn Dein Pensum in irgendeiner Weise verändert?

Gruss
Arvid
 
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Mal dahingestellt, obs nun exakt ein Sehnenscheidenpoblem ist (die spielt sich eher im Bereich ab, wo ungefähr die Armbanduhr sitzt). aber mit solchen Sachen ist nicht zu Spaßen, denn es besteht die Gefahr, dass die BEhinderung chronisch wird - und da hast du dann Wochen oder Monate mit zu tun. Du solltest deshalb auf jeden Fall ein paar Tage aussetzen.

Das wirft dich nicht zurück, denn in dieser Zeit kannst du Anschlagsübungen machen und dich theoretisch weiterbilden - zum Beispiel auch, die Töne auf dem Griffbrett in allen Lagen auswendig lernen, wovon du dein gesamtes künftiges Musikerleben Tag für Tag profitieren wirst.

Gute Besserung!

PS. Wenn du viel spielst und die Hand zum Verkrampfen neigt, ist es wichtig, immer einige Sekunden Pause einzulegen, und die Hand zu lockern (ausschütteln). Klar ist der Kraftaufwand bei Gitarren unterschiedlich. Aber scheitern tut daran eigentlich niemand.
 
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@Django

Hab ich mein Pensum verändert... hmmm 14 Jahre fast nicht gespielt und seit Sommer wieder regelmäßig?
:roll:
Ja, hab ich. Das erklärt letztendlich auch diese "Anfängerschmerzen" beim Barré greifen.

Danke erst mal für die Hinweise. Tja, heute und nächste Woche Freitag haben wir noch je einen Gig und dann ist Pause bis Mitte Januar. Die Zeit werd ich dafür auf jeden Fall nutzen, ganz ehrlich!
 
univalve

univalve

Well-known member
Gitarre zu niedrig hängen? Habe schon davon gehört, das einigen Leuten dann die Gelenke (Arm~) und Hände weh tun. Cool ist es schon (ziemlich sogar) die Gitarre tief hängen zu haben, aber spielen sollte man schon noch können...
Allerdings ist das ja ne Semi, und da denke ich, ist das tief hängen ja nicht so angesagt...

greetz
univalve
 
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Anonymous

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univalve":3tok6i8r schrieb:
Gitarre zu niedrig hängen? Habe schon davon gehört, das einigen Leuten dann die Gelenke (Arm~) und Hände weh tun. Cool ist es schon (ziemlich sogar) die Gitarre tief hängen zu haben, aber spielen sollte man schon noch können...
Allerdings ist das ja ne Semi, und da denke ich, ist das tief hängen ja nicht so angesagt...

greetz
univalve

Hi :p

Hast Du mal gesehen, wie tief bei Jimmy Page in den Siebzigern die Paula hing? Da habe ich ganz schön gestaunt, weil das fast auf Kniescheibenhöhe war. Aber mal im Ernst, je höher die Klampfe hängt, desto leichter wird es spielerisch. Beim Barreéspiel wird das ja ganz besonders deutlich, auch wenn es dann auf neudeutsch recht uncool ausschaut.

Gruss
Arvid
 
univalve

univalve

Well-known member
Na die Höhe sollte jeder selber rausfinden...
ob cool (kewl) oder gesund - ist ein bischen drastisch ausgedrückt.
Ich fand die Hardcore Typen immer witzig, die sich mit ein paar Kettengliedern den Gitarrengurt verlängert haben (wäre ja sonst sicherlich zu kurz gewesen ;-) ).

Bei mir hängt zum Beispiel die Strat immer deutlich tiefer als die Tele. Hängt aber auch damit zusammen, das die Tele sich immer zu einer horizontalen (waagerechten) Ausrichtung hinbewegt (und bei rutschendem Gurt dann natürlich eifrig der Hals wieder angehoben werden muß). Kommt bei mir höher hängend einfach besser. Und die Bauchfräsung bei der Strat sollte natürlich auch an der richtigen Stelle hängen :-D !

greetz
univalve
 
physioblues

physioblues

Well-known member
Hi,

geh mal in die Suchmaschine.
"Aufwärmtraining" war auch schon mal Thema eines threads. Da steht dann auch noch Interessantes zu diesem thema.


Gruß
Stefan
 
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Guest
univalve":gggget6h schrieb:
Na die Höhe sollte jeder selber rausfinden...
ob cool (kewl) oder gesund - ist ein bischen drastisch ausgedrückt.
Ich fand die Hardcore Typen immer witzig, die sich mit ein paar Kettengliedern den Gitarrengurt verlängert haben (wäre ja sonst sicherlich zu kurz gewesen ;-) ).

Bei mir hängt zum Beispiel die Strat immer deutlich tiefer als die Tele. Hängt aber auch damit zusammen, das die Tele sich immer zu einer horizontalen (waagerechten) Ausrichtung hinbewegt (und bei rutschendem Gurt dann natürlich eifrig der Hals wieder angehoben werden muß). Kommt bei mir höher hängend einfach besser. Und die Bauchfräsung bei der Strat sollte natürlich auch an der richtigen Stelle hängen :-D !

greetz
univalve

@uni

Bei mir ist das im Grunde auch so. Die alte Sqier-Tele ist dadurch, daß sie einen leichten und schmalen Body hat sehr Kopflastig, weswegen die auch bei mir eine Idee höher hängt. Bei den Strats steht der Hals ja automatisch schön nach oben, so befinden sich bei mir Brücke bzw. Anschlaghand ungefähr auf Gürtelhöhe. Geht recht bequem, bei Barreégriffen innerhalb der ersten Bünde wird es allerdings schon eng, ich stehe damit bis heute auf Kriegsfuss ;-) .

Gruss
Arvid
 
univalve

univalve

Well-known member
Django":1w123obu schrieb:
@uni

Bei mir ist das im Grunde auch so. Die alte Sqier-Tele ist dadurch, daß sie einen leichten und schmalen Body hat sehr Kopflastig, weswegen die auch bei mir eine Idee höher hängt. Bei den Strats steht der Hals ja automatisch schön nach oben, so befinden sich bei mir Brücke bzw. Anschlaghand ungefähr auf Gürtelhöhe. Geht recht bequem, bei Barreégriffen innerhalb der ersten Bünde wird es allerdings schon eng, ich stehe damit bis heute auf Kriegsfuss ;-) .

Gruss
Arvid

LOL @ Arvid- kenne ich mit den ersten Bünden (fuck F!) ;-)

Ich wollte nur dadrauf hinaus, das ja auch ich mal cool sein wollte und das mit meiner Tele (Hauptgitarre) nicht so wirklich wollte (uhh, sind das viele wollte in einem Satz). Wurde dann eben doch wieder höher gehängt.
Die gute Strat mit ihrer französischen Form (O-Ton 50's) muß ja zwingender Weise weiter runter. Aber da macht es mir dann ja auch Laune, mich so schön zu krümmen (eigentlich den neuen Music-Store Katalog gesehen? Da ist ein Foto von so einer Super-NoName-Band drinnen, die krümmen sich aber mal richtig... Kann nachher mal die Seite raussuchen :p ).

greetz
univalve
 
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Guest
univalve":3kfx33qq schrieb:
Django":3kfx33qq schrieb:
@uni

Bei mir ist das im Grunde auch so. Die alte Sqier-Tele ist dadurch, daß sie einen leichten und schmalen Body hat sehr Kopflastig, weswegen die auch bei mir eine Idee höher hängt. Bei den Strats steht der Hals ja automatisch schön nach oben, so befinden sich bei mir Brücke bzw. Anschlaghand ungefähr auf Gürtelhöhe. Geht recht bequem, bei Barreégriffen innerhalb der ersten Bünde wird es allerdings schon eng, ich stehe damit bis heute auf Kriegsfuss ;-) .

Gruss
Arvid

LOL @ Arvid- kenne ich mit den ersten Bünden (fuck F!) ;-)

Ich wollte nur dadrauf hinaus, das ja auch ich mal cool sein wollte und das mit meiner Tele (Hauptgitarre) nicht so wirklich wollte (uhh, sind das viele wollte in einem Satz). Wurde dann eben doch wieder höher gehängt.
Die gute Strat mit ihrer französischen Form (O-Ton 50's) muß ja zwingender Weise weiter runter. Aber da macht es mir dann ja auch Laune, mich so schön zu krümmen (eigentlich den neuen Music-Store Katalog gesehen? Da ist ein Foto von so einer Super-NoName-Band drinnen, die krümmen sich aber mal richtig... Kann nachher mal die Seite raussuchen :p ).

greetz
univalve

Den Fehler machen viele, meine Wenigkeit eingeschlossen. Man muß viel zu sehr das Handgelenk krümmen, hat dann zu wenig Kraft und in der Verkrampfung und dem unbedingten Willen jetzt diesen Barreé zu greifen holt man sich auf lange Sicht den Sehnenscheidenkoller :evil: .

gruss
Arvid
 
A

Anonymous

Guest
Hi Sascha,

ich habe das Problem oft, wenn ich nicht entspannt genug spiele, das mir die Greifhand öfter schmerzt, allerdings ist das ehr so ein krampfartiger Schmerz ;-) und ist nach kurzzeitigem Strecken der Hand wieder verschwunden. Ich stelle dann immer fest, das ich die zu spielenden Akkorde o.ä. viel zu fest spiele, also mit viel zu viel Kraft... Wenn ich mich dann darauf konzentriere alles etwas lockerer zu greifen löst sich das Problem von selbst.

Gruß
VVolverine
 
physioblues

physioblues

Well-known member
Hai,

versucht doch mal, den Daumen für Barré mit einzubeziehen. Also bei G-Dur zum Beispiel :

-----------3--- > Zeigefinger
-----------3--- > Zeigefinger
-----------4--- > Mittelfinger
-----------5--- > Ringfinger
-----------X---
-----------3--- > Daumen


gruß
Stefan
 
R

rockz

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Hallo,

wegen des Schmerz-Problems (jedoch an die Leser gerichtet, die absolute Anfänger sind und ähnliche Probleme haben!): auf jeden Fall erstmal Pause machen und komplett auskurieren! Das Training auf kleinere Häppchen aufteilen, dann langsam zeitlich steigern. Unbedingt auf korrekte Arm-/Hand-Haltung achten, evtl. von einem geschulten Auge kontrollieren lassen (Rücken-/Schulter-/Nacken-Probleme sind dabei auch zu vermeiden - also sogar im sitzen auf eine aufrechte Haltung achten. Ich z.B. nutze im sitzen eine Fußbank, mag sich dumm anhören, ist aber "mordsbequem"!).

Wenn es wirklich an einem schwer zu bespielendem Instrument liegt: für den Beginn erstmal auf ein einfacher zu bespielendes Gerät wechseln, oder als Alternative dünnere Saiten aufziehen! Kein vernünftiger Gewichtheber fängt gleich mit 200 Kilo an. Ich hätte fast das Gitarrespielen aufgegeben, da ich ziemlich kleine Hände habe und der Hals meiner ersten Strat-Kopie ihren Tribut, in Form eines relativ hohen Kraftaufwandes forderte - die ersten Saitenzieh-Übungen waren ein Desaster. Glücklicherweise kam dann die "EVH" von MusicMan. Diese "paar Millimeter" machen eine Menge aus! Und mittlerweile klappt's auch mit der Strat-Kopie. ;)

Gruß
 
A

Anonymous

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Hi all!

Ich hab nach dem Gig am Wochenende die Finger von der Klampfe gelassen und bin wieder schmerzfrei.

Was ich mir auf jeden Fall noch zulegen werde, ist ein festerer und breiterer Gurt, das macht bei den 4,5 Kilo schon was aus.

Danke an alle!
 
 
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