LesPaul-Kopie Identifikation, bitte um Hilfe


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Anonymous
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ich habe die Tage eine schmucke LP-Kopie bei einem freundlichen Saz-Händler erworben, das arme Stück war völlig verstellt, statt Buchse ein Kabel angelötet, das PU-wachs hatte sich gen Brücke ergossen, ich musste mich erbarmen:
body.jpg

head.jpg

front.jpg

joint-neck.jpg


nach einigen Arbeiten und Reinigung entpuppte sich das Teil als sehr schmatzige und süß singende Paula, war wirklich verblüfft. wiegt allerdings so um die 4,5kg, meine Schulter ist nicht so begeistert wie meine Ohren ... und schreit nach einer 3kilo-Strat.

Aus den Bohrlöcher im E-Fach lächelt mir rötliches Holz zu, die offenbar gegengeleimte sanft geschwungene Decke kann ich leider an keiner Stelle nackt sehen.
Ich wüsste gerne, was das Zeichen auf der Kopfplatte mir sagen könnte.
Hat jemand eine Idee?
 
auge
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Chevy musste den Namen wegen einer Namenrechtsklage von GM auf Cheri ändern.
Als ich anno dazumals auf der FMM war habe ich den Chevy Stand bewundert und war recht begeistert über die Produktenvielfalt und die Qualität.
 
jab
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Moin!

Chevy/Chery/Cheri war meines Wissens nach immer eine Marke, die von Cort gebaut wurde. Ob die Marke Cort selbst oder dem deutschen Vertrieb gehörte, weiß ich nicht. Die Gitarren waren durchweg gut, wie immer ist die Qualität auch preisabhängig, ein Topmodell wird besser verarbeitet und mit besseren Teilen ausgestattet sein.
Es sind auf jeden Fall antestenswerte Instrumente, daraus den nächsten Geheimtipp zu machen, fände ich jedoch nicht gerechtfertigt. Da war Fenix doch noch einen Schritt besser.

Beste Grüße!
Jab
 
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erniecaster
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Hallo Jab,

doch, muss ein Geheimtipp werden. Wird schließlich nicht mehr gebaut, kennt nicht jeder, war mal vergleichsweise billig und faktisch haben die auch nur Strats, Teles und Paulas hergestellt. Dann wurden die Formen leicht verändert und man kann behaupten, dass das auf Druck der Großen passiert ist. Das schreit nach Hype!

;-)

Gruß

erniecaster
 
little-feat
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erniecaster":xm0tk8t5 schrieb:
doch, muss ein Geheimtipp werden. Wird schließlich nicht mehr gebaut, kennt nicht jeder, war mal vergleichsweise billig und faktisch haben die auch nur Strats, Teles und Paulas hergestellt. Dann wurden die Formen leicht verändert und man kann behaupten, dass das auf Druck der Großen passiert ist. Das schreit nach Hype!

Bei allem gehörigen Respekt, Sir, aber das ist Unsinn.

Mit der mir eigenen Arroganz möchte ich den Mutmaßungen ein paar persönliche Erfahrungen gegenüberstellen.

Chevy (Chery, Cheri), Squier Japan und auch Fenix waren seinerzeit willkommene Alternativen zu den Originalen aus USA, die damals für mich und meine Kollegen nicht bezahlbar waren.

Speziell die Chevys fielen auf durch 2-teilige, nahezu unsichtbar mittig zusammengesetzte Bodies, schön gezeichnetes Holz, sehr dünne Lackierung, tolle Hals-Shapings, recht kräftig, teilweise leicht geriegelt, moderne Griffbrett-Radien, sauberste Bundierung, gute Economy-Hardware und schlechte Pickups, wie üblich bei Fernost.




Die Pool-Fräsungen ließen freie Wahl der Pickups zu. Bei den Modellen mit 2-Punkt-Tremolo allerdings war Vorsicht geboten, hier steckten die Einschlaghülsen in einem zu schmalen Steg Holz und neigten bei intensivem Tremolo-Einsatz zum Ausbrechen (s. Foto). Die 6-Punkt Modelle waren OK.





Da hier von Chevy/Chery/Cheri die Rede ist – das waren erstklassige Gitarren mit einem unglaublichen Preis/Leistungsverhältnis. Auch heute noch ein todsicherer Tipp, wer eine findet und einfach nur eine sehr gute Arbeits-Gitarre sucht (ohne großen Namen) der sollte sie kaufen.

Tom
 
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erniecaster
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:roll:

Ach, Tom, man kann so schnell anderen vorwerfen, sie schrieben Unsinn. Man sollte dann nur aufpassen, was man selbst schreibt...

little-feat":1bjx3ped schrieb:
Auch heute noch ein todsicherer Tipp, wer eine findet und einfach nur eine sehr gute Arbeits-Gitarre sucht (ohne großen Namen) der sollte sie kaufen.

Wenn du eine Arbeitsgitarre ohne Namen auf der Kopfplatte suchst, musst du nur eine Gitarre mit dem Namen Chevy/Chery auf der Kopfplatte suchen?

Und todsicher sind die alle gut? Sehr gut sogar? :roll:

Wer eine Gitarre sucht, soll sie sich ansehen, sie anfassen, anspielen und hören und danach entscheiden. Der Name auf der Kopfplatte hat für den Preis sicher eine enorme Bedeutung, sagt aber nichts darüber aus, ob es eine gute Gitarre ist oder nicht.

Gruß

erniecaster
 
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little-feat":2bq3pkbb schrieb:
Da hier von Chevy/Chery/Cheri die Rede ist – das waren erstklassige Gitarren mit einem unglaublichen Preis/Leistungsverhältnis. Auch heute noch ein todsicherer Tipp, wer eine findet und einfach nur eine sehr gute Arbeits-Gitarre sucht (ohne großen Namen) der sollte sie kaufen.
Insgesamt waren das gute Dinger, aber es waren auch Gurken dabei !
Ich hatte so eine erwischt: 2 HB Tele mit FlameTop !
Superchic, prima verarbeitet, klang leider so tot wie eine Waschbetonplatte!
Machte aber nix, für kleines Geld aus der Bucht gezogen und gut wieder losgeworden :lol:
 
auge
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Mannomann.
Is doch egal ob alle Cheri gut sind oder nur ein Teil.
Da gehts doch um nix.....

Und Ruebe. Nur weil eine Tele die Beinhaare nicht rasiert ist sie nicht tot ;-)
 
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auge":3uih7pu4 schrieb:

Ja gut, spalten wir Haare, wie üblich.

Klassische Strats, Teles und Paulas von Chevy/Chery/Cheri waren im allgemeinen sehr gute Gitarren, die man wohl kaum mehr vor dem Kauf anfassen, dafür aber weitgehend bedenkenlos blind kaufen und bei Nichtgefallen ohne Verlust wieder verkaufen kann.

Ausgenommen sind die Modelle mit der Bezeichnung „Basic“ auf der Kopfplatte, sowie jene mit aufgeklebtem Furnier sowie die Modelle, die man nicht als „klassisch“ bezeichnen kann.

Dies sollte keine Dissertation zum Thema werden sondern eine allgemein gehaltene Hilfestellung. Detailinformationen kann sich jeder, der einen I-Net-Anschluß besitzt, zuhauf selbst besorgen.

Sollte sich beim Erbsenzählen noch etwas finden, was ich übersehen habe, bitte ich es mir nicht mitzuteilen.

Tom
 
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little-feat":32mxmndl schrieb:
Ausgenommen sind die Modelle mit der Bezeichnung „Basic“ auf der Kopfplatte, sowie jene mit aufgeklebtem Furnier sowie die Modelle, die man nicht als „klassisch“ bezeichnen kann.

Ich habe mal gelesen das man auf ein "E" vor der Seriennummer achten soll, diese seien die guten Modelle. Da ich es selbst nicht nachprüfen konnte wollte ich einfach mal fragen ob du das zufällig bestätigen kannst?
 
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DannyGlam":22z0iq1b schrieb:
Ich habe mal gelesen das man auf ein "E" vor der Seriennummer achten soll, diese seien die guten Modelle. Da ich es selbst nicht nachprüfen konnte wollte ich einfach mal fragen ob du das zufällig bestätigen kannst?

Sowohl die Klassiker von Fenix, als auch von Chevy/Chery/Cheri haben ein E gefolgt von einer Nummer auf der Kopfplatte. Ob das eine Seriennummer ist, vermag ich nicht zu sagen.

Gegen Ende der Produktion beider Marken fehlte das E und die Nummer. Bei Cheri stand statt dessen "Basic" auf der Kopfplatte.

Ich kann nur sagen, dass die "Basics" von Cheri, die ich gesehen habe, von billigster Machart und nicht mit den Vorgängern vergleichbar waren .

Tom
 
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little-feat":32ayc4tp schrieb:
Hier ist noch ein Link, der zum "Mitbewerb" führt, aber der Beitrag ist gut gemacht, wie ich finde.

http://www.musiker-board.de/vb/e-gitarr ... ustom.html

Auf der Trussrod-Glocke steht normalerweise der Name "Chevy", die ist bei deiner Gitarre aber ganz sicher nicht mehr original.

hey, ein Volltreffer :lol:
Herzlichen Dank!

Auch den anderen für die vielen kleine Zusatzinfos natürlich.
 
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Sorry das ich hier nochmal nerven muss, ich fand es allerdings sinnvoller hier kurz nachzufragen statt ein neues Thema zu eröffnen, außerdem passt es hier ganz gut rein da über diese Instrumente hier ja diskutiert wurde.

Ich hab eine Chery Strat angeboten bekommen, noch in sehr, sehr gutem Zustand und inkl. gut erhaltenem Koffer. Preis ist für beides zusammen 300€. Ich persönlich finde den Preis zwar gesalzen, denke aber auch daran das ein guter Koffer ja schon 50€ kostet und bei Ebay manche abgenudelten Cheri/Chery/Chevy Dinger für 150 - 200€ weggehen. Von daher würde mich mal die Meinung der hier anwesenden interessieren ob sie mir dazu raten würden oder eher abraten.

Insbesondere bin ich etwas unsicher da es eine mit 2-Punkt Tremolo ist und ich, auch wenn ich meine Tremolos eh fast nie benutze, nun doch eher etwas verängstigt bin das sie schnell den Tod finden könnte. Siehe hier:

Bei den Modellen mit 2-Punkt-Tremolo allerdings war Vorsicht geboten, hier steckten die Einschlaghülsen in einem zu schmalen Steg Holz und neigten bei intensivem Tremolo-Einsatz zum Ausbrechen
 
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€ 300,00 sind tatsächlich viel Geld. Ich veranschlage eine Chevy-Strat mit € 180,00. Mehr ist nicht drin. Wenn es sich um das Standard-Modell handelt. Gut, 200,00, dann ist aber auch wirklich Abläuten.

Es gab auch noch eine mit Gold-Hardware und und furnierter Vor-und Rückseite, die sind etwas teurer. Ich würde das Standard-Modell bevorzugen.

Tremolo? Kannst du denn nicht nachfragen, ob 2-Punkt oder 6-Punkt??

Vorher ansehen, oder ein exaktes Detail-Foto anfordern. Wenn um eine der beiden Einschlaghülsen herum ein Riß zu sehen ist, oder das Holz leicht hochkommt, dann Finger weg.

Ansonsten, wie gesagt, gute Gitarre.

Tom

PS
So könnte das dann aussehen
 
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little-feat":13dbkhvi schrieb:
Tremolo? Kannst du denn nicht nachfragen, ob 2-Punkt oder 6-Punkt??

Vorher ansehen, oder ein exaktes Detail-Foto anfordern. Wenn um eine der beiden Einschlaghülsen herum ein Riß zu sehen ist, oder das Holz leicht hochkommt, dann Finger weg.

Ansonsten, wie gesagt, gute Gitarre.

Danke für den Tipp, das es ein 2-Punkt-Tremolo ist weiß ich und ich hab ein Bild gesehen, es scheint alles in bester Ordnung zu sein, mir ging es eher um die potentielle Zukunft, wobei ich mir da weniger Gedanken machen sollte, schließlich benutze ich ja das Trem eh fast nie. Den Preis kann ich insofern noch verstehen da es sich um einen Händler handelt der Gitarren ankauft und weiter verkauft, von daher muss er ja irgendwie Gewinn machen. Denke aber dann doch das es auch mir etwas zuviel ist, ob guter Zustand oder nicht.

Es ist übrigens ein Standardmodell, bei ner Strat würde ich wohl auch garkein Furnier haben wollen, fände das irgendwie widernatürlich ;-)

Denke ich werde dann doch eher zu einer Blade TC1 oder einer V6 von Vintage greifen. Die sind dann neu und kosten auch nicht viel mehr oder sogar weniger.
 
HanZZ
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little-feat":ova097p7 schrieb:
Vorher ansehen, oder ein exaktes Detail-Foto anfordern. Wenn um eine der beiden Einschlaghülsen herum ein Riß zu sehen ist, oder das Holz leicht hochkommt, dann Finger weg.

So könnte das dann aussehen

Das würde ich übrigens aus Erfahrung auch bei Fender American Standard Strats aus den 90ern (mit Swimmingpool-Fräsung) empfehlen. W°° hatte zwar kein Problem, das sauberst und professionell zu reparieren, aber ich würde inzwischen vor'm Kauf auf sowas achten.
 
 

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