Marshall Verstärker - Versuch einer Übersicht


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ich mach ma einfach frechdreist nen Thread auf..
es ging ja mehrfach um Marshalls und die einzelnen Serien

jetzt tut doch mal kund wie die einzelnen Dinger sich verhalten..

wir haben ja beim Marsi bestimmte GAin, Eq, und Endstufenregelungen
zuzüglisch kommen die Ausgangsübertrager dazu

wir reden jetzt nicht von Boxen , Speakern....sondern um das ..(ich nenn es mal KERNVERHALTEN"...der einstweiligen (bj...etc)Amps)
teils auch die Qualität der Potis..
(jeh nach Zulieferant wenn man jetzt so ins Detail gehn will) :shock: :? :-D )

könn ma da ne Linie erwirtschaften...die viele Fragen klärt?
zB auch: was ist für den Hausgebrauch, was für Clubs ohne Abnahmen, was für mittlere Hallen, was im Stadion...etc pepe


finetone kann hier bestimmt auch mit seinem gesammeltem Fachwissen tolle Ideen geben

greez
 
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Tolles Thema!

Ich habe mir erlaubt, mal das Thema und einige Kleinigkeiten zu editieren zwecks besserer Übersichtlichkeit.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, möchtest Du die Erfahrungen der User mit verschiedenen Marshall-Produktserien gegenüberstellen und damit so eine Art "young person´s guide to Marshall Amplifikation" erstellen.

Ein Mammutwerk, aber laß es uns versuchen!
(Hilfreich ist überigens ein Blick auf die Liste verwandter Themen hinter untendran...)
 
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Hoi,

Schreibt mal auf in welchen Schema das geordnet werden sollte bzw was alles drinnen stehen sollte. Ich könnte schon ein Review für den 2203er und den MG15CDR geben.

Greetz Phil
 
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Dann macht es ma!
Alien könnte ein Schema vorschlagen wie er es sich vorgestellt hat und ab gehts!
 
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Moinsen,


Ok...

wer ist noch im Besitz alter Plexis ? (JTM45)

ausgezeichneter handverdrahtete Platinen

Ausgangsübertrager....Exellelnt

die 50 Watt brüllen alles Weg

Obertonverhalten ..Göttlich


Eingänge 4 ....mit Käbelchen auf die Eingänge (Vorstufe) sinnvoll zu handeln ...

Presence:Wirkungsgrad bis ins Unerträgliche (OK kann man ja wieder zurückschrauben)

Der Amp definiert sein Gain hauptsächlich über die Endstufe
(die Vorstufe über gezwungene 12 AX macht nur die halbe Arbeit..

die Kiste mit dem alten quadratischen Schriftzug ist nochmal so schön (Schmuckstück)
ich glaub umme 62 kam der in England in die Läden

erste Konsumer: Hendrix , Townshend, und dann Blackmore..(der wollte natürlich direkt 100 Watt)

kurz danach hat Jim ...(der übrigens Schlachzeuch verkaufte)von den 6l6 auf die El´s umgestiegen...(seit dem ist Marshall grundsätzlich mit den "grossen " bestückt"

(normal...ne El bringts auf 25 Watt Leistung in Reihe zu viert auf 100....und die Rockers brauchten dat....)
klar ....Einbussen im Höhenbereich....dafür aber mehr Bottom...und Midline...(typical)

Alles in einem...ein sehr dankbarer unkaputtbarer Amp....der leise geküsst und in den Arsch getreten werden will, .....und dann die Sau rauslässt :-D

jetzt ihr wieder,

weil interessant wirds ab ca. 70...die JMP Serie

da habt ihr sicherlich auch noch welche

greez
 
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Polli":30folsnw schrieb:
LP-Natasha":30folsnw schrieb:
ich dachte, es sollte übersichtlich und strukturiert sein?


entweder Jenz, oder strukturiert ;-) ;-)

laaaaaaach


ja ich dachte ich fang nach Jahreszahlen struckturiert an..

also jtm....dann 70er jmp Serie...bis rauf zum Jcm..(80er)..dann die Nebenmodelle...etc etc die Combos ...dann die High Gain als nebenprodukt...jcm 900...nach mir die Sintflut....und dann auf Bass umsteigen :-D


jörsch sachte ja schon ...daß es nicht einfach wird..

aber das kriegen wir schon hin ..(oder kaputt) :-D
 
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1975 - 1981- Marshall 2203 JMP Master Volume Lead, 100W

2203hr0.jpg


Kurz:
- 3x ECC83 4x EL34
- Einkanaler mit High & Low Eingang
- Kein Effektweg, kein DI-Out, kein MIDI
- Kein HiGain Amp bzw nicht ohne Treter Hilfe
- Schönes Crunch & guter Bass/Mittenbetonter Sound bei niedrigen Lautstärken
- Rock Amp der 80er schlechthin

Aufbau:
Im gegensatz zu den JCM Serien noch mit hochwertigen Bauteilen verbaut, ebenso im Innenleben. UNterschied zum JCM 2203 ist zum einem das Letterbox Design, zudem der andere Aufbau im Innenleben, bei den JCM Teilen wurde eingespart unter anderem an den Tragegriffen oder dem PLastikkantenschutz zu erkennen. Die ersten JCM 2203 gleichen allerdings noch den JMP 2203er, erkennbar an den goldfarbenen Trageschnallen. Gewicht ist akzeptabel, der Drake Trafo wiegt halt ein wenig. Verfügt natürlich auch über einen Standby Schalter, so das man auch erstmal in Ruhe die Röhren eintemperieren lassen kann, ohne es dabei mit Pfeifen oder ähnlichen zu tuhen zu haben.

Sound:
Das 100 Watt Modell überzeugt mit einem sehr kräftigen Ton, auch bei kleinen Lautstärken. Meiner Meinung ist das noch ein Marshall den man ebenso auch gut Clean spielen kann, mit richtigen einstellungen kommt man auch an das Twin krakzen heran. Im Crunch ist der 2203 wohl der gut, ein sehr schöner Traumhafter Ton, verzerrung ist gut einstelbar dank Pre-Amp Regler, aber egal in welcher Pose, jeder Song ist einmalig. Im Distortion klingt er meiner Meinung nach erst bei Reglerstellung 4 nach etwas brauchbaren, unterhalb brauchts ziemlich starke Saitenschläge, damit man da eine Verzerrung erreichen kann. Der Amp ist zudem auch superGeil für Pedale geeignet, mit deren Hilfe man aus dem 2203er auch einen Metaller machen kann (mach ich net, aber ist bestimmt möglich mit nem Rat o.ä.). Allerdings hat er keinen Effektweg, denn muss man nachrüsten lassen so wies bei meinem ist :/

Schnick-Schnack:
Den 2203er gibts in mehreren Ausführungen:
1. Version: JMP Serie
2. Version: JCM800 Serie
3. Version: JCM800 Serie mit abgespeckten Teilen
4. Version: JCM800 Serie wiederauflage (erkennbar an den Waagrechten Input-Eingängen an der Front & mit Effektweg)

Fazit:
Der 2203er ist und bleibt mein Traumamp. Ein göttlich geiler Röhren Sound, da hat Marshall noch was sinnvolles produziert. Zudem auch gut modifizierbar.

Greetz
Phil
 
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XXXX - XXXX- Marshall MG15 CD Combo, 15W

mg15wy3.jpg


Kurz:
- Transistor Amp
- 2 Kanäle (nur per Hand schaltbar)
- Kein Effektweg, kein DI-Out, kein MIDI
- Clean, Crunch & HiGain Amp
- FDD Schalter für Röhrensimulation
- Kopfhörer (emu. LineOut) und LineIn Eingang
- 1x 8er Speaker
- Made in India

Aufbau:
Das Gehäuse ist sehr robust aufgebaut und auch die verarbeitung ist eigentlich sehr gut gemeistert worden. Der Verstärker lässt sich nur über 230 Volt betreiben, also ein Adapter muss her, wenn man Ihn mal ins Ausland mitnimmt. Die Stoffbespannung ist sehr Robust und hat bisher den Speaker immer gut geschützt und ich habe Ihn wirklich nicht gut behandelt die Jahre über :) Viel Kunstoffwurde hier verbaut, aber die Tragegriffe halten Ihn aus und man kann Ihn beruhigt tragen, das Gewicht fällt eigentlich auch sehr klein aus. Die Maße finde ich optimal, also man hat schön platzsparen gearbeitet. Das Gehäuse ist komplett geschlossen.

Sound:
Klar das teil klingt wie kein Peavy Bandit, oder wie ein guter Mosfet Amp aber der Sound ist brauchbar. Ohne aktivierten FDD Schalter klingt der Amp sehr dünn und einfach schabig, grad zum reinkicken. Der Clean Kanal ist Langweilig, bzw lässt sich mit dem EQ net gut steuern, eher geeignet für Tretminen. Der OD Kanal lässt sich ebenfalls über den gleichen EQ steuern, interessant ist hier der Contoure Regler, der macht den Sound eigentlich mit etwas geschick sehr vielseitig. Aber allgmein klingen alle produzierten Töne sehr dünn und treblelastig und dummerweise klingt er nicht mit jeder Klampfe gut, die besten Erfahrugnen habe ich mit Low-Output Humbucker gemacht, da klang er echt geil. Powerchords vermatschen bei hoher Lautstärke, Rückkopplungen gibt er sehr gut von sich :). Naja für was in der Amp geeignet, würde sagen Punk und Classic Rock, modernes packt er einfach net, also geht auch nicht annähernd in richtung der JCM2000 Reihe. Der FDD schalter verdichtet das Signal und der Sound wird dann auch etwas brauchbar. Signale über den Line In Eingang gibt er sehr gut von sich, benutze den Amp deshalb auch immer als MiniHifi Anlage, wenn ich draußen das Auto Putze oder ähnliches und der MP3 Player irgendwo angeschlossen werden muss :p Auch mit einem Bass klingt der Marshall gut, die Speaker habens die 3 Jahre über gepackt und immer noch in guten Zustand :) Aber für seine 15 Watt kann er ganz schön laut brüllen. Hab bisher gute Erfahrungen im Dropped D mit der Kiste gemacht....

Schnick-Schnack:
Den Amp gibt es auch noch als Reverb Version (MG15CDR) und mit digitalen Effekt (MG15DFX) und als TopTeil mit zwei 8er Speaker (MG15MicroStack2), schönes schnuckliges MiniStack ;)

Fazit:
Für den puren Übungsamp ist er geeignet, mehr aber auch net - War mein erster Amp und habe damals mit dem geprobt, es klang okay, aber eben im vergleich zu nen anderen Amp einfach beschissen. Da der Marshall aber gut mit Lautstärken zurecht kommt, produziert er auch als Transe sehr gute Töne bei minimaler Lautstärke und bekommt somit hier mein Lob, konnte bisher kein Amp toppen. Auch der Kopfhörer Ausgang und der Line In Eingang den man wunderbar für einspielungen benutzen kann kommt hier entgegen.

Greetz
Phil
 
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ich hab mir bei ebay n valvestate 8200 hybrid gekauft... was für ein erweckungserlebnis, nachdem ich vorher ein wirklich beschissenes line6 spider II halfstack gespielt habe... der 8200 ist ein stereo 2x100 watt hybrid amp mit effect section (chorus und federhall), mit ec83 röhre.... clean eine offenbarung, die zerre ist halt etwas zahm, aber da gibts ja reichlich tretminen... sicherlich kein vergleich zu vollröhren-heads, aber für unseren sound (melodycore) prädestiniert... nie wieder modelling-experimente, ich bin zur church of marshall konvertiert! ;-) ;-)
 
68goldtop
68goldtop
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24 November 2003
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675
Hi!
da wurde gerade nach den "metal panel" amps gefragt - da hab ich was für euch!

mein "schätzchen" ist ein 72er 50w LEAD Top, auch als "Model 1987" bekannt. er ist der direkte nachfolger des 50w "plexi" der seinerseits eine weiterentwicklung des jtm45 war. er hat das klassische bedienfeld mit 4 Eingängen (kanal 1 + 2, jeweils hi + low), 2 x volume (einer pro kanal) und treble, middle, bass + presence - wie damals üblich - sowie 3 x ecc83 in der vorstufe und 2 x el34 in der endstufe. bis 1971 kamen die 50er in den kleineren (small box) gehäusen, mein top hat aber (leider) bereits das große gehäuse - wie die 100er und er ist äußerlich nur durch die abwesenheit eines lüftungsschlitzes oben drauf vom 100er zu unterscheiden.
ab mitte 73 verwendete marshall pcb´s in den amps, aber dieser ist noch - wie früher (und heute auch gerne wieder) - "handwired".

in "the history of marshall" beschreibt michael doyle ausgerechnet dieses (72er) modell als "absolute animal" und dem kann ich nur beipflichten! der amp ist unglaublich laut und hat einen fantastischen intensiven zerr-sound den ich so noch von keinem amp gehört habe. ich nenne diesen amp meinen "großen, bösen marshall" (im unterschied zu meinem jtm45 ri - meinem "mädchenmarshall") - und so klingt er auch! man *kann* auch sanft mit ihm spielen, aber man muß ihn schon ein bißchen darum bitten ;)
was mich aber echt erstaunt hat - vor einiger zeit habe ich mit einem befreundeten gitarristen mal n großen amp- und boxentest im proberaum gemacht und mit diesem amp stand HENDRIX im proberaum! ne box mit greenbacks und ne strat eingestöpselt und der sound war unglaublich. nix rumschrauben und so - der sound war einfach da!

der amp ist absolut nix für kleine clubs - es sei denn man hat eine passende power-brake dazu!

so - ich hoffe ich konnte euch den mund ein bißchen wässrig machen ;)

cheers - 68!
 
 

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