Mesa Transatlantic - ein erster Erfahungsbericht

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Anonymous

Guest
Auf Anregung von Magman nun meinen Erfahrungsbericht noch einmal hier unter Reviews:

Nach 18 Jahren und rund 350 Gig´s mit meinem Mesa Mark IV war für mich das Thema Amp eigentlich dauerhaft abgehakt.

Erst in den letzten zwei Jahren habe ich mit ein paar anderen Amps experimentiert. Schlußendlich hatte ich meine Rectifier 412er Box durch eine 1 x 12 Mesa Three Quater + 1 x12 er Mesa Roadster ersetzt und damit meinen Mark IV zu neuen Höhenflügen gebracht.

In letzter Zeit wurden uns einige Auftritte angeboten, wo unser Setup deutlich reduziert werden muß. Da habe ich mich auf die Suche nach kleinem Equipment gemacht. Einige verlockende Combos gespielt, aber nie überzeugend "meinen" Sound mit der für mich "idealen" Kombination (außer Kabel und Verstärker lass ich nichts an meine Gitarre ran, für meine Sound brauch ich mindestens einen Zweikanäler) gefunden.

Vor zwei Wochen bei meinem bevorzugten lokalen Musikalienhändler; Mesa Transatlantik auf eine Mesa 1 x 12 er Three Quarter gesetzt (und natürlich auch mit anderen Boxen expetimentiert) und nach kurzer Zeit war klar, das ist es.

Wir nehmen gerade eine neue CD auf und damit hatte ich nun ausreichend Zeit meine neue Errungenschaft im Detail kennen zu lernen und zu testen. Hier ein erster "Spontanbericht":

Was sicher schon im Forum bekannt ist: 2 Kanäler, erster Kanal soll "Vox-ähnlich" sein (solche Vergleiche sind mir ziemlich wurscht) und kann zwischen "Normal" und "Top Boost" umgeschaltet werden. Zweiter Kanal hat drei Einstellungen: "Tweed" (soll Fender ähnlich sein, ich kann´s bisher gar nicht brauchen), HI1 (soll britisch sein) und HI2 (soll typischer Mesa Cream sein).
Genial die Möglichkeit für jeden Kanal unabhängig die Ausgangsleistung zwischen 25, 15 und 5 Watt umzustellen. Jeder Kanal zwei Toneregler und Mastervolumen, bei ersten Kanal kann der Mastervolumen überbrückt werden und der Regler dient dann zur Regulierung unangenehmer Höhenanteile (sehr laienhaft, aber so versteh ich zumindest meinen Verstärker, VOX user wissen wohl was gemeint ist).

Gegenüber meinem Mark IV eine Wohltat an überschaubaren Regel- und Einstellmöglichkeiten, den Amp habe ich sofort begriffen und in Minuten "meine" Sonds gefunden.

Erster Kanal: Meine bevorzugte Einstellung ist Top Boost mit 15 Watt Ausgangsleistung. Mastervolumen aktiv. Luftige Sound, ideal für meine "konventionell" und "rockigen" - bluesigen Sounds, mit zurückgedrehtem Gitarrenpoti auch für die Rhytmusarbeit für unserer Soulstücke. Wie ein schöner Einkanäler, die Sounds kommen über die Finger, den Volume-Poti den jeweils gewählten Gitarrenpickup.

Zweiter Kanal: Ich bevorzuge die Einstellung HI1 bei 5 Watt. Bei zurückgenommenem Volume-Poti schöne Crunch- bis Brett- Sounds für Rhythmen, ohne Mulm, transparent, nichts "schmiert". Volume Poti voll rein: Singender und doch kräftig und transparenter Solo Sound. Die Obertöne treffen ins Herz, so soll es sein. Die Einstellung H2 wird mir zu "süßlich" und setzt sich auf Aufnahmen auch nicht so schön durch.

Im Gegensatz zum Mark IV reicht die Three Quater Box völlig aus, auf die Roadster Box verzichte ich beim Transatlantic.

Ich bin glücklicherweise in der Lage, meine Gitarrenspuren in meinem "home-studio" (a bisserl übertrieben, aber bis zu einem gewissen Grad kann ich Lärm machen) direkt über Mikro auf den Rechner zu nehmen. Mit dem mir zu Verfügung stehenden Recording-Equipment (Neumann TLM 103, ART DMPA TWO Channel Preamp) nehme ich die Three Quater "close miked", also fast direkt vor der Membran, ab und bekomme alle Gitarrensounds mit dem Transatlantic so aufgenommen, daß ich auf eine nachträgliche Bearbeitung auf dem Rechner fast völlig vezichten kann. Hier macht der Amp eine saugute Figur. Ich kann ihn nur empfehlen.

Der Transatlantik ist zwar klein und leicht. Aber kein "Spaß-Amp". Eine professionelle Lösung, die Leistungsreserven sind auch für größere Sachen vollkommen ausreichend, die Sounds sind sensationell und voll überzeugend, das technische Konzept flexibel, vielseitig und super einfach zu bedienen. Ein mehr als vollwertiger Mesa Amp, der keine Abstriche an Qualität und Professionalität gegenüber seinen Geschwistern macht. Um ihn mal eben zu kaufen, auzutesten und im Ebay wieder zu verscherbeln ist er zu teuer. Aber nicht für meine Bedürfnisse.

Habe ein paar Beispielfiles aufgenommen, aber keine Ahnung, wie ich diese hier bereitstellen/verlinken kann. Habe leider auch keine eigene Webpage. Vielleicht komme ich noch drauf wie´s geht, dann werde ich es nachholen.
Gruß
frhay8
 
Danke für dein Review Rainer.

Ich hab den Amp bislang noch nicht selbst anspielen können, geschweige denn live gehört. Ich stand allerdings noch nie auf Mesa B., da mir dessen Cleansounds noch nie so richtig gefallen haben - zu modern und leblos in meinen Ohren.
Bei dem Transatlantic allerdings würde ich schon gerne mal selbst ran, denn zumindest auf den Videos klingt es mit ner Strat schon für nen Boogie recht tweedig. Eines hat der Kleine jedenfalls, auf das auch ich nie wieder verzichten möchte - die leistungsvariable Schaltung. Das kommt auch bei meinem Brunetti Singleman (16, 4 und 1 Watt) schon sehr geil rüber, vor allem aber, wenn man wie ich meist in kleinsten Clubs und auch mal in größeren Sälen, oder Stadtfestbühnen spielt.

Schade, dass du nicht zur Session kommst lieber Rainer - ich hätte den kleinen Mesa gerne mal gespielt und auch verglichen mit meinem Brunetti. Weil kleine leichte Amps die auch noch groß klingen mag ich mittlerweile ganz besonders.

Hier noch'n recht gutes Review-Video. U.a. auch mal mit Strat, der wohl einzig wahren E-Gitarre :lol:




PS: Um deine Soundbeispiele hier einzustellen benötigst du etwas Webspace. Hier ein paar Links: www.file-upload.net - oder: www.mp3-upload.net
 
OK, die Lösung überzeugt mich zwar noch nicht wirklich, daher werde ich unseren Webmaster bitten mir auf unserer Band-Webseite künftig was besseres einzurichten.

Aber vorerst mal die download Links mit kurzer Beschreibung

Ich habe alle Soundbeispiele mit dem ersten Kanal des Transatlantik im Top Boost Modus eingespielt. Die Einstellungen am Amp blieben unverändert, um Euch eine bessere Einschätzung zu ermöglichen, wie das jeweilige Instrument mit dem Verstärker klingt. Der Top - Boost Modus erlaubt am besten den Einfluss des Volume Reglers auf Clean/Chrunch ein bisschen zu demonstrieren. Bitte verzeiht: Die Einspielungen sind von Sound etwas "hart", da ich diese in einem gefliesten Wohnzimmer mit vielen harten Reflektionsflächen gemacht habe. Mehr als Zimmerlautstärke war nicht ´drin, abgenommen hab ich "close miked" um die räumlichen Einflüsse etwas zu reduzieren. Mit der 1x2er Three-Quarter Box, vermutlich klingt die 1x12er Roadster mit dem Vintage V30 "cremiger", Wenn Euch interessier, kurze Nachricht und ich mache noch ein paar Soundfiles mit dieser Box. Alle Soundfiles sind vollkommen unbehandelt, also so wie über die Soundkarte direkt vom Rechner "wahrgenommen". Kein Equalizing, kein Hall, wirklich die hässlichen Natursounds.
Habe immer den selben Songanfang aufgenommen mit ähnlichen Licks, es geht ja nicht um meine Spielkünste, sondern um die Nuancen des Sounds. Hab auch nicht gerade auf die "Eleganz" der Interpretation geachtet.
Wenn Euch eine andere Variante interessiert, bitte Nachricht. Bemühe mich das aufzunehmen. Werde demnächst auch Auszüge von eine Live Mitschnitt veröffentlichen.


Beispiel 1: Eine alte PRS EG 3
http://www.file-upload.net/download-274 ... 3.mp3.html

Beispiel 2: Eine Fender Strat American Standard baujahr 2005, Rodsewood Neck
http://www.file-upload.net/download-274 ... t.mp3.html

Beispiel 3: Eine alte PRS Samp Ash, Maple Neck, noch mit EC Seriennummer
http://www.file-upload.net/download-274 ... h.mp3.html

Eine 1981 Fender Star V62, Rosewood Neck
http://www.file-upload.net/download-274 ... t.mp3.html

Eine PRS Custom 22
http://www.file-upload.net/download-274 ... 2.mp3.html

EIne Bitte: Auf Fragen und auch Wünsche nach anderen Soundbeispielen gehe ich gerne ein. Aber bitte veschont mich mit Grundatzdiskussionen, es geht mir rein darum interessierten Mitmusikern Entscheidungshilfen zu bieten. Mich interessier auch nicht wirklich, ob Euer Cream, Krank, Egnator, Randall, Tweed oder ähnliches insgesamt oder in den feinsten Nuancen um Klassen besser klingt, kann man bei der von mir erreichen Aufnahmequalität eh nicht seriös beurteilen.
Dafür vielen aufrichtigen Dank und Gruß,
frhay8
 
Ähem, :oops: , das klingt, als ob aus nem Ackergaul ein Rennpferd werden soll. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, als ob die leidige Diskussion über Amps und Sounds und was auch immer doch allzuoft über andere Unzulänglichkeiten hinwegtäuschen soll. Vielleicht sollten wir hier im Forum nicht nur über Mindestbeitragszahlen für die Aufgabe von Kleinanzeigen nachdenken. Mich würde auch interessieren, ob sich die Wortbeiträge durch musikalische Beiträge verifizieren lassen. Nicht böse sein, aber die Baustelle ist hier nicht der Amp, sondern Intonation und Timing. Nichts für ungut ;-)
 
Danke, Rainer, für dein Review des Transatlantic und für die Mühe, die du dir mit dem Einstellen der Files gemacht hast.

Diese bestätigen mir, was ich schon wußte: daß der Amp gut klingt.

Grundsätzlich möchte ich aber noch zu meinen beiden Vorrednern anmerken, daß ich es äußerst armselig finde, in einem Review- Thread hier äußerst unpassende Fundamentalkritik über Timing und Intonation abzusondern.
Ist halt büschn schlampig gespielt und mit heißer Nadel gestrickt, wat solls?
Der Kollege kann schon spielen und wer nicht hört, daß der Amp gut klingt, hat was auf den Ohren.

Noch viel ärmer finde ich es aber übrigens, daß Herr Franck nach seinem geradezu lächerlich inszenierten Thread "Tschüß und so..." (http://www.guitarworld.de/forum/tschues ... 26682.html) keine 2 Tage später den nächsten Thead mit einer erneuten Kontroverse droht zu sprengen.
Klassisches Trolling mittlerweile.

Bye bye und sag zum Abschied LEISE Servus....
 
pope":3j08neff schrieb:
Vielleicht sollten wir hier im Forum nicht nur über Mindestbeitragszahlen für die Aufgabe von Kleinanzeigen nachdenken. Mich würde auch interessieren, ob sich die Wortbeiträge durch musikalische Beiträge verifizieren lassen. Nicht böse sein, aber die Baustelle ist hier nicht der Amp, sondern Intonation und Timing. Nichts für ungut ;-)

Reichlich Arm und sehr von oben herab.
Vieleicht sollte man hier mal eine Charakterprüfung einführen bevor man Postings zulässt?


aber das ist ein alter Thread, den ich abonniert hatte, und leider sogar einer, der mir den Abschied extrem leicht macht.


Du bist ein wichtigtuerischer Besserwisser mit einem unglaublichen Mitteilungsdrang.
Leute wie Du haben im allgemeinen keine Freunde

Kennst du Tic Tac Toe? Verp... dich - niemand vermisst dich?!



Sorry liebe Mods - wenn ich so einen Scheiss lese, geht mir echt die Galle hoch.
Schön das es hier auch einiges an sozialer Intelligenz gibt!
 
Leute, bitte bleibt fair und unterlasst solche Postings hier unter den Reviews - sowas gehört hier nicht hin! Okay, Rainer hat sicherlich nicht seinen besten Tag erwischt, aber er hat sich wenigstens die Mühe gemacht Soundfiles hier einzustellen.

Alle Beiträge die nix mit dem eigentlichen Review zu tun haben werden morgen gelöscht!

Die Funktion als Moderator macht manchmal wirklich keinen Spaß....
 
Ich find's nur etwas schade, dass im Prinzip nur ein Sound zu hören ist, wo der Amp ja ein Sound-Chamäleon sein soll.

Das gespielte - naja - man muss es nicht toll finden aber es reicht, um dem Amp einen organischen, dynamischen Crunch zu bescheinigen. Und darum geht es erstmal...

Aber es ist halt leider nur dieses eine Crunch...

Jedenfalls einen schönen Dank an Reiner, dass er sich die Mühe macht, respekt... :dafuer:
 
Magman":1ic1x163 schrieb:
Alle Beiträge die nix mit dem eigentlichen Review zu tun haben werden morgen gelöscht!
Hallo Magman,

das ist sicherlich sinnvoll. Trotzdem möchte ich vorschlagen den Rest des Threads nur abzutrennen und unter "Sinnloses" einzuordnen (ich weiss, dass das mühevoll ist).

Des weiteren möchte ich jeden hier auffordern seinen Senf zu dem Kommentaren der Herren, die bei Soundlicps zu einem Review auf Timing abheben zu hinterlassen.

Es git hier viel zu wenig Reviews, und die wenigsten davon werden mit Sound-Beispielen belegt (So subjektiv und wenig aussagekräftig solche Sound-Beispiele manchmal auch sein mögen).

Da macht sich dann mal jemand die Mühe und wird für sein Timing beschimpft, und das von jemandem der sich in den vergangenen Wochen mehrfach geweigert hat, auf Aufforderung mal ein Beispiel seines Schaffens zu posten, und sich eigentlich ja auch schon längst laut schreiend verabschiedet hat.

Ich plädiere eindringlich dafür: Leute, schreibt Reviews, postet Klangbeispiele und lasst Euch nicht von solchen Meckereien einschüchtern!

Und genau das ist der Grund warum ich dafür wäre den Rest des Threads abzutrennen und noch eine Woche hier stehen zu lassen, in der Hoffnung es finden sich noch einige die klarmachen, dass es hier nicht um Schwanzvergleiche geht, sondern um Diskussionen über Gitarren, Technik und Sounds, die davon leben, dass Profis, Amateure und Anfänger sich austauschen ohne Angst sich zu blamieren.

Und wo ich schon dabei bin mich aufzuregen, und das tue ich im Moment: Kann nicht mal jemand behilflich sein dem Herrn Franck den Weg zur Tür zu weisen, wenn er ihn schon nicht selbst findet?

Schöne Grüße

Ralf
 
WaveMaster":128u7m15 schrieb:
Ich find's nur etwas schade, dass im Prinzip nur ein Sound zu hören ist, wo der Amp ja ein Sound-Chamäleon sein soll.

Das gespielte - naja - man muss es nicht toll finden aber es reicht, um dem Amp einen organischen, dynamischen Crunch zu bescheinigen. Und darum geht es erstmal...

Aber es ist halt leider nur dieses eine Crunch...

Jedenfalls einen schönen Dank an Reiner, dass er sich die Mühe macht, respekt... :dafuer:

Wenn du hier mal reinhörst, erhält man schon mal ein Eindruck von der Vielfältigkeit
http://www.youtube.com/watch?v=7hzQ3ZGp ... re=related
 
Doc Line6forum":1vl8v9jm schrieb:
...

Grundsätzlich möchte ich aber noch zu meinen beiden Vorrednern anmerken, daß ich es äußerst armselig finde, in einem Review- Thread hier äußerst unpassende Fundamentalkritik über Timing und Intonation abzusondern.
Ist halt büschn schlampig gespielt und mit heißer Nadel gestrickt, wat solls?
....

Moin.
Sehe ich ähnlich.
Hier geht es um ein Review des TA, nicht um ein Review der Fähigkeiten oder der Tagesform des Gitarristen.

Zum Thema Boogie TransAtlantic: die Samples, die ich bisher gehört habe, haben nicht geflasht. Einiges war ganz ok, einiges auch gut; aber nichts war dabei, was (meinem Gusto nach) so eindeutig für den TA spricht, dass ich ihn gerne haben würde.
Ich für meinen Teil würde mir für die Knete lieber einen Traynor YCS50 holen, und noch ne nette Box dazu.
Hätte dann zwar nicht das Boogie-Prestige, aber darauf sch...s ich.

Tschö
Stef
 
Garry":1w2byoan schrieb:
Wenn du hier mal reinhörst, erhält man schon mal ein Eindruck von der Vielfältigkeit
Thx Gary aber mir geht es nicht um die Werbevideos (oder heiße ich Ficki? :lol:)

Werbevideos für sonstwas gibt es tonnenweise im Netz aber das hilft
vergleichsweise wenig...

Mir jedenfalls, Du kannst das alles gerne glauben. ;-)
 
Hab noch mal ein Soundbeispiel eingestellt.

Klar, wird den Gitarrenheroes unter Euch sicher genug Anlass für Kommentare über meine Spielkünste zu geben, das ist mir aber ziemlich wurscht. Ist nix anderes als eine flüchtig festgehaltene Idee für meine Band. Bass kann ich sowieso nicht spielen und Zeit sowie Energie für Firlefanz und Tightness investiere ich erst bei der endgültigen Produktion.

Mich hat mehr interessiert den Sound des Transatlantic noch mal einzufangen und zwar ausschließlich für diejenigen unter Euch, die es interessiert.

Alles Natur, nur auf die Solopassagen ein wenig Delay gelegt.

http://www.file-upload.net/download-278 ... 2.mp3.html

Link ist jetzt korrigiert


Gruß, frhay8
 
Das Soundbeispiel ist auf der einen Seite angenehm ruhig gehalten, auf der anderen Seite aber auch etwas "nichtssagend". Die Downloadfreundliche Größe von 0 Byte entschädigt aber dafür wieder.- ;-)

Will nur sagen: irgendwas ist falsch am Link....

Gruß,
Manfred
 
frhay8":2hom1upe schrieb:
Hab noch mal ein Soundbeispiel eingestellt.

Klasse. :)
Schön gespielt, und nettes Stück.
Aber schade dass man nicht mehr vom Gainvermögen des Miniboogie hört.

Klingt gut, und hat nen schönen warmen Schmelz bei diesem Ton, der schon komprimiert, aber noch nicht wirklich verzerrt klingt.
Aber er klingt imho nicht so gut, dass ich dafür einen Tausender hinlegen würde.
Ich finde nach wie vor, dass der Engl Gigmaster mir besser gefällt. Und sympathischerweise kostet der auch weniger.

Aber egal, wenn du happy mit deinem Transatlantischem Kauf bist, is ja allet in Budder.

Tschö
Stef
 
UncleReaper":4hegzjl5 schrieb:
Gut ist anders. Bei der heißen Luft die der User sonst so absondert hätte ich doch mehr erwartet. :|

Jesses,

da kommt einer daher, macht sich die Mühe einen Amp vorzustellen, liefert dann auch noch das eine oder andere Soundbeispiel ab, und dann kommen solche überflüssigen Kommentare.

Ich habe den Thread zum Anlass genommen, den Translantic selbst zu testen. Und zum direkten Vergleich habe ich zeitgleich den Engl Gigmaster gespielt, einen Vox Nighttrain besitze ich.

Alle Amps sind leistungsmäßig miteinander vergleichbar, bei allen lässt sich die Leistung mindestens halbieren. Jeder Amp ist zusätzlich mit dem einen oder anderen nützlichen Feature ausgestattet. Dem Vox fehlt allerdings der zweite Kanal.

Ich halte den Mesa Translantic für den besten der 3 Amps.
Die Gründe dafür sind:
Die Verarbeitung ist mesa-typisch sehr gut; der Amp wirkt deutlich wertiger. Er ist mit seinen 25 Watt etwas leistungsstärker. Beim Mesa können beide Kanäle voneinander unabhängig in der Leistung reduziert werden. Das stellt in der Praxis einen gewichtigen Vorteil dar. Mit z.B. 25 Watt im ersten Kanal sichert man sich einen höheren Cleanbereich, während man im 2. Kanal mit z.B. 15 Watt in die Röhrensättigung fährt.
Ich habe lange Zeit einen Lonestar Special gespielt, dessen 30 Watt auch kanalweise zu reduzieren war. Der Special war absolut bandtauglich. 5 Watt mehr oder weniger sind eine zu vernachlässigende Größe. Deshalb meine ich, der Translantic ist auch bandtauglich.

Die beiden anderen Kandidaten, sind dagegen in ihrer Bandtauglichkeit eingeschränkt. Sobald es etwas lauter dahergeht, sind sie mit ihrem Clean zügig am Ende.

Allerdings hat des Translantic Bandtauglichkeit seinen Preis. Schon das Topteil ist etwa doppelt so teuer wie die beiden anderen Kandidaten incl. Box.

Mein Fazit: Man muss wissen, welchem Zweck der Amp vorwiegend dienen soll. Wer nur daheim spielt, ist mit den preiswerteren Minis gut bedient. Die Ersparnis ist enorm, die Freude am "leisen Röhrensound" groß.
Wer den Amp in der Band einsetzen möchte, sollte sich wegen des längeren Clean den Mesa zu Gemüte führen.
 
Habe zwischenzeitlich 6 Auftritte vom Club-Gig bis zum Oben-Air mit dem Transatlantic bestritten. Die ersten Eindrücke bestätigen sich auch in der Praxis. Bei kleinen Gigs bevorzuge ich eine 1x12er Box von Suhr mit einem Greenback, bei größeren Veranstaltungen kombiniere ich diese noch mit einer 1x12 er Mesa Roadster Box mit V30 Speaker. Nur mit der Suhr erscheint er mir bisher deutlich cremiger (schön für Bluesrock in Trio), mit der Mesa Box dazu jedoch viel definierter und im Klangbild besser zu orten.

Bisher hat mich auf Kanal 1 nach wie vor der Top Boost bei 15 Watt am meisten überzeugt (Gitarre geht eh über die PA). Im zweiten Kanal bleibt´s bei der "englischen" Einstellung, mittelweile auch bei 15 Watt. Aber hier experementiere ich noch. Ich benutze keinerlei Effekte, bin aber versucht bei mein Leadsound doch einmal mit einem Booster oder z.B. dem Boss Blues-Driver zu experimentieren.
Letzthin hatte ich einen Auftritt mit einer Funk-Rock Band. Da passt der kleine Mesa gar nicht, mit meinem Hughes & Kettner Statesman Top und der zugehörigen STM 212 war ich dort besser wesentlich bedient.
Mein persönlichen Fazit: Man sollte genau wissen welche Vorstellungen man hat und wofür man den Transatlantic einsetzt. Für mein Empfinden ist er ein schöner Amp jedoch nicht die vielzitierte "Wunderwaffe".
Gruß, frhay8
 
Danke für das Review, vor allem für das Einstellen der Soundfiles, das macht arbeit und ist sehr willkommen um den Amp zu "hören" !
 
frank":3qps22x4 schrieb:
Er ist mit seinen 25 Watt etwas leistungsstärker. Beim Mesa können beide Kanäle voneinander unabhängig in der Leistung reduziert werden. Das stellt in der Praxis einen gewichtigen Vorteil dar. Mit z.B. 25 Watt im ersten Kanal sichert man sich einen höheren Cleanbereich, während man im 2. Kanal mit z.B. 15 Watt in die Röhrensättigung fährt.

Moin.
Also 25 Watt (clean) aus 2 EL84 halte ich für nicht machbar.
Laut http://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren ... niwatt.pdf
oder
http://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren ... iemens.pdf
oder
http://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren ... L84_TE.pdf
sind bei Class A/B oder Class B und maximaler Anodenspannung von 300 Volt 17 Watt drin, bei 4% Klirrfaktor.
Und so lange die Röhren nicht angezerrt/verzerrt arbeiten, ist ein Unterschied zw. echten 15 Watt und echten 25 Watt auch nicht wirklich hörbar.

Wer sich einen Amp aufgrund zusammenfantasierter Ausgangsleistungdaten kauft anstatt aufgrund von Klangeigenschaften und sonstigen Features, der macht meiner meinung nach einen Fehler.

Leider geben fast alle Hersteller von Röhrenamps zu viel Leistung an anstatt realistischer Werte.
Dass aber gleich fast 40% mehr angebeben wird, ist schon sehr unrühmlich.

Tschö
Stef
 
Zu "ist ein Unterschied zw. echten 15 Watt und echten 25 Watt auch nicht wirklich hörbar":

das kann ich im Wesentlichen bestätigen. Zuhause im "Kämmerlein" stelle ich so gut wie keinen Unterschied fest, live auf Bühne reichen beide Einstellungen (in Kanal 1) gerade noch so für einen cleanen Sound, angecruncht bleibt die 15 Watt Einstellung jedoch in einer eher für meine Zwecke akzeptablen Lautstärke (immer in der von mir bevorzugten Kombination Volume/Mastervolume).

Mittlerweile bevorzuge ich übrigens für Solo Sounds meistens den ersten Kanal, etwas "angeblasen" mit dem Ibanez Tube Screamer. Die Leadsounds vom Transatlantic sind nicht mit dem High Gain vom Mark IV vergleichbar, wobei ich diese heute auch so gut wie nie benötige. Werde bei Gelegenheit mal ein paar Beispiele einstellen.

Seit einiger Zeit verwende ich für meine bluesige Combo live eine Suhr 1x12er Box mit einem Greenback. Dies macht sich im Klangbild mit deutlich wärmeren Sounds bemerkbar. Wer einen Transatlantic hat, sollte das mal probieren.

Für Soul und Cover ist die Three Quarter von Mesa meine Wahl (gibts mit´nem bisserl Glück immer mal wieder günstig gebraucht, hatte unter 300,00 € ausgegeben).

Mein Fazit nach zwischenzeitlich ca. 25 Auftritten mit dem Transatlantic: deckt das ganze Spektrum meiner verschiedenen Bands und Projekte sehr flexibel ab, ist völlig ausreichend von der Lautstärke, mit meinen beiden Boxenvarianten völlig unterschiedlich im Kontext des jeweiligen Bandsounds, äusserst rückenschonend und - wie Tante Rapper das mit den dicken Kartoffeln ja anmerkt - vermutlich auch wertbeständig. Nachteile: Manchmal wär a bisserl Hall und ein Einschleifweg halt doch nicht schlecht.

Fazit für Recording: Da bevorzuge ich zu 90% wieder meinen alten Boliden, der bringts satter rüber. Schließlich muss ich den dann auch nicht schleppen.

Gruß, frhay8
 
Hmmmm ........
Für den Sound hättest Du m.E. nicht so viel Geld ausgeben müssen.

Ist aber auch wurscht!
Hauptsache ...... Dir gefällt es.
 

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